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Die Ebstorfer Weltkarte

Die Ebstorfer Weltkarte

Kommentierte Neuausgabe. Atlas; Untersuchungen und Kommentar

buch
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Artikeldetails zu Die Ebstorfer Weltkarte

AutorHartmut Kugler

Untertitel Kommentierte Neuausgabe. Atlas; Untersuchungen und Kommentar

Abbildungsvermerk 1 Farbkarte in Klarsichtecke auf U3 von Bd. 1, 111 Abbildungen, davon 65 farbige

  • ISBN-103-05-004117-X
  • ISBN-139783050041179
  • Verlag Akademie Verlag GmbH
  • Einbandartgebunden
  • Seiten370
  • Veröffentlicht20.12.2006
  • Gewicht4160g
  • SpracheDeutsch

Rezensionen der Redaktion zu Die Ebstorfer Weltkarte

"Das neue Werk bietet nun eine digitale Rekonstruktion der Karte, die insbesondere Thomas Zapf und Sonja Glauch zu verdanken ist. ... Die Sachkommentare samt Erschließungshilfen sind... (der) mit 260 Folioseiten umfangreichste Teil des Werkes ist ein Schatzhaus an Informationen. Die ungeheure Arbeit die darin steckt, rechtfertigt die jahrzehntelange Dauer des Projekts." Armin Wolf in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Bd. 79, 2007 "[Hartmut Kugler] hat viele Inschriften neu dechiffriert und teilweise neu übersetzt. Aufgrund aktueller Forschungsergebnisse [...] ist er zu detaillierteren Zuordnungen und auch anderen Schlussfolgerungen gekommen als seine Vorgänger." Michael Zick in: Bild der Wissenschaft, 11 (2007) "Mit den Bänden hat der Altgermanist Hartmut Kugler nun eine Edition sozusagen als sein Lebenswerk vorgelegt, das uns die Ebstorfer Weltkarte zum anfassen beschert [...]. In ihr und ihrer wohldurchdachten Neuedition ist dem Interessenten sowohl eine enzyklopädische Zusammenfassung mittelalterlichen Denkens als auch ein Gesamtkunstwerk wiedergeschenkt worden. Ihre gründliche Kommentierung will der Herausgeber mit Recht als eine Einführung in die Kartographie des MA.s verstanden wissen. In der Tat spiegelt sich darin ein Stück Mediävistik des letzten Vierteljahrhunderts." Anna-Dorothee von den Brincken in: Mittellateinisches Jahrbuch, Band 42, Jg. 2007, Heft 3 "H.Kugler und seinem Team ist in jahrelanger Arbeit eine große Leistung gelungen." Ernst Hellgardt in: Germanistik, Band 48 (2007), Heft 1-2 "Hartmut Kuglers Neuedition stellt also gut aufbereitetes Material für zukünftige Auseinandersetzungen mit der Ebstorfer Mappa Mundi und mithin auch für vergleichende Studien zu mittelalterlichen Weltkarten zur Verfügung. Indem sie verschiedene Herangehensweisen bei der Interpretation dieser Mappa Mundi erwägt und diese nicht nur im Rahmen der Kartengeschichte, sondern auch im Kontext der zeitgenössischen Tradition von Schriftgut und bildlichen Darstellungen situiert, bietet sie auch methodisch reiche Anregung." Martina Stercken in: sehepunkte, 8 (2008), Nr.5 "Durch das vorliegende Werk sind zwei ungenaue und wohl auch fehlerhafte Editionen des 19. Jahrhunderts ersetzt." Ulrich Hucker in: Jüdische Zeitung, Februar 2008

Kurzbeschreibung zu Die Ebstorfer Weltkarte

"Das neue Werk bietet nun eine digitale Rekonstruktion der Karte, die insbesondere Thomas Zapf und Sonja Glauch zu verdanken ist. ...
Die Sachkommentare samt Erschließungshilfen sind... (der) mit 260 Folioseiten umfangreichste Teil des Werkes ist ein Schatzhaus an Informationen. Die ungeheure Arbeit die darin steckt, rechtfertigt die jahrzehntelange Dauer des Projekts."
Armin Wolf in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Bd. 79, 2007

"[Hartmut Kugler] hat viele Inschriften neu dechiffriert und teilweise neu übersetzt. Aufgrund aktueller Forschungsergebnisse [...] ist er zu detaillierteren Zuordnungen und auch anderen Schlussfolgerungen gekommen als seine Vorgänger."
Michael Zick in: Bild der Wissenschaft, 11 (2007)

"Mit den Bänden hat der Altgermanist Hartmut Kugler nun eine Edition sozusagen als sein Lebenswerk vorgelegt, das uns die Ebstorfer Weltkarte zum anfassen beschert [...]. In ihr und ihrer wohldurchdachten Neuedition ist dem Interessenten sowohl eine enzyklopädische Zusammenfassung mittelalterlichen Denkens als auch ein Gesamtkunstwerk wiedergeschenkt worden. Ihre gründliche Kommentierung will der Herausgeber mit Recht als eine Einführung in die Kartographie des MA.s verstanden wissen. In der Tat spiegelt sich darin ein Stück Mediävistik des letzten Vierteljahrhunderts."
Anna-Dorothee von den Brincken in: Mittellateinisches Jahrbuch, Band 42, Jg. 2007, Heft 3

"H.Kugler und seinem Team ist in jahrelanger Arbeit eine große Leistung gelungen."
Ernst Hellgardt in: Germanistik, Band 48 (2007), Heft 1-2

"Hartmut Kuglers Neuedition stellt also gut aufbereitetes Material für zukünftige Auseinandersetzungen mit der Ebstorfer Mappa Mundi und mithin auch für vergleichende Studien zu mittelalterlichen Weltkarten zur Verfügung. Indem sie verschiedene Herangehensweisen bei der Interpretation dieser Mappa Mundi erwägt und diese nicht nur im Rahmen der Kartengeschichte, sondern auch im Kontext der zeitgenössischen Tradition von Schriftgut und bildlichen Darstellungen situiert, bietet sie auch methodisch reiche Anregung."
Martina Stercken in: sehepunkte, 8 (2008), Nr. 5

"Durch das vorliegende Werk sind zwei ungenaue und wohl auch fehlerhafte Editionen des 19. Jahrhunderts ersetzt."
Ulrich Hucker in: Jüdische Zeitung, Februar 2008

"[...] Kugler with his collaborators has given us as accurate a reconstruction of the Ebstorf map as we are ever likely to get. [...] It is not too much to say that we now for the first time have full access to this extraordinary masterpiece os medieval cartography."
P.D.A. Harvey in: Imago Mundi, 60.Jg. 2008, Heft 1

"Insgesamt liegt uns eine für Wissenschafts-, Literatur- und Mentalitätsgeschichte gleichermaßen bedeutende Rekonstruktion eines kulturhistorischen Schlüsseldokuments vor, die in keiner Bibliothek fehlen darf [...]."
Ingrid Baumgärtner in: Das Mittelalter, Bd. 13, 2008, Heft 1

"Die opulente Neuausgabe der 'Ebstorfer Weltkarte' von KUGLER läßt kaum Wünsche offen. [...] Als Fazit [bleibt] große Anerkennung sowohl für akribische Rekonstruktionsarbeit als auch für die gut nutzbaren Kommentare und die Forschungsbilanz. Bis hin zu den Verzeichnissen und Registern erscheint das Gesamtkonzept gut durchdacht und das Material hinsichtlich seiner Nutzbarkeit optimiert. [...] Mit der Neuedition der 'Ebstorfer Weltkarte' ist allen historischen Fachdisziplinen ein wichtiges Referenz- und Analyseinstrument an die Hand gegeben."
Jürgen Wolf in : Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur, Bd. 137, Heft 3, 2008

"Das Faksimile - oder besser: die digitale Rekonstruktion - ist hervorragend gelungen, die Aufteilung im Druck in ihrerseits unterteilte Planquadrate macht die Arbeit mit ihr zum Vergnügen.[...] [Das Werk ist] eine optimale Basis für weitere Forschungen zum Gegenstand, zu Bildern und Schrift, zum Textbestand, und es macht den Eindruck, als würde manüber dieses 'Faksimile' nicht hinauskommen können."
Felicitas Schmieder in: Zeitschrift für Historische Forschung, 36 (2009) 3

Beschreibung der Redaktion zu Die Ebstorfer Weltkarte

Die Weltkarte des Klosters Ebstorf in der Lüneburger Heide ist die umfassendste und reichhaltigste Erddarstellung aus dem europäischen Mittelalter. Auf der 3,5 x 3,5 m großen Kartenfläche ordnen sich die Erdteile Asien, Europa und Afrika kreisförmig um den Weltmittelpunkt Jerusalem und bieten, mit nahezu 2000 Zeichnungen und erklärenden Texten ausgestattet, ein unvergleichliches Kompendium hochmittelalterlichen Weltwissens. Darin verknüpfen sich realgeographische und naturkundliche Interessen mit dem Anspruch einer universal ausgreifenden Wissensordnung. Die Erdoberfläche zeigt sich als Schauplatz mythischer und biblischer Ereignisse, als Demonstrationsfeld von Geschichte und Spielfeld von Geschichten. Zugleich fügt sich die Fülle der Erscheinungen in ein großes Andachtsbild zusammen. Das aus 30 Pergamentblättern zusammengenähte Original verbrannte 1943 bei einem Bombenangriff auf Hannover. Wissenschaft und Öffentlichkeit mussten sich seither mit zwei alten Buchausgaben und einer handgemalten Nachbildung aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts behelfen: mit Reproduktionen, deren zeitbedingte technische und sachliche Mängel immer wieder beklagt worden sind. Eine wissenschaftliche Neuedition der Karte war deshalb seit langem ein Desiderat. Es ist besonders dringlich geworden, weil die Frage nach dem Zustandekommen von Wissensordnungen, von Vorstellungsbildern, von Memoriersystemen die mittelalterlichen Mappaemundi neu in den Focus der Aufmerksamkeit gerückt hat.
Nun ist es gelungen, eine digitale Rekonstruktion der Karte zu erarbeiten, die die überlieferungstechnischen Mängel minimiert und dem verlorenen Original näher kommt als alle früheren Nachbildungen. Diese digitale Rekonstruktion bildet die Grundlage für die Neuausgabe der Karte in Buchform. Im Band I, dem Atlasband, wird die gesamte Kartenfläche, in 61 Segmente unterteilt, farbig und detailgenau dargeboten. Sämtliche Texteinträge sind neu gelesen und zum erstenmal vollständig übersetzt. Jedem Kartenbildsegment steht ein Abdruck der Texte samt Übersetzung synoptisch gegenüber. Ein den modernen Straßenkarten nachempfundenes Koordinatensystem sorgt dafür, daß jedes Bild- und Textdetail rasch aufgefunden werden kann und zugleich die übergreifenden Zusammenhänge des Kartenwerks erkennbar werden. Band II, der Kommentarband, bietet eine ausführliche Charakteristik der Überlieferung sowie Analysen des Aufbaus und der Darstellungstechnik der Karte. Gründliche Quellenstudien führen zu neuen Antworten auf die seit Jahrzehnten kontrovers diskutierten Fragen der Autorschaft, der Lokalisierung, der Datierung und der Gebrauchsfunktionen. Die Abfolge der Untersuchungen kann zugleich als eine Einführung in die Welt der Mappaemundi dienen. Ein umfangreicher Stellenkommentar schließt sich an. Er tastet die Topographie des Vorstellungsbildes Punkt für Punkt ab, erschließt die komplexen Raum- und Zeitordnungsmuster, die in den verschiedenartigen Signaturen verborgen liegen, legt aber auch die Brüche, Widersprüche, Unsicherheiten und ungelösten Rätsel des Kartenwerks offen.

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