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Der Friedhof in Prag
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Der Friedhof in Prag

Roman

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Artikeldetails zu Der Friedhof in Prag

AutorUmberto Eco

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk mit zahlreichen Abbildungen

  • ISBN-103-446-23736-0
  • ISBN-139783446237360
  • VerlagHanser
  • ÜbersetzerBurkhart Kroeber
  • Einbandartgebunden
  • Seiten519
  • Veröffentlicht08.10.2011
  • Gewicht772g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelIl cimitero di Praga

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Kurzbeschreibung zu Der Friedhof in Prag

Ein Abt, der zweimal stirbt, geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimauerer, Jesuiten und Revolutionäre - und am Ende des neunzehnten Jahrhunderts tauchten zum ersten Mal "Die protokolle der Weisen von Zion" auf, ein gefälschtes Dokument für die jüdische Weltverschwörung, das fatale Folgen haben wird.

Beschreibung der Redaktion zu Der Friedhof in Prag

Der Italiener Simon Simonini lebt in Paris, und er erlebt aus nächster Nähe eine dunkle Geschichte: geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre - und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes "Dokument" für die "jüdische Weltverschwörung", das dann fatale Folgen haben wird. Umberto Eco, der Meister des historischen Romans, erzählt die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts, in der wir jedoch unser eigenes wiedererkennen können.

Portrait

Umberto Eco:
Umberto Eco wurde 1932 in Alessandria geboren und lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den Premio Strega (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.
Er verfaßte zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane 'Der Name der Rose' und 'Das Foucaultsche Pendel' sind Welterfolge geworden.

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12

50

08.02.2012

„Tiefgründig”

von Jonas
Dieses Buch zeigt auf eindrückliche Art und Weise, die Entstehung von Legenden, welche dann zur Bildung von Vorurteilen beitragen, die zu dementieren kaum mehr möglich ist, nicht einmal wenn sie als Fälschungen bestätigt wurden.
Aus Profitgier und Bauchgefühl werden Dokumente erstellt, Lügen erzählt, und die Masse aufs Übelste als Weg zur Macht missbraucht.
Geld und Macht sind alles was zählt, auch wenn ganze Völker sterben müssen. Das paradoxe daran ist, dass es niemandem was einbringt. Die durch Intrigen aufgebaute Macht hält nie lange, und wenn doch (so wie bei der Hauptperson, Simonini), so bringt sie nichts als Misstrauen, Angst, Einsamkeit und Persönlichkeitsstörungen hervor.
Ein wahnsininiges Buch, welches dies so schön wie kein zweites Werk zeigt. Wenn man nicht wüsste, wie gut Eco sich in die Rollen seiner Charakter einbringen könnte, so müsste man annehmen er selbst vertrete diese Meinungen. Genial recherchiert und in einen Roman umgesetzt.
Einzig die Sprache ist manchmal schwierig, zudem muss man ein gewisses Interessen für geschichtliche Zusammenhänge und Ereignisse aufbringen können.
Mein Kompliment ist Eco jedenfalls sicher (auch wenn ihm dies egal sein dürfte ;) )

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50

07.02.2012

„Vorsicht Fälschung!”

von Roland Kern aus Ludwigshafen am Rhein
Nach langen Jahren wieder ein großer historischer Roman von Umberto Eco. Doch anders als in seinen Vorgängerwerken wählt der Autor hier die Form einer Schauergeschichte. Denn wahrhaft schauerlich ist auch der Gegenstand des Romans. Es geht um die "Protokolle der Weisen von Zion", ein gefälschtes antisemitisches Dokument, das die Weltherrschaftsansprüche der Juden beweisen soll, entstanden Ende des 19. Jahrhunderts, das unter anderem auch von den Nationalsozialisten in der Propaganda eingesetzt wurde. Der Ich-Erzähler, ein widerlicher päderastischer Menschenfeind und Hochstapler, ist es schließlich, der das Dokument in unseliger Zusammenarbeit mit antisemitischen französischen Intellektuellen und der russischen Geheimpolizei verfasst. Er hat in seinem Leben so viel gefälscht, dass er nicht mehr weiß, was echt ist, so viel gelogen, dass er die Wahrheit nicht mehr erkennt, so viele Identitäten angenommen, dass er nicht mehr weiß, wer er ist, und sein Hass auf sich selbst, die Geringschätzung des eigenen Lebens, bringen ihn dazu, bedenkenlos zu morden. Die enorme Sprachgewalt und das profunde historische Wissen von Umberto Eco beschwören das Paris der Belle Epoque herauf, eine brodelnde fiebrige Stadt, in der Geheimbünde, Verschwörer, Verräter, Spione, Anarchisten und Meuchelmörder einen dunklen Tanz aufführen. Wie immer bei Eco ist auch dieser Roman als beredtes Plädoyer für Vernunft und Toleranz zu begreifen und sowieso: ein reines Lesevergnügen!

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50

05.02.2012

„Würze jede Fälschung mit einem Fünkchen Wahrheit”

von Sabine Rößler aus Eichwalde
Eco´s neuer Roman ist zweifellos genial, aber er ist, wie immer, keine leichte Lektüre. Eco gelingt eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, wo es von Spionen und Falschinformationen nur so wimmelt. Eigentlich geht es um die Entstehung der Protokolle der Weisen von Zion, die schließlich den Antisemitismus späterer Zeit sehr begünstigt haben. Aber Eco packt diese Fälschung in eine so geniale Geschichte, das man immer nur staunen kann. Ein ganz großer Roman, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Großartig!

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50

29.01.2012

„Faszinierende Geschichte”

von slowfood aus Wachtendonk
Ein wenig Kenntnis in europäischer Geschichte schadet nicht, ist aber keine Grundbedingung, da das meiste erklärt wird. Wer Eco beginnt, weiß zumeist vorher, dass es keine leichte Lektüre wird. Wer "Der Name der Rose" nur gesehen, aber nicht gelesen hat, wird da in die Irre geführt.
Ein bittere Hintergrundgeschichte in Antisemitismus und der Entsteheung einer einflußreichen Fälschung.
Trotz der sehr verwobenen Erzählstränge ein Eco, der letztlich bewältigbar, sprich zu ende lesbar ist. Bei einigen vorherigen steht mir das noch bevor.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Der Hase mit den Bernsteinaugen

20

25.01.2012

„unübersichtlich - nicht nachprüfbar”

von rschimmi aus wendland
die unterschiedlichen erzählstränge werden durch den schrifttyp deutlich gemacht, erleichtern aber nicht wirklich. wer kennt sich schon in der geschichte italiens gut aus? wer kann so gut französich, italienisch, latein? hier wären fußnoten oder register im anhang hilfreich. - wahrscheinlich sehr gut recherchiert, leider nicht nachprüfbar. - wer's mag - mag's mögen.

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40

24.01.2012

„Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts und wie eine Fälschung die Geschichte beeinflußt hat”

von Georg Unger aus Trier
Umberto Ecos neuer Roman ist vielleicht auch sein schwerster.Auf 500 Seiten überflutet er den Leser mit historischem Wissen und einem Handlungsstrang der sich erst nach und nach entwirrt .Das heist Geduld haben und weiter lesen.Doch es lohnt sich!Noch nie hatte Eco einen unausstehlicheren erzähler ein Misanthrop, der alles und jeden haßt (vor allem Juden),ein Opportunist und Fälscher (wenn es keine Beweise für eine Behauptung gibt muß man sie eben selbst schaffen) ohne Skrupel.Die ganzen Geschehnisse in die Simonini verwickelt ist (er ist die einzige fiktive Hauptperson in diesem Roman) führen alle zur Enstehung der Protokolle der Weisen von Zion.Gefälschte Protokolle, auf denen im weiteren verlauf der Geschichte des 20. Jahrhunderts die Saat des Antisemitismus wachsen konnte.Eco versucht zu erklären wie diese Verschwörungstheorie entstehen konnte und welche zeitgeschichtlichen Zusammenhänge bestanden.

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40

13.01.2012

„Von Leichen im Keller”

von Thomas Horvath aus Linz, Lentia City Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Simone Simonini ist ein echter Ungustl (wienerisch für unfreundliche Person). Von Vorurteilen zerfressen macht er das was er am besten kann Lügengeschichten verbreiten, ja erfindet, komponiert sie und es bereitet ihm eine diebische Freude wenn seine „Geschichte“ aufgeht. Simonie ist ein Kind seiner Zeit zerfressen von Vorurteilen, Antisemitismus geht er durch die Ereignisse der Weltgeschichte und setzt überall die Saat der Zwietracht. Meister Eco hat ein weiters Mal in geschichtlichen Fakten eine spannende Geschichte gepackt. Wie immer gut recherchiert. Der Friedhof in Prag ist nicht leicht zu lesen weil Eco die Sprachgewohnheiten von damals mit eingebaut hat und einmal in erster Person schreibt mal in dritter. Denn neben Simonini spielt noch ein anderer Charakter eine wichtige Rolle…..oder ist es doch nur einer?
Ein Lesevergnügen.

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50

06.01.2012

„Langweilig? nein, einfach anspruchsvoll!”

von Silvio Kohler aus Basel
In seinem neuen Roman nähert sich Umberto Eco mehreren spannenden Themenkreisen der Geschichte, die bis heute wichtige kulturelle Rollen spielen. Einerseits bekommen wir tiefen Einblick in die Entwicklung der Psychologie, indem er u.a. Sigmund Freud zu einer Nebenfigur des Romanes macht, der den dazwischenstehenden (fiktiven) Simone Simonini mit dessen ausgeprägtem Antisemitismus verknüpft. Der äusserst abstossende Hauptprotagonist fasziniert auf unheimliche Weise:

Der Berufsfälscher (der durch seine Tätigkeit seine eigene Person gefälscht hat) ist hochgebildet, sehr kultiviert und monströs intelligent. Gleichzeitig leidet er unter einer Persönlichkeitsspaltung, der er selbst auf den Grund geht, ist ein fanatischer Juden- und Frauenhasser. Überzeugt davon, dass eine riesige jüdische Weltverschwörung ihren Lauf nimmt, verzettelt er sich immer tiefer in die bis zum Schluss immer teuflischer werdende Handlung, die auch dem Leser viel abfordert.

Wie jeder Eco-Roman ist auch der "Friedhof in Prag" ein Buch, dass man nicht mal eben zum Abschalten liest. Es setzt Interesse an kulturhistorischen Zusammenhängen voraus, belohnt aber aufmerksame Leser mit ungeheuer viel Diskussionsstoff und - natürlich - exorbitant viel interdisziplinärem Fachwissen, das nur Eco zueigen ist. Und wie er das einmal mehr in ein einziges Buch packt, ist kaum in Worte zu fassen!

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10

07.12.2011

„Langweilig”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Mainz
Mit grossen Erwartungen gekauft, aber enttäuscht worden. Typischer Eco-Erzählstil: Oberlehrerhaft, trockene Details, langatmige Ausschweifungen. Letztlich wohl ein sehr für den italienischen Markt zugeschnittenes Werk, da hier vor allem die Einigung Italiens pünktlich zum 150. Jahrestag behandelt wird. Garniert mit antisemitischen Tiraden, die auch irgendwann ermüden. Keine Empfehlung.

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40

17.11.2011

„Gemischte Gefühle”

von Marie-Therese Reisenauer aus Wien Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Ein echter Eco, was die Qualität der Recherche betrifft, teilweise ein echter Eco in Sachen Spannung und Fabulierkunst. Die Schaffung eines Unsympathlers von großen Gnaden als Hauptfigur, wirklich gelungen. Bei der Schilderung der Fresstempel von Paris anno dazumal, nimmt man schon beim Lesen zu. Das Urthema des Buches jedoch, was Fälschung an sich bewirken kann, kommt etwas zäh daher. Die Wiederholung der abgewandelten antisemitischen Elaborate machen müde, wiewohl sie wichtiger Bestandteil des Buches sind, und zur Entstehung der "Protokolle der Weisen von Zion" führen. Es steht halt zu befürchten, dass die Leser, welche das Werk lesen sollten, a) es nicht verstehen, b) falsch interpretieren, und c) eh nicht danach greifen.

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40

17.11.2011

„Schönes, aber nicht einfaches Buch”

von Daniel Keck aus Karlsruhe
Umberto Ecos neuestes Werk ist alleine optisch schon ein Prachtstück. Die Welt geheimer jüdischer Verschwörungen und freimaurerischer Geheimbünde erfordert aber auf jeden Fall ein nicht zu knappes geschichtliches Hintergrundwissen vom Leser. Für die einen geniale Literatur, für die anderen ein undurchsichtiges Wirrwar. An diesem Buch werden sich sicherlich die Geister scheiden. Für alle Fans okkulter Verschwörungstheorien und Leser mit geschichtlichem Wissen dennoch ein großartiger Roman und ein tolles Geschenk.

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40

02.11.2011

„Verschwörungstherien und Geschichte”

von Saidjah Hauck aus Köln, Rhein-Center Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Simonini ist ein begnadeter Fälscher und ein Menschenfeind. Er fälscht im Aufrage verschiedensten Dienstherren alles auch mehrmals immer wieder anders. In diesem Buch ist er eine der wenigen nicht verbürgten Figuren. Eco fabuliert hier genial und mischt aufs Angenehmste Geschichte und Fiktion. Während man liest erwacht das 19. Jahrhundert in Paris zu neuem Leben. Ich habe öfter mal nachgeschlagen und gestaunt wie gebildet Eco sich hier mal wieder zeigt. Großartig und mit Humor erzählt!

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50

01.11.2011

„Verwirrend Genial”

von Pascal Endres aus Karlsruhe
Eines vorneweg, Umberto Ecos neues Werk ist nicht einfach zu lesen. Wer aber die Mühe nicht scheut, wird mit einem Meisterwerk belohnt.
Die Hauptperson Simonini ist ein Menschenfeind durch und durch. Neben Deutschen, Frauen und Freimaurern hasst er ganz besonders die Juden. Seiner Meinung nach streben die Juden nach der Weltherrschaft, da er dafür keine Beweise hat, produziert er die Beweise. Typisch für Verschwörungstheoretiker.
Auch wenn das ganze an den Haaren herbei gezogen klingt, hat die Geschichte aber eine reelle Vorlage. Was Eco hier als Roman beschreibt ist die Enstehungsgeschichte der "Protokolle der Weisen von Zion", eine Fälschung des russischen Geheimdienstes.
Tauchen Sie ein in das Paris des 19. Jahrhunderts.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: 9783746680705

50

31.10.2011

„Finster, aber gut!”

von Helga Rom aus Innsbruck
Endlich liefert er wieder ab, der Großmeister der Erzählkunst! Und wie er abliefert - Eco zieht die Leserin wieder ganz hinein, in eine düstere Welt voller Verbrechen, Intrigen, Verschwörungen. Das können andere auch, sagen Sie? Ja klar, aber kein anderer Autor brilliert derart mit seiner Kenntnis der Geschichte. Die Leserinnen dieses Romans genießen Geschichtsunterricht auf höchstem Niveau, verwoben mit einer fiktiven Geschichte, die sich so oder ähnlich zugetragen haben könnte. Ein wunderbares Buch, das mir auch durch seine sinnliche Sprache im Gedächtnis bleiben wird!

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50

25.10.2011

„Umberto Eco ist ein Genie!”

von Joke Hoogendoorn aus Leer (Ostfriesland) Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Seit dem Erscheinen dieses Buches ist es schon viel diskutiert worden. Es gibt Leser, die es ein Meisterwerk finden. Andere finden es viel zu weitläufig und meinen, dass der Autor seine Leser mit so viel Geschichte überfordert. Alle sind sich aber einig, dass Umberto Eco ein fabelhafter Erzähler ist, der wie wenig andere die Sprache so meisterhaft beherrscht.

Mir hat Umberto Ecos neue Buch sehr gut gefallen. Natürlich auch wegen seines wunderbaren Erzählstils, der jeden Satz zu einem Lesegenuss macht. Aber auch die Geschichte finde ich gut. Ich habe mich mit Kapitän Simonini und Abt Dalla Piccola köstlich amüsiert. Herrlich, wie sie die Geschichte manipulieren, auf Wunsch sämtlicher Geheimdienste. Wer jetzt noch glauben sollte, dass Politiker auch nur irgendwas zu bestimmen haben, muss wohl sehr gutgläubig sein!

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50

25.10.2011

„Verschwörung und Spione”

von Kai Reinhard aus Zweibrücken Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Umberto Ecos neuer Roman spielt im 19. Jahrhundert. Der Hauptprotagonist Simon Simonini lebt in Paris und hat überall seine Finger im Spiel. Ob es sich um gefälschte Papiere handelt, die beweisen sollen, dass Dreyfuss geheime Militärpapiere an die deutsche Botschaft verkauft hat, gefälschte Testamente oder um die gefälschten Protokolle der Weisen von Zion. Jedoch merkt Simon schnell, dass er sich immer mehr in politsche Verschwörungen und Affären verstrickt und schon bald anfängt den Überblick zu verlieren. Unglaublich spannend und packend erzählt der Autor die Geschichte des 19.Jahrhunderts. Sehr gut hat mir gefallen, wie er wahre geschichtliche Begebenheiten mit Fiktion vermischt. Ein anspruchsvolles und sehr lehrreiches Werk für den interessierten Leser, welcher mehr über diese Epoche und die Entstehungsgeschichte der Protokolle der Weisen von Zion erfahren möchte.

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50

22.10.2011

„Unterhaltung auf hohem Level”

von Franz-Ludwig Martin aus Karlsruhe
Dieser Roman von Umberto Eco ist nicht für Schnelleser. Viel französisch und italienisch. Die Aufarbeitung der Verschwörungstheorien des 19. Jahrhunderts finde ich ungemein spannend.

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40

15.10.2011

„Eintauchen in unsere Geschichte”

von Melina Kluge aus Pforzheim
Umberto Eco liefert mit seinem Roman "Der Friedhof in Prag" nicht nur gute Literatur, sondern eine regelrechte Geschichtschronik ab.
Der Autor entführt in die mysteriösen Verschwörungen des 19. Jahrhunderts.

Eco fordert seinen Leser - ohne ein ausgeprägtes Interesse an unserer Historie ist dieses Werk kaum zu bewältigen.

Für den interessierten Leser aber ein Hochgenuss!

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20

09.10.2011

„Eine Historie im falschen Kleid des Romans”

von peter marnet aus Duisburg
Gegenstand des Buches ist das ausgehende 19. Jahrhunderts. In diese Zeit des geistigen und politischen Umbruchs versetzt Umberto Eco seinen Hauptmann Simonini. Diesen lässt er die Jahrzehnte um 1870 als Spion in diversen Geheimdiensten erleben, auf Reisen, die von Italien bis nach Russland führen. Er lässt ihn Rückschau halten auf seine Kindheit im Haus des Onkels, der ihn im Hass auf Juden, Jesuiten, Freimauer und Nationalisten erzogen hat. Wir begleiten ihn als Fälscher, Spion und Intigrant auf seinem Weg durch die vorrevolutionären Unruhen und die verschiedenen Kriegshandlungen. Er zettelt Verschwörungen an, kompromittiert einflussreiche Politiker und spielt in jedem undurchsichtigen Spiel eine undurchsichtige Rolle. Fälschungen aller Art sichern ihm, dem Genießer der lokalen Gourmetfreuden, einen oppulenten Lebensstil. In allem versucht er seine feiste Haut zu retten, schreckt auch vor Mord nicht zurück. Er versucht Beobachter zu bleiben und muss doch ständig um sein Leben kämpfen.


Das Buch liest sich flüssig, ist reich bestückt mit Bildern und Eindrücken der beschriebenen Zeit. Es fällt uns leicht, Simonini in sein Leben und seine Zeit zu folgen. Detaillreich und kundig breitet Umberto Eco die Zeit vor uns aus. Alte Graphiken unterstreichen den Eindruck, ein Buch zu lesen, das zeitauthentisch ist. Um Simonini herum wechseln die Gegen- und Zuspieler, sodass wir jedem unmittelbar (wie Freud) und mittelbar (wie Marx) begegnen können, der in dieser Zeit eine historische Rolle gespielt hat.

Umberto Eco ist ein guter Fabulierer, der seine historischen Kenntnisse unterhaltsam und fesselnd zu vermitteln weiß. Hauptmann Simonini bleibt dabei seltsam blass und durchscheinend. Allein dann kommt er zum Leben, wenn er schmaust und trinkt. Nun meinen wir Umberto Eco selbst zu sehen, der sich nach einer Lesung über die lokale Küche hermacht.

Aus zwei Perspektiven wird der Roman erzählt. Simonini blickt auf seine Zeit. Ein hinter ihm Stehender blickt auf Simonini. Nötig ist die zweite Ebene nicht, eigentlich trägt sie nur zur Verwirrung bei. Eine zweite Persönlichkeit, die sich selbst als abgespalten in Frage stellt, soll den Roman vermutlich auf eine philosophische Ebene heben. Als wolle der Autor mit unserer Leserperspektive spielen. Darin überschätzt er sich maßlos. Eigentlich erzählt Umberto Eco nur die Biographie eines mäßig interessanten Lebemannes vor aufregendem geschichtlichem Hintergrund nach. Um den Leser zu verunsichern wird die Handlung mal aus der Nähe, mal mit Abstand erzählt.

Dies ist nicht virtuos gelöst, sondern ein schlichter Kunstgriff, denn die Handlung ist alles andere als komplex. So tritt der Roman literarisch, ja philosophisch auf, obwohl er sich eng an die historischen Quellen anlehnt. Es ließe sich berechtigt die Frage stellen, ob dieses Buch überhaupt ein literarisches Werk ist und nicht eher ein historisches Sachbuch um einen fiktiven Spion.

Als Historie hat das Buch alle Vorzüge, als Roman ist es gründlich misslungen. Ein Leser, der einen Roman wie 'Im Namen der Rose' erwartet - spannend und lebendig vor einen historischen Hintergrund gestellt - wird enttäuscht sein. Mehr als kundige Einblicke in eine aufregende Zeit vermag Umberto Eco in diesem Buch nicht zu bieten.

4 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

09.10.2011

„Geistreiche Unterhaltung”

von Sabine Leschinski aus Solingen
Der neue Roman von Umberto Eco entführt den Leser ins Europa des 19. Jahrhunderts.
Ich finde, das Genre "Historischer Roman" wird diesem Werk nicht gerecht.
Rebecca Gablé oder Sabine Ebert schreiben wunderbare historische Romane. Umberto Eco hebt sich insofern von dieser "Massenware", was ich nicht abwertend meine, ab als dass sein Schreibstil ungemein geschliffen ist. Jeder Satz ist ein Feuerwerk von Fakten. Lateinische, italienische und französische Phrasen werden ganz selbstverständlich eingeflochten (natürlich ohne Übersetzung), was dem Verständnis der Handlung aber keinen Abbruch tut.
Ohne ein Fünkchen Allgemeinbildung ist dieser Roman nur der halbe Genuss. Wer sich darauf einlässt, dem beschert er eine Erweiterung des geistigen Horizonts und macht Lust, mal wieder im Brockhaus zu blättern.

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