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Die Feuerkämpferin01 - Im Bann der Wächter

Roman

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Artikeldetails zu Die Feuerkämpferin01 - Im Bann der Wächter

AutorLicia Troisi

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 1 schwarz-weiß Abbildung

  • ISBN-103-453-26617-X
  • ISBN-139783453266179
  • Verlag Heyne
  • ÜbersetzerBruno Genzler
  • Einbandartgebunden
  • Seiten511
  • Veröffentlicht22.02.2010
  • GenreRoman
  • Gewicht709g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelLeggende del Mondo Emerso 1 - Il destino di Adhara

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Leseprobe aus Die Feuerkämpferin01 - Im Bann der Wächter

Ohne Hast, aber sicheren Schritts, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, während der Saum seines Mantels die Stiefel umspielte, bewegte sich der Mann in Schwarz durch die verlassenen Gassen der Stadt. Ein Schatten unter Schatten. Nun bog er ab, schlug ohne Zögern einen Weg ein, der ihm bereits vertraut war. Einige Tage zuvor hatte er alles ausgekundschaftet, was er wissen musste.
Der Eingang war unauffällig: eine Holztür, ein steinerner Sturz. Dennoch musste er nicht aufsehen und nach dem Symbol suchen, das in den Schlussstein eingemeißelt war, um zu wissen, dass er angelangt war.
Einen Moment lang verharrte er und dachte daran, dass dies nicht sein eigentliches Ziel war. Seine wahre Mission war eine andere.
"Du musst ihn finden! Das ist von ungeheurer Wichtigkeit für uns. Vergiss das nicht", hatte Kryss ihm bei ihrer letzten Begegnung eingeschärft.
"Ich weiß ...", hatte er lediglich erwidert und dabei das Haupt geneigt.
"Du darfst nicht ruhen, bis du ihn aufgespürt hast, und nichts und niemandem gestatten, dich von deinem Ziel abzubringen."
Ohne noch etwas hinzuzufügen, hatte Kryss ihm nur fest in die Augen geblickt, damit sein Gegenüber die volle Bedeutung dieser Worte -und dieses Schweigens - ermesse. Doch der Mann in Schwarz war nicht der Typ, der sich so leicht einschüchtern ließ.
Dieses Getue mag bei jenen wirken, die ihn wie einen Gott verehren. Bei mir nicht!
Als Zeichen des Respekts hatte er das Knie gebeugt und war dann zur Tür getreten.
"Erinnere dich unserer Abmachung", hörte er noch einmal Kryss Stimme, als er die Schwelle überschritt.
Der Mann in Schwarz verharrte einen Augenblick. Wie könnte ich die je vergessen?, hatte er gedacht.
Und nun stand er vor dieser Tür. Er hätte sein Vorhaben noch aufgeben und seiner Wege gehen, hätte kehrtmachen und sich wieder seiner wahren Mission zuwenden können.
Bist du auch dazu bereit, um dein Ziel zu erreichen?, fragte er sich, während sein Blick auf der Maserung des Holzes verweilte. Nein, nach der Antwort musste er nicht lange suchen.
Er atmete tief durch und zog langsam sein Schwert. Dann ein Tritt gegen das Holz, und er stürmte hinein.


Ein Saal mit einer sehr niedrigen Decke und Wänden aus schlichten Ziegelsteinen. "Habt Geduld, es ist ja nur vorübergehend", beruhigte sie der Seher immer, "zumindest gewährt uns dieses Haus den Schutz, den wir so dringend benötigen. Später, wenn unsere Arbeit von Erfolg gekrönt ist, werden wir uns einen angemesseneren Sitz einrichten."
An den Wänden befestigte Fackeln erhellten die bedrückend engen, unterirdischen Räume. In der Luft lag der Geruch von Schimmel und beißendem Rauch. Ganz in Weiß gekleidete Männer, die Gesichter hinter dunkel glänzenden Bronzemasken mit Sehschlitzen verborgen, streiften umher. Durch verschlossene Türen drang Gemurmel und schleppendes, einschläferndes Psalmodieren. Eine Atmosphäre von Blut, Magie und Tod strahlten die Wände aus. Der Schlag, als die Tür barst, durchbrach mit der Gewalt einer Explosion diese Düsternis. Die ersten Erweckten nahe des Eingangs kamen nicht einmal mehr dazu, zu begreifen, was geschah, da mähte das Schwert des Mannes in Schwarz sie schon mit einer einzigen fließenden Bewegung nieder. Die weißen Umhänge färbten sich rot, und scheppernd knallten die bronzenen Masken zu Boden.
Die anderen Erweckten konnten sich noch rühren. Wer bewaffnet war, zog sein Schwert und stellte sich dem Angreifer entgegen, die restlichen ergriffen die Flucht, versteckten sich oder versuchten verzweifelt zu retten, was noch zu retten war.
Den Mann in Schwarz schien nichts aufzuhalten. Allerdings hatte er es hier auch nicht mit Gegnern zu tun, die ihm gleichwertig waren. In den langen Jahren seines Umherziehens hatte er sich mit Feinden ganz anderen Formats messen müssen, und die Narben, die sein Körper davongetragen hatte, zeugten von diesen Kämpfen.
Daran erkennt man sie, die Verweichlichung einer Welt, die gar zu lange schon im Frieden lebt, dachte er voller Verachtung.
Plötzlich raschelte es in seinem Rücken. Er fuhr noch nicht einmal herum, sprach nur halblaut die Worte, und schon umhüllte ihn eine gläserne Kugel, an der die auf ihn niederfahrenden Dolche wie an einer Wand abprallten.
"Ein Magier ...", raunte einer entsetzt.
Der Mann in Schwarz lächelte grimmig.


Adrass schob den Riegel vor. Er hatte Mühe, zu Atem zu kommen, so als sei die Luft in seiner Lunge blockiert.
Er presste sich gegen die Tür und legte ein Ohr an das Holz. Das Klirren sich kreuzender Klingen, Schreie, die dumpfen Schläge von Leibern, die zu Boden gingen.
Was ging da vor sich? Waren sie entdeckt worden?
Entsetzen überkam ihn, und seine Zähne begannen zu klappern, doch er kämpfte dagegen an. Nein! Er durfte jetzt nicht den Mut verlieren, sondern musste sich daran erinnern, was man ihn als Erstes gelehrt hatte, als er zu den Erweckten gestoßen war.
"Sollte es jemals geschehen, dass man uns aufspürt, so setzt alles daran, unser Werk zu retten. Nur das zählt. Wir arbeiten an einem großen Plan, für ein Ziel, das über allem steht. Vergesst das nie."
So hatte der Seher gesprochen. Adrass schluckte: Unser Werk retten!
Entschlossen stieß er sich von der Tür ab, hastete zu den Regalen an einer Wand des Räumchens, in dem er sich befand, und machte sich daran, eilig die Pergamentseiten durchzusehen, die mit seiner winzigen, eleganten Handschrift dicht beschrieben waren. Einige steckte er in seinen ledernen Beutel, andere zerschnitt er. Dann wandte er sich den Fläschchen und Krügen mit den Tränken, getrockneten Kräutern und Ähnlichem zu. Arbeit von vielen Jahren steckte darin. Unmöglich, in diesem hektischen Moment das auszuwählen, was von den Mühen eines ganzen Lebens erhaltenswert war.
Da lenkte ein Wimmern seine Aufmerksamkeit auf den Tisch in der Mitte des Raumes.
Und mit einem Male wusste er es: die Kreatur! Sie galt es zu retten. Sie war das Einzige, was auf keinen Fall verlorengehen durfte. Das Einzige, was mehr zählte als ihr Leben, mehr als die langen, so oft vergeblichen Studien, die sie betrieben hatten. Sie war wichtiger als alles andere. Von jenseits der Tür drangen nun die Furcht- und Schmerzensschreie junger Mädchen zu ihm.
Nein! Auch die werden nicht verschont!

Kurzbeschreibung zu Die Feuerkämpferin01 - Im Bann der Wächter

Unheil droht der Aufgetauchten Welt. Eine mysteriöse Krankheit scheint alle Bewohner auszurotten. Einzig Adhara, die Nymphenblut in ihren Adern trägt, verheißt Rettung. Gemeinsam mit ihrem Gefährten, dem Drachenritter Amhal, macht sie sich auf die gefahrvolle Reise ins Feindesland. Doch auf ihrem Weg lauert der Tod.


Endlich herrscht Frieden in der Aufgetauchten Welt. Doch beunruhigende Ereignisse deuten auf einen Wandel hin: Eine unerklärliche Krankheit breitet sich aus und bringt den Tod. Die Kranken sind von schwarzen Flecken gezeichnet, sie bluten aus Augen, Ohren und Mund. Nur Nymphen und Wesen mit Nymphenblut scheinen immun zu sein. In diesem Klima des steigenden Misstrauens und der Angst findet sich eines Tages ein junges Mädchen auf einer Wiese wieder. Sie hat ihr Gedächtnis verloren, weiß nicht, wer sie ist, wo sie ist, woher sie kommt. In eine schlichte Tunika gekleidet, trägt sie nur einen Dolch bei sich. Als zwei infizierte Männer das Mädchen angreifen, wird sie von dem Drachenritter Amhal gerettet. Er nimmt sich ihrer an und tauft sie auf den Namen Adhara. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Laodamea, wo Amhal seine Begleiterin einem Magier vorstellt. Dieser erkennt sofort die besondere Kraft des Mädchens. Doch er ahnt nicht, dass Adhara das Schicksal der Aufgetauchten Welt in sich trägt.


Autorenportrait zu Die Feuerkämpferin01 - Im Bann der Wächter

Licia Troisi, 1980 in Rom geboren, ist Astrophysikerin und arbeitet bei der italienischen Raumfahrtagentur in Frascati. Mit ihrer ersten Trilogie, der international erfolgreichen Drachenkämpferin-Saga, wurde sie zum Shooting-Star der italienischen Fantasy. Kurz darauf folgte die Schattenkämpferin-Saga, die ebenfalls die Bestseller-Listen stürmte. Mit "Die Feuerkämpferin – Im Land der Elfen" legt Licia Troisi nun den dritten Teil ihrer neuen großen Fantasy-Saga vor.

Portrait

Licia Troisi:
Licia Troisi, 1980 in Rom geboren, ist Astrophysikerin und arbeitet bei der italienischen Raumfahrtagentur in Frascati. An der Drachenkämpferin-Saga arbeitete sie knapp zwei Jahre, bevor sie das Manuskript einem der größten italienischen Verlage vorlegte. Mittlerweile wurden international mehrere Hunderttausend Exemplare verkauft.

Autorenportrait

Licia Troisi, 1980 in Rom geboren, ist Astrophysikerin und arbeitet bei der italienischen Raumfahrtagentur in Frascati. Mit ihrer ersten Trilogie, der international erfolgreichen Drachenkämpferin-Saga, wurde sie zum Shooting-Star der italienischen Fantasy. Kurz darauf folgte die Schattenkämpferin-Saga, die ebenfalls die Bestseller-Listen stürmte. Mit "Die Feuerkämpferin – Im Land der Elfen" legt Licia Troisi nun den dritten Teil ihrer neuen großen Fantasy-Saga vor.

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50

11.04.2012

„Auftakt einer neuen Trilogie”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Ein junges Mädchen wacht irgendwo auf einer Wiese auf und hat ihr komplettes Gedächtnis verloren. Ziellos wandert sie umher und versucht heraus zu finden, wer sie überhaupt ist. Als zwei Männer das Mädchen angreifen, wird sie von dem Drachenritter Amhal gerettet. Dieser bietet sich an, gemeinsam mit ihr das Geheimnis ihrer Herkunft zu lösen. Zeitgleich bricht im Land des Wassers eine mysteriöse Seuche aus und bringt den Bewohner auf grausamste Weise den Tod.
Mit ihrer neuen Trilogie legt Licia Troisi einen gelungenen Auftakt hin. Spannend erzählt sie die verzweifelte Suche des Mädchens nach ihrer wahren Identität und verknüpft gekonnt verschiedene Ereignisse. Mit der Zeit offenbart sich dem Leser die wahre Bedrohung für die Aufgetauchte Welt. Wem die Vorgängerreihe gefallen hat, wird auch hier wieder ein kurzseitiges Lesevergnügen finden.

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50

18.10.2011

„Einfach genial”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Magdeburg
Bin gerade mit dem ersten Teil "Im Bann der Wächer" als Taschenbuch fertig und hab immer noch eine Gänsehaut, einfach spannend und genial..., böser San. Wieder wird die "aufgetauchte Welt" damit auch alte und neue Helden, schweren Prüfungen unterzogen. Habs am Anfang schon geahnt, wollt es aber nicht recht glauben und dann doch die bittere Wahrheit am Ende...
Jedenfalls freue ich mich schon riesig auf die zweite Taschenbuch-Ausgabe und erst recht auf die dritte, dann hab ich diese hervorragende Trillogie zusammen. Ein großes Lob an Licia Troisi.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Die Drachenkämperin Die Schattenkämpferin

50

22.09.2010

„Der Frieden ist Vorbei”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Aarau
König Learco hat der Aufgetauchten Welt den frieden gebracht mit seiner Königin Duhe, der Schattenkämpferin.
Die neuen Helden kommen in die Welt ud verändern sie. Adhara, die Feuerkämpferin versucht einen Platz in dieser Welt zu finden, wobei ihr Amhal ein junger Drachenritteranwärter zur Seite steht.
Als nun San, das Enkelkind von Nihal und Sennar in die Aufgetauchte Welt zurück kehrt, droht der Frieden ins wanken zu geraten.
Licia Troisi versteht es "Ihre" Aufgetauchte Welt von einer Krise in die nächste zu stürzen, ohne das der Leser das Gefühl hat diesselbe Geschichte immer wieder zu lesen.
Licia Troisi steuerte mit diesem Roman auf ein aufregendens Finale hin, welches auch fragen aus den vorherigen Büchern klärt.

Man muss abwarten ob der uralte Kampf zwischen Marvash und Sheireen ein Ende findet oder ewig weiter toben wird.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

17.04.2010

„So gemein...”

von einer Kundin oder einem Kunden
Wie sehr habe ich mich auf eine neue Trilogie von Licia Troisi gefreut und endlich ist sie da und sie ist wieder genauso gut, fesselnd, spannend und genial geschrieben, wie die ersten Trilogien der Drachenkämpferin und Schattenkämpferin.
Gemein ist nur, es hört mal wieder super spannend auf und Sie wissen ja, "Geduld ist eine Tugend" - Lesen Sie die Bücher! Einmalig gute Fantasy!!!

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50

31.03.2010

„... endlich geht es weiter ...”

von einer Kundin oder einem Kunden
...und das Warten hat ein Ende . 50 Jahre später in der > Aufgetauchten Welt < . Nach langem Frieden ist dieser in Gefahr . Es breiten sich Krankheiten aus, die alle Bewohner bedrohen .
Nur eine kann sie retten- Adhara in deren Adern Nymphenblut fließt.
Doch der Tod ist näher, als die Rettung des Reiches .
Wird Adhara es gelingen ihre Kraft und Magie einzusetzen?
Ein gelungener Auftakt zur dritten neuen Triologie um die > Aufgetauchte Welt < .
Ein Muss für weibliche Fantasyfans jeden Alters.:)

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: 9783570306543

50

09.03.2010

„Ein grandiose Auftakt”

von Silke Schröder aus Hannover (silke.schroeder@hallo-buch.de) Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Nach den beiden erfolgreichen Trilogien „Die Drachenkämpferin“ und „Die Schattenkriegerin“ setzt die junge italienische Autorin Licia Troisi ihre Erfolgsgeschichte vom „Aufgetauchten Land“ nun mit einer dritten Reihe fort: „Die Feuerkämpferin - Im Bann der Wächter“. Rund fünfzig Jahre nach „Der Schattenkriegerin“ beginnt ihre neue Fantasy-Story, in der wir nicht nur neue Helden kennen lernen, sondern auch alte Bekannte wie Dubhe, Learco, die Priesterin Theana und San, der Halbelf wieder treffen. Und auch in der „Feuerkämpferin“ schafft es Licia Troisi, uns mit einer toughen Heldin, einer temporeichen Story und vielen überraschenden Wendungen wieder ganz in ihren Bann zu ziehen. „Die Feuerkämpferin - Im Bann der Wächter“ ist der grandiose Auftakt zu einer weiteren All-Age-Fantasy-Trilogie, deren Vorgängerbände man nicht kennen muss, aber zum besseren Verständnis des Flairs dieser Geschichte nicht auslassen sollte.

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