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Siebzig Acryl, dreißig Wolle

Roman

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Artikeldetails zu Siebzig Acryl, dreißig Wolle

AutorViola Di Grado

Untertitel Roman

  • ISBN-103-630-87387-1
  • ISBN-139783630873879
  • Verlag Luchterhand Literaturverlag
  • ÜbersetzerJudith Schwaab
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten253
  • Veröffentlicht08.06.2012
  • GenreRoman
  • Gewicht325g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelSettanta acrilico, trenta lana

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Rezensionen der Redaktion zu Siebzig Acryl, dreißig Wolle

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 24.09.12
Camelia ist eine streitbare Figur, man kann sie lieben, aber auch hassen. Eigentlich gut, für einen Roman, der einen aufwühlt. Siebzig Acryl, dreißig Wolle hat aber an vielen Stellen zu wenig impulsive Geschichte, um wirklich zu begeistern. Die gefeierte Viola Di Grado, die in Sizilien geboren ist, schreibt nicht wenig schöne Sätze, ihre Sprache begeistert einen hin und wieder doch außerordentlich, aber nur eine schöne Sprache täuscht nicht über eine eigentlich müde Story hinweg. Und so befindet man sich als Leser nicht im literarischen Schleuderwaschgang, sondern man bekommt eher verquere literarische Handwäsche geboten.

Kurzbeschreibung zu Siebzig Acryl, dreißig Wolle



Eine junge Frau auf der Suche nach der verlorenen Schönheit der Welt, dem Ende des Winters und den
richtigen Klamotten


Ein fulminantes Debüt, das durch die Originalität seiner Sprache besticht, die zwischen poetischer Leichtigkeit und resignierter Rotzigkeit changiert, und durch seinen Witz, der sich nicht mal von der scheinbaren Sinnlosigkeit des Lebens totkriegen lässt ...


Camelia ist 19 und findet ihr Dasein schlicht zum Kotzen. Sie lebt in England, in Leeds, in einer so heruntergekommenen Straße, die leicht als Beweis dafür angeführt werden kann, dass es Gott tatsächlich nicht gibt. Camelia passt nicht in diese Welt, denn sie kann wenig Schönes darin entdecken, und wenn sie doch mal wieder einen Versuch wagt, sich im Einkaufszentrum eine knallpinke Jacke kauft, dann landet sie sofort darauf in der Mülltonne, denn was kann man schon mit einer bunten Jacke anfangen in einer Stadt, in der der Winter ja doch nie endet. Zuhause in der gemeinsamen Wohnung sitzt ihre Mutter, die einst so schöne Flötistin, die im Prinzip schon vor der Tochter das Handtuch geworfen hat. Seit der Vater bei einem Unfall samt seiner Geliebten auf dem Beifahrersitz tödlich verunglückt ist, spricht sie nicht mehr. Ihre einzige Beschäftigung besteht darin, Löcher zu fotografieren: Risse im Fußboden, Mottenlöcher in Kleidern, Körperöffnungen. Camelia hat sich schon so gut wie damit abgefunden, dass diese heruntergekommene Wohnung das Letzte sein wird, was sie von dieser Welt gesehen hat, da lernt sie eines Tages Wen kennen. Einen jungen Chinesen, der behauptet, die verschnittenen Klamotten, die Camelia seit geraumer Zeit aus einem Container zieht, habe sein Bruder genäht. Wen bringt Camelia Chinesisch bei, sie verliebt sich in seinen Bruder Jimmy. Und plötzlich kommt der Tag, an dem sie beschließt, sich ihr verlorenes Leben zurückzuholen ...



Autorenportrait zu Siebzig Acryl, dreißig Wolle



Viola di Grado, in Catania, Sizilien, geboren, ist Anfang 20, hat fernöstliche Sprachen studiert und lebt in London. Ihr erster Roman "Siebzig Acryl, dreißig Wolle" wurde von Lesern und Presse begeistert aufgenommen und mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet - darunter der renommierte Premio Campiello für das beste Debüt.


Portrait

Judith Schwaab:
Judith Schwaab, geb. 1960 in Grünstadt, Studium der Italienischen Philologie, Lektorin und Übersetzerin von u.a. Fernanda Eberstadt, Anthony Doerr.

Autorenportrait



Viola di Grado, in Catania, Sizilien, geboren, ist Anfang 20, hat fernöstliche Sprachen studiert und lebt in London. Ihr erster Roman "Siebzig Acryl, dreißig Wolle" wurde von Lesern und Presse begeistert aufgenommen und mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet - darunter der renommierte Premio Campiello für das beste Debüt.


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40

12.06.2012

„Die ungewöhnliche Lebensphilosophie einer jungen Frau”

von Silke Schröder aus Hannover (silke.schroeder@hallo-buch.de) Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
“Siebzig Acryl, dreißig Wolle” ist der Debütroman der 21-jährigen Italieniern Viola Di Grado, die selbst fernöstliche Sprachen studiert hat. Ihre junge Anti-Heldin Camilla sucht einen Platz im Leben und scheitert dabei immer wieder an den Umständen oder an sich selbst. Ihre Beziehungen sind schwierig, ihre Mutter schweigt sich aus und ihr Verhältnis zu den beiden charmanten chinesischen Brüdern ist voller Missverständnisse und unausgegorener Gefühle. Ebenso poetisch wie frech und herrlich unorthodox beschreibt Viola Di Grado so die ungewöhnliche Lebensphilosophie einer jungen Frau, die alles in ihrem Leben ändern will und doch alles dafür tut, dass es - vorerst - so bleibt wie es ist.

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50

08.06.2012

„Ein verrücktes Buch - ich liebe es”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Endlich mal wieder eine Geschichte die sich abhebt, ein Buch voller Überraschungen.
Die 19jährige Camelia und ihr verkorkstes Leben welches in Leeds, England abläuft oder auch still steht, wie es halt manchmal so ist. Irgendwann begegnet ihr der Chinese Wen und Unglaubliches passiert.
War mal wieder eine lange Lesenacht!

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