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Fleisch, Geflügel und Wild

Fleisch, Geflügel und Wild

Die besten Rezepte

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Artikeldetails zu Fleisch, Geflügel und Wild

Untertitel Die besten Rezepte

Abbildungsvermerk 2010. zahlreiche Farbfotos. 26 cm

  • ISBN-103-8094-2568-0
  • ISBN-139783809425687
  • Bassermann
  • Einbandartgebunden
  • Seiten261
  • Veröffentlicht04.01.2010
  • Gewicht982g
  • SpracheDeutsch

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Leseprobe aus Fleisch, Geflügel und Wild

Schweinefleisch

Schweinefleisch steht im Verbrauch von allen Fleischsorten an erster Stelle. Sicherlich ist dies darauf zurückzuführen, dass das Schweinefleisch zu den preiswerten Fleischsorten zählt, einen kräftigen, saftigen Geschmack hat und auch zu einem großen Teil zu Wurst verarbeitet wird.
Qualitätsmerkmale
Schweinefleisch von guter Qualität ist von feinen Fettäderchen durchzogen, dadurch bleibt es beim Garen zart und saftig. Ein dünner Fettrand schützt das Fleisch vor Saftaustritt und Aromaverlust. Die Schnittflächen sollten feuchtglänzend sein. Im Gegensatz zu Rindfleisch muss Schweinefleisch nicht abhängen. Im Gegenteil: Es ist bereits nach zwei Tagen genussfähig und sollte so schnell wie möglich verbraucht werden.


Teilstücke
Die einzelnen Teilstücke vom Schwein lassen sich sehr abwechslungsreich zubereiten.
1 Schinken mit Hüfte (Schinkenspeck, a), Oberschale (Kluft, b), Nuss (Maus, c) und Unterschale (Schinkenstück, d) Der Schinken ist der kompakteste und fleischreichste Teil des Schweins. Das Fleisch ist von einer dünnen Fettschicht bedeckt, die ihm den Geschmack verleiht, ob es nun frisch verarbeitet, gepökelt, geräuchert, gebraten oder gekocht wird. Aus Schinken, Keule oder Schlegel werden die verschiedensten rohen und gekochten Schinkenspezialitäten hergestellt. Dabei gibt es je nach Landschaft und Gegend viele unterschiedliche Pökel- und Räuchermethoden, die ihn zu einem typischen Produkt machen. Wird Schinken im Ganzen zubereitet, sollte man die Schwarte gitterförmig einschneiden, damit das darunterliegende Fett beim Braten austreten kann.
Das zarteste Stück Fleisch aus dem Schinken, die Hüfte, steht mit seiner Qualität dem Filet kaum nach. Das Fleisch eignet sich zum Kurzbraten, als Schnitzel oder Steak, kann aber auch genauso gut im Ganzen als Braten zubereitet werden.
Aus der Oberschale werden meistens Schweineschnitzel (immer quer zur Faser) geschnitten. Man kann das zarte Fleisch der Oberschale aber auch im Ganzen als Braten zubereiten. Aus diesem Teilstück wird auch gekochter oder geräucherter Rollschinken hergestellt. Aus der Nuss wird Nussschinken hergestellt. Obwohl dieser Teil von einer Sehne durchzogen ist, ist das Fleisch der Nuss sehr zart und gut zum Kurzbraten geeignet. Die Nuss eignet sich auch gut zum Braten am Stück und zum Kochen. Das Teilstück der Nuss gibt es gepökelt oder ungepökelt.
Aus der Unterschale lassen sich Rouladen oder Schnitzel schneiden. Sie wird aber meistens als Bratenstück oder Rollbraten mit oder ohne Schwarte angeboten. Gekochter oder Räucherschinken wird aus diesem Teil hergestellt.
2 Eisbein (Schinkenbein, Haxen) Man unterscheidet Vorder- und Hintereisbein. Frisch oder gepökelt kann es gekocht und gebraten werden. Eisbein wird in jeder Gegend anders zubereitet. Nördlich der Mainlinie wird es gepökelt und gekocht, südlich davon gebraten und als Schweinshaxe mit Sauerkraut serviert.
3 Spitzbein (Schweinsfüße, -pfoten) Spitzbein wird frisch oder gepökelt angeboten. Es kann gekocht, gebraten und gegrillt oder auch gefüllt zubereitet werden. Spitzbein kann auch zur Verbesserung von Eintöpfen, Saucen und Brühen verwendet werden. In Frankreich wird es mit Trüffeln kombiniert.
Kotelettstrang (Karree) Der Schweinerücken besteht aus drei Teilen: dem Sattelstück, das ist das Teil mit den kurzen Rippen, mit Filets und Nieren, dem Kotelettstück und dem Nacken. Sattel- und Kotelettstück werden auch als Karree bezeichnet.
4 Sattel und Filet (Schweinelende, a) Aus dem Sattel werden mit dem angewachsenen Filet die so genannten Lummerkoteletts geschnitten und der milde Lachsschinken hergestellt. Sattel wird frisch, gepökelt und geräuchert angeboten. Er kann gekocht, gebraten, gegrillt, glasiert und in Teig gebacken werden. Das Filet ist wie bei den anderen Fleischarten auch beim Schwein das zarteste, saftigste und auch magerste Fleisch. Schweinelendchen werden im Ganzen gebraten oder in knuspriger Hülle (z. B. Blätterteig) gebacken. Sie können auch in Gemüse oder in ein Schweinenetz gehüllt zubereitet werden.
5 Kotelettstück Aus diesem werden die Stielkoteletts geschnitten. Im Ganzen gepökelt wird es, roh oder gekocht, als Pökelrippchen angeboten. Gepökelt und geräuchert zusammen mit dem Sattelstück wird es roh als Kasseler Rippenspeer angeboten.
6 Nacken (Hals, Kamm) Aus dem gut durchwachsenen, saftigen, mit Fettadern und Bindegewebe durchzogenen Fleisch des Nackens lassen sich Schmorgerichte, Braten, Gulasch, Ragout und Geschnetzeltes zubereiten. Nackenfleisch kann auch am Stück gekocht oder portioniert gegrillt und gebraten werden.
Schulter (Schaufel, Blatt, Bug) Das Fleisch der Schulter wird »wie gewachsen« mit Knochen und Schwarte angeboten. Es werden
daraus Vorderschinken, Ragout, Gulasch, Blankett, Schweinepfeffer und Frikassee zubereitet. Die mageren Fleischteile werden für Hackfleisch verwendet.
8 Dicke Rippe (Brust, Brustspitze) Dieses Teilstück wird in den Geschäften frisch oder gepökelt angeboten und kann gebraten oder gekocht werden. Gefüllte Schweinsbrust, Rippchen, Gulasch und verschiedene Eintöpfe werden aus Dicker Rippe zubereitet.
9 Schweinebauch Mit und ohne Knochen wird er frisch oder gepökelt angeboten. Er kann gefüllt, gebraten oder gekocht, warm aber auch kalt in Gelee eingelegt serviert werden. Aus Schweinebauch wird geräucherter Bauchspeck (auch unter dem Namen Dörrfleisch oder magerer Speck bekannt) hergestellt.
10 Rückenspeck Der Rückenspeck leistet zum Bardieren, Spicken und für Pasteten gute Dienste.
Frischer Rückenspeck wird auch gesalzen oder ungesalzen und geräuchert in den Geschäften angeboten. Rückenspeck lässt sich in verschiedenen Gerichten sehr vielseitig verwenden.


Rindfleisch

Rindfleisch ist das Fleisch von Ochsen, Färsen, Kühen, Jungbullen und Bullen. Seine Qualität hängt vom Alter, der Fütterung, Haltung und vom Geschlecht der Tiere ab. Auch das Abhängen, der Reifeprozess des Fleisches und der Stress, den die Tiere vor dem Schlachten empfunden haben, beeinflussen die Fleischqualität. Vor allem die bindegewebsarmen Fleischteile wie Roastbeef und Filet, die überwiegend zum Kurzbraten und Grillen verwendet werden, sollten gut abgehangen sein.
Während des Abhängens wird im Muskelfleisch Milchsäure gebildet, die nicht nur das Bindegewebe auflockert, sondern auch Aroma- und Geschmacksstoffe entwickelt. Rindfleisch wird dadurch mürber, leichter verdaulich und erhält seinen typischen Rindfleischgeschmack. Auch für die anderen Teile des Rindes ist das Abhängen des Fleisches natürlich von Vorteil.


Qualitätsmerkmale
Allgemein sollte Rindfleisch eine sattrote Farbe, einen angenehmen Geruch nach frischem Fleisch und eine feinfaserige, marmorierte Struktur haben. Beim Anfassen und Einscheiden soll es eine gewisse Festigkeit und glänzende Schnittstellen zeigen, dem Fingerdruck nachgeben, die Eindrücke wieder ausgleichen. Angeboten wird hauptsächlich das Fleisch junger Rinder, und zwar das Fleisch von Rindern, die nicht älter als zwei Jahre sind. Das Fleisch älterer Tiere wird vorwiegend für die Wurstproduktion verwendet.
Teilstücke

Kurzbeschreibung zu Fleisch, Geflügel und Wild

Vom schnellen Schnitzel zum großen Braten - die besten Rezepte für herzhaften Genuss


Wer viele und gut gelingende Rezepte für Fleisch, Geflügel und Wild haben möchte, findet in diesem Kochbuch eine reiche Auswahl für bekannte Köstlichkeiten, Lieblingsgerichte und innovative Partyhits. Großformatig fotografiert und mit exakten Schritt-für-Schritt-Anleitungen gelingt auch Ungeübten alles ganz leicht.


Portrait

Karl Newedel:
Karl Newedel profitiert als Fotodesigner und Foodstylist von seiner Ausbildung als Koch. Seine Wanderjahre nach der Kochlehre im Hotel Vier Jahreszeiten in München führten ihn in renommierte Restaurants und Hotels in der Schweiz, auf den Bermudas und in Indien. Seit 1996 betreibt er mit einem kleinen Team sein eigenes Foodstudio, wo er vor allem hinter der Kamera steht. Inzwischen sind zahlreiche Kochbücher sowie Werbeaufnahmen für namhafte Markenartikler aus der Lebensmittelindustrie entstanden. Viele Kunden nutzen auch sein detailliertes Fachwissen für Beratung und um Rezepte erarbeiten oder testen zu lassen.

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