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Dabis Top 100 Rezensent
Rezensionen:
483 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 431

nicht hilfreich: 349

Rang:
53
Über mich:

lese was mir so unter die Finger kommt und mich interessiert. Dann schreibe ich auch gerne mal eine ausführliche Rezension.

Dabiss Rezensionen

50

03.04.2007

„So macht ein Krimi Spaß!”

"Die Rückkehr des Poeten" war ein lang erwarteter Folgeroman der Harry Bosch-Reihe und das Warten hat sich gelohnt. Die Geschichte liest sich wie aus einem Guss und zieht einem sofort in seinen Bann. Die unterschiedlichen Erzählstränge lassen die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln ablaufen und zu einem furiosen Finale zusammenführen. Harry Bosch erzählt aus der Ich-Perspektive und beginnt mit den Ermittlungen zu McCalebs Tod. Dessen Witwe hatte Bosch mit den Nachforschungen beauftragt. Er ermittelt jedoch nicht als Polizist, sondern als Privatdetekiv. Connelly nutzt die Gelegenheit, die Hollywood-Verfilmung "Das zweite Herz" mit Clint Eastwood einfließen zu lassen, nicht ohne einen ordentlichen Seitenhieb auf Hollywoods Vorliebe "Filmvorlagen zu verändern". Er lässt hierzu Buddy Lockridge geradezu genüsslich darüber meckern, wie schlecht er doch im Film dastand. Des Weiteren verneigt er sich vor dem grossen Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood, indem er ihn an der Beerdigung von Terry McCaleb teilnehmen lässt. Connelly lässt auch die Protagonisten sein Buch "Der Poet" lesen, benutzt hierfür aber den Namen Jack McEvoy. Aber zurück zur Geschichte: Es ist nicht schwer zu erraten, wenn man die ersten Seiten gelesen hat, dass Boschs Ermittlungen zwangsläufig zu dem Poeten führen müssen. Wenn man im weiteren Verlauf die Beweislage betrachet, die Bosch und das FBI, allen voran die Agentin Rachel Walling vor Augen haben, wird klar, dass der Poet mit den Protagonisten spielt, ja geradezu mit Präzision in seine Richtung führt. Man spürt förmlich dass der Poet anwesend ist, dass er beobachtet, dass er lauert. Das lässt Connelly geschickt immer wieder einfließen.

Wenn man beim Lesen nicht allzu tief über diverse Details des Falles nachdenkt, erscheint alles plausibel und nachvollziehbar, und es liest sich genussvoll. Schaut man aber näher hin, wirkt es geradezu arg konstruiert. Trotzdem ist der Roman eine Klasse für sich! Bosch und Walling ermitteln zunächst getrennt. Durch seine hartnäckigen Ermittlungen stößt Bosch sehr schnell auf die Ermittlungen des FBI und Rachel Walling, die in einer gottverlassenen Gegend in der Wüste von Nevada Leichen ausbuddeln. Natürlich kommt es zu einer Affäre zwischen Bosch und Walling, was allerdings vorhersehbar war. Im furiosen Finale muss es Bosch alleine mit dem Poeten aufnehmen, da Walling versagt. Zur Freude aller Leser dieser Krimireihe denkt Bosch ernsthaft darüber nach, wieder in den Polizeidienst einzutreten. Bosch-Fans und Leser des Poeten werden auch dieses Buch lieben!

3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Der Abgrund

David Baldacci

EUR 8,90 *
auf Merkliste

40

03.04.2007

„Ein spannender Baldacci-Roman”

Web London ist einer der Besten im Geiselrettungsteam des FBI: tapfer, mutig und knallhart. Bis zu dem Tag, an dem sein Team in einen Hinterhalt gerät und alle, außer Web, sterben. Warum er plötzlich wie gelähmt zu Boden sank und dadurch den tödlichen Schüssen entging, weiß er nicht. Und auch die Anwesenheit des kleinen Jungen an einem solchen Ort, sowie dessen rätselhaftes Verschwinden, lassen Web nicht mehr los. Von seinen Kollegen als Verräter denunziert, versucht London Antworten auf die Fragen zu finden. Und dabei scheinen Ereignisse aus seiner Vergangenheit eine wichtige Rolle zu spielen...

Baldacci gelingt es auch mit diesem Buch einen extrem spannenden Thriller vorzulegen, den ich innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Dennoch erhält das Buch „nur" 4 Sterne, weil der Schluss mich nicht völlig überzeugen konnte. Ohne zuviel verraten zu wollen, habe ich mir einfach eine schlüssigere und vielleicht auch glaubwürdigere Erklärung für den Hinterhalt und die Ermordung von Londons Einheit vorgestellt, als das, was Baldacci hier präsentiert.
Gelungen ist meiner Meinung nach die präzise Charakterisierung von Web London, einem Mann, der einen ungewöhnlichen und gnadenlosen Beruf ausübt, den Baldacci sehr ausführlich beschreibt. Die detaillierten Schilderungen über das "Hostage Rescue Team" klingen eher realistisch als gewalt- oder waffenverherrlichend. Interessant sind auch die Ausflüge in die Welt der Psychologie und Hypnose.

Alles in allem ein spannender Roman, der sich von Anfang bis Ende flüssig lesen lässt, ohne zuviel Nebenhandlung. Für einen Thriller bis aufs letzte Kapitel sehr gelungen.

2 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Das Geschenk

David Baldacci

EUR 18,00 *
auf Merkliste

30

03.04.2007

„Ein unterhaltsamens "Weihnachts"-Buch”

Ich kaufte ein Baldacci und erwartete ein spannendes Buch. Was ich bekam, war ein "Weihnachts"-Buch, in dem es menschelt, so schnell kann man gar nicht lesen. Wer einen Krimi/Thriller erwartet, liegt mit diesem Buch völlig daneben.
Die Hauptperson will die USA per Zug durchqueren, um seine Freundin an der Westküste aufzusuchen. Dabei trifft er auf viele interessante Zeitgenossen und es ereignen sich Zwischenfälle - teilweise an den Haaren herbeigezogen. Das Happy End mit einer entscheidenden Nebenwendung fehlt natürlich nicht - wie es sich für ein "Weihnachts"-Buch gehört.

Das Buch ließ sich flott lesen und war ein schöner Zeitvertreib, mehr aber auch nicht. Trotzdem hat das Lesen Spaß gemacht, selbst wenn es nicht den Erwartungen entsprach.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

02.04.2007

„Die Kriminalfälle der Nachkriegszeit”

Bernhard Gunther ist wieder da... Nachdem er es geschafft hat, aus dem russischen Kriegsgefangenenlager zu entkomen, muss er sich dem Leben im zerstörten Berlin stellen. Seine Frau scheint ihre Arbeit in einem amerikanischen Club sehr weit zu fassen, und als ein russischer Offizier Bernhard Gunther bittet, in Wien zu ermitteln, gibt es eigentlich nichts, was ihn in der Trümmerlandschaft seiner Ehe und seines bisherigen Lebens hält. Aber auch Wien ist zum Tummelplatz für alte SS-Kameraden und zwielichtige Spione und Doppelspione geworden. Nichts ist, wie es scheint. Bernhard Gunther ermittelt in gewohnter Manier: mit Scharfsinn, Hartnäckigkeit und nacktem Überlebensweillen. Ein hervorragender, nachdenklich stimmender Thriller für lange Abende!

2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.