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Faserland

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Artikeldetails zu Faserland

AutorChristian Kracht

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 19 cm

  • ISBN-103-423-12982-4
  • ISBN-139783423129824
  • Verlag dtv
  • Reihedtv-Taschenbücher
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten157
  • Auflage14. Auflage
  • Veröffentlicht01.06.2002
  • GenreRoman
  • Gewicht156g
  • SpracheDeutsch

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Rezensionen der Redaktion zu Faserland

"Gäbe es einen Literatur-Oscar, dann wäre hier eine Nominierung für die beste Nebenrolle der Saison durchaus drin."
Eberhard Falcke, Die Zeit

Kurzbeschreibung zu Faserland

Einmal durch die Republik, von Nord nach Süd: Christian Krachts namenloser Ich-Erzähler berichtet von seiner Deutschlandreise. Er erzählt von SPD-Trotteln und Nazi-Schweinen, von Partys und Bars, von Himmelfahrtsnasen der Mädchen und vom Kotzen mit Stil, von der Schönheit der Leere und vom plötzlichen Wunder des Rauchrinemachens. Alles ist dem Erzähler klar, und gleichzeitig entgleitet ihm alles.
Christian Kracht erzählt mit Detailwut, in seinem Hass liegen Humor und Schwermut. Mit einem machmal slapstickhaften Blick auf die deutsche Provinzialität schreibt er den Roman einer Jugend, die sich ohne die klassischen Auswege der Rebellion oder der Anpassungdennoch nicht arrangieren will.
Der kleine Bildungsroman Faserland veränderte in Deutschland die Wahrnehmung einer ganzen Generation, von der es vorher hieß, sie habe gar keine Wahrnehmung

Portrait

Christian Kracht:
Christian Kracht, 1966 geboren, ist Schweizer. Nach 'Faserland' (1995) schrieb er den Asien-Klassiker 'Der gelbe Bleistift' (2000). Seine Bücher sind in 14 Sprachen übersetzt. 2012 ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Bewertung unserer Kunden zu Faserland

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10

31.10.2012

„Muss man nicht kennen”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Bremen
Christian Kracht, großer Selbstdarsteller, möchte angeblich nicht, dass dieses Buch ironisch verstanden wird: wenn das so ist, hat es keinerlei Wert.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

20

24.01.2011

„Deprimierend”

von Steppenwolf aus Landkreis Oldenburg
Es geht um die Reise eines namenlosen Ich-Erzählers quer durch Deutschland bis in die Schweiz. Von Sylt ausgehend über Hamburg, Frankfurt, Heidelberg, München und Meersburg landet der Protagonist letzten Endes in Zürich. Dabei bewegt er sich zwischen Partys und Bars, Flughäfen und Bahnhöfen sowie Wohnungen und Hotels. Begleitet wird er dabei die ganze Zeit über von Erinnerungen an seine Jugend. Aber was hat es mit dieser Reise auf sich? Ist er auf der Suche nach einem Sinn im Leben oder ist es vielmehr eine Art langer Abschied?

Der Ich-Erzähler gerät auf seiner Reise immer wieder in ausschweifende Feiern mit Alkohol-, Drogen- und sexuellen Exzessen. Er bleibt diesen Ereignissen jedoch merkwürdig fremd. Es wirkt als suche er ein letztes Mal nach einer Möglichkeit sich mit der Gesellschaft zu identifizieren, aber dieser Versuch scheint von vornherein zum Scheitern verurteilt. Er wird Zeuge des Niederganges seiner Generation, was sich in seinen unglücklichen Jugenderinnerungen, dem Selbstmord eines Freundes sowie dem eigenen Fall widerspiegelt. Seine Freundschaften scheitern und haben damit keinen tatsächlichen Wert für ihn.
Durch die mündliche Rede wirkt die Sprache sehr direkt, sehr realitätsnah, als erzähle der Hauptcharakter seine Geschichte von Angesicht zu Angesicht. Das ist zwar anfangs recht leicht zu lesen, hat mich aber auch recht schnell genervt. Der Ich-Erzähler ist nun mal nicht objektiv und so wird man gezwungenermaßen Teilhaber seiner depressiven Stimmung. Das macht das Lesen durchaus anstrengend. Es gibt sicherlich den einen oder anderen Moment, der zum Schmunzeln anregt, aber auf lange Sicht wird man beim Lesen eher selbst depressiv.
Warum heißt der Roman nun aber Faserland? Dazu gibt es mehrere Ansichten: Es könnte natürlich einfach das ähnlich klingende Vaterland gemeint sein in Analogie zu Deutschland oder aber die Faser beschreibt ein zerfasertes Land, eine Faser Deutschlands, wie sie z. B. entlang der Reiseroute gezogen werden kann. Beschaut man sich den Hauptcharakter, könnte auch das Wort „faseln“ von Bedeutung sein, was so viel heißt wie „wirr reden“. Gemeint sein könnte auch die „Faserung“, was auf Oberflächlichkeit hindeutet, tiefere Schichten bleiben verborgen. Ich denke, dass all diese möglichen Interpretationen einen interessanten Bezug zum Roman aufweisen.
Aber neben all diesen bemerkenswerten Bedeutungen für den Buchtitel bleibt letztlich ein Text, der deprimierend ist, vielleicht ja auch zum Nachdenken anregen mag, aber dennoch für gute Unterhaltung fast ungeeignet scheint. Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen, aber der Protagonist ist phasenweise derart unerträglich, dass man ihn einfach nehmen und schütteln möchte.
Der kritische Ansatz gefällt mir durchaus, doch reicht mir allein das nicht. Ich hätte mir noch eine gute Portion Humor gewünscht, aber so bleibt weder Zeit zum Lachen noch zum Weinen. Man fühlt sich einfach nur „schlecht“. Wenn das die Absicht des Autors war, dann ist es exzellent geglückt.

Fazit: Ein kurzer Roman, der zum Glück schnell gelesen ist. Die sicherlich gelungene Kritik an Deutschland u.a. vermag jedoch nicht über den deprimierenden Grundton des Buches hinwegzuhelfen. Für den Deutschunterricht bestimmt gut geeignet, aber als privates Leservergnügen definitiv nicht mein Favorit.
Hinweis: Rezension aufgrund Platzmangels stark gekürzt!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

08.08.2010

„Erschütternd traurig – beklemmend komisch”

von einer Kundin oder einem Kunden
Perspektiv- und vermeintlich ziellos treibt der namenlose Ich-Erzähler dieses Büchleins durchs Deutschland der 90er Jahre, von Sylt bis Meersburg am Bodensee und von dort weiter in die Schweiz, nach Zürich. Was er auf dieser Reise erlebt (Sex, Drogen, Frauen, Musik, Parties...) schildert er in sprachlich fein gezeichneten Szenen – erschütternd traurig und beklemmend komisch.

Christian Kracht hat mit Faserland ein gesellschaftskritisches Kleinod geschaffen! Dass er auf so wenigen Seiten so viel zu sagen hat, spricht für sein Können. Denn es ist der vermeintliche Gleichklang der Sprache, welcher die entlarvende Schärfe dieses Romans ausmacht.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

10

21.08.2006

„Niveaulos, peinlich, unlesbar!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ich kann wirklich nur davon abraten, Faserland zu kaufen. Ich habe mich durch dieses Buch gequält; und zwar von der ersten bis zur letzten Seite, am Ende konnte ich über diese endlose Aneinanderreihung von Obszönitäten nur noch lachen! Man fragt sich, ob moderne Autoren meinen, wirklich alles aufs Papier bringen zu müssen; anscheinend schon!

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

05.01.2003

„kaufbefehl”

von hanke aus good-old-heidelberg
kracht beschreibt eine reise durch deutschland in sein eigenes nichts. zwischen gosch (bei einem jever) und dem bodensee (bei einem brandy-alexander) verliert er nach und nach im alkoholrausch alle seine freunde.

währenddessen beschreibt herr k. seine - die welt der reichen jungen deutschen aus gutem hause bis ins detail. vom spd-nazi bis zum rosa-Ralph-Lauren-hemd-träger.

ein muss ist dieses buch für alle stagenos, barbourträger und heidelberger kunstgeschichtsstudentinnen.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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