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Sterben war das Beste, was mir je geschah

Wie Schicksalsschläge ein Leben heilen können

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Artikeldetails zu Sterben war das Beste, was mir je geschah

AutorWilliam E. Hablitzel

Untertitel Wie Schicksalsschläge ein Leben heilen können

Abbildungsvermerk 22 cm

  • ISBN-103-7787-7362-3
  • ISBN-139783778773628
  • Verlag Ansata Verlag
  • ÜbersetzerMartina Kempff
  • Einbandartgebunden
  • Seiten303
  • Veröffentlicht12.01.2009
  • Gewicht522g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelDying Was the Best Thing That Ever Happened to Me

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Leseprobe aus Sterben war das Beste, was mir je geschah

Manche Augenblicke im Leben sind so überwältigend, dass sie uns auf der Stelle und für alle Zeiten verändern. Diese besonderen Momente treten allerdings allzu oft dann auf, wenn wir sie nicht wahrnehmen, weil wir mit dem erschütternden Geschehen von gestern oder mit den Plänen für morgen vollauf beschäftigt sind. Weisheit könnte darin liegen, den Tag in seiner ganzen Ergiebigkeit zu erleben und jene Augenblicke zu erkennen, denen die Kraft innewohnt, uns zu verändern. Dann können wir sie ergreifen, bevor sie im Strudel der Zeit verwirbeln und untergehen.
Wir leben in einer komplizierten und verstörenden Welt. Wir mühen uns, Naturkatastrophen ungeahnten Ausmaßes zu begreifen, unvorstellbare menschliche Grausamkeit im Namen von Religionen sowie ungeheure Heimsuchungen von Not und Mangel. Die Zeitungen, die wir lesen, die TV-Sendungen, die wir sehen, und die Musik, die wir hören, versorgen uns mit einer unversiegbaren Quelle der Angst und Sorge, aus der wir jederzeit schöpfen können. Unser Alltag ist hektisch geworden. Wir haben zu viel zu tun und zu wenig Zeit, alles Geplante zu bewältigen. Wir sind so sehr damit beschäftigt, unseren Lebensunterhalt zu verdienen, dass viele von uns, vielleicht sogar die meisten, ganz vergessen haben, wie man lebt.
Jedoch in jenen besonderen Momenten kann sich Verwirrung zu Verständnis klären, sich Angst in Frieden auflösen und sich Mangel in Überfluss verwandeln. Plötzlich trifft uns die Erkenntnis, dass uns jenes, wonach wir schon so lange fahnden, endlich gefunden hat. Den Menschen unserer Umgebung wohnt die Macht inne, es zu uns zu bringen.
Patienten vertrauen Ärzten ihr Leben an. Da geht es um Schicksale, die aus den Fäden der Spiritualität gewoben, von den Mysterien des Universums berührt werden und die voller Geschichten stecken. Diese Geschichten lehren uns das Geheimnis eines Lebens voller Sinn, Weisheit und außergewöhnlicher Reisen. Hier geht es um heilige Lektionen, viel zu kostbar, um sie in der Sterilität eines Krankenhauses und der Kälte des Behandlungszimmers versteckt zu halten. Diese Lektionen handeln von einem wundersamen Ort, und sie werfen ein Licht auf den Weg, der uns dorthin führen wird.
Die Menschen, denen Sie auf diesen Seiten begegnen werden, haben alle gelebt oder leben noch. Obwohl ich die Namen und einige Lebensumstände verändert habe, um die Privatsphäre der Betroffenen zu schützen, habe ich die Essenz ihres Seins und den Zauber, der ihrem Wesen entsprungen ist, getreu wiedergegeben. Diese Seelen haben meine eigene Reise gesegnet - und sie haben mir dabei geholfen zu begreifen, wie wichtig die kurze Zeit ist, die wir auf diesem Planeten verweilen. Ich lade Sie ein, ebenfalls von ihnen zu lernen und mich auf eine unglaubliche Reise zu einem Ort zu begleiten, den nur wenige Menschen sehen und noch weniger wirklich kennenlernen.
Eine wundersame Erfahrung wartet auf Sie!
Dr. William E. Hablitzel


Wenn der Schüler bereit ist, wird der Meister erscheinen.
ALTES BUDDHISTISCHES SPRICHWORT


Ich fing erst an zu leben, als ich zu sterben begann


Ich begann meine Karriere als Arzt in einer fremden Stadt, hatte den Schoß der Familie verlassen und war zum ersten Mal auf mich allein gestellt. Gleichzeitig beschwingt und besorgt trat ich meinen neuen Lebensweg an. Der Doktortitel passte mir wie ein Paar neue Schuhe - auf Hochglanz poliert, aber unbequem und gewöhnungsbedürftig. Wenn man mich mit "Doktor" ansprach, sah ich mich unwillkürlich nach einem richtigen Arzt um.
Obwohl die Erinnerung an das Medizinstudium noch frisch und lebendig war, schwelgte ich nicht in der Illusion, die Jahre des Studiums hätten mich angemessen auf die ärztliche Praxis vorbereitet. Ich musste noch eine Menge lernen und hatte es damit so eilig, dass es schon geradezu an Hektik grenzte.
Ich wurde Assistenzarzt und musste begreifen, dass das Lernen jetzt erst wirklich anfing. Eine andere Art des Lernens. Morgenvisite, große Visite, Nachmittagsvisite - unendliche Stunden von Visiten und Besprechungsrunden, in denen mir erfahrenere Ärzte den Umgang mit Patienten beibrachten. Die Assistenzzeit bot hinlänglich Gelegenheit zum Lernen. Doch die ausschlaggebendsten Lektionen erteilten die unwahrscheinlichsten Lehrer: die Patienten, die wir versorgten.
Ein großer Teil meiner Ausbildung fand im örtlichen Veteranen-Krankenhaus statt, VA genannt, ein großartiger Lehrort für einen Mediziner. Ein Fass ohne Boden, voller Menschen in Not. Sogar den Unerfahrensten unter uns erfasste am Ende des Tages das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben. Zudem war es auch noch ein einschüchternder Ort. Schon als wir zum ersten Mal über die Schwelle schritten, mussten wir lernen, uns unseren Frust nicht anmerken zu lassen. Dieser Moment, dieser erste Blick in das VA, wird mir für alle Zeiten im Gedächtnis eingebrannt bleiben.
Es bedurfte keinerlei Ausschilderung, um zu erkennen, dass dieses Gebäude von der Regierung entworfen worden war und von ihr geführt wurde. Man hätte schwerlich ein bedrückenderes und fantasieloseres Bauwerk ersinnen können. Mit seinen Betonquadern und den sparsam eingesetzten Fenstern hätte es auch durchaus ein Gefängnis sein können. Sogar die großen Drehtüren dienten einem Zweck - die Menschen zum schnellen Durchgehen anzutreiben. Diese Türen gingen auf eine riesige höhlenartige Halle hinaus, kein Ort, an dem man sich willkommen fühlte oder wo man sich auch nur bequem hätte hinsetzen können. Er war aufs Warten ausgerichtet und wurde dementsprechend genutzt. An den Wänden rundherum gab es Schalter. Eine Aufschrift verriet, was dahinter vor sich ging - Versicherungsdienst, Apothekendienst, Notdienst, stationäre Behandlung, ambulante Kliniken und sogar Seelsorgedienst. Reihen von Männern standen vor den Schaltern, von denen einige wohl strategisch angebracht worden waren, um besonders eindrucksvollen langen Schlangen Platz zu bieten. Der Apothekendienst, die Versicherung und die ambulante Registrierung erfreuten sich besonderer Beliebtheit: Hier warteten Hunderte von Männern auf diesen einen Augenblick der Individualität. Enge Reihen stapelbarer Plastikstühle beherrschten den Mittelpunkt der Halle. Das Ganze erinnerte eher an einen Busbahnhof als an ein Krankenhaus. Auf diesen Stühlen warteten die Veteranen darauf, sich endlich in einer Schlange anstellen zu dürfen.
Ich benötigte bei meinem Antrittsbesuch einige Minuten, um diese Szene verdauen zu können. Innerhalb der offenen Drehtür blieb ich einfach stehen, vermutlich mit aufgerissenem Mund. Und es war nicht das letzte Mal an jenem Tag, dass ich mich fragte, ob es wirklich klug gewesen war, den Weg einzuschlagen, der mich hierher geführt hatte.

Kurzbeschreibung zu Sterben war das Beste, was mir je geschah

»Ich lernte zu leben, als mein Sterben begann.« Ein Patient, der ins Leben zurückkehrte


Schwere Krankheit ist immer großes Leiden - dass sie für viele Menschen aber auch ein machtvoller Impuls für innere Einkehr, ja vollständige Umkehr sein und zu einer gänzlich neuen Lebenseinstellung führen kann, erlebte der Arzt Dr. William Hablitzel. Mitreißend und berührend erzählt er hier davon: inspirierende Geschichten der Heilung und der Weisheit.


Es sind die beglückendsten und die niederschmetterndsten Momente unseres Lebens, die jeder Arzt in seiner täglichen Arbeit hautnah miterlebt. Und nicht selten wird er dabei zum Zeugen der erstaunlichen Wandlungsfähigkeit des Menschen: meistens dann, wenn ein Patient aus unfreiwilliger Begegnung mit der eigenen Vergänglichkeit plötzlich die innere Kraft für einen wirklichen Neubeginn schöpft.


Das wahrhaft Tröstliche an diesen überaus lebendig und spannend erzählten Berichten ist: Jeder von uns könnte sie erlebt haben - oder eines Tages sich selbst in einer ganz ähnlichen Situation wiederfinden. Und dass hinter aller Dramatik des Geschehens die heilende Kraft von Humor und Herzenswärme sichtbar wird, die ein unsichtbares, starkes Band der Menschlichkeit um alle Beteiligten legt.


Autorenportrait zu Sterben war das Beste, was mir je geschah

Der Internist ist als Dozent für klinische Medizin am „University of Cincinnati College of Medicine“ tätig. Neben seinen akademischen Verpflichtungen unterhält er eine Privatpraxis und unterstützt eine kostenlose Klinik auf dem Land. Wenn er nicht gerade

Portrait

Martina Kempff:
Mehr als die Hälfte ihres Lebens hat die Diplomatentochter Martina Kempff im Ausland verbracht. Sie wuchs in San Francisco, Berlin und Helsinki auf, machte ihr Abitur im Internat Schloss Plön und zog nach einem Zeitungsvolontariat in Neumünster nach Berlin. Dort arbeitete sie als Redakteurin bei verschiedenen Zeitungen.
Nach einigen Monaten bei der "Bunten" gab sie die Festanstellung zugunsten eines freien Lebens auf und siedelte nach Griechenland über. Sie lernte Griechisch und lebte acht Jahre lang auf Paros und Mykonos. Mit ihrem holländischen Lebensgefährten zog sie danach nach Amsterdam, wo sie Niederländisch lernte und sich als Übersetzerin eine Lebensgrundlage schuf. Sie arbeitet auch weiterhin als Journalistin, zum Beispiel für "Focus" und betreut die deutsche Ausgabe einer niederländischen Zeitschrift. Aber ihr Herz hängt am Geschichtenerzählen. Ihr erster historischer Roman "Die Marketenderin" war ein großer Erfolg.
William E. Hablitzel:
Der Internist ist als Dozent für klinische Medizin am University of Cincinnati College of Medicine tätig. Neben seinen akademischen Verpflichtungen unterhält er eine Privatpraxis und unterstützt eine kostenlose Klinik auf dem Land. Wenn er nicht gerade Patienten behandelt oder lehrt, zieht es den Autor zu den Hügeln des südlichen Ohio, wo er Vögel beobachtet, die Natur fotografiert und die Stille genießt.

Autorenportrait

Der Internist ist als Dozent für klinische Medizin am „University of Cincinnati College of Medicine“ tätig. Neben seinen akademischen Verpflichtungen unterhält er eine Privatpraxis und unterstützt eine kostenlose Klinik auf dem Land. Wenn er nicht gerade

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