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Europäisches Konzert und nationale Bewegung (1830-1878).  Band 6

Europäisches Konzert und nationale Bewegung (1830-1878). Band 6

Internationale Beziehungen

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Artikeldetails zu Europäisches Konzert und nationale Bewegung...

AutorWinfried Baumgart

Untertitel Internationale Beziehungen

Abbildungsvermerk m. zahlreiche Ktn, Abbildungen und Tab.

  • ISBN-103-506-73726-0
  • ISBN-139783506737267
  • Verlag Ferdinand Schoeningh
  • Einbandartgebunden
  • Seiten606
  • Auflage2. durchges. u. erg. Auflage
  • VeröffentlichtAugust 2007
  • Gewicht1165g
  • SpracheDeutsch

Kurzbeschreibung zu Europäisches Konzert und nationale Bewegung...

Mit dem Jahr 1830 beginnt der Band: dem Jahr der Julirevolution in Frankreich,die eine Welle von nationalen Revolutionen in Mitteleuropa auslöste. Spätestensvon da an erwies sich das friedliche Tableau der internationalen Restaurationund Reaktion - das 'Metternichsche System' vollends als brüchig.1878 alsSchlußpunkt des Bandes markiert das Ende der orientalischen Krise, die1875 auf dem Balkan einsetzte und nach dem türkisch-russischen Krieg 1877auf dem Berliner Kongreß vorläufig gelöst wurde. Der erste Teil des Bandesbehandelt die bewegenden Kräfte im 19. Jahrhundert, soweit sie die internationalenBeziehungen prägten: die Bevölkerungsexplosion; der Siegeszug der Industrialisierung;der Nationalismus. Nach diesen dynamischen Kräften werden die handelndenInstitutionen im multilateralen Beziehungsgeflecht untersucht: die Außenministerienund der diplomatische Dienst der fünf europäischen Großmächte; sodann diePrinzipien, mit denen diese Großmächte ihre Beziehungen untereinander gestalteten,nämlich das 'Gleichgewichtsprinzip' und das 'Europäische Konzert'. Derzweite Teil skizziert die Grundzüge der Außenpolitik der fünf europäischenGroßmächte nach 1830: die Außenpolitik Englands, Rußlands, Frankreichsund der beiden deutschen Mächte. In einem dritten Teil geht es um die Ereignisgeschichte,die mit den Revolutionen von 1830 einsetzt und dann die Orientalische Frageund die ägyptische Krise zwischen 1830 und 1841 behandelt, den Sonderbundkriegin der Schweiz, die Revolutionen von 1848/49 in Europa, den Krimkrieg,den Italienischen Krieg und die Einigung Italiens 1859-1861, die deutschenEinigungskriege und die orientalische Krise von 1875-78. Obwohl Europaim 19.Jahrhundert noch unbestritten das Zentrum der Welt ist, treten dieanderen Kontinente doch schon in den Bannkreis der internationalen (=europäischen) Beziehungen ein: der asiatische Kontinent mit der Öffnung Chinas und Japansmehr leidend als mitgestaltend; der amerikanische Kontinent - der Nordenstärker als der Süden - auch schon mithandelnd und selbständig Außenpolitiktreibend. Diesen Kontinenten sowie der Kolonialpolitik der europäischenMächte ist das letzte Kapitel gewidmet.

Beschreibung der Redaktion zu Europäisches Konzert und nationale Bewegung...

Die Jahre zwischen 1830 und 1878 sind geprägt von einem sprunghaften Zuwachs der Weltbevölkerung und der sich in Europa und den USA ausbreitenden Industrialisierung. Dampfschiff und Eisenbahn revolutionieren den Verkehr und beschleunigen den Warenaustausch gewaltig. Die Weltwirtschaft im eigentlichen Sinne bildet sich heraus.
Auf internationalem Parkett gibt das sogenannte Europäische Konzert der fünf Großmächte den Ton an. Das Streben der Völker nach nationaler Selbstbestimmung und das des Bürgertums nach politischer Mitbestimmung höhlen indes die Wirksamkeit des Konzerts immer mehr aus. Die Revolution von 1948/49 und der Krimkrieg leiten eine neue Ära der Realpolitik. Schwarzenberg, Napoleon III., Cavour und Bismarck sind typische Vertreter dieser Politik. Sie bekämpfen den Nationalismus und den Liberalismus nicht mehr frontal, wie es Metternich bis 1948 noch versucht hatte, sondern spannen deren Kräfte vor den Karren ihrer Machtpolitik. Eine Reihe vo n Kriegen verändert die Landkarte Europas. Auf den übrigen Kontinenten bleiben die europäischen Mächte tonangebend. England erweitert sein Empire, Russland dehnt sich bis an den Pazifik aus, China und Japan öffnen sich dem europäischen Einfluss. In Nordamerika sind die USA auf dem Weg zu einer neuen Weltmacht.

Portrait

Winfried Baumgart:
Dr. Winfried Baumgart wurde 1938 geboren. Er ist Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Mainz. Als Gastprofessor war er an Universitäten in Washington D.C., Paris, Glasgow und Riga tätig. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze vornehmlich zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts verfasst und ist Herausgeber mehrer Editionen.
Franz Knipping:
Prof. Dr. Franz Knipping ist Prof. für Neuere und Neueste Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal.
Heinz Duchhardt:
Heinz Duchhardt, geb. 1943, ist Professor für Neuere Geschichte und Direktor des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz.

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