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"Sie brauchen die Gebärmutter ja nicht mehr..." - Frauen berichten über Gebärmutterentfernung und die Folgen

"Sie brauchen die Gebärmutter ja nicht mehr..." - Frauen berichten über Gebärmutterentfernung und die Folgen

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Artikeldetails zu "Sie brauchen die Gebärmutter ja nicht...

AutorJohanna Vedral

  • ISBN-103-640-13022-7
  • ISBN-139783640130221
  • Verlag GRIN Verlag
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten84
  • Auflage1.
  • Veröffentlicht12.08.2008
  • Gewicht132g
  • SpracheDeutsch

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Kurzbeschreibung zu "Sie brauchen die Gebärmutter ja nicht...

Dokument aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie, Note: keine, keine, 113 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Für meine Diplomarbeit im Fach Psychologie befragte ich Frauen, die sich ihre Gebärmutter herausoperieren hatten lassen. Ich wollte wissen, welche subjektiven Theorien Frauen zur Bedeutung dieses wichtigen weiblichen Organs haben: wie es zu dem Entschluss zu einer Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) kam, wie sie die Operation erlebt haben, wie es ihnen nach der Operation erging, was das für ihre Sexualität und Partnerschaft bedeutete und was sie aufgrund ihrer Erfahrungen betroffenen Frauen raten.

Das Thema Hysterektomie drängte sich mir geradezu auf - in Wartezimmern von Ärzten, im Autobus, sogar an der Supermarktkasse hörte ich Frauen über Gebärmutteroperationen sprechen.

Die Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) ist eine der häufigsten Operationen bei Frauen über 40.
In Deutschland werden pro Jahr etwa 150.000 Gebärmutterentfernungen durchgeführt, meist wegen Blutungsstörungen oder Myomen: 70 bis 90 Prozent der Gebärmutterentfernungen wären aber unnötig, sagt der Gynäkologe Dr. Möller. Er ist einer der deutschen Gynäkologen, die derartige Beschwerden gebärmuttererhaltend operieren, d. h. wenn eine Gebärmutterentfernung notwendig ist, bietet er Methoden an, bei denen nur jener Teil der Gebärmutter entfernt wird, der die Beschwerden verursacht. Dadurch werden die Senkungsbeschwerden, die gewöhnlich in Folge einer Gebärmutterentnahme auftreten, nämlich Harninkontinenz oder sexuelle Probleme, weitgehend vermieden.

Ich wollte wissen, was Frauen dazu bewegt, sich ein so wichtiges Organ abschwatzen und wegoperieren zu lassen. Ich wollte wissen, was diese Frauen mit einer Operation loswerden bzw. gewinnen wollten. Am Anfang dieser Arbeit nahm ich an, dass die Hysterektomie einen Versuch darstellte, etwas in Ordnung zu bringen, das mit dem eigenen Frausein zu tun hat - ein Versuch, Probleme auf der körperlichen Ebene zu lösen, wobei die Gebärmutter stellvertretend für etwas /jemand steht, von dem frau sich trennen will/ muss.

Nach Abschluss dieser Arbeit sehe ich die Gebärmutter nicht mehr nur als Projektionsfläche für Probleme, sondern vor allem als Chance, eine eigene, ganz subjektive Definition von Weiblichkeit zu finden:

Beschreibung der Redaktion zu "Sie brauchen die Gebärmutter ja nicht...

"Für meine Diplomarbeit im Fach Psychologie befragte ich Frauen, die sich ihre Gebärmutter herausoperieren hatten lassen. Ich wollte wissen, welche subjektiven Theorien Frauen zur Bedeutung dieses wichtigen weiblichen Organs haben: wie es zu dem Entschluss zu einer Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) kam, wie sie die Operation erlebt haben, wie es ihnen nach der Operation erging, was das für ihre Sexualität und Partnerschaft bedeutete und was sie aufgrund ihrer Erfahrungen betroffenen Frauen raten.
In Deutschland werden pro Jahr etwa 150.000 Gebärmutterentfernungen durchgeführt, meist wegen Blutungsstörungen oder Myomen: 70 bis 90 Prozent der Gebärmutterentfernungen wären aber unnötig, sagt der Gynäkologe Dr. Möller. Er ist einer der deutschen Gynäkologen, die derartige Beschwerden gebärmuttererhaltend operieren, d. h. wenn eine Gebärmutterentfernung notwendig ist, bietet er Methoden an, bei denen nur jener Teil der Gebärmutter entfernt wird, der die Beschwerden verursacht. Dadurch werden die Senkungsbeschwerden, die gewöhnlich in Folge einer Gebärmutterentnahme auftreten, nämlich Harninkontinenz oder sexuelle Probleme, weitgehend vermieden.
Ich wollte wissen, was Frauen dazu bewegt, sich ein so wichtiges Organ abschwatzen und wegoperieren zu lassen. Ich wollte wissen, was diese Frauen mit einer Operation loswerden bzw. gewinnen wollten. Am Anfang dieser Arbeit nahm ich an, dass die Hysterektomie einen Versuch darstellte, etwas in Ordnung zu bringen, das mit dem eigenen Frausein zu tun hat - ein Versuch, Probleme auf der körperlichen Ebene zu lösen, wobei die Gebärmutter stellvertretend für etwas /jemand steht, von dem frau sich trennen will/ muss.
Nach Abschluss dieser Arbeit sehe ich die Gebärmutter nicht mehr nur als Projektionsfläche für Probleme, sondern vor allem als Chance, eine eigene, ganz subjektive Definition von Weiblichkeit zu finden ..."

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