Erweiterte Suche

Die Wälder von Kilgannon. Blanvalet Taschenbücher, Band 37073

Roman. Deutsche Erstveröffentlichung

buch
EUR 7,95 *
auf Merkliste

versandkostenfrei

Sofort lieferbar

Artikel weiterempfehlen

Wird oft zusammen gekauft

Zusammen jetzt für
15,90

jetzt beide kaufen

Artikeldetails zu Die Wälder von Kilgannon. Blanvalet Taschenbücher,...

AutorKathleen Givens

Untertitel Roman. Deutsche Erstveröffentlichung

Abbildungsvermerk 18,5 cm

  • bol.de-Verkaufsrang4.803
  • ISBN-103-442-37073-6
  • ISBN-139783442370733
  • Verlag Blanvalet
  • ReiheBlanvalet Taschenbücher
  • ÜbersetzerKatharina Volk
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten474
  • Veröffentlicht08.06.2009
  • GenreRoman
  • Gewicht360g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelThe Wild Rose of Kilgannon

Leseprobe aus Die Wälder von Kilgannon. Blanvalet Taschenbücher,...

Dezember 1716


Kilgannon, mein Zuhause. Manchmal hatte ich befürchtet, ich würde es nie wiedersehen. Die Luft war kalt an diesem Wintermorgen, und die Sonne glitzerte auf dem Wasser, sodass es nicht saphirblau, sondern silbrig schimmerte. Über uns ragten die Berge tiefblau in den blassen Himmel auf; weiße Wolken jagten über uns dahin. Und die kahlen Äste der Bäume gemahnten daran, dass dies die Jahreszeit des Todes war. So vieler Tode.
All diese Monate lang hatte ich davon geträumt, nach Hause zu kommen, aber ich war davon ausgegangen, dass wir alle zusammen sein würden. Wenn wir jetzt klug waren, würden wir jene besuchen, die noch hier waren, und das Grab, und dann gleich wieder aufbrechen, fort in die Dunkelheit wie die Verbrecher, als die wir nun galten. Ich starrte den blonden Mann an, der so still neben mir stand, und hielt mich dann an der Reling der Mary Rose fest, um zuzusehen, wie wir in den inneren See einfuhren. Wir umsegelten die Landspitze, und da war es, das schönste Heim der Erde. Die dunklen Steinmauern ragten in den Himmel auf, das Dach des Wehrturms zeigte auf die hohen Wolken. Die Möwen begrüßten uns mit ihren Schreien. Kilgannon. Wir waren zu Hause.
Alles war unverändert, und ich seufzte vor Erleichterung. Da war das Fenster unseres Zimmer, dort die Brüstung, von der aus ich so viele Sonnenuntergänge beobachtet hatte. Und da, auf der Wiese vor der Burg, war der Hügel, auf dem Alex nach den Highland-Spielen die Preise verteilt, und wo ich ihn zu Hause willkommen geheißen hatte. Vor uns lag nun das Dock, wo wir den MacDonald empfangen hatten, der gekommen war, um unser Leben auf den Kopf zu stellen. Neben mir hüpften die Jungen ungeduldig auf und ab, und ich lächelte über ihre Aufregung und atmete tief ein. Kein anderer Ort auf der Welt roch wie Kilgannon, wo das Meer auf die Berge traf und sich der Duft von See und Land mit dem von Rosen vermengte. Rosen. Unmöglich, aber so war es. Kilgannon roch himmlisch. Ich drehte mich um, schaute über die Köpfe der Jungen hinweg zur anderen Seite des Sees, wo das Grab lag, und seufzte. Ich wusste, das würde der erste Ort sein, den wir aufsuchten.
»Zu Hause«, sagte ich.
»Es kommt mir so seltsam vor ohne ihn«, bemerkte Matthew leise, denn er war meinem Blick gefolgt. »Wie kann dies mein Zuhause sein, wenn er nicht hier ist?«
»Er ist hier«, sagte ich sanft und wandte mich zu dem jungen Mann um, der mit von Kummer gezeichnetem Gesicht neben mir aufragte. »Er ist hier, Matthew«, wiederholte ich.
Ian nickte. »Das ist unser Zuhause«, sagte er und blickte zu mir auf. Ich lächelte und legte ihm die Hand auf die Schulter.
»Und ich bin froh, dass wir da sind«, fügte Jamie fröhlich hinzu.
»Ich auch«, sagte der blonde Mann neben mir, und seine Gefühle waren ihm deutlich anzuhören. Als ich mich ihm zuwandte, lächelte er mich müde an, und ich tätschelte ihm den Arm, denn ich wusste, dass auch er die Lücke, den leeren Platz hier am Bug spürte.
Ich hatte mir vorgestellt, dass Kilgannon verlassen sein würde, dass alle Bewohner längst geflohen wären, doch die Hügel waren gesprenkelt mit Gestalten in buntem Schottenstoff, die auf den See zurannten, und vom Steg aus winkte uns bereits ein kleines Grüppchen entgegen. So sehr ich mich auch bemühte, ich konnte die Tränen nicht zurückhalten, als die ersten einsamen Takte von »MacGannons Return« über das Wasser zu uns drangen.
Zu Hause.
Ich schloss einen Moment lang die Augen. Und erinnerte mich.


TEIL 1


Auf der See, so weit, so weit, Auf stürmischer See, so weit, so weit, Nacht und Tag, zu jeder Zeit, Denk' ich sein, der, ach, so weit.
Robert Burns »Auf der See, so weit, so weit«


Schottland, Oktober 1715
Reue ist ein kalter Weggefährte, und ich lebte Monate lang mit ihr, nachdem Alex mich verlassen hatte. Sie war mein steter Begleiter, doch nie empfand ich sie stärker als am Ende des Tages, wenn ich die Stufen des Wehrturms erklomm und zusah, wie die Sonne hinter einer blauen Insel unterging. Allein.
Sie leistete mir auch später im Herbst Gesellschaft, als wir Frauen versuchten, Kilgannon am Leben zu erhalten, mit den Kindern und der Handvoll Männer, die zurückgeblieben waren. Sie war stets bei mir, während wir die magere Ernte einfuhren, uns im Fischen versuchten, das Vieh zusammentrieben und auf die Winterweiden brachten. Abends versuchte ich, nicht nachzudenken, während ich meine mit Blasen übersäten Hände verband und mit den anderen Frauen über unsere neu entdeckten Fähigkeiten lachte. Aber die Reue war nie weit weg. Sie stand mit mir am Hafen, als ich zusah, wie die letzten Männer die Briggs bestiegen, um den anderen nachzureisen, während ihre Söhne sie anfeuerten und ihre Frauen weinten.
Die Reue kam mit voller Wucht zur Geltung, als die Herbstnächte immer länger wurden und der Winter nahte, wenn ich am Fenster stand und zusah, wie der eisige Regen daran hinablief. Mitte September war Alex in den Krieg gezogen, vier Wochen nach seinem Geburtstag, eine Woche vor meinem. Die Reue spielte den Ehrengast bei meiner kärglichen Geburtstagsfeier, die Ellen organisiert hatte, um mich aufzuheitern. Ich gab mir Mühe, fröhlich zu wirken, und bedankte mich bei ihr. Tatsächlich war ich sehr froh, sie bei mir zu haben, denn ich konnte mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Es fiel mir schwer, mich daran zu erinnern, dass sie einst ein Dienstmädchen im Haus meiner Tante in London gewesen war. Sie beklagte sich nie, obwohl ihr Liebster, der Kleine Donald, mit Alex losgezogen war. Dass die Reue auch Ellens ständige Begleiterin war, milderte meinen Kummer nicht, sondern verschärfte ihn noch.
Die langen Oktober- und Novembernächte vergingen quälend langsam. Schlaflos strich ich durch die Flure von Kilgannon, führte Gespräche und hielt Reden in meinem Kopf, dachte daran, was in jedem Teil dieses Hauses geschehen war, oder starrte die Porträts in der Ahnengalerie an, als hätten sie mir etwas zu sagen. Ich bereute, dass ich ihn hatte gehen lassen. Ich bereute, dass er gegangen war. Ich bereute, dass er seine Verpflichtung mir gegenüber nicht allen anderen Pflichten vorgezogen hatte und dass ich seine Entscheidung nicht würdevoll akzeptieren konnte. Ich bereute, dass ich meinem Ehemann all meine Wut und Angst offenbart hatte. Ich hätte ihm sagen sollen, dass ich vollstes Vertrauen in ihn und seine Männer hatte, aber ich hatte nur geweint und ihm gesagt, dass er verlieren würde. Und ich bereute in diesen langen, einsamen Stunden, dass aus unserer Ehe noch kein Kind hervorgegangen war und dass dies nun vielleicht nie geschehen würde. Ich stand jeden Abend an dieser Brüstung auf dem Turm, betrachtete die blaue Insel und schlug Gott einen Tauschhandel nach dem anderen vor, für eine einzige weitere Nacht mit meinem Liebsten.

Kurzbeschreibung zu Die Wälder von Kilgannon. Blanvalet Taschenbücher,...

Romantik und Leidenschaft bis zur letzten Seite!


Schottland, 1715. Die junge Engländerin Mary und ihr schottischer Ehemann, der Highlander Alexander MacGannon, führen ein liebevolles aber entbehrungsreiches Leben. Die Zeiten sind hart: England erhebt Anspruch auf die schottischen Gebiete, und die Clans sind zerstritten. Als Alexander sich gegen die englische Krone stellt, um seinen Bruder zu schützen, gerät er in Gefangenschaft und wird des Hochverrats angeklagt. Mary ist außer sich vor Sorge, zumal Alexander sich in Händen jenes Mannes befindet, dem Mary einst als Ehefrau versprochen war. Doch Mary lässt nichts unversucht und reist heimlich nach England, um den Mann, den sie über alles liebt, zu befreien ...


Die packende Fortsetzung der großen Highland-Saga!


Die "RITA Award"-Preisträgerin Kathleen Givens ist Spezialistin für leidenschaftliche Highland-Romane!


Autorenportrait zu Die Wälder von Kilgannon. Blanvalet Taschenbücher,...

Die mehrfach preisgekrönte Autorin Kathleen Givens hat sich mit ihren historischen Liebesromanen in den USA bereits eine riesige Fangemeinde erobert und wurde mit dem renommierten "RITA Award" ausgezeichnet. Kathleen Givens lebt in Laguna Beach, Kaliforni

Portrait

Kathleen Givens:
Die mehrfach preisgekrönte Autorin Kathleen Givens hat sich mit ihren historischen Liebesromanen in den USA bereits eine riesige Fangemeinde erobert und wurde mit dem renommierten RITA Award ausgezeichnet. Kathleen Givens lebt in Laguna Beach, Kalifornien.

Autorenportrait

Die mehrfach preisgekrönte Autorin Kathleen Givens hat sich mit ihren historischen Liebesromanen in den USA bereits eine riesige Fangemeinde erobert und wurde mit dem renommierten "RITA Award" ausgezeichnet. Kathleen Givens lebt in Laguna Beach, Kaliforni

Bewertung unserer Kunden zu Die Wälder von Kilgannon. Blanvalet Taschenbücher,...

Wie ist Ihre Meinung zu „Die Wälder von Kilgannon. Blanvalet Taschenbücher,...”?

Geben Sie Ihre Bewertung ab.

Häufig gestellte Fragen

  • Wie viele PAYBACK Punkte kann ich für ein Produkt sammeln?

    Für jeden vollen Euro Warenwert erhalten Sie 1 PAYBACK Punkt.
  • Wo sehe ich, wie viel PAYBACK Punkte ich für ein Produkt sammeln kann?

    Die für ein Produkt zu sammelnden Punkte finden Sie unter dem Warenwert auf der Artikeldetailseite, ebenso im Warenkorb und in der Bestellübersicht.
  • Wie kann ich bei bol.de bezahlen?

    Wählen Sie im Bestellprozess oder unter "Mein Konto" im Punkt "Zahlungsart" Ihre gewünschte Zahlungsweise aus. Näheres erfahren Sie in unserer Hilfe.

BonusprogrammHilfe

Payback

7 Punkte sammeln

--> --> -->