bol.de
suche...

Bewerter

Eine Kundin / Ein Kunde Unsere Top-Bewerter

Gesamte Bewertungen 526 (ansehen)


Das beste Buch aller Zeiten:
Nina George, Das Lavendelzimmer

Meine Favoriten

Meine Bewertungen

 
zurück
 

Inga und die Männer – ein Thema für sich

Eine Kundin / Ein Kunde , am 29.04.2016

„Ist das Liebe oder kann der weg“ ist der Debütroman von Anke Maiberg, die im realen Leben Juristin und Mutter ist. Aber als Autorin kann sie mal so richtig ihre andere Seite ausleben und beschert uns einen ausgesprochen witzigen Roman.

Inga, einen junge Frau, die in Berlin lebt und einen „tollen“ Job als Übersetzerin hat, steht plötzlich vor den Trümmern ihrer Liebe. Sie hat ihren Freund in Flagranti mit einer anderen erwischt. Nun sinnt sie auf Rache. Um sich erst einmal von dem Schock zu erholen, reist sie zu ihrer Tante Lisbeth nach Freesbüll, einem fiktiven Ort in der Nähe von Husum. Doch, die Ruhe und das Verständnis, welches sie sich von ihrer Tante erhofft hat, währen nicht lange. Beim morgendlichen Walken entdecken die beiden unverhoft einen Toten in einem Gebüsch. Tante Lisbeth erkennt die Leiche und hat auch gleich eine Vermutung, warum Sönke Asmussen ermordet wurde. Denn der Ermordete war ein strikter Gegner gegen den Windpark, der in naher Zukunft in Freesbüll eröffnet werden soll. Und obwohl ein sehr kompetenter und attraktiver Kriminaloberrat namens Carsten die Ermittlung übernimmt, meint Tante Lisbeth, dass sie und Inga ihm unter die Arme greifen sollten. Doch diese Mordermittlung ist nicht das einzige Problem, mit dem Inga plötzlich zu kämpfen hat. Unversehens kann Inga sich nämlich kaum vor Verehrern retten. Und dann will ihre Tante mit ihr auch noch unbedingt in eine Quizshow, ihre beste Freundin hat ein Problem mit einem jungen Mädchen, welches ihr anvertraut wurde und Inga will doch einfach nur endlich die Liebe ihres Lebens für sich gewinnen.

Herausgekommen ist ein schräger und witziger Roman, bei dem die Hauptperson Inga jedes nur mögliche Fettnäpfchen mitnimmt. Anke Maiberg hat einige sehr witzige Charaktere geschaffen, die man sofort ins Herz schließt. Wie z.B. Tante Lisbeth, die eine sehr eigenwillige Meinung zum Thema Liebe hat und überhaupt eine sehr gewöhnungsbedürftige, egozentrische, aber selbstbewusste Frau ist, Jan, ein Kleinstadt-Casanova, der sich für das Glück der Frauen hält, Svenja, die Klatschtante des Ortes, Sassi, ein junges Mädchen, das endlich ein It-Girl sein möchte, und, und, und.

Wenn Sie also mal wieder Lust auf ein wenig überdrehten Slapstick mit Liebe und Mord haben, dann kommen Sie hier voll auf Ihre Kosten. Ich persönlich bin schon gespannt auf den 2. Roman von Anke Maiberg, der bereits in Arbeit ist.


Ist das Liebe oder kann der weg?
von Anke Maiberg
5
Buch 8,99

Was passiert, wenn einen die Vergangenheit wieder einholt?

Eine Kundin / Ein Kunde , am 21.04.2016

An dieses Buch bin ich durch puren Zufall gekommen. Ich habe die Autorin Elena Loren und ihre Verlegerin zufällig bei einer Veranstaltung kennengelernt. Und da mir beide ausgesprochen sympathisch waren, bin ich natürlich auch neugierig auf das Buch geworden.

Elena Loren ist eine 28 jährige Schweizerin, die Politik und Public Management studiert hat. „Glück in den Fingerspitzen“ ist ihr erster Roman.

Sie erzählt in ihrem Debüt die Geschichte von Naemi und Michael. Naemi ist eine junge Frau, die mit ihrem Leben eigentlich sehr zufrieden ist. Sie lebt mit ihrem Freund Ben zusammen und hat das Glück, dass sie ihr liebstes Hobby zum Beruf machen konnte. Sie backt nämlich leidenschaftlich gerne. Und mit Hilfe ihres Freundes konnte sie eine eigene Bäckerei mit Café eröffnen. Als ihr Freund ihr einen Heiratsantrag macht, sollte einer wunderbaren Zukunft nichts mehr im Wege stehen. Doch ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt taucht Michael wieder in ihrem Leben auf. Michael war ihre erste große Liebe aus Studentenzeiten. Und wie es scheint, gibt es da noch etwas, was geklärt werden muss. Was dies ist, erfährt man erst sehr spät in dem Roman.

Der Roman ist ausgesprochen geschickt aufgebaut. Elena Loren erzählt in jedem Kapitel parallel die Geschichten von Naemi und Michael. Dadurch lernen wir beide Seiten und ihre Beweggründe immer besser kennen. Und während die aktuelle Geschichte vorangeht, driften die Gedanken der beiden immer wieder in die Vergangenheit. Diese Rückblenden werden kursiv dargestellt, und durch sie kommen wir dem eigentlichen Drama immer näher bis es schließlich in den beiden letzten Kapiteln zum großen Showdown kommt.

Mir hat dieser Roman gut gefallen. Es ist eine schöne Liebesgeschichte, die mit einigen Überraschungen im Laufe der Geschichte aufwartet. Aus der ursprünglichen leichten Liebesgeschichte wird nach und nach ein Drama, bei denen nicht jeder fair spielt. Die Hauptpersonen werden sehr geschickt aufgebaut. Und gerade Naemis Persönlichkeit entwickelt sich immer weiter. Am Ende des Romans ist sie endlich wirklich bei sich selbst angekommen. Sehr schön fand ich, dass man beide Seiten der Geschichte kennenlernt. Und sehr amüsiert habe ich mich darüber, dass die Schweizer ein ganz anderes Deutsch als die Deutschen sprechen. Es gibt doch tatsächlich einige Wörter bzw. Wendungen, über die ich erst einmal gestolpert bin.

Ich drücke der Autorin und ihrer Verlegerin Ariane Constantini die Daumen, dass sich das Buch als auch der noch junge Romantik Verlag gut weiterentwickeln. Der erste Roman dieses Verlags ist ausgesprochen gelungen. Gute Qualität und liebevolle Ausstattung. Ich freue mich auf weitere Bücher von den beiden.

Glück in den Fingerspitzen
von Elena Loren
1
eBook 10,99

Was vermittelt das Gefühl von Heimat?

Eine Kundin / Ein Kunde , am 19.04.2016

Im April 2016 stellte das Hamburger Abendblatt in seinem Kulturkreis Rasha Khayat und ihr Buch vor. Rasha Khayat ist 37 Jahre alt, arbeitet als freie Autorin , Übersetzerin und Lektorin, und lebt in Hamburg. Geboren wurde sie in Dortmund. Bis zu ihrem 11. Lebensjahr wuchs sie in Saudi Arabien auf. Dann kam sie mit ihrer Familie nach Deutschland zurück. „Weil wir längst woanders sind“ ist ihr erster Roman. Sie schreibt außerdem regelmäßig in ihrem Blog „West-Östliche Diva“.

In ihrem Roman erzählt sie die Geschichte von Basil und seiner jüngeren Schwester Layla. Die ganze Geschichte spielt nur an wenigen Tagen. Basil ist auf dem Weg nach Saudi Arabien, wo seine Schwester heiraten wird. Wir verfolgen ihn auf dem Flug bis hin zu den Hochzeitsfeierlichkeiten, bzw. seiner Rückkehr. Während dieser Reise erfahren wir die Geschichte der beiden Geschwister und, wieso Layla auf die Idee kommt, in Saudi Arabien heiraten und dort leben zu wollen. Das Pikante an der Geschichte ist, dass die beiden einen Großteil ihres bisherigen Lebens in Deutschland gelebt haben, obwohl der Vater aus Saudi Arabien stammt. Wieso begibt sich eine junge Frau, die die Freiheit in Deutschland kennengelernt hat, in ein Land, in dem sie noch nicht einmal selbst Auto fahren darf?

Rasha Khayat hat keinen wirklich politischen Roman geschrieben. Sondern sie beschäftigt sich sehr intensiv mit dem Gefühl Heimat. Was ist Heimat? Wo fühlt man sich Zuhause und geborgen? Und woraus setzt sich dieses Gefühl zusammen? Ich finde, die Autorin kann für ihre Protagonistin diese Fragen sehr gut beantworten. Und sie beschreibt wunderbar die Zerrissenheit, die mir schon des Öfteren von Bekannten beschrieben wurden, die in zwei Staaten daheim, oder eben nicht daheim sind.

Was mich an diesem Buch sehr fasziniert hat, ist der Unterschied zwischen dem Lebensgefühl Deutschland und Saudi Arabien. Deutschland ist kühl, zurückhaltend und kalt. In Saudi Arabien hält die Familie noch zusammen. Dort ist das Leben innerhalb der Familie bunt, laut und gesellig. Und so müssen die beiden Geschwister jeweils für sich entscheiden, welches Lebensmodell ihrer eigenen Veranlagung entspricht.

Die Geschichte wird ganz schlicht und einfach erzählt. Und doch nimmt sie einen mit und lässt einen am Ende nachdenklich zurück. Besonders das Kaspitel, in dem Layla von ihren Beweggründen erzählt, hat mich sehr berührt. Es ist zwar nur ein kurzes Buch, dafür aber sehr intensiv.

Weil wir längst woanders sind
von Rasha Khayat
2
Buch 19,99

Kennen Sie Dorayaki und An?

Eine Kundin / Ein Kunde , am 08.04.2016

Durian Sukegawa ist ein japanischer Autor, über den sehr wenig herauszufinden ist. Bevor jetzt beim Dumont Verlag sein Roman „Kirschblüten und rote Bohnen“ erschienen ist, ist im letzten Jahr schon der Film zu dieser Geschichte im Kino zu sehen gewesen. Dieses Buch ist mir persönlich durch das schöne Cover und den Klappentext aufgefallen. Von dem Film hatte ich bereits einen Trailer gesehen. Mehr aber noch nicht.

Der Autor erzählt in seinem Buch die Geschichte von Sentaro Tsuji und Tokue Yoshii. Sentaro Tsuji ist ein Mann, der bisher kein Glück in seinem Leben hatte. Eigentlich wollte er Schriftsteller werden, doch stattdessen ist er abgerutscht, hat einige Zeit im Gefängnis verbracht und betreut nun den Imbiss Doraharu, wo es Dorayaki gibt. Dorayaki sind Pfannkuchen, die mit einer süßen Paste aus roten Bohnen namens An gefüllt werden. Sentaro erfüllt seine Aufgabe eher lustlos. Und deshalb verwendet er auch industriell gefertigtes An. Die Geschäfte laufen dementsprechend mau. Doch eines Tages entdeckt er eine alte Frau, die jeden Tag wiederkommt. Irgendwann einmal fragt sie ihn, ob sie die ausgeschriebene Stelle als Aushilfe haben könnte. Sie würde sogar für weniger Lohn arbeiten, als Sentaro zahlen will. Doch Sentaro weigert sich anfangs hartnäckig. Doch dann bringt die alte Dame Tokue Yoshii ihm ihre persönliche An Paste mit. Und Sentaro ist davon begeistert. Sie darf für ihn arbeiten. Allerdings unter der Bedingung, dass sie unsichtbar bleibt. Denn Tokue hat verkrüppelte Hände, und Sentaro hat Angst, dass ihm deshalb die Kunden wegbleiben könnten. Am Anfang der gemeinsamen Zusammenarbeit läuft alles wunderbar. Es kommen immer mehr Kunden, darunter auch die Schülerin Wakana, die im Laufe der Geschichte noch wichtig wird. Doch plötzlich bleiben die Kunden weg. Was ist geschehen?

Durian Sukegawa hat einen wunderbar kleinen Roman geschrieben, der ganz ruhig von einer fremden Welt in Japan erzählt. Seine Hauptpersonen haben sich ihr Leben mit Sicherheit anders vorgestellt. Sentaro, der seinen Traum Schriftsteller zu werden, beerdigt hat und nun lustlos seiner Tätigkeit als Dorayaki-Bäcker nachgeht und seine Traurigkeit und Lebensverdrossenheit mit Alkohol betäubt. Tokue, die als ganz junge Frau eine schwere Krankheit bekommen hat, die ihr weiteres Leben fast vollständig zerstört hat. Und Wakana, eine junge Schülerin, die nach der Scheidung ihrer Eltern viel früher erwachsen werden muss als es gut für sie wäre. Diese drei sehr unterschiedlichen Menschen freunden sich an. Tokue hat im Laufe ihrer über 80 Lebensjahre eine ganz eigene Philosophie entwickelt. Und diese Philosophie bringt sie nun auf ganz stille Weise Sentaro und Wakana bei. Und dadurch bekommt auch ihr Leben noch einmal einen neuen Sinn.

Einerseits deckt der Autor ein schwieriges Thema der jüngeren japanischen Geschichte auf, auf das ich hier nicht näher eingehen möchte, da ich sonst schon zu viel des Romans vorwegnehmen würde. Andererseits beschreibt er in seinem Buch eine Philosophie der Menschlichkeit und des Zuhörens, die mich auf ganz schlichte Weise gefangengenommen hat. Es ist ein Roman, der gerade in unserer schnelllebigen Zeit viel zu geben hat. Denn er rät zu Achtsamkeit, zum Innehalten und Zuhören, sowohl anderen Menschen als auch den eigenen Wünschen und Vorstellungen. Und erst dann können wir wirklich erkennen, wie wir leben möchten.

Ein kleiner aber feiner Roman, der etwas melancholisch aber ganz wunderbar und weise ist.

Kirschblüten und rote Bohnen
von Durian Sukegawa
1
eBook 14,99

Von Husum nach Grasse

Eine Kundin / Ein Kunde , am 08.04.2016

Marie Matisek ist eine deutsche Autorin, die in der Nähe von München wohnt. Bisher hat sie vier erfolgreiche Romane geschrieben, die an der Nordsee spielen (Nackt unter Krabben, Mutter bei die Fische, Alles Liebe oder Watt, Und ewig singen die Krabben) und alle beim Ullstein Verlag erschienen sind. Doch nun hat sie in ihrem neuen Roman einen neuen persönlichen Sehnsuchtsort besucht – den Süden Frankreichs. Ob sie zuerst die neue Idee hatte und sich dafür einen neuen Verlag (Droemer Knaur) gesucht hat, oder ob der Verlag auf sie zugekommen ist, weiß ich nicht. Optisch haben die Nordseeromane und der Frankreich-Roman allerdings nichts mehr gemeinsam. Wie das inhaltlich ist, kann ich Ihnen leider nicht beantworten, da dies mein erster Roman von Marie Matisek ist.

Ganz kann die Autorin nicht vom hohen Norden lassen, denn das Buch beginnt in Husum. Dort arbeitet die Hauptperson Marita als Krankenschwester und lebt nach gescheiterter Ehe allein mit ihrer Tochter, die kurz vor dem Abitur steht, in einer kleinen Wohnung. Eigentlich ist sie ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch dann bekommt sie Ärger mit dem neuen Klinikchef. Und ihre Tochter ist auf dem Absprung. Wäre das nicht die Gelegenheit, etwas Neues auszuprobieren. Da kommt ihr eine Anzeige in einer Regionalzeitung ganz recht. „Private Pflegerin für schwerkranken Unternehmer nach Südfrankreich gesucht. Sprachkenntnisse von Vorteil, aber nicht Bedingung“ Sie spielt nur kurz mit dem Gedanken, erst ihre Tochter überzeugt sie davon, es tatsächlich mit einer Bewerbung zu versuchen. Und sie wird tatsächlich angenommen. Erst einmal für 3 Monate bei kostenloser Unterkunft und Verpflegung. Marita ist begeistert. Ihre neue Tätigkeit führt sie in die Nähe von Grasse auf das Anwesen der Familie Lafleur. Dort umgeben von Rosen- und Jasminfeldern leben der Unternehmer Lucien, sein Vater Georges, der nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt ist und die Haushälterin Ségolène. Die neue Arbeit ist für Marita sehr angenehm, allerdings ist sie etwas einsam, da sie dem Patienten Tag und Nacht auf Abruf bereitzustehen hat. Ihr Leben ändert sich erst dann, als sie den ausgesprochen attraktiven Francois kennenlernt. Doch irgendwas scheint mit dem charmanten Mann nicht zu stimmen. Und zusätzlich zu Francois macht ihr auch noch eine Zufallsbekanntschaft aus Husum den Hof. Und ehe Marita sich versieht sind die 3 Monate Probezeit um. Wie soll sie sich entscheiden?

Während die Cover für die Nordseeromane sehr humorvoll gestaltet sind, ist das Cover von „Sonnensegeln“ einfach ein Hingucker, der einen sofort an den sonnigen Süden erinnert. Und wenn Sie gerade keine Chance haben dahin zu entfliehen, dann kann ich Ihnen dieses Buch empfehlen. Denn so können Sie wenigstens bei der Lektüre eine Reise in die Parfümstadt Grasse antreten. Marie Matisek schafft es, einen dorthin zu entführen. Man spürt förmlich die Sonne auf der Haut und riecht den intensiven Duft der Blumen. So ganz en passant erfährt man etwas über die Herstellung von Parfüms. Entdecken Sie mit Marita zusammen Nizza und Grasse. Und schauen Sie, wie sich das Leben für Marita entwickelt, bzw. welche Geheimnisse sie im Laufe der Geschichte aufdeckt. Ein ausgesprochen unterhaltsames Buch, das mir viel Spaß beim Lesen gemacht hat. Die Protagonistin ist eine ganz bodenständige Frau, die mit 47 einfach noch einmal neu anfangen möchte. Natürlich liest sich das Ganze ein wenig wie ein Märchen, aber seien wir doch einmal ehrlich – wünschen wir uns so etwas nicht auch immer wieder einmal? Ich würde mich freuen, wenn es einen Folgeroman mit diesen Hauptpersonen geben würde.

Ein wunderbarer, leichter Unterhaltungsroman für all diejenigen unter Ihnen, die gerne einmal in den Süden Frankreichs abtauchen wollen.


Sonnensegeln
von Marie Matisek
2
Buch 9,99

Einfach einmal etwas wagen

Eine Kundin / Ein Kunde , am 03.04.2016

Ich mag die Bücher der in Hamburg lebenden Autorin seitdem ich 2010 per Zufall auf ihren Titel „Kleine Schiffe“ gestoßen bin. Anders als viele andere Autorinnen und Autoren erscheint von ihr nicht jedes Jahr ein neues Buch. Und so freue ich mich umso mehr, wenn ich wieder eins in die Finger bekomme. Und da ihre Bücher häufig sehr überraschend sind, bin ich bei jedem Buch noch extra gespannt, was sie sich dieses Mal wieder hat einfallen lassen.

Silke Schütze hat auch dieses Mal wieder eine ungewöhnliche Geschichte gewählt. Die Hauptperson, ohne die die der Roman gar nicht zustande gekommen wäre, ist Max Engel, ein 76 jähriger Rentner, der nach dem Tod seiner Frau in eine Seniorenresidenz gegangen ist. Doch dort fühlt er sich nicht wohl. In seinen Augen werden die Bewohner wie Kinder oder Strafgefangene behandelt. Und deshalb fasst er einen Plan und will aus dem Seniorenheim fliehen. Doch dazu braucht er ein Fluchtfahrzeug und jemanden, der dieses für ihn fährt. Seine Wahl fällt auf Tamara Finke, eine Altenpflegerin des Seniorenheims. Sie ist Mitte Vierzig, alleinerziehend und ihr Sohn weilt gerade für ein Auslandsjahr in den USA. Und so „kidnapped“ Max sie eigentlich. Max möchte unbedingt nach Frankreich in den Ort Tanneron. Er erzählt Tamara, dass er etwas klären muss und ein Freund nicht mehr viel Zeit habe. Und da bei Tamara das Leben gerade auch nicht so rund läuft, lässt sie sich zu diesem Trip überreden. Max hat alles schon bis ins kleinste Detail vorgeplant. So machen sie sich auf den Weg. Bei ihrem ersten Hotelstopp lernen sie dann Jakob, einen jungen Niederländer kennen, der gerade am Ende seiner Work and Travel Reise angelangt ist. Da ihn noch nichts nach Hause zieht, schließt er sich der kleinen Reisegruppe an. Und so fahren wir mit diesen drei sehr unterschiedlichen Menschen bis an ihr Ziel. Wir lernen sie nach und nach kennen. Und natürlich erfahren wir irgendwann auch, was eigentlich der Zweck dieser Reise ist.

Es ist wieder ein sehr schöner Roman von Silke Schütze, der einen durchaus auch zum Nachdenken anregt. Sie reißt im Laufe ihrer Geschichte einige Themen wie die Situation in Seniorenheimen, die Flüchtlingsproblematik, Liebe gegen Vernunft und vieles mehr kurz an. Manchmal wäre etwas weniger vielleicht mehr gewesen, denn so sind es einfach kleine Episoden geblieben. Gerade die Geschichte um den Jungen Luis hätte ich sehr gerne weiterverfolgt. Der ganze Roman liest sich zum Teil wie ein Märchen. Es fügt sich einfach alles zu gut zusammen, auch wenn das Ende schon überrascht.

Das Resümee, was man aus diesem Roman ziehen kann, ist, dass man jeden Tag genießen sollte, als ob es der letzte wäre. Und es ist nie zu spät, etwas Neues zu beginnen. Denn wenn man ganz fest daran glaubt, wird man auch einen Weg finden.

Rosmarintage
von Silke Schütze
3
Buch 9,99

Sommerfeeling pur

Eine Kundin / Ein Kunde , am 03.04.2016

Normalerweise kenne ich Gabriella Engelmann eigentlich als Autorin von wunderbar leichten Kinder-, Jugend- und Frauenromanen. Doch dieses Mal ist sie die Herausgeberin einer Anthologie von Sommergeschichten. Überrascht hat mich, dass ihr Verlag Knaur sich dazu entschieden hat, diese Sammlung in diesem Jahr nur als e-book herauszugeben. Als Taschenbuch erscheinen die Geschichten erst im nächsten Jahr.

Gabriella Engelmann hat eine illustre Runde von Autorinnen um sich versammeln können. Wenn man das Inhaltsverzeichnis dieses Buchs betrachtet, findet man sehr viele Autorinnen, die man fast alle auf den Bestsellertischen der großen Buchhandlungen finden kann. Und wenn man von einigen dieser Autorinnen noch nichts gelesen hat, bekommt man hier eine wunderbare Möglichkeit zu schnuppern, wie sie schreiben. Ich habe einige entdeckt, die ich noch nicht kannte. Und die, die ich bereits kannte, haben in ihren Kurzgeschichten genauso geschrieben, wie ich sie aus ihren Romanen kannte. Was mich nur verwundert hat, ist, dass sich kein einziger männlicher Autor in diese Sammlung verirrt hat!

Die Geschichten sind genauso unterschiedlich wie die Autorinnen selber. Es gibt leichte Liebesgeschichte, kleine Miniaturkrimis, Geschichten, die sich wie ein Auftakt zu einem neuen Roman lesen, kleine abgeschlossene Kurzromane, sogar einen historischen Kurzroman und eine leicht erotische Geschichte. Bei manchen Geschichten kann man Bekannte aus früheren Romanen wiederfinden. Einige Geschichten sind lustig, andere nachdenklich stimmend, manche sehr überraschend. Und je nach Lesegeschmack werden Sie sicherlich auch wie ich welche finden, die Ihnen gar nicht gefallen, da sie zu vorhersehbar oder kitschig sind. Aber alles in allem ist es eine wunderbare Mischung, die einem bei einigen Autoren Lust auf mehr von ihnen macht. Meine persönlichen Highlights mag ich hier nun nicht erwähnen, da es den anderen Autorinnen gegenüber unfair wäre. Gucken Sie einfach selbst und genießen Sie!

Ein wunderbare Lektüre für die kurze Bahnfahrt, den Liegestuhl oder wo immer Sie gerne kurze Geschichten lesen.

Wellenküsse und Sommerfunkeln
1
eBook 8,99

Ein Roadmovie der besonderen Art

Eine Kundin / Ein Kunde , am 23.03.2016

Ein neuer Autor auf dem deutschsprachigen Markt – J. Paul Henderson. 1948 wurde er in England in Bradford, Yorkshire geboren. Er studierte Amerikanistik. Und nach vielen verschiedenen Gelegenheitsjobs wurde er letztendlich Vertriebsleiter bei dem New Yorker Sachbuchverlag Wiley-Blackwell. Zum Schriftsteller wurde er erst nach dem Tod seiner Mutter. Sie starb an Alzheimer.

Die Verlage schicken den Buchhändlern ja gerne Vorabexemplare der Bücher, von denen sie sich viel versprechen. Und zu diesen Vorabexemplaren gehörte auch das Buch „Letzter Bus nach Coffeeville“ vom Diogenes Verlag. Das Cover und der Klappentext haben mich angesprochen. Also habe ich mir das Buch geschnappt und es innerhalb von 2 Tage ausgelesen. Hier nun meine Bewertung:

Wie der Klappentext schon erzählt, ist es eine Art Roadmovie, bei dem drei alten Menschen in einem Bus eine Reise nach Coffeeville unternehmen. Im ersten Teil des Buches lernen wir erst einmal die Protagonisten kennen. Dies sind Eugene Chaney III., genannt Gene oder Doc, ein pensionierter Hausarzt, Nancy, die aus einer reichen, weißen Familie aus Mississippi stammt und Bob, ein Schwarzer. Die drei lernen sich Anfang der sechziger Jahre bei einer Bürgerrechtsgruppe in Durham, North Carolina kennen und freunden sich an. Sie unternehmen einiges zusammen. Und in dieser Zeit nimmt Nancy Gene ein Versprechen ab, was ihn gute 40 Jahre später wieder einholen wird. Er soll Nancy dann helfen aus dem Leben zu scheiden, wenn die Krankheit Alzheimer, die in ihrer Familie erblich zu sein scheint, so weit fortgeschritten ist, dass für sie kein vernünftiges Leben mehr möglich ist. Sie möchte in Coffeeville sterben. Als es soweit ist, holt sich Gene Hilfe bei seinem alten Freund Bob und bei seinem Patensohn Jack. Völlig ungeplant kommt noch der Junge Eric zu der Gruppe, der seine Cousine Susan sucht.

J. Paul Henderson erzählt seine Geschichte in einer sehr lakonischen Art und Weise. Während der Lektüre musste ich immer wieder einmal lachen, aber auch weinen. Humor, Tragik und Warmherzigkeit halten sich die Waage. Die Geschichte an sich ist allerdings teilweise sehr skurril und aberwitzig. Das beginnt schon mit dem bizarren Tod von Genes Ehefrau. Als es dann zu der Geschichte von Bob und später von Eric kam, fühlte ich mich immer mehr an den Roman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson erinnert. Denn die Geschichten von den beiden sind schon sehr speziell.

Ich bin mir nicht sicher, ob der Autor mit der Lebensgeschichte von Bob Kritik an den USA üben will. Auf jeden Fall hat mich dieser Strang der Erzählung schon sehr irritiert. Und gerade Bob erinnert mit seiner Geschichte ein wenig dem Alan aus dem Hundertjährigen. Ansonsten ist es ein gut zu lesender Roman, der mir viel Spaß gemacht hat. Jede Person, die dieses Buch in die Hand nimmt, muss für sich selbst entscheiden, ob sie damit leben kann, dass so schwierigen Themen wie Alzheimer und Sterbehilfe in einem unernsten Roman so thematisiert werden.

Eine aberwitzige Geschichte, die viel Spaß macht und ein wenig an den Kultroman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson erinnert.

Letzter Bus nach Coffeeville
von J. Paul Henderson
1
Buch 24,00

Drei Frauen – drei Schicksale

Eine Kundin / Ein Kunde , am 22.03.2016

Passend zu Ostern oder den kommendem Ferien ist der neue Roman von Sylvia Lott erschienen. An dieser Stelle hab ich Ihnen bisher „Die Glücksbäckerin von Long Island“ und „Die Lilie von Bela Vista“ empfohlen. Diesmal bleibt die Journalistin und Autorin näher an ihrer eigenen Heimat, denn sie wurde in Ostfriesland geboren, und die Insel Borkum, wo der aktuelle Roman spielt, ist ein Sehnsuchtsort von ihr, den sie regelmäßig besucht.

Dieses Mal entführt uns die Autorin weder in fremde Länder, noch geht sie weit in der Zeit zurück. Aber auch dieses Mal gibt es zwei Handlungsstränge. In der Gegenwart (2010) kehrt Nina, eine Rundfunkkorrespondentin nach gut 40 Jahren erstmalig auf die Insel Borkum zurück. Sie ist 61 Jahre alt und muss sich grad von einem Burnout erholen. Allerdings ist Borkum auch die Insel, wo sie 1967 kurz nach dem Abitur ihre erste große Liebe erlebt hat. Sie kehrt bei Tante Theda ein, einer entfernten Verwandten, die schon seit gefühlten Ewigkeiten eine Pension auf der Insel führt. Dort hat Nina 1967 ausgeholfen, genauso wie es jetzt ihre Nichte Rosalie macht.

Nina ist entsetzt über den Zustand der ehemals wunderbar gemütlichen und idyllischen Pension. Aber Theda ist fast 80 Jahre alt und denkt daran, die Pension zu verkaufen und zu ihrer Tochter aufs Festland zu ziehen. Doch Nina will noch einmal einen Sommer des Glücks auf der Insel verleben. Und so macht sie sich daran die Rezepte aus dem alten Backbuch Thedas nachzubacken. Ihre Nichte Rosalie arbeitet derweil an ihrer Examensarbeit über „Die Frauen von Borkum. Ein Vergleich von Lebenssituationen im Laufe der Jahrhunderte an ausgewählten Beispielen“. Doch irgendwie hakt es grad bei ihr. Eigentlich möchte sie gar nicht mehr Lehrerin werden, sondern mit ihrem Freund Fabian eine Familie gründen. Doch Fabian weilt in Asien und feilt an seiner Karriere.

Und während Nina backt, erzählt sie Rosalie immer mehr von ihrer großen Liebe zu Klaas Teerling, die leider nur einen Sommer währte. Und Rosalie muss ihr dafür etwas von den Schicksalen der Inselfrauen erzählen. So erleben die drei Frauen dort einen Sommer voller Erinnerungen. Am Ende des Sommers müssen alle drei feststellen, dass das Glück sich nicht immer den graden Weg sucht. Und so müssen sie jeweils eine Entscheidung für ihre Zukunft treffen.

Dieser Roman von Sylvia Lott war für mich etwas überraschend. Ihm fehlt diesmal in der Haupthandlung die historische Komponente fast komplett, wenn man die sechziger Jahre nicht als historisch betrachtet. Sie kommt allerdings ein wenig durch, wenn Rosalie etwas von den Inselfrauen berichtet. Hier geht es um sehr viel um das Thema Selbstbestimmung und Moral durch die verschiedenen Zeiten. Es werden einige interessante Themen angerissen, wie z.B. die Frauen dort gelebt haben, wenn die Männer auf Walfang waren, oder wie es zur Zeit Napoleons war. Und in der neueren Zeit, wie sich das Leben nach dem 2. Weltkrieg dort entwickelt hat. Einen ganz wichtigen Aspekt des Buchs hätte ich allerdings fast vergessen! Nämlich den, wie das Leben 1967 war. Es war schon der Vietnamkrieg in Gange, Scott McKenzie sang „San Francisco“, aber in Deutschland waren die freie Liebe, die Hippies und die Gammler noch nicht wirklich angekommen. Das passierte erst 1968 so richtig. Und so beschreibt die Autorin ein Leben, welches viele von uns sich heute gar nicht mehr vorstellen können. Es war schob noch etwas besonderes, wenn eine Frau studierte. Auch die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten bedeuteten noch etwas, man vermischte sich nicht so einfach. Und auf den Inseln ticken die Uhren eh anders als auf dem Festland.

Gleichzeitig ist dieser Roman Nordsee- und Insel-Feeling pur. Bei mir hat er sofort die Sehnsucht geweckt auf eine dieser wunderbaren Ost- oder Nordfriesischen Insel zu reisen, dort in einer idyllischen Unterkunft unterzukommen, Friesentee mit Kluntjes und Sahne zu trinken, Friesentorte zu essen und am Strand und in den Dünen zu wandern. Ich empfand diesen Roman leichter als die beiden vorherigen, die ich von der Autorin gelesen habe. Und obwohl ich ihn als sehr cosy im Sinne von gemütlich und kuschelig empfunden habe, ist er tatsächlich mein Lieblingsbuch von ihr.

Für mich ist dies gleichzeitig ein wunderbarer Wohlfühlroman in der Art von Gabriella Engelmann und Sarah Mundt, als auch ein Roman, der von einem Aufbruch in ein neues Leben erzählt.

Die Inselfrauen
von Sylvia Lott
4
Buch 9,99

Der Nahe Osten im Umbruch

Eine Kundin / Ein Kunde , am 18.03.2016

John Dos Passos ist ein amerikanischer Autor, der neben Ernest Hemingway, William Faulkner und F. Scott Fitzgerald als einer der Hauptvertreter der Moderne gilt. Politisch verstand er sich als Sozialrevolutionär. Er kämpfte als Freiwilliger bei den Republikanern im spanischen Bürgerkrieg, doch dort ging er auf Distanz zu den stalinistischen Linken, obwohl er die Sowjetunion als wichtigste antifaschistische Macht ansah. Seine Nähe zum Kommunismus wurde ihm immer negativ angekreidet, so dass er fast in Vergessenheit geraten ist. Ich habe als junge Frau von ihm die Romane „Manhattan Transfer“ und „U.S.A.“, ein in drei Bänden angelegtes Sittengemälde der amerikanischen Gesellschaft von 1890 bis 1930, mit absoluter Begeisterung gelesen. „Manhattan Transfer“ kommt übrigens im Mai 2016 in einer neuen Ausgabe beim Rowohlt Verlag heraus. „U.S.A“ ist z.Zt. leider nur antiquarisch zu bekommen. Für mich ist er einer der großen US-amerikanischen Autoren, die sich intensiv mit der amerikanischen Gesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt hat. Nachdem der Nagel & Kimche Verlag 2013 sehr zu meiner Freude sein Reisetagebuch von 1921, welches ursprünglich 1927 veröffentlicht wurde, wieder aufgelegt hat, gibt es das Buch jetzt auch als Taschenbuch.

1921 war John Dos Passos 25 Jahre alt. Er besucht den Nahen Osten. Durch ein Erbe von seinem Vater hat er etwas Geld, so dass er sich diese Reise leisten konnte. Die erste Station ist Istanbul. Danach geht es zum Teil mit dem Zug und zum Teil per Kamel weiter bis nach Damaskus. Es ist die Zeit nach dem 1. Weltkrieg und es ist die Zeit des Zerfalls des osmanischen Reichs. Das Massaker der griechischen Truppen an türkischen und muslimischen Bewohnern von Smyrna im Jahr 1919 hat bereits stattgefunden. Der Gegenschlag der Türken gegen die Griechen und Armenier 1922 stand noch bevor. In Istanbul gab es u.a. russische Flüchtlinge, die vor den Sowjets geflohen sind. Die Stadt war noch ein hochexplosiver Hexenkessel. John Dos Passos war während seiner ganzen Reise ein großartiger Beobachter. Zu Beginn beobachtet er noch mehr, was um ihn herum geschieht und beschreibt dies, wie es scheint, teilweise ohne große Emotionen. Trotzdem kommt das Leid, welchem er auf seiner Reise begegnet, gut rüber. Im Nahen Osten sind der 1. Weltkrieg und die russische Revolution noch nicht vollständig vorbei. Es entstehen neue Länder durch das Eingreifen der Westalliierten und der Sowjetunion, aber noch kann man ungehindert reisen. Und genau dies tut der Autor. Im zweiten Teil seiner Reise durch die Wüste beobachtet er eher sich selbst. Wie kann man ohne die Dinge leben, die im Westen etwas ganz gewöhnliches sind. Wie kann man leben, wenn man fast ganz auf sich selbst reduziert wird.

Es ist ein sehr interessanter Bericht über eine Region, die es in dieser Weise heute nicht mehr gibt. Mich persönlich hat erstaunt, dass der Zusammenbruch des Osmanischen Reichs so einen Umbruch in der Region verursacht hat. Wenn man sich mit der Geografie und der Geschichte dieser Region nicht so sehr auskennt, ist das Buch teilweise etwas verwirrend zu lesen, aber am Ende des Buches gibt es einen hervorragenden Artikel, der die Hintergründe verständlich macht. Und dann erkennt man auch deutlich, warum diese Region auch heute noch ein Hexenkessel ist.

Ein ausgesprochen interessantes Dokument für Leser, die sich für die jüngere Geschichte des Nahen Ostens interessieren.

Orient-Express
von John Dos Passos
1
Buch 9,90

 
zurück