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Riskant

Roman. Deutsche Erstausgabe

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Artikeldetails zu Riskant

AutorCindy Gerard

Untertitel Roman. Deutsche Erstausgabe

Abbildungsvermerk 18,5 cm

  • ISBN-103-442-36962-2
  • ISBN-139783442369621
  • Verlag Blanvalet
  • ReiheBlanvalet Taschenbücher
  • ÜbersetzerIngrid Klein
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten383
  • Veröffentlicht11.08.2008
  • GenreRoman
  • Gewicht302g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelOver the Line (Bodyguards 04)

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Leseprobe aus Riskant

Sonnabend, 17. Juni, Reliant Astrodome, Houston, Texas


Achtundsechzigtausend tobende, fluchende Kampftrinker und Wrestling-Fans mischten die Arena auf mit ihren Sprechchören »Death Mask! Death Mask!« und »Bull! Bull! Bull!«.
Genau bekam Jase es nicht mit. Aber eigentlich war es ihm auch schnuppe. Er gehörte nicht zu den Kassenmagneten wie Death Mask oder The Bull. Tatsächlich hatte er es gerade eben geschafft, überhaupt ins Programm aufgenommen zu werden. Und auch nur ins Rahmenprogramm. Als die eine Hälfte des Aufwärmkampfes - Veteran Bruiser Cahill gegen Neuling Ex-US-Army-Ranger Jason »Plowboy« Wilson - für eine Menge, die wild war auf Schlägereien und Muskeln und Blut.
Jase konnte ihnen alles drei bieten. Obgleich es um eines davon im Moment weniger gut bestellt war. Aus seiner Nase ergoss sich Blut wie aus einer Benzinpumpe.
»Du meine Güte, nun mach mal halblang, okay?«, brummte er, als Cahill - hundertdreißig Kilogramm mit Anabolika aufgepumptes Fleisch und abstoßende Körperbehaarung - ihn mit einem Nelson umklammerte und auf der stinkenden Matte festnageln wollte.
»Was'n los, du Held?«, höhnte Cahill. Sein Mundgeruch war übel, sein Körpergeruch noch übler, geradezu eine Beleidigung, als er den Nelson verstärkte. »Haste dich übernommen mit mir? Verdammt. Ihr Ex-Army-Ranger-Typen seid doch alle gleich. Haltet euch für taff. Seid aber bloß Weicheier und Schlappschwänze.«
Okay. Das reichte. Jetzt war endgültig Schluss mit lustig. Jase hatte jetzt gut zehn Minuten Cahills Scheiß ertragen. Er hatte sich bereitwillig verarschen lassen - Teufel auch, ein Dollar war ein Dollar, und diese Nummer sorgte für einen vollen Magen -, aber die Army beleidigen? Die Rangers beleidigen? Kam nicht in Frage.
Cahill mochte gut und gern einen Zentner schwerer sein als er, aber Tatsache war, dass ein Großteil von Cahills Muskeln aus reiner Einbildung bestand. Jase war smarter. Er war schneller. Und fiese Tricks hatte er allemal mehr drauf als der Wrestling-Veteran.
»Du kannst einfach nicht die Klappe halten, was, Cahill?«, brummte Jase und wusste, dass er gleich etwas tun würde, was ihn vermutlich sein Honorar kostete. Es war ihm scheißegal. Dieses Arschloch zusammenzufalten war es allemal wert.
Ein schneller Kick, ein herzhafter Biss in Cahills Unterarm, und Jase war hoch von der Matte und hockte auf Bruisers Rücken wie ein Affe auf einer Drehorgel.
Die Menge toste, buhte und schmiss Pappbecher mit pissewarmem, schäumendem Bier in den Ring. Cahill brüllte und kam taumelnd auf die Füße. Jase hing wie ein Klammeraffe an ihm, ein Unterarm um Cahills Kehle gepresst, der andere über Mund und Nase, so dass der alte Knacker keine Luft bekam.
Bruiser torkelte durch den Ring, versuchte Jase abzuschütteln. Er schlug wild nach seinen Händen, aber Jase hielt sie fester verschlossen als ein Wrestling-Veranstalter seine Brieftasche. Dem Ersticken nahe, fiel Bruiser wieder auf die Knie; Jase nutzte diesen Schwung nach unten aus, um ihn auf den Rücken zu drehen, in den Schwitzkasten zu nehmen und festzunageln. In weniger als dreißig Sekunden war es vorbei.
Vorbei. Erledigt. Neuer Champion von Wen-interessiert-das-kommen-wir-zur-Hauptattraktion.
»Ich bring dich um!«, schrie Bruiser wie ein wildgewordenes Tier, als er taumelnd auf die Füße kam, begleitet von den Schmährufen einer wütenden Menge, die nicht nur was sehen wollte für ihr Eintrittsgeld, sondern, im Gegensatz zu einigen Trotteln, die auf Jase gesetzt hatten, ihr hartverdientes Geld auf den Sieg von Bruiser gewettet hatten.
Eins zu null für die Trottel.
»Ich bring dich um, du kleiner Scheißer!«, brüllte Bruiser wieder.
Jase kletterte durch die Seile und sprang vom Ring auf den Boden der Arena. »Nichts als leere Versprechungen«, brummte er und wich einem Plastikbecher aus, als er auf den Umkleideraum hinter der Bühne zumarschierte, während ihm Blut gemischt mit Bier übers Gesicht tröpfelte.
Auf die eine oder andere Weise hatte Jase, bescheuert wie er war, selbst versucht, sich umzubringen, seit er sich vor sechs Monaten von den Rangers verabschiedet hatte. Und er hatte sich redlich Mühe dabei gegeben; dieser getürkte Wrestling-Auftritt war sein jüngster Versuch. So dass er ernstlich bezweifelte, dass Bruiser Cahill gelang, was er selbst bisher nicht geschafft hatte.
Als er die Tür zum Umkleideraum aufriss, wurde ihm sein Army-Matchsack vor den Latz geknallt. Er fing ihn auf, dann hob er seine bluttriefende Nase und blickte in die Augen von Clem Lamont, dem Promoter der Veranstaltung in Houston.
Lamont sah aus, als wäre ihm beim Kauen seiner Nägel einer in der Kehle stecken geblieben. Sein normalerweise käsebleiches Gesicht war knallrot. Seine blutunterlaufenen grauen Augen traten hervor. Eine Ader auf seiner Stirn pochte mordsmäßig.
»Du dämlicher Scheißkerl!«, brüllte Lamont.
Jase hob eine Hand, legte aber nicht sonderlich viel Ehrgeiz in diese entschuldigende Geste. »Ja, ja, ich weiß. Ich sollte verlieren.«
»Du bist der größte Verlierer, den ich kenne, Arschloch. Und du hast es gerade wieder bewiesen. Das war's. Erledigt! Du kriegst nie wieder einen Auftritt in diesem Geschäft.«
»Mein Leben ist zerstört«, sagte Jase gelangweilt. »Wie soll ich nur ohne meine Träume weiterleben?«
»Weißt du, was dein Problem ist?« Krachend sauer lockerte Lamont seine Schultern in dem dunkelblauen Jackett aus Rohseide. »Du bist ein Klugscheißer. Ich habe dich gefördert, Junge. Gefördert! Ich habe viel riskiert, als ich dich engagiert habe. Einen Unbekannten. Gehirnamputierten.«
Letzteres hatte Lamont ganz richtig erfasst. Jase musste den Verstand verloren haben, zu glauben, dass er der Richtige wäre für diese Nebenshow. »Ich dusche nur kurz und zieh dann Leine.«
»Du wirst einfach nur verschwinden, verdammt nochmal! Die Dusche kannste vergessen. Jungs.« Lamont trat beiseite, als die Sicherheitscrew - Matt, Jeff und Leon, drei Betonblöcke auf Beinen, deren Fingerknöchel beim Gehen über den Boden schrammten - auf Jase zuschlenderte, die Fäuste geballt, die Miene finster.
»Dein Scheiß ist im Matchsack«, fügte Lamont hinzu und ging kopfschüttelnd seiner Wege.
»Und der Scheck ist in der Post, richtig?«
Über die Schulter zeigte Lamont Jase einen Vogel. Sollte er noch etwas gesagt haben, hatte Jase es nicht mitgekriegt. Trotzdem schnallte er die Botschaft, als Matt und Leon ihn bei den Armen packten und nach draußen geleiteten.
Jase lehnte sich an die Mauer, als Jeff ihm die Außentür vor der Nase zuschlug. Er beglückwünschte sich selbst und atmete tief eine Luft ein, die nicht nach Blut, Schweiß und Bier roch. Stattdessen füllten Autoabgase, texanischer Staub und ein beißender Geruch - Kehrseite eines über vierzig Grad heißen Tages - seine Lungen. Dennoch, es war eine Verbesserung.
Eine Stunde später lag er flach auf dem Rücken auf einem billigen Motelbett und starrte an die Decke. Ein Neonlicht blinkte an und aus durch das schmutzige Fenster. Eine Kakerlake krabbelte über die rissige Wand.
Im Gegensatz zu der Kakerlake war er allein - kein besonders angenehmer Platz für einen Mann, der alles andere als ein Einzelgänger war.
Und er hatte die Einsamkeit verdammt satt. Zugleich war er sich des ehrlichen Gefühls, das er in den letzten leeren Monaten zugelassen hatte, plötzlich zutiefst bewusst: Scham.
Er schämte sich schrecklich.
Also das war aus ihm geworden. Ein Loser. Ein Schläger. Ein falscher Gladiator, der nicht mal einen Kampf verlieren konnte, wofür er schließlich bezahlt worden war.
Wie hatte das geschehen können? Wie hatte das aus einem waschechten Farmerjungen aus Clear Creek, Iowa, der zu Verantwortlichkeit und Integrität erzogen worden war, werden können? Wie hatte aus einem Jungen, dessen Traum es gewesen war, Polizist zu werden, eine Witzfigur werden können? Wie hatte ein Afghanistan- und Irak-Veteran, ein dekorierter US-Army-Ranger - Hooah! - so tief sinken können?

Rezensionen der Redaktion zu Riskant

"Atemlose Spannung von der ersten bis zur letzten Seite!" (New York Times)

Kurzbeschreibung zu Riskant

Fesselnder Thrillerstoff für heiße Lesenächte!


Die Rocksängerin »Sweet Baby Jane« Perkins ist kurz davor, ganz oben in der Musikszene mitzumischen. Aber die Angst nagt an ihren Nerven, denn irgendjemand stellt ihr auf Schritt und Tritt nach. Schließlich sucht sie Schutz - in den starken Armen von Jason Wilson, ihrem attraktiven Leibwächter von der Agentur E.D.E.N.. Und Jason muss sich entscheiden, wie weit er gehen würde, um die Frau zu schützen, die er liebt ...


Der vierte Roman um die attraktiven Bodyguards von der Agentur E.D.E.N.: Spannung pur!


Autorenportrait zu Riskant

In den USA bereits vielfach preisgekrönt und millionenfach geliebt für ihre warmherzigen Liebesromane, hat Cindy Gerard mit ihrer Serie über die Bodyguards der Sicherheitsagentur E.D.E.N. den internationalen Siegeszug auf die Bestsellerlisten begonnen. Ih

Portrait

Cindy Gerard:
In den USA bereits vielfach preisgekrönt und millionenfach geliebt für ihre warmherzigen Liebesromane, hat Cindy Gerard mit ihrer Serie über die Bodyguards der Sicherheitsagentur E.D.E.N. den internationalen Siegeszug auf die Bestsellerlisten begonnen. Ihr Markenzeichen: Romane mit Leidenschaft, Hochspannung und Humor. Cindy Gerard lebt mit ihrem Ehemann und ihren Kindern in Iowa.

Autorenportrait

In den USA bereits vielfach preisgekrönt und millionenfach geliebt für ihre warmherzigen Liebesromane, hat Cindy Gerard mit ihrer Serie über die Bodyguards der Sicherheitsagentur E.D.E.N. den internationalen Siegeszug auf die Bestsellerlisten begonnen. Ih

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40

17.09.2009

„Nette Fortsetzung!”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Engelskirchen
Nette Fortsetzung der E.D.E.N.-Reihe. Die Geschichte liest sich einfach und locker und die Figuren sind schön beschrieben. Den spannenden Teil in diesem Roman fand ich persönlich zwar an den Haaren herbeigezogen und ein wenig "too much", aber nun gut... Die Autorin wollte es so... Die Liebesgeschichte zwischen Janey und Jason war nett und sehr gefühlvoll geschrieben, auch wenn nicht auf jeder zweiten Seite ge..... wurde. Schön fand ich auch, dass die anderen E.D.E.N.-Stars wieder auftauchten und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung der Reihe.

Für Neulinge: Es ist nicht zwingend notwendig alle Teile zu lesen, oder auf die Reihenfolge zu achten,

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50

06.09.2008

„Die lang erwartete Fortsetzung der Bodyguard Serie”

von Marinas Bücherwelt
Jason Wilson sucht nach einer enttäuschten Liebe und nachdem er dem Krieg den Rücken gekehrt hat, einen neuen Lebenssinn. Da bietet ihm sein Freund Nolan einen Job als Bodyguard an: Jason soll die Rocksängerin Sweet Baby Jane beschützen. Den ihre aktuelle Tour wird von einer Mordserie überschattet und sie wird von einem verrückten Fan bedroht. Obwohl Janey zuerst nicht davon überzeugt ist, das Jason sie ausreichend beschützen kann, da er noch sehr jung wirkt, doch schon bald hat sie der smarte Mann nicht nur von seinen beruflichen Fähigkeiten überzeugt.

Der vierte Teil der Bodyguard Serie garantiert von der erste Seite an großes Lesevergnügen. Besonders gefallen hat mir, dass Jason nicht der typische Held ist, sondern eher jungenhaft wirkt. Doch dann Janey lernt Jason besser kennen und sie entwickeln Gefühle füreinander. Ein schönes romantisches Lesevergnügen mit ausreichend Spannung.

Teil 1: Wer den Tod begrüßt
Teil 2: Wer das Feuer sucht
Teil 3: Wer die Gefahr liebt

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