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Mensch ohne Hund

Roman. Ein Fall für Inspektor Barbarotti

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Artikeldetails zu Mensch ohne Hund

AutorHakan Nesser

Untertitel Roman. Ein Fall für Inspektor Barbarotti

Abbildungsvermerk 19 cm

  • ISBN-103-442-73932-2
  • ISBN-139783442739325
  • Verlag Btb Taschenbuch
  • Reihebtb
  • ÜbersetzerChristel Hildebrandt
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten541
  • Veröffentlicht25.05.2009
  • GenreRoman
  • Gewicht437g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelMänniska utan hund

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Leseprobe aus Mensch ohne Hund

Dezember


Als Rosemarie Wunderlich Hermansson am Sonntag, dem 18. Dezember erwachte, war es kurz nach sechs, und sie hatte noch ein ganz klares Bild vor Augen.
Sie stand in einer Türöffnung und schaute auf einen fremden Garten hinaus. Es war Sommer oder früher Herbst. In erster Linie betrachtete sie zwei kleine, dicke, gelbgrüne Vögel, welche auf einer Telefonleitung zehn, fünfzehn Meter von ihr entfernt saßen, und jeder hatte eine Sprechblase im Schnabel.
Du musst dich umbringen, stand in der einen.
Du musst Karl-Erik umbringen, stand in der anderen.
Die Botschaft war an sie gerichtet. Es war sie, Rosemarie Wunderlich Hermansson, die sich umbringen sollte. Oder Karl-Erik töten. In diesem Punkt herrschte nicht der geringste Zweifel.
Letzterer war ihr Mann, und erst nach einigen Sekunden sah sie ein, dass diese beiden verrückten Aufforderungen natürlich aus etwas resultierten, das sie geträumt hatte - aber es war ein Traum gewesen, der sich schnell davongeschlichen und nur diese beiden bizarren Vögel auf der Leitung zurückgelassen hatte. Merkwürdig.
Für einen Moment blieb sie ganz ruhig auf der rechten Seite liegen und starrte in die Dunkelheit um sich herum, wartete auf eine fiktive Morgendämmerung, die sich wahrscheinlich im Augenblick noch im Bereich des Ural befand, und sah ein, dass es sich genau so verhielt. Die Vögel breiteten ihre abgerundeten Schwingen aus und flogen davon, während ihre Behauptung zurückblieb und nicht falsch verstanden werden konnte.
Sie oder Karl-Erik. So war das also. Es hatte ein oder zwischen den Sprechblasen gegeben, kein und. Das eine schloss das andere aus, und es erschien auch wie ... wie eine zwingende Notwendigkeit, dass sie sich für eine der beiden Alternativen entschied. Jesus Christus, dachte sie, schwang die Beine über die Bettkante und setzte sich auf. Wie hatte es nur dazu kommen können? Als ob diese Familie nicht schon genug Probleme hätte.
Doch als sie ihren Rücken streckte und die vertrauten Morgenschmerzen zwischen dem dritten und vierten Lendenwirbel spürte, kamen auch die Alltagsgedanken angeschlichen. Ein sicherer, wenn auch ziemlich langweiliger Balsam für die Seele. Sie empfing sie mit einer Art träger Dankbarkeit, schob die Hände in die Achseln und schlurfte ins Badezimmer. Man ist so schutzlos morgens, dachte sie. So nackt und bloß. Eine dreiundsechzigjährige Handarbeitslehrerin ermordet nicht ihren Mann, das ist vollkommen ausgeschlossen.
Sie war zwar außerdem auch noch Deutschlehrerin, aber das änderte die Tatsachen nicht nennenswert. Ließ sie in keiner Weise akzeptabler erscheinen. Was um alles in der Welt sollte es in dieser Frage für einen Unterschied machen, wenn sie Handarbeiten und Deutsch unterrichtete?
Das hieß dann wohl, der eigenen Wanderung im Jammertal ein Ende zu setzen, dachte Rosemarie Wunderlich Hermansson. Machte Licht, betrachtete ihr breites, glattes Gesicht im Spiegel und stellte fest, dass jemand ein Lächeln daraufgeklebt hatte.
Warum lächle ich?, fragte sie sich. Es gibt doch weiß Gott keinen Grund zum Lächeln. Mir ist es noch nie schlechter in meinem ganzen Leben gegangen, und in einer halben Stunde wacht Karl-Erik auf. Was hatte der Schulleiter gesagt? Das tief klingende Erz, das ... das was? ... das dem heranwachsenden
Geschlecht den moralischen und wissenschaftlichen Resonanzboden verleiht? Wo zum Teufel hatte er das her? Dieses Gefasel. Jahrgang für Jahrgang, Generation für Generation, vierzig Jahre lang. Eine pädagogische Fichte.
Ja, Fläskbergson hatte Karl-Erik tatsächlich als pädagogische Fichte bezeichnet. Konnte darin ein Funken Ironie verborgen sein?
Vermutlich nicht, dachte Rosemarie Wunderlich Hermansson und pflügte mit ihrer elektrischen Zahnbürste tief in die rechte Wange hinein. Vera Ragnebjörk, ihre einzige Kollegin in Sachen Deutsch, das in der Kymlinge-Schule am Aussterben war, pflegte zu behaupten, dass Fläskbergson die ironische Dimension ganz und gar fehle. Weshalb man mit ihm nicht wie mit einem normalen Menschen sprechen konnte, und vermutlich war es diesem einzigartigen Mangel zu verdanken, dass er auch nach mehr als dreißig Jahren immer noch auf seinem Posten als Schulleiter saß.
Fläskbergson war nur ein Jahr jünger als Karl-Erik, aber gut und gern vierzig Kilo schwerer, und bis zu dem traurigen Tag vor fast acht Jahren, als seine Ehefrau Berit umgekommen war, nachdem sie in Kitzbühl aus einem Skilift gefallen war und sich das Genick gebrochen hatte, hatten sie miteinander verkehrt. Zu viert. Zu Bridgeabenden oder so. Eine Theaterreise nach Stockholm. Eine Katastrophenwoche auf Kreta. Rosemarie überlegte, dass sie Berit ein wenig vermisste, nicht jedoch Fläskbergson. Den Umgang mit ihm sozusagen.
Warum stehe ich eigentlich hier und verschwende meine kostbaren Morgenminuten damit, an diese eindimensionale Null zu denken?, fragte sie sich schließlich. Warum sehe ich nicht lieber zu, in aller Ruhe meine Morgenzeitung zu lesen? Offenbar bin ich dabei, die Kontrolle zu verlieren.
Aber auch bei Kaffee und Zeitung stellten sich keine besseren Gedanken ein. Es gab keine Lichtblicke. Als sie den Blick hob und auf die Küchenuhr schaute - ein Impulskauf bei IKEA für 49,50, vor langer Zeit, im Herbst 1979 und vermutlich unverwüstlich - zeigte diese zwanzig Minuten nach sechs, es würde noch mindestens siebzehn Stunden dauern, bis ihr die Gnade zuteil werden würde, wieder in ihr Bett kriechen zu dürfen und einen weiteren düsteren Tag mit seinen Ereignissen hinter sich zu legen. Und zu schlafen, nur zu schlafen.
Heute war Sonntag. Es war ihr zweiter Tag als glückliche Pensionärin, die letzte bedeutungsvolle Veränderung im Leben, bevor der Tod eintrat, wie eine freundliche Seele bemerkt hatte, und sie sagte sich, dass sie, hätte sie nur einen Zugang zu einer Waffe gehabt, bereits beim Aufwachen, als sie daran erstmals gedacht hatte, von ihr Gebrauch gemacht hätte. Sich eine Kugel in den Kopf geschossen, bevor Karl-Erik in seinem gestreiften Pyjama in die Küche gekommen wäre, bevor er sich gestreckt und erklärt hätte, er habe geschlafen wie ein Kind. Wenn diese Nahtod-Schilderungen stimmten, die sie gelesen hatte, hätte es anschließend interessant sein können, unter der Decke zu schweben und sein Mienenspiel zu betrachten, wenn er sie fände, über dem Tisch zusammengebrochen, den Kopf in einer großen, warmen Blutlache liegend.
Aber so etwas tut man nicht. Schon gar nicht, wenn man keine gute Waffe hat und auch ein wenig an die Kinder denken muss.

Rezensionen der Redaktion zu Mensch ohne Hund

"Wenn Nesser das Niveau hält, wird Inspektor Barbarotti einen größeren Eindruck hinterlassen als Kommissar Van Veeteren." (Östersunds-Posten)

Kurzbeschreibung zu Mensch ohne Hund

Der erste Fall für Inspektor Gunnar Barbarotti


Familie Hermansson hat sich versammelt, um zwei Geburtstage zu feiern: den 65. des gerade pensionierten Vaters Karl-Erik und den 40. der ältesten Tochter Ebba. Doch plötzlich verschwinden zwei Familienmitglieder spurlos, Sohn Walter und Enkel Henrik. Wurden Sie Opfer eines Verbrechens? Die scheinbar heile Familienwelt beginnt zu bröckeln - Inspektor Barbarotti ermittelt und stößt auf ziemlich unschöne Familiengeheimnisse und einen ungewöhnlichen Mörder ...


Autorenportrait zu Mensch ohne Hund

Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der interessantesten und aufregendsten Krimiautoren Schwedens. Für seine Kriminalromane um Kommissar Van Veeteren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden erfolgreich verfilmt. Daneben schreibt er Psychothriller, die in ihrer Intensität und atmosphärischen Dichte an die besten Bücher von Georges Simenon und Patricia Highsmith erinnern. "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" oder "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" gelten inzwischen als Klassiker in Schweden, werden als Schullektüre eingesetzt, und haben seinen Ruf als großartiger Stilist nachhaltig begründet. Håkan Nesser lebt mit seiner Frau derzeit in London und auf Gotland.

Portrait

Hakan Nesser:
Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der interessantesten und aufregendsten Krimiautoren Schwedens. Für seine Kriminalromane um Kommissar Van Veeteren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden erfolgreich verfilmt. Daneben schreibt er Psychothriller. "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" oder "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" gelten inzwischen als Klassiker in Schweden, werden als Schullektüre eingesetzt, und haben seinen Ruf als großartiger Stilist nachhaltig begründet. Håkan Nesser lebt mit seiner Frau in London und auf Gotland. 2011 wurde er mit dem "Ripper Award", dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet.
Christel Hildebrandt:
Christel Hildebrandt, geboren 1952 in Lauenburg, studierte Germanistik, Soziologie und Literaturwissenschaft und wandte sich nach der Promotion der skandinavischen Literatur zu. Seit 1988 arbeitet sie als freie literarische Übersetzerin aus den Sprachen Norwegisch, Dänisch und Schwedisch. Sie erhielt den Paul-Celan-Preis nominiert wurde. Daneben reicht die Palette ihrer Übersetzungen von Henrik Ibsen bis zu Håkan Nesser, Jógvan Isaksen und Hanne Marie Svendsen. Mit ihrem Mann, drei Töchtern und einer Katze lebt Christel Hildebrandt in Hamburg.

Autorenportrait

Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der interessantesten und aufregendsten Krimiautoren Schwedens. Für seine Kriminalromane um Kommissar Van Veeteren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden erfolgreich verfilmt. Daneben schreibt er Psychothriller, die in ihrer Intensität und atmosphärischen Dichte an die besten Bücher von Georges Simenon und Patricia Highsmith erinnern. "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" oder "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" gelten inzwischen als Klassiker in Schweden, werden als Schullektüre eingesetzt, und haben seinen Ruf als großartiger Stilist nachhaltig begründet. Håkan Nesser lebt mit seiner Frau derzeit in London und auf Gotland.

Zitat

"Und wieder einmal muss man es sagen: Nie war Nesser besser."

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30

24.04.2012

„Gutes Buch”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Berlin
Die Charaktere wurden wiedermal sehr detailiert ausgearbeitet und machen wohl den Reiz des Krimis aus.

Leider kriegt man seh schnell mit, wer in den Mordfällen der ptenzielle Täter ist. Lediglich wartet man darauf, dass auch Inspektor Barbarotti endlich der Sache auf die Spur kommt.

Leider sind durch diesen Aufbau unnötige Längen in den letzten Teilen des Buches entstanden.

Für Nesser-Fans durchaus zu empfehlen, allerdings nicht unbedingt spannungsgeladen.

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20

19.03.2012

„Für mich "nein"”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Hohen Neuendorf
Als Spiegel-Bestseller deklariert, kämpfte ich mich bis Seite 130, ehe es - ein wenig - interessant wurde. Zu viel Rummel um eine weniger interessante Familie. Es fällt schwer "bei der Stange" zu bleiben und nicht den Überblick zu verlieren.

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50

07.11.2011

„Sehr kurzweilig!”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Essen
Im ersten Teil des Buches wird aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder erzählt, erst später aus der Sicht des Kommissars. Mir hat dieser Wechsel gefallen.Es gibt ein Vorher und ein Nachher und man kann genau mitverfolgen, wie sich die einzelnen Familienmitglieder verändern. Ich habe das Buch sehr schnell und gerne gelesen und würde es wirklich weiterempfehlen.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Ich mochte auch Nessers anderen Kommissar "Van Veeteren"

50

29.08.2011

„Meisterhaft”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Stuttgart
Genauso wie bei Van Veeteren, die ich alle gelesen habe, ist es Hakan Nesser gelungen die Spannung bis zur letzten Seite zu erhalten. Es ist sehr schwer das Buch zur Seite zu legen und aufzuhören. Inspektor Barbarotti ist eine sehr sympatische Figur in den man sich verlieben könnte.

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50

02.01.2011

„Lesegenuss pur!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Hakan Nesser vereint erzählerisches Können mit einer zunächst recht einfach gestrickt scheinenden Geschichte, die ihren Leser dann aber immer weiter in ihren Bann zieht.
Bis wirlich zur letzten Seite ist nicht klar, wie sie enden wird.
Ich habe dieses Buch geliebt, denn genau solche machen das Lesen zu einem Genuss!

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40

17.09.2010

„Tolle Charaktere in einem spannenden Krimi”

von J.G. aus Berlin
Dies war mein erster Nesser-Krimi und garantiert nicht der letzte.

Kurz zum Plot: Die Familie rund um Rosemarie Wunderlich Hermannson trifft sich in Kymlinge um den Geburtstag ihres Mannes und ihrer Tochter Ebba zu feiern. Die Großeltern haben drei Kinder: Ebba, Walter und Kristina. Wobei die Töchter verheiratet sind, Ebba hat zwei Söhne, Kristoffer und Henrik, und Kristina hat einen Sohn namens Kelvin. Walter ist bei einer Fernsehshow in Ungnade gefallen und deshalb ist die Stimmung von Anfang an sehr angespannt. Am ersten Abend verschwindet Walter spurlos und am nächsten Abend sein Neffe Henrik. Jetzt wird die Polizei informiert und der Inspektor Barbarotti kommt zu seinem Einsatz.

Besonders gefallen hat mir die genaue und super interessante Betrachtung der Charaktere der Familie Hermannson. Jeder einzelne ist mit seinem Leben unzufrieden. Auch das Verhältnis der Familiemitglieder zueinander wird nicht außer Acht gelassen. Also keine heile Familie. Der Beschreibung der Charaktere und der Familienfeier widmet sich Nesser ca. die ersten200 Seiten bevor Inspektor Barbarotti seinen ersten Auftritt hat. Seine Kollegin und er tappen sehr lange im Dunkeln. Nach und nach löst sich der Fall mit vielen Wendungen bis zu einem doch überraschenden Enden auf.

Hier handelt es sich nicht um einen unbedingt temporeichen und „blutigen“ Krimi, wer aber die psychologische Ebene eines Krimis zu schätzen weiß und daraus auch für sich Spannung ziehen kann, ist hier genau richtig.

Ich freue mich schon auf den zweiten Teil und mach mich in nächster Zeit auch an die Van Veeteren-Fälle.

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50

25.07.2010

„Familienfest und andere Schwierigkeiten”

von einer Kundin oder einem Kunden
Hiermit ist Hakan Nesser ein Serienauftakt geglückt, der genau in die Mitte passt zwischen seine Van Veeteren- Krimis und die ungewöhnlichen "anderen" (Kim Novak, Piccadilly Circus etc.).

Die Geschichte beginnt mit dem Auftreten der einzelnen Mitglieder einer gutbürgerlichen schwedischen Familie (Eltern, Kinder, Enkel), die sich zu einem runden Doppelgeburtstag plus Weihnachten im Heimatort zusammenfinden. Dabei versuchen mehr oder weniger alle die Heile-Familie-Fassade aufrecht zu erhalten, die bereits gewaltig bröckelt. Als dann nacheinander erst der Sohn und dann ein Enkel spurlos verschwinden, erscheint Kommissar Barbarotti auf dem Plan. Und der Leser weiss, daß zumindest 2 Familienmitglieder hartnäckig lügen...

Mit grossem Scharfsinn beschreibt Nesser die kränkelnden Fanilienstrukturen und schenkt uns mit Barbarotti einen neuen Kommissar mit riesigem Unterhaltungswert- Lachen garantiert!

Dieser Krimi ist eine wunderbare Empfehlung für alle, die es literarisch, tiefgründig und auch witzig mögen und ein absolutes Muss für alle Nesser-Fans!

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40

27.04.2010

„Barbarotti und die dunklen Geheimnisse der Familie Hermansson”

von Sarah Wyss
Gunnar Barbarotti ermittelt bei der Familie Hermansson. Sowohl der Sohn, als auch der Enkel sind im Abstand von einem Tag spurlos verschwunden. Das Verschwinden des Sohnes verwundert niemanden, da er sowieso das schwarze Schaf der Familie war, jedoch als auch der perfekte Enkel wie vom Erdboden verschluckt ist kommen die Geheimnisse der Hermanssons langsam aber sicher ans Tageslicht.

Hakan Nesser hat mit seinem neusten Werk einen sehr empfehlenswerten Krimi geschaffen. Obwohl die beiden erst etwa auf Seite 180 verschwinden, lässt einem das Buch nicht los. Nach dem etwas mürrischen und verschlossenen van Veeteren ist es auch spannend mal einen Komissar zu haben, der auch einmal zufrieden mit sich ist.
Alles in allem ist es ein sehr tolles und spannendes Buch.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: sämtliche Hakan Nesser Bücher, Henning Mankell, Tess Gerritsen und Karin Slaughter

50

20.03.2010

„Barbarotti - Klappe die erste!”

von einer Kundin oder einem Kunden

Von pädagogischen Fichten, schwarzen Schafen und agnostischen Kanaillen.

Rosemarie Wunderlich Hermansson war es gelungen, zwei Presswehen zurückzuhalten, bis die Uhr die Zwölf überschritten hatte. Karl-Erik kann sein Glück kaum fassen: die erstgeborene Tochter an seinem eigenen fünfundzwanzigsten Geburtstag.
Vierzig Jahre später nun das mehrfache Jubiläum: fünfundsechzig (der Vater) plus vierzig (die Tochter), die Pensionierung (des Vaters) und Weihnachten (alle), Grund genug für ein familiär vollständiges Zusammenfinden.
Das spurlose Verschwinden zweier Familienmitglieder bewölkt das weihnachtliche Idyll. Barbarotti betritt die Bühne.
Kommissar Gunnar Barbarotti, sympathischer Halbitaliener, der ein Abkommen mit Gott hat - erhört Er (Gott) seine Gebete und hilft ihm (Barbarotti), glaubt er (Barbarotti) an Ihn (Gott) - ermittelt.

Ein unglaublich witziger Kriminalroman (Roman unterstrichen, kursiv, fett gedruckt, in Großbuchstaben; ein familiäres Psychogramm mit Leiche halt), voller Situationskomik und Wortwitz, der sich liest als moderiere Loriot die Sendung Aktenzeichen XY.

Ein Buch, das man am Besten in Gesellschaft liest, weil man jeden zweiten Satz laut vorlesen und seine Lieben mitlachen lassen möchte.

Großartig!

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50

22.02.2010

„Hakan Nesser, Mensch ohne Hund”

von einer Kundin oder einem Kunden
"Mensch ohne Hund" ist ein Krimi. Erzählt wird aber eigentlich die Geschichte einer Familie, in der jeder für sich allein lebt, kämpft und daran zugrunde geht.
In einem Dorf in Schweden verschwindet kurz vor dem 65. Geburtstag des Familienoberhaupts dessen Sohn Walter und gleich darauf Walters Neffe Erik.
Ein sympatischer Kommissar Barbarotti ermittelt gemeinsam mit Kollegin Eva. Auch an Barbarottis Privatleben dürfen wir teilhaben.
Wer Kriminalromane ohne Schießereien und wilde Verfolgungsjagden mag, ist hier genau richtig.

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50

15.12.2009

„Eine schrecklich (un-)nette Familie”

von Dr. Christian Rößner aus Göttingen
Normalerweise sind Familienfeiern ein Grund sich zu freuen. Gerade wenn es sich um zwei Jubiläen handelt, wie sie die Familie Hermansson kurz vor Weihnachten begehen möchte. Doch dann verschwinden zwei Familienmitglieder spurlos. Der geneigte Krimileser begibt sich nun mit Hakan Nessers neuem Kommissar, dem Halbitaliener Gunnar Barbarotti, auf die spannende Suche nach den Vermissten, den Zusammenhängen ihres Verschwindens und dunklen Familiengeheimnissen. Im ersten Krimi mit dem tiefsinnigen, aber erfreulich undepressiven Barbarotti kann Nesser nahtlos an die dramaturgisch und psychologisch wohl durchdachten Van Veeteren Kult-Krimis anschließen! Hochspannung bis zum Schluss ist garantiert!

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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30

08.12.2009

„Gehobenes Mittelmaß”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Windischgarsten
Meiner Meinung nach wäre bei dieser Geschichte weniger mehr gewesen, eine Straffung der Handlung (besonders im Mittelteil) wäre sicher von Vorteil für den Leser. Ich persönlich habe mir etwas mehr erwartet.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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40

19.10.2009

„Wohin mit Walter?”

von einer Kundin oder einem Kunden
Walter Hermansson ist verschwunden. Vom Leben gezeichnet hat er traurige Berühmtheit erlangt, indem er als Teilnehmer einer Fernsehshow Hand an sich selbst legte, somit zum Gespött von ganz Schweden wurde und Schande über seine gutbürgerliche Familie brachte. Jetzt ist er weg, verschwunden, ausgerechnet zur großen Familienfeier anlässlich des 65. Geburtstags des Vaters Karl-Erik. Der Depp. Und als auch noch Cousin Henrik unauffindbar scheint, ist die Feierstimmung endgültig hinüber und Inspektor Barbarotti wird in eine Familiengeschichte hineingezogen, von der der schöne Schein schon nach leichtem Klopfen spröde abplatzt.
Hakan Nesser Schreibt nicht bloß Krimis. Er schreibt das Leben auf, das niederträchtige Leben, dass es ein wahres Vergnügen ist.
Wer liest da noch Mankell?

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: 978-3-453-43245-1

40

18.08.2009

„Anfang einer neuen tollen Reihe”

von einer Kundin oder einem Kunden
Familie Hermansson will gemeinsam zwei Geburtstage feiern, Vater und Tochter haben am selben Tag Geburtstag. Doch das Familienidyll trügt. Jedes der Familienmitglieder denkt, es sei vom Leben betrogen worden. Mitten in dieser explosiven Stimmung verschwinden zwei Familienmitglieder. Keiner weiß etwas oder ahnt etwas. Inspektor Barbarotti kann diese Mauer aus Schweigen, augenscheinlicher heiler Welt und Missgunst kaum durchdringen.
Hakan Nesser schreibt den Anfang einer neuen Reihe um den etwas exotischen Inspektor. Es macht viel Spaß diesem komischen Kauz zuzusehen wie er sein Leben und seine Ermittlungen meistert. Ein spannender, humorvoller und intelligenter Krimi.

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0

11.07.2009

„Fader Instant-Schweden-Krimi”

von Schwedenfreund
Neue Fans außerhalb der Fangemeinde wird der Autor wohl kaum gewinnen. Alles wirkt zu konstruiert und langatmig, wie ein mittelmäßiger deutscher Tatort der lang aufgekocht wurde. Nicht fesselnd. Aber das ist nur meine Meinung, die Zeitschrift Brgitte scheint es ja anders zu sehen und so wird fleißig geworben.

1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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30

10.06.2009

„Vorhang auf für Barbarotti!”

von Thomas Breuer aus Ried
Zuerst verschwindet der Onkel. Am nächsten Abend verschwindet der Neffe. Zufall, oder hatten beide den selben Grund das Elternhaus zu verlassen. Inspektor Gunnar Barbarotti und sein Team stehen vor einem Rätsel. Welche Geheimnisse verbirgt diese Familie?
Hakan Nessers „Mensch ohne Hund“ ist der Auftakt einer neuen Serie rund um Inspektor Gunnar Barbarotti. Der erste Fall ist nicht gerade einfach, zwei verschwundene Personen und keine Spur. Nicht zuletzt dank seiner Van Veeteren-Reihe ist Hakan Nesser vielen Lesern bekannt. Auch Gunnar Barbarotti hat das Zeug zum Kultermittler, trotzdem steht er in seinem ersten Fall in gewisser Weise immer noch im Schatten von Van Veeteren. Ein muss für alle Nesser-Fans.

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