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1234

40

17.02.2013

„Spurensuche in der Vergangenheit”





Dieses neue, fesselnde Buch von Kate Morton beginnt mit der Beschreibung eines wunderschönen
Sommertages im ländlichen England anfangs der sechziger Jahre, Die sechzehnjährige Laurel sitzt im Baumhaus und träumt von ihrem Schwarm Billy. Eltern und Geschwister sind schon vorausgegangen zur Wiese an den Bach. Dort soll das Geburtstagspicknick stattfinden. Laurel möchte noch einen Moment für sich sein: ihren Gedanken nachhängen, an Billy denken, sich ihre Zukunft als Schauspielerin vorstellen. Laurel sieht ihre Mutter mit Gerry, ihrem kleinen Bruder auf dem Arm, in das Haus zurückgehen. Sie hat bestimmt das Kuchenmesser vergessen, mit dem jeder Geburtstagskuchen in der Familie angeschnitten wird. Laurel sieht, wie sich ihr Hund Barnaby einem fremden Mann in den Weg stellt, der gerade die Gartentür öffnen will. Ist es vielleicht der Mann, von dem sie in der Zeitung gelesen hat, der Leute erschreckt und Frauen belästigt? Ihre Mutter kommt mit dem Kleinen um die Hausecke. Der Fremde begrüßt die Mutter: „ Hallo Dorothy“. Er scheint sie zu kennen, neigt sich zu ihr und spricht leiser, sodass Laurel in ihrem Baumhaus nichts verstehen kann. Die Mutter scheint furchtbar erschrocken zu sein. Dann geschieht alles sehr schnell. Das Messer blitzt in der Sonne . Laurel sieht wie ihre Mutter das Messer hebt und dem Mann in die Brust sticht, der bricht zusammen und Laurel wird schwarz vor Augen.
Dieses schlimme Erlebnis hat Dorothy im späteren Leben beiseite geschoben. Sie hat auch glauben wollen, dass der Mann der Fremde war, der in dieser Gegend Leute belästigt hat, wie es später in den Zeitungen berichtet wurde. Ihre Mutter stand unter Schock und auch die Polizei glaubte an diese Variante.
Fünfzig Jahre später, aus Laurel ist tatsächlich eine bekannte Schauspielerin geworden, besucht Laurel ihre Mutter. Zurück im Elternhaus kommen die Erinnerungen an die furchtbaren Ereignisse von damals wieder . Laurel weiß praktisch nichts von der Familie ihrer Mutter und deren Kindheit und Jugend, nur dass die Familie der Mutter bei einem Bombenangriff ums Leben kam. Jetzt möchte sie mehr wissen, so lange ihre Mutter noch lebt und Klarheit in die Dinge bringen kann.
Kate Morton versteht es den Leser bis zur letzten Seite zu fesseln. Der Roman nimmt uns mit in die Bombennächte von London im Jahre 1941 bis zu den letzten Lebensjahren von Laurel`s Mutter in der Gegenwart.

40

30.12.2012

„wundervoller Roman mit fantastischen Naturbeschreibungen”


Jenny und Maggie leben mit ihren Eltern Irene und Patrick in den einsamen Wäldern im Westen Kanadas. Der Vater arbeitet als Holzfäller, die Mutter betreut die Kinder und versorgt den Haushalt. Das Leben der Familie ist einfach und naturverbunden. Das ändert sich schlagartig , als der Vater bei der Arbeit tödlich verunglückt. Die Mutter muß jetzt für den Lebensunterhalt der kleinen Familie sorgen. Zuerst bringt sie Jenny und Maggie bei einer befreundeten Familie in der Stadt unter. Sie schickt regelmäßig Geld und Briefe an ihre beiden Töchter. Doch bald kommen weder Briefe noch Geld für Jenny und Maggie. Die beiden vermissen ihre Mutter sehr. Jenny steckt in großen Schwierigkeiten und braucht dringend Hilfe. Maggie macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter und erfährt vieles von der Familiengeschichte, von dem sie als Kind nichts geahnt hatte.
Die Autorin Frances Greenslade beschreibt die beeindruckende Natur im Westen Kanadas und das Erwachsen werden der beiden Mädchen.

40

30.12.2012

„ein wundervolles, fantastisches Wintermärchen”





Die Geschichte spielt in Alaska um 1920. Mabel und Jack suchen in der Einsamkeit Alaskas einen Neuanfang. Vor allem Mabel kann es nicht mehr ertragen auf ihre Kinderlosigkeit angesprochen zu werden. Beide haben sich das Leben in der freien, wilden Natur nicht so hart vorgestellt. Mit dem ersten Schnee kommt den beiden die Erinnerung an frühere Winterfreuden zurück. Nach einer Schneeballschlacht bauen Jack und Mabel ein Mädchen aus Schnee. In den folgenden Tagen sehen sie Spuren von Kinderfüßen in der Nähe ihrer Hütte.
Die Autorin Eowyn Ivey nimmt den Leser mit in eine unberührte Natur voller Schnee und Eis und in eine Welt, in der Märchen ihren Platz haben.

50

25.11.2012

„Einwandererschicksale”

Dieser Roman schildert das Schicksal vieler, junger Frauen, die von einem besseren Leben, fern der Heimat träumten. Jede Lebensgeschichte ist anders, doch der Autorin gelingt es, durch ihre Art zu erzählen, alle Frauen zu Heldinnen dieses Romans zu machen.
Julie Otsuka hat diese beeindruckende Geschichte von japanischen Einwanderinnen wunderbar, einfühlsam erzählt.

buch

Der Sohn

Jessica Durlacher

EUR 22,90 *
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50

22.09.2012

„was wir aus Liebe nicht erzählen wollen”

Sara und Jacob Silverstein führen mit ihren beiden Kindern Tess und Mitch, ein harmonisches ,sorgloses Familienleben. Die Familie trifft sich bei Saras Eltern, um Abschied von Mitch zu feiern, der für ein Jahr zum Studium nach Amerika geht. An diesem Tag ist die Familie zum letzten Mal so sorglos zusammen.
Saras Vater stirbt im Krankenhaus, nachdem er im Garten von einer Leiter gefallen ist. Nach dem Tod von Saras Vater gerät die Familie in einen Strudel der Gewalt. Sarah wird von einem Unbekannten während ihrer Joggingrunde überfallen und gedemütigt, bis ein Spaziergänger ihr zu Hilfe kommt.
Sohn Mitch möchte sich in Amerika bei den Marines verpflichten. Jacob und Sara fliegen in die USA um Mitch umzustimmen. Beide erzählen Mitch nichts von dem Überfall auf Sarah. Mitch läßt sich von seinem Vorhaben nicht abbringen. So beschließen Jacob und Sara mit ihrer Tochter Tess in die USA zu ziehen, um Mitch wenigstens in seinem Urlaub zu sehen.
Eines Nachts wird Sara von ihrer Tochter Tess geweckt. Fremde Männer stehen im Schlafzimmer und nehmen Jacob mit. Einer der Männer schießt auf Jacob. Der andere nimmt Tess mit nach oben. Sara wird gefesselt und in ein anderes Zimmer gebracht.. Sie wird später von Tess befreit.. Als Sara nach einer kurzen Ohnmacht zu sich kommt, wimmelt es im Haus von Polizei.
Sie erkundigt sich sofort nach Jacob, der im Krankenhaus operiert wird und Tess, die bereits der Polizei über die Vorgänge berichtet..
Für die Familie ist nichts mehr, wie es war, Schuld und Scham vergiften die Beziehungen in Ehe und Familie. Der Vater ist handlungsunfähig, die Tochter traumatisiert, der Sohn meilenweit entfernt und der Mutter fehlt die Kraft und der Mut zum Sprechen.

40

26.08.2012

„Idealer Lesestoff für Liebhaber der Bretagne”

In Pont Aven wird der über neunzigjährige Hotelier "Pierre-Louis Pennec" ermordet aufgefunden. In seinem Hotel " Central", daß seine Großmutter gründete, übernachteten und wohnten viele Künstler, unter anderem auch Paul Gaugin. Die Kopien der Gemälde, die in dieser Zeit entstanden sind ,hängen im Restaurant des Hotels. Kommisar Dupin hat sich gerade einen Überblick über die Tat verschafft, da passiert schon der zweite Mord im gleichen Umfeld. Das alles geschieht kurz vor der Hauptsaison, wo schon viele Touristen vor Ort sind, und das Meer und die salzige Atlantikluft genießen wollen.
Das wird natürlich dem Leser geboten. Spannende Aufklärungsarbeit durch Kommisar Dupin und wunderschöne Beschreibungen von Bretagne und Meer.

buch

Katzentisch

Michael Ondaatje

EUR 19,90 *
auf Merkliste

40

05.08.2012

„Schiffspassage nach England”

Michael Ondaatje nimmt den Leser mit an Bord der "Oronsay" auf eine lange Seereise von Sri Lanka nach England.
Er erzählt aus der Sicht des elfjährigen Michael. Ramadhin, Cassius und Michael lernen zahlreiche , interessante Mitreisende kennen: ein kranker Millionär, eine Artistengruppe, ein Wahrsager in den sich Michaels schöne Cousine Emily verliebt, ein Gefangener, der nachts mit seinem Wächter an Deck spazieren geht.
Die Beschreibung der Charaktere aus der kolonialen Welt erinnern an den englischen Autor Somerset Maugham. Für den Leser eine Reise in eine vergangene Welt.

buch

Erleuchtung

Anne Chaplet

EUR 19,99 *
auf Merkliste

40

17.05.2012

„Was verbindet eine peruanische Terrorgruppe mit einem kleinen Dorf im Vogelsberg??”

Leider ist dieser spannende Krimi viel zu schnell zu Ende. Anne Chaplet führt uns mit dem Frankfurter Kommisar Giorgio De Lange von Frankfurt nach Peru, wo De Lange seinen peruanischen Kollegen mit einer Gruppe aus Frankfurt einen Gegenbesuch abstattet. Von seinen Kollegen erfährt er einiges über Land und Leute. Natürlich werden Maccu Pichu und andere touristische Sehenswürdikeiten gezeigt. De Lange ist es wichtig in ein kleines Dorf namens Ayla zu kommen. Dort hofft er Spuren von Deutschen zu finden, die sich in den sechziger Jahren zu einer Organisation "Leuchtender Pfad" zusammen geschlossen haben. Anfangs bauten sie Schulen, später wurden sie Terroristen. Heute sagt man ihnen nach, daß sie für den Transport und Weiterverkauf von Rauschgift nach Deutschland sorgen. Zurück in Frankfurt begegnet De Lange auf dem Frankfurter Opernball, den er mit seiner Freundin , der Staatsanwältin Karen Stark besucht, Dr. Neumann ,früher Charly. Er fragt ihn direkt nach dem "Leuchtenden Pfad". Später wird De Lange von zwei Bodygards auf der Toilette zusammen geschlagen. Natürlich möchte er die näheren Umstände klären. Außerdem hofft De Lange auf eine Beförderung. De Lange hofft vergeblich. Als Pressereferent soll er eine Festschrift erarbeiten, in der besonders lobenswerte Polizeiarbeit für eine breite Öffentlichkeit dargestellt wird. Dazu wird er in den Keller vor dem Archiv verbannt. De Lange hat das Gefühl von " die haben mich kaltgestellt", aber jetzt habe ich Zeit die vielen Ungereimtheiten aufzuklären. Was De Lange auch tut. Er hat nicht beabsichtigt, seine beiden Töchter und Karen Stark in die Sache mit hineinzuziehen. Der Fall kommt ins Rollen und die Spannung für den Leser steigt.

40

01.04.2012

„Wo fängt Naturschutz an ?”

Alma Takesue arbeitet als Biologin für die Naturschutzbehörde der Santa-Barbara-Inseln. Sie ist davon überzeugt, daß Tiere die später durch Menschen auf die Inseln eingeschleppt wurden, dort nichts zu suchen haben. Alma möchte die dort lebenden Ratten durch eine Aktion vergiften. Das möchte der fanatische Tierschützer Dave Lajoy mit allen Mitteln verhindern. Beide Hauptfiguren werden durch Boyle genau geschildert. Er liefert dem Leser keine Lösung. Boyle zeigt die Schwierigkeit für die Menschen einmal gemachte Fehler in der Natur korrigieren zu wollen.

40

05.02.2012

„ein echter Alptraum”

Der Landschaftsmaler " Greider " sucht sich eine Unterkunft in einem Hochtal, daß im Winter von der Außenwelt abgeschnitten ist. Dank seiner Zahlungsfähigkeit wird er in die wortkarge Dorfgemeinschaft aufgenommen. Er beobachtet genau die Bewohner, die durch alte Strukturen geprägten Lebensumstände und die faszinierede, leere Landschaft. Fast einen Winter lang geht das Leben im Dorf einen ruhigen Gang.
Doch es kündigen sich freudige und schlimme Ereignisse an: Die junge, hübsche Tochter seiner Wirtin möchte heiraten, einer der Söhne des örtlichen Großbauern erleidet einen tödlichen Unfall. Greider hält die Geschehnisse auf seinem Skizzenblock fest. Bald darauf gibt es einen zweiten Todesfall. Es ist wieder ein Brennersohn.
Was für den Leser mit einer Landschafts-und Personenbeschreibung beginnt, die ruhig und gemächlich wie der Dorfbach plätschert, wird jetzt zu einem Krimi, der einen , wie in einen Strudel, in einen Sog hineinzieht.

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