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Die Kuh, die weinte

Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück

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Artikeldetails zu Die Kuh, die weinte

AutorAjahn Brahm

Untertitel Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück

Abbildungsvermerk Vign. 22,5 cm

  • bol.de-Verkaufsrang1.752
  • ISBN-103-7787-8183-9
  • ISBN-139783778781838
  • Verlag Lotos
  • ÜbersetzerMartina Kempff
  • Einbandartgebunden
  • Seiten240
  • Veröffentlicht15.02.2006
  • Gewicht425g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelOpening the Door of Your Heart. And Other Buddhist Tales of Happiness

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Leseprobe aus Die Kuh, die weinte

Das Leben besteht nicht etwa aus intellektuellen Konzepten, sondern aus miteinander verknüpften Geschichten. Gedankenkonstruktionen führen nämlich zu Verallgemeinerungen, die der Wahrheit nie wirklich ganz gerecht werden können. Hingegen wirkt eine interessante Geschichte mit vielen Details erheblich lebensechter auf uns. Deshalb finden wir auch leichteren Zugang zu Geschichten als zu abstrakten Theorien. Wir lassen uns eben gern unterhalten.
Als Mönch der Waldkloster-Tradition des Theravada-Buddhismus habe ich im Verlauf von dreißig Jahren die Geschichten in diesem Buch zusammengetragen. Theravada gilt seit Jahrhunderten als die vorherrschende spirituelle Lehre der Völker von Thailand, Birma, Kambodscha und Laos. Mittlerweile setzt sich diese buddhistische Richtung in der westlichen Welt immer mehr durch - in der südlichen übrigens auch, denn schließlich lebe ich in Australien!
Ich werde oft nach den Unterschieden der Hauptlehren des Buddhismus gefragt - Theravada, Mahayana, Vajrayana und Zen. In meiner Antwort vergleiche ich diese Lehren mit Torten, die zwar von unterschiedlichen Glasuren überzogen sind, aber im Prinzip nach dem gleichen Rezept hergestellt wurden: rein äußerlich mag jede anders aussehen und auf eine andere Geschmacksrichtung hinweisen, doch wenn man sie kostet, stellt man fest, dass alle über den gleichen Geschmack verfügen - den Geschmack von Freiheit. Und darum ging es schließlich bei der ersten buddhistischen Lehre.
Vor rund 2600 Jahren, also etwa ein Jahrhundert vor Sokrates, lebte Buddha im nordöstlichen Indien. Er unterrichtete nicht nur Mönche und Nonnen, sondern Tausende einfacher Leute, darunter Reisbauern, Straßenkehrer und sogar Prostituierte. Die Weisheit des Buddha entstammte keiner Offenbarung eines höheren Wesens, sondern tiefster Erkenntnis über die Beschaffenheit des Seins. Buddhas Lehren kamen aus seinem Herzen, das sich nach tiefer Meditation geöffnet hatte. Wie er selbst sagte: "Auch schon in diesem klaftergroßen, mit Wahrnehmung und Denksinn ausgestatteten Körper tue ich kund der Welt Ursprung, der Welt Aufhebung und den zur Aufhebung führenden Pfad."
Im Mittelpunkt der Lehre Buddhas standen die Vier Edlen Wahrheiten. Etwas zeitgemäßer formuliert und in Abänderung der sonst üblichen Reihenfolge sind dies:
1. Das Glück
2. Der Weg zum Glück
3. Die Abwesenheit des Glücks
4. Der Grund für seine Abwesenheit.


Die Geschichten in diesem Buch handeln von der Zweiten Edlen Wahrheit, dem Weg zum Glück.
Buddha zog in seinen Lehrgesprächen oft Geschichten heran. Dies tat auch mein Lehrer, der mittlerweile verstorbene Ajahn Chah aus dem nordöstlichen Thailand. Von seinen Vorträgen blieben mir meistens die Geschichten, die er erzählte, in Erinnerung, vor allem die komischen. Überdies vermittelten gerade diese Geschichten tiefste Einsichten in den Weg zum inneren Glück. Die Erzählung ist der Botschafter, der die Lehren verkündet.
Auch ich habe Geschichten erzählt, als ich mehr als zwanzig Jahre lang in Australien, Singapur und Malaysia Buddhismus und Meditation unterrichtete. Und die schönsten Geschichten habe ich in diesem Buch niedergeschrieben. Da jede Erzählung für sich spricht, habe ich mich bei den Kommentaren zurückgehalten. Alle Geschichten enthalten mehrere Bedeutungen, und je öfter sie gelesen werden, desto mehr Wahrheiten offenbaren sich.
Mögen Sie an diesen Geschichten des wahren Glücks genauso viel Freude haben wie jene, die sie gehört haben. Mögen diese Geschichten Ihr eigenes Leben genauso bereichern, wie sie das für so viele andere Menschen bereits getan haben.
Ajahn Brahm
Perth, Australien, Mai 2004


Zwei mangelhafte Backsteine
Nachdem wir 1983 Land für unser Kloster gekauft hatten, waren wir völlig pleite und steckten bis zum Hals in Schulden. Auf dem Grundstück selbst stand kein einziges Haus, nicht einmal ein Schuppen. In jenen ersten Wochen schliefen wir auf alten Türen, die wir billig auf dem Schuttabladeplatz erstanden hatten.
Mit untergelegten Backsteinen wurden diese Türen zu Betten, wobei wir als Mönche eines Waldklosters natürlich auf Matratzen verzichteten.
Der Abt schlief auf der Tür, die am besten erhalten war und über eine angenehm glatte Oberfläche verfügte. Meine hingegen war geriffelt und wies überdies noch ein beachtliches Loch in der Mitte auf, nämlich an jener Stelle, wo einst der Türknauf gesessen hatte. Ich war zwar froh, dass der Knauf überhaupt entfernt worden war, aber nun befand sich mitten auf meiner Schlafunterlage ein Loch. Ich machte Witze darüber, dass ich nicht einmal mehr zum Austreten würde aufstehen müssen, aber zum Lachen war mir eigentlich nicht zumute, denn kalter Wind pfiff nachts durch dieses Loch. In jener Zeit schlief ich sehr schlecht.
Wir waren arme Mönche, aber wir brauchten ein Dach über dem Kopf. Bauarbeiter konnten wir uns nicht leisten - schon die Kosten für das Material waren ja kaum aufzubringen! Also musste ich das Bauen von Grund auf erlernen: wie man ein Fundament legt, betoniert, mauert, ein Dach zimmert und sanitäre Einrichtungen einbaut, eben alles, was zum Bau gehört.
Mein bürgerliches Leben als Physiker und Lehrer hatte mich nicht darauf vorbereitet, mit den Händen zu arbeiten. Doch im Verlauf einiger weniger Jahre wurde ich zu einem recht geschickten Bauarbeiter und nannte mein Team schon bald BBC (Buddhistische Bau Company). Der Anfang war allerdings außerordentlich mühsam.
Dem Außenstehenden mag Maurerarbeit leicht erscheinen: Man pappt etwas Mörtel auf den Stein, setzt ihn an seine Stelle und klopft ihn ein bisschen fest. Wenn ich aber leicht auf eine Ecke schlug, um eine ebene Oberfläche zu erhalten, stieg eine andere Ecke nach oben. Kaum hatte ich diese auch festgeklopft, tanzte auf einmal der ganze Stein aus der Reihe. Behutsam brachte ich in ihn also wieder in die richtige Position, um gleich danach festzustellen, dass die erste Ecke schon wieder hochragte. Es war zum Verzweifeln. Wenn Sie mir nicht glauben, versuchen Sie's doch selbst einmal!
Als Mönch verfügte ich über so viel Geduld und Zeit, wie ich brauchte. Ich gab mir also große Mühe, jeden Backstein perfekt einzupassen, ganz gleich, wie viel Zeit ich dafür benötigte. Und irgendwann war die erste Backsteinmauer meines Lebens fertig gestellt. Voller Stolz trat ich einen Schritt zurück, um mein Werk zu begutachten. Erst da fiel mir auf - das durfte doch nicht wahr sein! -, dass zwei Backsteine das Regelmaß störten. Alle anderen Steine waren ordentlich zusammengesetzt worden, aber diese zwei saßen ganz schief in der Mauer. Ein grauenvoller Anblick! Zwei Steine hatten mir die ganze Mauer versaut.
Der Zementmörtel war inzwischen fest geworden.

Kurzbeschreibung zu Die Kuh, die weinte

Unterhaltung und Lebensschule für Jung und Alt


Schon Buddha unterwies seine Zuhörer mit Witz und Weisheit. Ajahn Brahm steht in der Tradition dieser orientalischen Erzählkunst. Geschickt verknüpft er die uralten Weisheiten mit modernen, lebensnahen Themen. Mit viel Humor und Einfühlungsvermögen unterhält er seine Leser - und eröffnet auf ganz unaufdringliche Weise neue Wege zu einem glücklichen und erfüllten Leben.


Ein inspirierendes und erbauendes Buch, voll mit Geschichten von Liebe, Hoffnung, Glück und der Überwindung von Leiden. Mit erfrischendem Esprit und Einfühlungsvermögen kratzt Ajahn Brahm an eingefahrenen Überzeugungen und begegnet unseren kleinen Schwächen und Marotten mit entwaffnendem Humor. So regt jede dieser 108 kurzen Erzählungen dazu an, innezuhalten, um über den eigenen Lebensweg nachzudenken.


Was dieses Buch auszeichnet:
. Voller Inspiration und verblüffender Erkenntnisse - und immer unterhaltsam
. Ohne religiösen Fachjargon werden Leser jeden Alters angesprochen
. Herzerwärmend und humorvoll, bisweilen sanft ermahnend - aber ganz anders, als man es vielleicht von einem buddhistischen Abt erwarten würde


Nie wurden die buddhistischen Lehren unterhaltsamer präsentiert!




Autorenportrait zu Die Kuh, die weinte

Ajahn Brahm, geboren 1951 in London, studierte theoretische Physik an der Universität von Cambridge und ist seit 34 Jahren buddhistischer Mönch. Neun Jahre lang lebte, studierte und meditierte er in einem thailändischen Waldkloster unter dem Ehrwürdigen Meister Ajahn Chah. Heute ist Ajahn Brahm Abt des Bodhinyana-Klosters in Westaustralien und eine der herausragenden Persönlichkeiten der erstarkenden buddhistischen Bewegung auf dem Fünften Kontinent.

Portrait

Ajahn Brahm:
Ajahn Brahm, geboren 1951 in London, Studium der theoretischen Physik an der Universität von Cambridge, seit 32 Jahren buddhistischer Mönch. Unter dem Ehrwürdigen Meister Ajahn Chah erlernte und praktizierte er in Thailand neun Jahre lang die Meditations-Tradition der Waldklöster. Heute ist Ajahn Brahm Abt des Bodhinyana Klosters in der Nähe von Perth (Westaustralien).
Martina Kempff:
Mehr als die Hälfte ihres Lebens hat die Diplomatentochter Martina Kempff im Ausland verbracht. Sie wuchs in San Francisco, Berlin und Helsinki auf, machte ihr Abitur im Internat Schloss Plön und zog nach einem Zeitungsvolontariat in Neumünster nach Berlin. Dort arbeitete sie als Redakteurin bei verschiedenen Zeitungen.
Nach einigen Monaten bei der "Bunten" gab sie die Festanstellung zugunsten eines freien Lebens auf und siedelte nach Griechenland über. Sie lernte Griechisch und lebte acht Jahre lang auf Paros und Mykonos. Mit ihrem holländischen Lebensgefährten zog sie danach nach Amsterdam, wo sie Niederländisch lernte und sich als Übersetzerin eine Lebensgrundlage schuf. Sie arbeitet auch weiterhin als Journalistin, zum Beispiel für "Focus" und betreut die deutsche Ausgabe einer niederländischen Zeitschrift. Aber ihr Herz hängt am Geschichtenerzählen. Ihr erster historischer Roman "Die Marketenderin" war ein großer Erfolg.

Autorenportrait

Ajahn Brahm, geboren 1951 in London, studierte theoretische Physik an der Universität von Cambridge und ist seit 34 Jahren buddhistischer Mönch. Neun Jahre lang lebte, studierte und meditierte er in einem thailändischen Waldkloster unter dem Ehrwürdigen Meister Ajahn Chah. Heute ist Ajahn Brahm Abt des Bodhinyana-Klosters in Westaustralien und eine der herausragenden Persönlichkeiten der erstarkenden buddhistischen Bewegung auf dem Fünften Kontinent.

Bewertung unserer Kunden zu Die Kuh, die weinte

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50

02.05.2012

„Ein wunderbares Buch”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein wunderbares Buch, um die Dinge mal von einer anderen Seite zu betrachten. Es ist leicht zu lesen, zum Schmunzeln und zum Nachdenken. Eignet sich gut als Geschenk. Und auch zum selber lesen, das ist ein Buch, das man bestimmt von Zeit zu Zeit wieder liest.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

08.07.2011

„Ds tollste Buch, das ich je gelesen habe”

von einer Kundin oder einem Kunden aus München
Für alle, die buddhistische Weisheiten und die buddhistische Philosophie lieben und für alle, die etwas in ihrem Leben ändern möchten. Das Buch ist etwas wunderbares, sehr schön geschrieben und sehr gut zu lesen, immer wieder.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

21.03.2010

„Die Kuh, die weinte”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ajahn Brahm gibt mit einem vergnüglichen Augenzwinkern eine Einführung in die buddhistische Denk- und Lebnsweise. Mit bester Erzählkunst führt er uns Leser durch kleine alltägliche Geschichten, die voller Weisheit sind und doch immer die Freude am Leben und am Miteinander spiegeln.
Ich habe , genau wie der Klappentext verspricht, ganz schnell noch eine Geschichte gelesen und noch eine und noch eine...
Ein Buch, das einfach Freude macht.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

02.09.2009

„Einblick in den Buddhismus”

von einer Kundin oder einem Kunden
Für Alle, die eine Einführung in die buddhistische Denkweise suchen, bietet dieses Buch schöne, weise Geschichten. Teils sind es uralte Mythen, die Ajan Brahm in modernere Form bringt, aber auch viele Episoden aus seinem eigenen Leben als buddhistischer Mönch.
Unterhaltsam, lehrreich und auch eine tolle Geschenkidee!

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40

30.12.2006

„einfach nett”

von Torsten Theiler aus NRW (T.Theiler@web.de)
ein nettes buch mit tollen geschichten, ein buch um zu lachen und trotzdem zum nachdenken. ich kenne kein buch was ähnlich aufgebaut ist.

sehr schön

2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

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