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Nächtliche Vorkommnisse

Nächtliche Vorkommnisse

Roman

buch
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Artikeldetails zu Nächtliche Vorkommnisse

AutorWilliam Gay

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 21 cm

  • ISBN-103-7160-2605-0
  • ISBN-139783716026052
  • Verlag Arche Verlag
  • ÜbersetzerJoachim Körber
  • Einbandartgebunden
  • Seiten286
  • VeröffentlichtMärz 2009
  • Gewicht412g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelTwilight

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Kurzbeschreibung zu Nächtliche Vorkommnisse

„Die Toten wurden auf einer strohbedeckten Pritsche zur Schau gestellt.
Also der Schlag soll mich treffen, sagte ein dicker Mann. Er zeigte auf eine blutige Masse krauser Haare. Kannst du dir denken, warum der Killer auch den Hund getötet hat? Das hab ich mich auch schon gefragt, sagte Sandy. Ich glaub, es war einfach nichts anderes zum Töten mehr übrig.“

So beginnt dieses ungeheuerliche Buch, das Stephen King zur besten Neuerscheinung des vergangenen Jahres kürte. Die Geschichte spielt 1951 in einem Kaff in Tennessee: Den Geschwistern Corry und Kenneth Tyler stockt der Atem, als sie herausfinden, was Bestattungsunternehmer Fenton Breece mit dem Leichnam ihres Vaters angestellt hat. Sie beschließen, Breece zu erpressen. Woraufhin der Bestatter einen Mann anheuert, ihm die Geschwister Tyler vom Hals zu schaffen. Dieser Mann achtet kein Gesetz, hat kein Gewissen und kennt nur ein Mittel: Gewalt. Eine Hetzjagd ohne Erbarmen beginnt - quer durch ein nächtliches Niemandsland, in dem sich die Abgründe versehrter Seelen öffnen.

Mit Nächtliche Vorkommnisse hat William Gay ein beunruhigendes Werk von verstörender Schönheit geschaffen, in dem der ewige Kampf zwischen Gut und Böse nur eine Gewissheit birgt: Am Ende eines jeden Tages lauert die Dunkelheit.

Autorenportrait zu Nächtliche Vorkommnisse

William Gay, geboren 1943, lebt in den Wäldern von Tennessee. Er arbeitete als Schreiner und Maler, bis 1999 sein erster Roman Provinzen der Nacht erschien, mit dem er sich zwischen William Faulkner und Cormac McCarthy einreihte und seinen Ruf als einer der herausragenden Vertreter der Southern Gothic-Literatur begründete. Nächtliche Vorkommnisse ist sein jüngstes Werk.

Joachim Körber, Jahrgang 1953, arbeitet als Übersetzer und Verleger und hat u.a. Werke von Tad Williams, Dan Simmons und Stephen Kings Opus Magnum Es ins Deutsche übertragen. Er lebt in Bellheim.

Portrait

Joachim Körber:
Joachim Körber wurde 1958 in Karlsruhe geboren. 1978/79 machte er sich als freier Übersetzer selbstständig. 1984 gründete Körber nach amerikanischem Vorbild zusammen mit Thomas Bürk (der 1993 ausschied) und Uli Kohnle den Verlag Edition Phantasia, um Science Fiction, Horror und Fantasy in gediegenen, numerierten, häufig illustrierten und von den Autoren und Illustratoren handsignierten Ausgaben auf den Markt zu bringen. 1998 erschien sein erster Roman. Daneben war Körber mehrfach in der Rubrik "Bester Übersetzer" für den Kurd Laßwitz Preis nominiert.
William Gay:
William Gay, geboren 1943, lebt in Tennessee und gilt in den USA schon lange als einer der herausragenden Vertreter der Southern-Gothic-Literatur.

Autorenportrait

William Gay, geboren 1943, lebt in den Wäldern von Tennessee. Er arbeitete als Schreiner und Maler, bis 1999 sein erster Roman Provinzen der Nacht erschien, mit dem er sich zwischen William Faulkner und Cormac McCarthy einreihte und seinen Ruf als einer der herausragenden Vertreter der Southern Gothic-Literatur begründete. Nächtliche Vorkommnisse ist sein jüngstes Werk.

Joachim Körber, Jahrgang 1953, arbeitet als Übersetzer und Verleger und hat u.a. Werke von Tad Williams, Dan Simmons und Stephen Kings Opus Magnum Es ins Deutsche übertragen. Er lebt in Bellheim.

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50

08.05.2011

„Der Mensch, dieses Raubtier!”

von einer Kundin oder einem Kunden
"Kannst du dir denken, warum er auch den Hund getötet hat?"
"Ich glaub, es war einfach nichts anderes zum Töten mehr übrig."

Fenton Breece ist Bestatter, von weltmännischer Eleganz, der die Frauen mochte (deren Tod er genüsslich herbeisehnte). Ein unbeliebter Paradiesvogel und abstoßender Kerl. "Ich bin derjenige, der zuletzt lacht, denn irgendwann landet ihr alle auf meinem Edelstahltisch."
Tyler und seine Schwester, den Vater gerade zu Grabe getragen, sind misstrauisch. Nachts auf dem Friedhof finden sie ihre Vorahnungen auf grausame Art bestätigt. Der Vater lag ohne Sarg unter der Erde begraben, nackt und verstümmelt. Nach anfänglichem Schock wittern sie fette Beute und erpressen den Übeltäter.
Breece lässt sich das nicht gefallen und engagiert Granville Sutter. Ein kaltblütiger Mörder von unnachgiebiger Härte. "Ermordete H*ren aus Memphis entsprachen nicht seinen hohen Anforderungen."
Eine albtraumhafte, verzweifelte und hoffnungslose Hetzjagd durch das wäldliche Labyrinth beginnt.

In NÄCHTLICHE VORKOMMNISSE gerät die Welt aus den Fugen. In dramatischen Verwicklungen nimmt sie ohne Gerechtigkeit und Logik ihren Lauf.
Gays Helden sind scheinbar fremdartige Geschöpfe und doch nichts anderes als Menschen, diese Raubtiere!
Und dessen wechselhafte ureigene Eigenschaften. Rache, Habgier, der unstillbare Hunger nach Macht: Symbole für die dunkelsten Perversionen.

Ein Buch wie ein Faustschlag in die Magengrube. Da bleibt einem das Liedchen, dass man grad auf seiner Mundharmonika bläst, im Halse stecken!

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50

29.05.2010

„Kraftvoll, verstörend, erbarmungslos”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein Bestatter mit einer grausigen Leidenschaft, ein Geschwisterpaar, das ihm auf die Schliche kommt und ein skrupelloser Killer, der auf die beiden angesetzt wird. Es beginnt eine erbarmungslose Hetzjagd durch die Wildnis Tennessees – brutal, blutig und barbarisch. Dieser Roman ist so kalt und dunkel wie die Nacht, in welcher der Großteil der Handlung spielt. Mit kraftvoll poetischer Sprache, mal verstörend, mal gefühlvoll, fesselt und überrascht dieser Thriller von der ersten bis zur letzten Seite.

Dieses Buch ist keine leichte Kost – gerade deshalb lohnt es sich!

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50

17.11.2009

„Beklemmende Vorkommnisse...”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Dass dieses Buch polarisiert, wie man an den aufschlußreichen Kundenrezensionen schnell erkennt, ist mehr als nachvollziehbar. Es ist einerseits sehr brutal, archaisch und düster, andererseits stellenweise zart und poetisch im Ton.Was hier passiert ist Altes Testament pur, - die Sprache allerdings ist eher Neues Testament. Heraus kommt ein Buch, das im Fegefeuer der amerikanischen Provinz in den 50iger Jahren spielt, ein Buch, welches mich gleichermaßen verstört wie begeistert hat. Schwere Kost, aber gute Kost. Ich glaube, man kann dieses Buch nur lieben oder hassen; ich gehöre zur ersten Fraktion! William Gay auf Seite 184: "Es stimmt, dass diese Welt Geheimnisse birgt, die man nicht wissen möchte. Anblicke, die einem das Augenlicht nehmen würden." Gay beschreibt sie. 'Winter in Maine' von Gerard Donovan wird zur Zeit zu Recht hochgelobt; es ist aus dem gleichen Holz geschnitzt wie 'Nächtliche Vorkommnisse'. William Gay ist allerdings noch komplexer und dabei weitaus kompromissloser in seiner Konsequenz. Nutzen Sie die kommenden trüben und kalten Tage und lesen Sie dieses Buch und bilden sich Ihre eigene Meinung. Es lohnt, so oder so.

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10

14.06.2009

„Nächtliche Bekümmernisse”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Alcocebre
Waldbrandgefahr. Positive Besprechung im Spiegel – wie kam die bloß zustande? Stephen Kings Vorschlag für das Buch des Jahres – einfach nur gruselig. Die Kritik etlicher Rezensenten leider nicht nachvollziehbar – haben sie das Buch wirklich gelesen?
Gay mit Cormac McCarthy vergleichen zu wollen, und ihm noch dazu so etwas wie eine Nähe zur Southern Gothic zu unterstellen, ist genauso grauenhaft wie die Meinung, Gays Buch sei spannend, literarisch hochwertig, und er habe sich einer ausgesprochen anspruchsvollen Sprache bedient.
Mein Eindruck ist eher, dass dem einsamen Waldschrat William Gay irgendwann und irgendwo ein großer Ast auf den Kopf gefallen sein muss, der nicht nur sein Sprachzentrum erheblich gestört hat. Eine krude, simple, langweilige Story, handwerklicher Sprachmüll, durchsetzt mit wirren und unpräzisen Metaphern, der die dichterische Freiheit übelst konterkariert, und die ich nur unter Schmerzen bis zu Ende gelesen habe. Das einzige was hervorzuheben ist: Die geschickte PR Strategie des Verlages, der auch ich zum Opfer gefallen bin.

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50

03.06.2009

„Brutalität in schönen Worten”

von Thomas Zörner aus Lentia Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Auf William Gay wurde ich aufmerksam durch seine recht eigenwillige Wohnortbeschreibung "in den Wäldern". Recht sympathisch sah der Mann auch nicht aus, aber ganz anders offenbarte sich dann sein Roman "Nächtliche Vorkomnisse".
Das Buch erzählt die Geschichte eines Geschwisterpaares, das dem städtischen Totengräber auf die Schliche kommt, welcher die Toten wieder ausgräbt und nicht nur obszön neu drapiert, sondern oftmals regelrecht mit ihnen lebt. Der Versuch den Perversen zu erpressen geht aber nach hinten los, als dieser einen stadt- und umfeldbekannten Mörder, der sich immer wieder aus der Schlinge ziehen konnte, anheuert um das Beweismaterial wieder zu beschaffen.
Die Story von William Gays Zweitwerk klingt wie eine Mischung aus Thriller, Abenteuer und Horror und ungefähr so präsentiert sich der Roman auch, nur dass sich der Autor einer ausgesprochen anspruchsvollen Sprache bedient. Oft geht es hart her in den Wäldern, aber selbst diese Passage meistert Gay ohne beim Leser Ekel aufkommen zu lassen. Außerdem nutzt der Autor einige interessante Stilmittel, z.b. lässt er manche Passagen, die der Charakterzeichnung dienen, von Unbekannten erzählen, die aus der Ichperspektive Ereignisse rekonstruieren.
William Gays "Nächtliche Vorkomnisse" ist ein überaus spannendes und literarisch hochwertiges Buch, das in einem Atemzug mit Klassikern wieCormac McCarthys "Kein Land für alte Männer" genannt werden kann.

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