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39

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50

16.04.2013

„Die Deutschlehrerin. Drama zwischen Wahrheit und Lüge.”

Was sich anfangs als Beziehungsroman andeutet, entwickelt sich Seite für Seite zu einem vielschichtigen, verwirrenden Psychothriller, der mich von Anfang bis zum überraschenden Ende gefesselt hat. Die österreichische Autorin Judith W. versteht es in ihrem Roman „Die Deutschlehrerin“ den Spannungsbogen gekonnt und mit gewisser Raffinesse zu spannen. Auch wenn ich dem Ende entgegen gefiebert habe, war ich doch enttäuscht, das damit das Lesevergnügen auch beendet war.

Die Deutschlehrerin Mathilde und den Schriftstellen Xaver verbindet lange sechzehn Jahre die Liebe. Als Xaver eines Tages ohne jegliche Erklärung Mathilde verlässt, bricht für diese eine Welt zusammen. Die unbeantworteten Fragen nach dem Warum begleiten die junge Frau viele Jahre. Eines Tages führt das Schicksal die beiden wieder zusammen. Xaver war in der Zwischenzeit verheiratet, ist aber bereits geschieden und wurde Vater des kleinen Jacobs. Der jedoch, nicht ganz zweijährig auf unerklärliche Weise aus dem elterlichen Garten verschwand.
Mathilde und Xaver rekapitulieren in E-Mails, Telefonaten und persönlichen Gesprächen ihre Vergangenheit und versuchen eine Erklärung für das Verschwinden von Jacob zu finden. Sie spinnen ihre Vorstellung davon und am Ende wird die Wahrheit immer fragwürdiger. Hat Mathilde den Jungen entführt, welche Schuld trägt das schwedische Kindermädchen und welchen Anteil hat Xaver selber, denn sie spürt, dass ihn etwas belastet. Aber was?
Das lieber Leser sollten Sie unbedingt selbst herausfinden, daher meine Empfehlung, es lohnt sich einfach das Buch zu lesen.

buch

Schamland

Stefan Selke

EUR 18,00 *
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50

10.04.2013

„Schamland. Die Armut mitten unter uns.”

Inzwischen ist es ein Unding, dass viele Menschen in Deutschland nicht von ihrem erarbeiteten Lohn leben können. Nicht zu vergessen, das sehr viele der Generation, die eigentlich nach einem langen Arbeitsleben es verdient hätten, einen sorgenfreien Lebensabend zu erleben, oftmals nur soviel Rente bekommen, das es zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel ist. Laufend wird die soziale Gerechtigkeit proklamiert. Doch scheinbar entfernen wir uns immer mehr davon.

Der Soziologe Professor Stefan Selke hat sich eingehend mit dieser Thematik befasst und in seinem Buch „Schamland“ eine Sozialreportage und Gesellschaftsanalyse erstellt. Er hat sich die Aufgabe nicht leicht gemacht und lange, sehr ausführlich recherchiert. Mit sehr vielen Betroffenen, verschiedener Altersklassen hat er gesprochen und ich muss sagen, es zeichnet sich für mich ein trauriges Bild unseres sogenannten Sozialstaates ab. Die Reichen werden immer reicher und die Armut nimmt immer mehr zu. Politiker und andere Verantwortliche sind oftmals auf beiden Augen blind. Es werden im Grundsatz verankerte Aufgaben auf ehrenamtliche und private Organisationen umdeligiert. Tafeln, die es übrigens bereits seid zwanzig Jahren gibt, was eine sehr traurige Bilanz darstellt, Suppenküchen, Kleiderkammern, soziale Kaufhäuser usw. Wer diese Einrichtungen benötigt und auf Almosen angewiesen ist, steht an der untersten Stufe in unserer Gesellschaft und sie sind Menschen zweiter Klasse. Dabei wünschen sie sich lediglich ein Stückchen Normalität.

Meines Erachtens birgt diese ungesunde Entwicklung auch eine gewisse Gefahr für unseren inneren nationalen Frieden. Es wird für extreme Gruppierungen von rechts ein Nährboden bereitet. Wenn man nicht nur mit offenen Augen durch den Tag geht, sondern vor allem auch die Ohren auf Empfang gestellt hat, so wird man die Stimmen nicht überhören können, wer für diese Misere verantwortlich gemacht wird. Das sind unter anderem unsere Politiker, aber auch unsere ausländischen Mitbürger werden angeprangert. Dies würde die Probleme, die wir bereits mit unserer Ausländerpolitik haben nur noch verschärfen.

buch

Anyway

Kent M. Keith

EUR 10,00 *
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50

07.04.2013

„Anyway. Den Sinn des Lebens finden.”

Die paradoxen Gebote des Amerikaners Kent M. Keith sind bereits ein paar Jahrzehnt alt. Jedoch haben sie nichts von ihrer Strahlkraft und Aktualität verloren. Die Botschaft ist eigentlich recht simpel und einfach, fragt sich der Mensch ob die Welt einen Sinn hat, wird er es verneinen, die Antwort lautet, doch Du kannst ihr Sinn geben.
Das Buch Anyway ist voller Weisheiten in denen es darum geht, dem Schlimmsten in unserer Welt dennoch mit dem Besten in uns zu begegnen nach dem Motto „und trotzdem“ Das Büchlein ist ein schönes passendes Geschenk für Leute, die der Spiritualität positiv begegnen.
Vor mehr als hundert Jahren fand die Dichterin Emily Dickinson folgende Worte:

Könnte ich nur erretten eines Menschen Herz
So lebte ich nicht umsonst
Könnte ich nur lindern eines Lebens Schmerz
Oder seine Mühe
Oder einen schwachen Spatzen
in sein Nestchen helfen in der Früh
So lebte ich nicht umsonst.

Zitat aus Anyway.

50

07.04.2013

„Als mein Vater die Mutter der Anna Lachs heiraten wollte. Geht gar nicht!.”

Wer kennt sich in Kinderseelen besser aus als die bekannte Jugendbuch-Autorin Christiane Nöstlinger. Sie kennt die Sorgen und Nöte der Heranwachsenden und beschreibt sie mit sehr viel Verständnis und Gefühl. Ihr aktuelles Buch mit dem vielversprechenden Titel „ Als mein Vater die Mutter der Anna Lachs heiraten wollte“ verdient das Prädikat -besonders wertvoll-
Cornelius lebt mit seinem Vater allein und ist auch ganz zufrieden mit dieser Situation. Bis zu dem Zeitpunkt als ein neues Mädchen in seine Klasse kommt und genau neben ihm Platz nimmt. Anna Lachs ist einfach eine übergewichtige unsympathische Zicke und er möchte nichts aber auch gar nichts mit ihr zu tun haben. Doch das Schicksal meint es mit den beiden nicht gut. Ihre Eltern kommen sich mit der Zeit näher und als die beiden Kinder den Verdacht haben, das sich da was Ernstes anbahnt ist das Maß voll. Gemeinsam überlegen sie, das etwas geschehen muss um dieses Drama zu verhindern. Denn das geht doch überhaupt nicht.
Ich denke das Buch wird von Jungen und Mädchen gleichermaßen gern gelesen. Ich persönlich werde es in Zukunft bei passender Gelegenheit gerne verschenken. Das erste ist in den Besitz meines Enkels gelangt und er war ganz begeistert.
Diese Geschichte ist übrigens auch als Hörbuch erschienen.

50

07.04.2013

„Michail Gorbatschow. Ein großer Staatsmann.”

Auch große Staatsmänner haben eine menschliche Seite. Dem Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow haben wir Deutschen viel zu verdanken und ein Ausspruch während seines letzten Staatsbesuches in der längst untergegangen Demokratischen Republik wird wohl einen festen Platz in den Büchern der Geschichte einnehmen. -Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben-
In seiner Biografie, unter dem Titel „Michail Gorbatschow-Alles zu seiner Zeit-Mein Leben“ lässt er den Leser teilhaben am seinem persönliche Leben, dem politischen Werdegang und den unerschöpflichen Erfahrungen mit vielen mächtigen Männern des zwanzigsten Jahrhunderts. Auch sein privates Leben nimmt in den Buch einen großen Raum ein. Er war mit seiner großen Liebe Raissa fast fünfzig Jahre zusammen. Aus dieser Beziehung ging die Tochter Irina hervor. Der Leser spürt die tiefen Gefühle zwischen den beiden, die sie verband. Sie erkrankte schwer und die Behandlungen in Deutschland führten nicht zur Genesung. Sie starb 1999 an einer an den Folgen einer Krebserkrankung.

Gorbatschow wurde 1931 im Kaukasus geboren. Er studierte Jura in Moskau, wo er seine Frau Raissa kennenlernte. Er war von 1985 bis 1991 Generalsekretär des Zentralkomitees der kommunistischen Partei. 1990-1991 war er Präsident der Sowjetunion, 1990 erhielt er den Friedensnobelpreis. Er lebt seit dem Tod seiner Frau bei seiner Tochter in der Nähe von Moskau.

50

07.04.2013

„Lenas Tagebuch. Eine russische Anne Frank.”

Das Buch „Lenas Tagebuch“ von Lena Muchina beschreibt eines der dunkelsten Kapitel des zwanzigsten Jahrhundert. Die Tagebuchaufzeichnungen der sechzehnjährigen Lena wurden erst jetzt entdeckt und bereits europaweit veröffentlicht. Unsentimental und sachlich schildert sie die Belagerung ihrer Heimatstadt Leningrad, das heutige St. Petersburg, während des zweiten Weltkrieges durch die deutsche Wehrmacht, die das Ziel verfolgte, die Menschen der Millionenstadt einfach auszuhungern. Es bedarf eigentlich nicht besonders großer Vorstellungskraft um die Ungewissheit und die Ängste der Menschen und besonders der jungen Lena nach zu empfinden. Einen großen Raum nimmt die Tatsache ein, wie schmerzhaft und traumatisch Hunger und Kälte über einen längeren Zeitraum sein muss. Alles dreht sich zeitweise um das Ziel, etwas in den Magen zu bekommen und sei es die Katze des Nachbarn.
Mir persönlich hat es gut gefallen, dass an dem Schreibstil, der nicht immer einheitlich ist, nichts verändert wurde. Nicht selten enden ihre Aufzeichnungen abrupt und es bleibt eine unbeantwortet Frage zurück. Und doch sind die Aufzeichnungen ein Stück gelebte Geschichte.

Lena Muchina hat die Veröffentlichung ihres Tagesbuches nicht mehr erlebt. Sie wurde nach der Beendigung der Blockade evakuiert und lebte in Moskau wo sie 1991 stark. Sie wurde nur 66 Jahre alt. Eine gewisse Traurigkeit begleitete sie ihr Leben lang, dass sie nie wieder in ihrem geliebten Leningrad leben durfte. Ansonsten weiß man wenig über ihr Leben.

Einen Satz habe ich verinnerlicht. Lena sagte während der Belagerung folgendes: „Solange ich lebe will ich lieben und wen, das werden wir noch sehen“ Doch die traumatischen Erfahrungen hatten ihre Spuren hinterlassen. Lena heiratete nie und hatte auch keine Kinder. Was man weiß, dass häufige Krankheiten sie ihr ganzes Leben lang plagten.

40

07.04.2013

„Das Mädchen, das den Himmel berührte. Längst vergangene Zeiten.”

Nicht nur seine letzter Roman, der Junge der Träume schenkte, war ein großer Erfolg des italienischen Schriftstellers Luca di Fulvio. Wie kein anderer bringt er dem Leser das Leben längst vergangener Zeiten nahe und zwar mit einer solchen Intensivität, das man einfach das wunderschöne Gefühl hat, Teil der Geschichte zu sein. Auch mit seinem aktuellen Buch „ Das Mädchen, das den Himmel berührte“ ist ihm wieder gelungen die Herzen der Leser zu berühren und lädt sie ein, mitzuleiden, zu weinen und lachen, zu träumen und einfach zu hoffen, das sich alles zum Guten wendet. Mehr kann ein unterhaltsamer historischer Roman nicht bieten. Wer allerdings besonders anspruchsvolle, sachlich fundierte Historienromane bevorzugt sollte sich dann doch besser bei uns nach der passenden Lektüre umschauen. Wir beraten sie gern.

Venedig, die geheimnisvolle italienische Lagune Europas ist Schauplatz, zwischen Prachtbauten und Elendsviertels und im unterirdischen Labyrinth der Kanäle spielt sich das Leben der Protagonisten ab. Ein junger Tagesdieb wird im Laufe der Zeit zu einem glühenden Verfechter für Freiheit und Gerechtigkeit. Ein Hochstapler wird zu einem anerkannten Arzt und nicht zuletzt Benedetta, die trotz ihres schweren Schicksals ihr Leben meistert und zu einer anerkannten Modeschöpfer wird. Es sind kühne Lebensträume, die sich letztendlich verwirklichen. Und natürlich darf in so einem schönen Schinken die Liebe, die alles überwindet und über alle Grenzen hinweg Erfüllung findet.

Der Schriftsteller Luca di Fulvio ist 1957 geboren, er lebt und arbeitet in der ewigen Stadt Rom-

buch

Sommer in Maine

J. Courtney Sullivan

EUR 19,90 *
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50

07.04.2013

„Sommer in Maine. Eine Familiengeschichte. ”

J. Courtney Sulllivan ist eine meisterhafte, großartige amerikanischen Erzählerin. In ihrem zauberhaften Roman „Sommer in Maine“ erzählt sie die Geschichte der Familie Kelleher und es war einfach herrlich, die eigenen Familien-Problemchen hinter sich zu lassen und den Kelleher einen ganzen heißen Sommermonat zuzuschauen, wie sie sich in die Haare kriegten und jeder versuchte mehr oder weniger ihre kleinen und großen Geheimnisse vor den anderen zu verbergen.

Drei Frauengenerationen bewohnen das Urlaubsdomizil und es herrscht nicht immer Harmonie und Verständnis. Das strenge, oft unnahbare Familienoberhaupt Alice macht den anderen Frauen und auch der übrigen Familie während des Urlaubs das Leben nicht immer leicht. Da ist ihre Tochter Kathleen, zu ihr hat die alte Dame kein besonders liebevolles Verhältnis. Schwiegertochter Ann Marie versucht krampfhaft das Bild einer eigenen glücklichen Familie aufrecht zu erhalten. Und Maggie, die schwanger von dem Kindsvater verlassen worden ist. Alices Sohn Patrick und deren Frau Anne wähnen sich schon als Erbe des wunderschönen Anwesens am Meer. Was alle nicht wissen, Alice hat bereits testamentarisch alles der Kirche vermacht.
Es ist ein ganz besonderes Lesevergnügen langsam aber sicher hinter alle Geheimnisse der Protagonisten zu kommen. Die richtig Lektüre für den kommenden Urlaub. Und was gibt es schöneres als das man beim Leben den Wunsch verspürt, dass die Geschichte nicht so schnell enden dürfte.

Die Autorin und Journalistin J.Courtney Sullivan lebt in New-York und arbeitet unter anderem für The New York Times.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

07.04.2013

„Einmal Himmel und zurück. Es geschehen noch Wunder!”

Für mich gehört der Tod ebenso zum Leben wie die Geburt. Eine etwas profane Aussage, aber anders möchte ich es gar nicht formulieren. Für mich heißt das persönlich, dass ich über die Thematik inzwischen ohne jegliche Ängste reden und diskutieren kann. Nicht letztendlich, dass ich viele Bücher dazu gelesen haben. Es interessiert mich auch einfach, wie andere Menschen darüber denken und welche Erfahrungen sie gemacht haben.
Die amerikanisch Ärztin Frau Dr. Mary C. Neal beschreibt in ihrem Buch „ Einmal Himmel und zurück“ ihre ganz persönlichen Nahtoterfahrungen nach einem Kajak-Unfall. Ihre ungewöhnliche Geschichte geht einfach unter die Haut und nach Beendigung der Lektüre kann ich meinen Lesern, die sich mit dem Tod ernsthaft auseinandersetzen einfach diese auf wärmste empfehlen. Ich möchte meine Rezension mit folgenden Worten beenden, die am Anfang des Buches stehen.

„Das ist der Beginn eines neuen Tages.
Gott hat mir diesen Tag geschenkt,
damit ich ihn nach meinem Willen nutze.
Ich kann ihn vergeuden
oder mich in seinem Licht entfalten
und anderen Menschen Beistand leisten.
Aber was ich mit diesem Tag mache, ist wichtig,
denn ich habe dafür
einen Tag meines Lebens eingetauscht.
Mit dem morgigen Tag wird der heutige
für immer vorbei sein.
Ich hoffe, nicht den Preis zu bereuen,
den ich dafür gezahlt habe.

Anonym.

40

19.03.2013

„Besser leben mit dem Tod. Abschied nehmen.”

Susanne Jung, von Beruf Bestatterin erzählt in ihren Buch „Besser leben mit dem Tod“ von ihrer jahrelangen Erfahrungen mit dem Tod, von Begegnungen mit Trauernden und Hinterbliebenen. Mit sehr viel Taktgefühl und geradezu liebevoll beschreibt sie das unabänderliche, den Abschied von einem geliebten Menschen. Sie macht sich stark dafür, dass es wichtig ist, klar zu definieren, dass es nicht nur wichtig ist, den würdevollen Übergang der Verstorbenen zu organisieren, sondern vor allem, die zurück bleiben, zu begleiten und zu trösten.
Einfach lesen und feststellen, dass es alles andere als nur traurig ist.