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Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2

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Artikeldetails zu Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2

AutorDirk Bernemann

Abbildungsvermerk 19 cm

  • bol.de-Verkaufsrang5.797
  • ISBN-103-453-67560-6
  • ISBN-139783453675605
  • Verlag Heyne Taschenbuch
  • ReiheHeyne-Bücher...
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten256
  • Veröffentlicht06.10.2008
  • Gewicht216g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelIch hab die Unschuld kotzen sehen

Leseprobe aus Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2

Guten Tag. Die Welt liegt in Trümmern, ich sammle sie auf, errichte daraus neue Gebäude. Konstruiere neue Städte, kann man drin wohnen oder weiträumig umfahren.
Das, was mal Unschuld war, nimmt nun Drogen, tötet aus Lust, ist viel zu frei erzogen, um klar und geordnet zu denken, aber entwickelt sich scheinbar natürlich, gar übernatürlich. Und es ist vor allem unaufhaltsam und nennt sich irgendwann, also bald, gar dreist: Die neu definierte Unschuld. Dabei hat es doch schon so viel auf dem Gewissen, dass dieses expandieren könnte, hat sich kannibalistisch geübt und dann nebenbei sich selbst vergessen.
Moral egal und durch.
Also mittendrin der Mensch, der an allem zu verzweifeln scheint, der sich Wahnsinn kauft, der durchdreht wegen Liebe, Arbeit, Freizeit, Freiheit und allgemeinen Zwängen.
Mensch, mach dein lautes Leben leiser!
Vielleicht auch ein wenig revolutionäres Gedankengut und keine Angst vor Körperflüssigkeiten von Mitmenschen zu haben, empfehle ich. Außerdem empfehle ich auf dies hier eine Betrachtungsweise außerhalb gesellschaftlicher Normen.
Hier tanzen nämlich gescheite und doch gescheiterte Existenzen. Pogogedanken. Pogo auf dem Todesstreifen.
Zwischen allen Stilen und Stühlen finde man was, suche man was zum Anfassen. Der direkte Weg ist immer noch, sich zu begegnen.
»Für alle, die es wissen wollen - hier ist der Beweis« Tocotronic
Nicht auf den Tag warten, an dem sich die Sonne weigert zu scheinen. Krebskrank vom Himmel zu schreien und Licht zu geben. UV-Blendung reflektiert an Menschenleibern.
Ein brennender Planet als letzter Funken Hoffnung? Das vielleicht demnächst allerletzte Naturereignis.
Wahnsinn nährt Wahnsinn.
Die Möglichkeit, wahnsinnig zu werden, steigt überall.
Liegt wahrscheinlich an der Überdosis medialer Gewalt.
Davon rate ich Abstand zu nehmen und in Zukunft nur noch meine Bücher zu lesen.
An Stelle von Fernsehen, Spielkonsolen, Chemiedrogen, seltsamen Printmedien und Ficken. Sich und andere.
Das ist alles zu viel.
Es gibt Alternativen zum Wahnsinn ...
Vorhang auf ...
Ich habe die Unschuld kotzen sehen
Das Gelage dieser Tage. Wir liegen mit mehr Krebszellen als Verstand im Kopf auf diesem durchgefickten Sperrmüllsofa. Wir sind Engel, die Verführer und die Verführten des Amokzustandes, mancherorts fälschlicherweise Leben genannt. Um uns schießt Dummheit wie vergiftete Pflanzen aus krankem Boden.
Sie liegt wie tot in meinem Arm. Liebe ich sie?
Sie atmet einen süßlichen Duft, den Cocktail aus Fastfoodkotze, Magenschleimhautentzündung, Billigwhisky und meinen Küssen. Sie ist die wildeste Diva, die ich jemals in meinen Armen halten durfte. Ihr Augenaufschlag ist so eindeutig und geprägt von authentischer Leidenschaft, nur blieb er die letzten Stunden aus.
Komatös, gelähmt, bis an den Rand gefüllt mit Gift.
Alltagsgift.
Ihr Atem ein Röcheln. Auf der Suche nach Sauerstoff im luftleeren Raum.
Sauerstoff ist Zuversicht.
Also ist Verzicht schlicht schlecht, Baby.
Atme und lebe!
Zugreifen, trinken, inhalieren, abdrücken, schlucken. Atme Luft wie Gift in deiner Vergangenheit!
Sie hier, noch warm, zu spüren, ist die Wohltat dieses Erwachens, mit dem ich aufgrund des Konsums der Vortage kaum noch rechnete. Jetzt bin ich wach, aber kalt und tot. Meine Augen gleiten durch den spärlich möblierten Raum, der uns manchmal mit seiner Miete aufzufressen drohte. Unsere Villa. Violette Wände. Beruhigend und stimulierend zugleich. Der Engel in meinen Armen scheint auch nicht zu wissen, warum diese Stille so paradox ist.
Überhaupt, sie scheint nichts mehr zu wissen. Ich überprüfe die Körperfunktionen meiner Drogenkönigin. Verlangsamter Puls, auffällig flache Atmung.
Flügellahmer Engel.
Eine alte Bekannte. Die Liebe meines Lebens. Die Erbin meines Wahnsinns. Unsere Geschichte zu erzählen bedarf es keiner Erinnerung, nur intensiver Zwischenmenschlichkeit und - wie gesagt - des Wahnsinns in seiner alltäglichen Erscheinungsform.
Das bilde ich mir doch nicht ein.
Ich taste nach meinen Filterzigaretten. Wohnzimmertisch. Wohnzimmer? Wohnen? Gedanken überdosiert!
Ich lache herzhaft in meinen inneren Wahnsinn, der bestimmt in meinen gelben Augen sichtbar ist.
Feuerzeug flackert kurz auf. Durch Inhalation übertrage ich die Flamme auf ein Billigtabakprodukt. Schmerzen wie Presslufthammerzärtlichkeiten beweisen mir meine Existenz. Wieder einen Rausch überlebt.
Aber ich sorge mich um meinen Engel. Ihre weiße Haut wirkt in meinen zugedröhnten Augen neongelb. Sie trägt nur Unterwäsche und ihr Körper scheint wie ein gelber Fluss, lediglich von zwei schwarzen Brücken unterbrochen, meine Beine runterzufließen.
Ihr Menschlichkeitsduft übertönt den des Giftes. Das bemerke ich aber erst, als ich meine Wahrnehmung selektiert habe und mich durch Selbsthypnose davon abgehalten habe, auf den ruhenden Körper der Geliebten zu kotzen.
Ihre linke Hand umklammert eine geleerte Flasche. Ich betrachte für fünfeinhalb Minuten den kleinen Finger ihrer linken Hand, das erste Lebendige an der dichten Prinzessin, seit ich sie betrachte. Er bewegt sich auf und ab und scheint die Flasche zu streicheln. Da sie generell momentan wie tot wirkt, interpretiere ich diese Szenerie der wahrscheinlich alkoholisch beeinflussten Komabewegung als Zeichen ihrer endlosen, lebensbejahenden Leidenschaft.
Gedanken sind auf der Flucht vor mir. Die Detailverliebtheit meiner Intensivbetrachtung verursacht gelbe Kreise beim Kopfbewegen mit Blick auf die karge, leere Wand. Irgendwie lässt die Selbsthypnosewirkung schneller nach als erwartet. Nahrung will nach außen.
Allerdings schaffe ich es noch, meinen Oberkörper nach vorne schnellen zu lassen, damit die nun auf die Kacheln klatschende graugrüngelbliche Masse nicht auf meine Göttin gerät. Sie wird es mir danken, denke ich. Irgendwie wird sie mir danken, dass ich sie nicht mit meinem Mageninhalt zugedeckt habe.
Ich hätte jetzt wahnsinnige Lust, sie zu ficken, bis der dritte Weltkrieg zu Ende ist. Meine Kotze stinkt erbärmlich.
Aber ich habe ebenso keine Lust, mich jetzt von diesem Möbel zu erheben und einfach so weiterzuleben. Diese ganze Scheiße hier kotzt mich extrem an. Mindestens so, wie ich diesen billigen, mies gekachelten, kalten Boden, bedeckt vom Müll unserer Zweisamkeit. Unaushaltbarer Amokdrang. Ich pendle irgendwo zwischen Mordlust und selbstzerstörerischem Tanztheater.
Ich stehe auf, mit nackten Füßen in meiner Kotze. Dass die Schlampe dabei unsanft mit ihrem scheiß Schädel auf den Glastisch ballert, erfüllt mich irgendwie mit Freude.
Ich lache lauthals.
Sie scheint gerade von ihrem Komaausflug zurückzukehren und blinzelt verlegen mit ihren schiefen Augen. Das wühlt längst vergessene Aggressionen in mir auf. Als sie sich langsam in eine Art aufrechte Haltung begibt, schleudere ich ihr eine achtlos abgestellte, halb leere Flasche Bier in ihr zerknittertes, besoffenes Kummergesicht.
Ihr Nasenbein macht ein Geräusch wie ein herzhafter Biss in eine scheiß Scheibe Knäckebrot, nur ca. viermal so laut. Ihr Blut spritzt beim Aufprall der Pfandflasche in alle Richtungen.

Rezensionen der Redaktion zu Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2

»Ein Sprachakrobat mit Hang zur Misantropie.« Galore

Kurzbeschreibung zu Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2

"Guten Tag, die Welt liegt in Trümmern."


So lautet die Begrüßung des Autors, bevor er einen hinabreißt in die Abgründe der Welt. Mit seinem literarischen Skalpell zelebriert er ein Massaker des Lebens, das fasziniert, um gleichzeitig abzustoßen. Wie in Tarantinos "Pulp Fiction" reihen sich scheinbar zufällige Ereignisse aneinander, um später wieder aufgenommen zu werden. So spinnt sich ein roter Faden - und bald ist klar, dass Blut den Faden so rot schimmern lässt.


Mit einer exklusiven Zusatzstory


Beschreibung der Redaktion zu Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2

?Guten Tag, die Welt liegt in Trümmern.? So lautet die Begrüßung des Autors, bevor er einen hinabreißt in die Abgründe der Welt. Mit seinem literarischen Skalpell zelebriert er ein Massaker des Lebens, das fasziniert, um gleichzeitig abzustoßen. Wie in Tarantinos ?Pulp Fiction? reihen sich scheinbar zufällige Ereignisse aneinander, um später wieder aufgenommen zu werden. So spinnt sich ein roter Faden ? und bald ist klar, dass Blut den Faden so rot schimmern lässt. Mit einer exklusiven Zusatzstory "Das Buch lässt niemanden unberührt. Garantiert!" Schwäbische Zeitung "Lesenswert!" jetzt.de "Ein Sprachakrobat mit Hang zur Misantropie." Galore

Autorenportrait zu Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2

Herr Bernemann wurde vor wenigen Jahren zwischen dem Ruhrgebiet und den Niederlanden geboren. Er wollte schon immer Bücher schreiben, also schrieb er, seit er es konnte, beginnend mit ungefähr sieben Jahren. Er war schon als Kind fasziniert von Musik und schönen, aber auch nicht so attraktiven Worten. Herr Bernemann schreibt Bücher voller Geschichten und Gedichte. Nicht alle Gedanken, die er hat, findet er selber gut, einige hasst er sogar. Er findet es im Moment nicht doof, bekannt zu sein, findet es aber doof mit Idioten bekannt zu sein, um mit denen Bratwurst oder so zu speisen. Zusammen mit Benedikt Ator spielt er zudem in der Band HORQUE. Er liebt Kultur, seinen Wortschatz und manchmal sogar sich selbst. Er ist nicht elegant, sieht aber immerhin noch gut aus, wenn er auf die Fresse fällt.

Autorenportrait

Herr Bernemann wurde vor wenigen Jahren zwischen dem Ruhrgebiet und den Niederlanden geboren. Er wollte schon immer Bücher schreiben, also schrieb er, seit er es konnte, beginnend mit ungefähr sieben Jahren. Er war schon als Kind fasziniert von Musik und schönen, aber auch nicht so attraktiven Worten. Herr Bernemann schreibt Bücher voller Geschichten und Gedichte. Nicht alle Gedanken, die er hat, findet er selber gut, einige hasst er sogar. Er findet es im Moment nicht doof, bekannt zu sein, findet es aber doof mit Idioten bekannt zu sein, um mit denen Bratwurst oder so zu speisen. Zusammen mit Benedikt Ator spielt er zudem in der Band HORQUE. Er liebt Kultur, seinen Wortschatz und manchmal sogar sich selbst. Er ist nicht elegant, sieht aber immerhin noch gut aus, wenn er auf die Fresse fällt.

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50

18.05.2012

„Ich hab' die Unschuld kotzen sehen!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Offen und ehrlich wie ein Schlag ins Gesicht zieht einen dieses Buch förmlich in seinen Bann. Man will es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Aber VORSICHT! Warnung: Nichts für schwache Nerven und zu 100% KEIN Buch, das man auf dem Weg zur Arbeit lesen sollte.
Gnadenlos ehrlich erzählt Dirk Bernemann von scheinbar zufällig aneinandergereihten Geschichten verschiedener Personen in unserer heutigen Zeit. Sozialkritisch und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen greift er Themen wie Obdachlosigkeit, Vergewaltigung, Körperverletzung und Drogen-Exzesse auf. So wird in einem Kapitel zum Beispiel eine Gruppe von selbsternannten „Künstlern“ beschrieben, die jedoch nichts anderes machen als sich in einem dunklen Wohnzimmer zu verbarrikadieren und den Tag mit Kokain zu beginnen und zu beenden, ohne auch nur das geringste von der Außenwelt mitzubekommen.
Nach und nach erkennt man die Zusammenhänge der einzelnen Geschichten und findet parallelen zu dem eigenen Leben, oder dem von Bekannten und Freunden. Man taucht immer tiefer in die Welt des Herrn Bernemann ein und spürt einen wachsenden Keim des Hasses, den dieses Buch meiner Meinung nach vermitteln will.
Wie steht es denn mit Ihnen? Sind sie bereit in die Abgründe des menschlichen Daseins einzutauchen?

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40

27.11.2011

„ein düsteres aber sehr gut geschriebenes Buch!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Was vorallem heraussticht sind wie die unterschiedlichen Geschichten zusammenhängen. Wobei ich das Buch für meinen Geschmack doch gelegentlich schwerlesbar fan, da es überhaupt keine postivien Aspekte hat und nur sehr traurige Darsteller aufweist. Zeichnet es das wahrscheinlich erst aus. Es ist wirklich etwas das man gelesen haben sollte, da ich finde das es ein grosses Talent benötigt die Geschichten so authentisch düster zu erzählen dass man sich doch wie mittendrin findet.

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50

24.08.2011

„Direkt, ehrlich und ohne Hemmungen”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Deutschlandsberg
Ein geniales Buch in einem brutal ehrlichen und direkten Stil geschrieben. Weniger empfehlenswert für Personen die mit detaillierten Gewaltbeschreibungen und ähnlichen Probleme haben.
Das Buch besteht auf dem ersten Blick aus vielen Einzelgeschichten. Allerdings überschneiden sich die Schicksale der Protagonisten in den Geschichten.

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50

04.06.2011

„Für alle was!”

von *Effendi* aus Biberach
Top-Buch. Eine Geschichte über einen Mann wird auf knappen 5 Seiten erzählt, meistens tuen sich Abgründe der Menschen auf.
Das nächste Kapitel erzählt dann wieder von einem anderen Abgrund einer andered Person, die beiläufig aber schon im vorigen Kapitel vorkam.
Nächstes Kapitel dann wieder eine neue Person, die in der zweiten Story Nebendarsteller war usw. usf.

Auch als Geschenk sehr zu empfehlen; da die Geschichten immer sehr kurz sind ist man zügig durch und hat immer kleine Häppchen.
Auch Leute, die sonst nie lesen, werden da ihre Freude haben.

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50

12.04.2011

„Herrlich!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Was soll ich da noch groß sagen?
Lesen, lesen, lesen!!
Ich hab die Unschuld kotzen sehen geht einem wirklich nahe. Oft erkennt man die Verhaltensmuster der "Geschichtenerzähler" und Hauptpersonen an sich selbst oder Bekannten.
Bernemann fasst zusammen, wie es oft zu Dramen kommt, wie "Heruntergekommene" Leute die Welt und das Leben sehen,
und mit der Zeit sieht man die Welt selbst ein wenig anders...=)

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40

03.04.2011

„verstörend und dennoch....”

von einer Kundin oder einem Kunden
....komme ich nicht umhin, das Buch faszinierend zu finden. Es mag derb und übertrieben sein, teilweise klischeehaft die aufeinanderfolgend erzählten Schicksale der Personen, die aber gekonnt miteinander verknüpft wurden, und doch wollte ich nicht, dass es endet. Der Reichtum an Wortspielen bringt Spaß beim Lesen.
Ein Buch, das nicht für schwache Gemüter bestimmt ist.

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30

29.03.2011

„Krank, abschreckend aber fesselnd”

von Paula R.
Eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen hab.
Es bringt wohl tatsächlich die Gedanken psychisch gestörter Menschen auf den Punkt, lässt einen aber durch die zusammenhängenden, einzelnen Geschichten aber einfach nicht mehr los.
Die Wortwahl von Dirk Bernemann begeistert mich immer wieder auf's Neue. Freue mich schon auf Teil 3.

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50

29.12.2010

„Ich sehe die Welt in Trümmern liegen...”

von einer Kundin oder einem Kunden
Und so wird einem die rosarote Brille regelrecht runtergeprügelt... Der Titel beschreibt das Buch (die Bücher) im Prinzip schon sehr gut. Bernemann gelingt es auf sehr gute und vor allem eindrückliche Art und Weise uns zu zeigen, wie es in der "realen" Welt wirklich steht und wie verdorben die Menschheit wirklich ist. Es sind mehrere Geschichten, die alle irgndwie auf gewisse Art und Weise, bzw. Personen, zusammen hängen. Die verschiedensten Schicksale werden auf genaueste Weise beschrieben und man ist erschreckt, wie tief die Abgründe unserer Welt wirklich sind, und trotzdem ist man zugleich brutalst gefesselt und fasziniert. Ich konnte es nicht mehr weg legen und habe es mit einem Mal verschlungen. Meiner Meinung nach ein Meisterwerk und sehr empfehlenswert, aber nichts für schwache Gemüter!

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50

25.09.2010

„die rosarote brille war ausverkauft!”

von Eva Dengg aus Seiersberg
ach, der bernemann. was soll man sagen?! ich hörte schon die bezeichnung "bukowski für arme" oder "lyrik für arme" oder "keinerlei sinn für authentizität" etc.

in diesem buch (oder büchern, sind ja 2 in 1) werden geschichten von menschen erzählt, die alle miteinader zu tun haben. sie kenne sich, sind verwandt oder kannten eine gemeinsame dritte person.
bernemann entführt uns in eine alptraumhafte, kalte, kaputte, egoistische und selbstzerstörerische welt...

radikal brutal - tarantino könnte da sein finger im spiel gehabt haben.

liebt ihn, oder hasst ihn... I'M LOVIN' IT!!!

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40

24.09.2010

„Schräg, verbal brutal...”

von ChrisYo aus Lutherstadt Wittenberg
Ich habe das Buch an einem Tag gelesen. Es war spannend, aber auch abschreckend. Schräg geschrieben. Verbal brutal - also nichts für zarte Seelen. Detailliert wird beschrieben, wie der Mensch sich selbst oder andere zerstört. Man erfährt, wie abgrundtief eine Seele sein kann und ist einfach schockiert, während man von Kapitel zu Kapitel weiter torkelt.

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40

18.04.2010

„Das Licht am Ende des Tunnels...”

von einer Kundin oder einem Kunden
...ist das grelle Leuchten des entgegenkommenden Zuges, der den Leser mitreißt in die Abgründe menschlichen Seins.
Dieses Buch will keine Heiterkeit verbreiten. Soll es auch nicht. Hier wird nichts beschönigt, nur herrlich ehrlich die heile Welt zerstört. Dabei wird stellenweise erschreckend realistisch aber auch arg überspitzt die Schlechtigkeit des Lebens gefeiert.
Der Polizist, der seinem Vater einen bezahlten Mörder auf den Hals hetzt, der Vater, der seine Tochter misshandelt und ein ungeborenes Kind, das seine eigene Abtreibung beschreibt. Das sind nur einige der Protagonisten, die hier seelisch niedergemetzelt werden. Die harte Ausdrucksweise schlägt dazu den richtigen Ton an.
Jeder, der es überdrüssig ist durch die schöne Bonbon-Welt der Happy Ends zu waten, sollte auf den rasanten Zug von Dirk Bernemann aufspringen.

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50

23.03.2010

„eines meiner Lieblingsbücher”

von einer Kundin oder einem Kunden
Es ist schräg, knallhart und manchmal verstörend. Dieses Buch ist für jeden, der Geschichten über das "wahre" Leben mag.
Nichts für zarte Seelen.

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50

21.11.2009

„"Guten Tag!...”

von einer Kundin oder einem Kunden
...die Welt liegt in Trümmern“. Mit diesem Satz beginnt der erste Teil der Reihe. Kapitel, deren Inhalte immer von einem anderen „ich“ erzählt werden, die anfangs nichts gemein zu haben scheinen, finden in dem Verlauf des Buches zusammen.
Interessant für jeden, der anfangs Verwirrung stiftende Bücher liebt, der manchmal auch einen einfachen Schreibstil mit schönen und weniger schönen Worten bevorzugt. Ein realistischer Roman über das Leben deutscher Straßenpunks, die Polizei und Menschen im Allgemeinen.

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40

22.03.2009

„Packend!”

von Stefan aus Mainleus (foser@gmx.de)
Natürlich ist der Ablauf und die Verbindung zwischen den Geschichten übertrieben, jedoch jede Story für sich könnte wirklich aus dem Leben gegriffen sein. Die Geschichten sind kurz, brutal ehrlich (und manchmal auch inhaltlich) und tiefgreifend. Einzig die Wortwahl finde ich persönlich ab und zu überdreht.
Der Autor stellt unsere Gesellschaft auf sehr klare Weise da und zeigt wie wenig uns unsere Mitmenschen bedeuten. Ja das wir sogar dankbar dafür sein können wenn jemand stirbt.
Eine sehr gute reflextion unsere Kultur.

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30

06.01.2009

„Bekloppt! Irgendwie aber fesselnd”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Königsbrunn
Nach den ersten zwei oder drei Kapiteln (Abschnitten oder wie man die Dinger auch immer nennen will) hab ich das Buch erstmal weggelgt und hatte eigentlich nicht mehr vor es je wieder anzufassen. Vielleicht ist mein Leben einfach nicht so beschissen um mich wirklich in die Charaktere hineinversetzen zu können. Zwei Tage später hatte ich Nachtdienst, ich hab das Buch durchgelesen weil es mich irgenwie nicht mehr losgelassen hat. So verstörend und abstoßend es sein mag irgenwie kann man sich dem nicht ganz entziehen. Das alle Abschnitte irgendeine Verbindung aufweisen hat dazu seinen ganz eigenen Reiz, schließlich kann man zu Beginn immmer nur erahnen welche Beziehung die jeweiligen Protagonisten zueinander haben. Insgesamt wäre vom Ansatz- meiner Meinung nach zumindest- mehr drin gewesen, dass ist mir alles etwas zu krank, trotzdem kein schlechtes Buch.

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50

06.07.2008

„WOW!!!!!”

von Tobias Birk aus Burglengenfeld (Birk.Tobias@abacho.de)
Wow das leben mal etwas anders gesehn und manchmal erstaunlich nahe an der realität. das macht mir etwas angst, naja trotzdem Zwei tolle bücher und aufjedenfall lesenswert!!!

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