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Stranger than Fiction

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Artikeldetails zu Stranger than Fiction

AutorChuck Palahniuk

Untertitel Wahre Geschichten

Abbildungsvermerk 19 cm

  • ISBN-103-442-54216-2
  • ISBN-139783442542161
  • Verlag Goldmann Taschenbuch
  • ReiheGoldmanns Taschenbücher
  • ÜbersetzerWerner Schmitz
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten285
  • Veröffentlicht07.07.2008
  • Gewicht234g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelStranger than fiction

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Leseprobe aus Stranger than Fiction

Eine hübsche Blondine schiebt sich den Cowboyhut in den Nacken. So kann sie dem Cowboy besser den Schwanz lutschen, ohne ihm die Hutkrempe in den Bauch zu rammen. Das geschieht auf einer Bühne in einer rappelvollen Bar. Beide sind nackt und mit Schokoladenpudding und Schlagsahne beschmiert. Das Ganze nennt sich »Co-Ed Body Painting Contest«. Ein roter Teppich auf der Bühne. Neonbeleuchtung. Die Menge grölt: »Blasen! Blasen!«
Der Cowboy sprüht der Blonden Schlagsahne in die Arschspalte und leckt sie aus. Die Blonde masturbiert ihn mit einer Handvoll Schokoladenpudding. Ein zweites Paar kommt auf die Bühne, und der Mann leckt Pudding aus der rasierten Möse der Frau. Ein Mädchen mit braunem Pferdeschwanz und Halter-Top lutscht am unbeschnittenen Schwanz eines jungen Burschen.
Die Menge singt dazu »You've lost that loving feeling«.
Als das Mädchen von der Bühne geht, kreischt eine seiner Freundinnen: »Du hast ihn abgelutscht, du miese Schlampe!«
Die Leute rauchen Zigarren, trinken Rainier Beer, trinken Schmidt's und Miller, essen frittierte Keimdrüsen von Stieren mit Ranch-Dressing. Es riecht nach Schweiß, und wenn jemand furzt, sieht der Schokoladenpudding plötzlich nicht mehr wie Schokoladenpudding aus.
Und das Rock Creek Lodge Testicle Festival fängt gerade erst an.
Wir befinden uns fünfzehn Meilen südlich von Missoula, Montana, wo sich an diesem Wochenende ebenfalls Transvestiten aus einem Dutzend Bundesstaaten treffen, um ihre Königin zu krönen. Und deshalb sind Hunderte von Christen in die Stadt gekommen, sitzen auf Klappstühlen an Kreuzungen und zeigen auf die in Miniröcken umherstolzierenden Transen und die fünfzehntausend Ledermänner, die auf schweren Motorrädern durch die Straßen brummen. Die Christen zeigen und schreien: »Dämon! Ich sehe dich, Dämon! Du kannst dich nicht verstecken!«
An diesem einen Wochenende, am ersten Wochenende im September, ist Missoula der verdammte Mittelpunkt der Welt.
In der Rock Creek Lodge erklettern die Leute die »Stair-way to Heaven«, die Bühne im Freien, und tun das ganze Wochenende nichts anderes als ... alles mögliche.
Im Osten, einen Steinwurf entfernt, hupen die Trucks auf der Interstate 90, wenn die Mädchen sich auf der Bühne mit den Beinen ans Geländer hängen und ihre rasierten Mösen in die Luft recken. Im Westen, einen halben Steinwurf entfernt, lassen die Burlington-Northern-Güterzüge ihre Sirenen ertönen und verlangsamen die Fahrt, um besser sehen zu können.
»Ich habe die Bühne mit dreizehn Stufen gebaut«, erzählt Festivalerfinder Roy Jackson. »Sie könnte jederzeit auch als Galgen dienen.«
Von ihrem roten Anstrich abgesehen, sieht die Bühne tatsächlich wie ein Galgengerüst aus.
Beim Wet-T-Shirt-Contest - um die Bühne drängen sich Biker und College-Studenten und Yuppies und Trucker, dürre Cowboys und Proleten - schwingt eine Blondine in klobigen Stöckelschuhen ein Bein übers Geländer und geht auf dem anderen tief in die Hocke, so dass die Leute sie befingern können.
Die Menge grölt: »Fotze! Fotze! Fotze!«
Eine kurzhaarige Blondine mit einem Ring in den Schamlippen nimmt dem Wet-T-Shirt-Organisator den Gartenschlauch aus der Hand. Sie duscht damit, hockt sich an den Bühnenrand und spritzt in die Menge.
Zwei Brünette saugen sich an den nassen Brüsten und knutschen wild. Eine andere Frau bringt einen Schäferhund auf die Bühne. Sie lehnt sich zurück, drückt sich die Schnauze des Hundes zwischen die Beine und kreist mit den Hüften.
Ein in Wildleder gekleidetes Paar kommt auf die Bühne und zieht sich aus. Sie kopulieren in diversen Stellungen, angefeuert vom Grölen der Menge: »Fick sie! Fick sie! Fick sie!«
Eine blonde Studentin balanciert auf dem Bühnengeländer und senkt ihre rasierte Möse langsam auf das grinsende Gesicht des Organisators, und die Menge singt dazu »London Bridge is falling down«.
Im Souvenirladen stehen nackte, von der Sonne verbrannte Leute Schlange, um Souvenir-T-Shirts zu kaufen ($11,95). Männer in schwarzen Testicle-Festival-Flipflops ($5,95) kaufen handgeschnitzte Dildos ($15,00), die hier »Montana-Spechte« heißen. Draußen auf der Bühne, unter der Sonne von Montana, verschwindet, begleitet vom Hupen und Pfeifen der Autos und Züge, ein solcher Specht in einer nackten Frau.

Kurzbeschreibung zu Stranger than Fiction

Chuck Palahniuks Welt war schon immer anders als die anderer Menschen. Die Geschichten in "Stranger than Fiction" zeigen das mal auf komische und sehr unterhaltsame, mal aber auch auf verstörende Weise. Denn hier tummeln sich Helden jenseits des Mainstream wie Marilyn Manson und Juliette Lewis; es geht um Palahniuks Erfahrungen als Montagearbeiter am Fließband tagsüber und als Fahrer für ein Hospiz die Nacht hindurch; Und auch die Geschichte der Kontaktanzeige, die zum Mord an seinem Vater führte, spart er nicht aus.


Beschreibung der Redaktion zu Stranger than Fiction

Chuck Palahniuks Welt war schon immer anders als die anderer Menschen. Die Geschichten in ?Stranger than Fiction? zeigen das mal auf komische und sehr unterhaltsame, mal aber auch auf verstörende Weise. Denn hier tummeln sich Helden jenseits des Mainstream wie Marilyn Manson und Juliette Lewis; es geht um Palahniuks Erfahrungen als Montagearbeiter am Fließband tagsüber und als Fahrer für ein Hospiz die Nacht hindurch; Und auch die Geschichte der Kontaktanzeige, die zum Mord an seinem Vater führte, spart er nicht aus. »Voller wundervoller Momente ? Palahniuks Erzählton ist unverwechselbar und wirkt vertraut ? er schreibt, als würde er einem Freund eine tolle Geschichte erzählen.« Los Angeles Times »Nur selten ist eine Sammlung von Geschichten von einem solchen Format, dass man sie als großartig bezeichnen würde. Aber ?Stranger than Fiction? ist wirklich absolut großartig.« The Seattle Times »Palahniuk ist ein Genie!« Wienerin

Autorenportrait zu Stranger than Fiction

Der amerikanische Autor Chuck Palahniuk, geboren 1962, träumte lange davon, Schriftsteller zu werden. Doch erst ein persönlicher Einschnitt in seinem Leben gab ihm schließlich den Impuls, seinen Traum zu verwirklichen. Seit seinem Überraschungserfolg »Fig

Portrait

Werner Schmitz:
Werner Schmitz wurde 2011 mit dem "Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis" ausgezeichnet. Er wurde für seine Übersetzungen zeitgenössischer amerikanischer Literatur, insbesondere für seine Übertragung der Romane Paul Austers geehrt.
Chuck Palahniuk:
Der amerikanische Autor Chuck Palahniuk, geb. 1962, träumte lange davon, Schriftsteller zu werden. Doch erst ein persönlicher Einschnitt in seinem Leben gab ihm schließlich den Impuls, seinen Traum zu verwirklichen. Seit seinem Überraschungserfolg 'Fight Club' genießt Palahniuk nicht nur bei zahlreichen Lesern Kultstatus, er hat sich mit seinen folgenden Romanen auch in die Riege amerikanischer Bestsellerautoren geschrieben. Chuck Palahniuk lebt in Portland, Oregon.

Autorenportrait

Der amerikanische Autor Chuck Palahniuk, geboren 1962, träumte lange davon, Schriftsteller zu werden. Doch erst ein persönlicher Einschnitt in seinem Leben gab ihm schließlich den Impuls, seinen Traum zu verwirklichen. Seit seinem Überraschungserfolg »Fig

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30

25.07.2010

„Kein Muss!”

von Sonja K. aus Austria
Man kann es lesen, aber es muss nicht unbedingt sein! Bei ein paar Geschichten, ging mir doch der Gedanke "Naja das war jetzt aber nicht sehr spannend!", durch den Kopf.
Sicher nett für Palahniuk-Fan´s andere könnten eher enttäuscht werden!

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30

15.06.2010

„für fans und jene, die bereits alles von palahniuk gelesen haben”

von Bahnreisender aus Wien
spannende hintergrundgeschichten zu seinen anderen büchern - diese also unbedingt vorher lesen. das buch ist etwas für palahniuk-fans, sonst könnte es ein wenig langweilig werden...

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30

26.12.2008

„Einblick ins Schriftstellerleben...”

von Kai Wolter
Stranger than fiction bietet einen großen Einblick in das Schriftstellerleben des Chuck Palahniuk. Zwischen alten Essays und Reporten und Portraits von Hollywoodbekanntheiten, die in diversen Zeitschriften veröffentlicht wurden, finden sich allerdings auch viele persönliche Fakten. Darunter auch der Mord an seinem Vater. Dieses Buch begeistert vor allen Dingen diejenigen die seine Werke bereits kennen, da viele Parallelen zwischen seinen Büchern und den Reporten aufzufinden sind. Abgeschwächt wird der Lesespaß etwas durch die teils langatmigen Reporte. (40 Seiten des Buches ist ein Bericht über drei Personen die sich ihr eigenes Schloss gebaut haben, ergo, es folgen viele Baubeschreibungen die nur Architekten oder Hobbybastler interessieren dürften...)

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