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Name:
Dante
Rezensionen:
12 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 5

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Rang:
2959

Dantes Rezensionen

12

buch

Fünf

Ursula Poznanski

EUR 14,95 *
auf Merkliste

50

22.04.2012

„Fünf”

Inhalt:

Auf einer Kuhweide wird die Leiche einer Frau gefunden, auf deren Fußsohlen Koordinaten eintätowiert sind. Die beiden BKA Ermittler Florin Wenninger und Beatrice Kaspary werden mit der Untersuchung des Falls beauftragt. Anhand einer Vermisstenanzeige kann die Tote als Nora Papenberg identifiziert werden, die ursprünglich jedoch keine Tätowierung hat. So machen sich die beiden Ermittler per GPS auf die Suche nachdem Ort den die Koordinaten ergeben und finden eine Frischhaltebox die eine abgetrennte, in Folie eingeschweißte männliche Hand und weitere Hinweise zu neuen Koordinaten beinhaltet. Schnell wird den Ermittlern klar, dass sie sich in einem makaberen Geocaching-Spiel wiederfinden, in dem der Owner sie Koordinaten des nächsten Stages mittels Rätsel zusammenpuzzeln lässt.

Fazit:

Durch den angenehmen und bildhaften Erzählstil findet man sich im Handumdrehen mitten im Geschehen wieder und hat das Vergnügen an den Ermittlungen teilhaben, bei denen man auch gleich ein wenig Hintergrundwissen zum Thema Geocaching erlangt. Mit den beiden Ermittlern Bea und Florin schafft die Autorin zwei sympathische und lebensnah wirkende Charaktere. Man ist gleich zu Beginn so im Thema gefangen, dass man den Roman nicht aus der Hand legen kann. Ein Krimi aller ersten Güte!. Bleibt zu Hoffen, das weitere Fälle für dieses prima Ermittlerduo folgen. TFTH Fr. Poznanski!

buch

Der Augenjäger

Sebastian Fitzek

EUR 19,99 *
auf Merkliste

40

16.04.2012

„Der Augenjäger”

Inhalt:
Alexander Zorbach, Journalist, dessen Frau vom Augensammler ermordet wurde, ist noch immer auf der Suche nach seinem Sohn Julian. Er erscheint 7 Minuten nach Ablauf des Ultimatums am Ort des Verstecks. Anders als erwartet gibt ihm „Der Augensammler“ Frank Lahmann eine zweite Chance seinen Sohn zu retten. Wenn Alexander seinen Sohn mehr liebt als sein eigenes Leben, soll er sich mit der Pistole, die er vorgefunden hat, durch einen Schuss ins linke Auge töten. Wie wird sich Alexander entscheiden?
Alina Gregoriev, seit ihrer Kindheit blind, Physiotherapeutin mit medialen Fähigkeiten soll Dr. Zarin Suker, tagsüber einer der angesehensten Augenchirurgen und nachts ein psychopatischer Mörder, der sich in Untersuchungshaft befindet behandeln. Die Polizei erhofft sich, durch ihre Gabe Licht ins Dunkel zu bringen, denn Sukers letztes Opfer, das entkommen konnte scheint zu keiner Aussage mehr fähig und so gibt es keine Anhaltspunkte um Suker weiter festzuhalten. Dieser erkennt Alina jedoch und macht Ihr das Angebot, ihr Sehvermögen wieder herzustellen. Schnell findet Alina sich mitten im makaberen Spiel des Augenjägers wieder.

Fazit:
Durch den mitreißenden und durchgehend spannenden Erzählstil des Autors findet man schnell in die Geschichte hinein und so im Thema gefangen, dass man den Roman nicht aus der Hand legen kann. Bis zuletzt findet der Leser sich in einem Verwirrspiel aller ersten Güte wieder. Um einen besseren Gesamteindruck von den beiden Protagonisten zu erhalten, empfiehlt es sich vielleicht die vorangegangene Warnung zu berücksichtigen, auch wenn die Geschichten nicht direkt aufeinander aufbauen. Definitiv empfehlenswert!

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Blutige Stille

Linda Castillo

EUR 8,99 *
auf Merkliste

40

14.04.2012

„Blutige Stille”

Inhalt:
Als Officer Chuck Skidmore während der Nachtschicht seine Runden im Streifenwagen dreht, hält er in der Nähe einer Farm um sich zu erleichtern. Dabei vernimmt er merkwürdige Geräusche, die er zuerst einem Kalb zuordnen würde. Als er intensiver hinhorcht und meint einen Mann schreien zu hören, beschließt er, lieber nachzusehen. Auf dem Weg zum Haus kommt ihm Reuben Zimmerman panisch entgegen und berichtet, das Amos Plank und seine Kinder tot sein. Officer Skidmore beschließt daraufhin mit Ihm zur Plank-Farm zu fahren um die Aussage zu überprüfen und muss feststellen, dass die Familienmitglieder regelrecht hingerichtet wurden. Als Chief Kate Burkholder am Tatort eintrifft kann sie es kaum fassen, das die Opfer der amischen Gemeinde angehören. Auch in diesem heiklen Fall erhält Kate Hilfe von dem BCI Agenten John Tomasetti.

Fazit:
Wie schon bei dem Vorgängerroman „Die Zahlen der Toten“ liest sich die Geschichte durchgehend angenehm und fließend mit gut dosierten Spannungseinlagen. Aufgrund der guten Beschreibungen der Gegebenheiten findet man sich schnell an der Seite der beiden sympathischen und lebensnahen Protagonisten wieder, und hat das Vergnügen an den Ermittlungen und der fieberhaften Suche nach den Täter teilzunehmen. Ein wirklich sehr gelungener Roman, der zu empfehlen ist.

50

13.04.2012

„Der Ruf des weißen Raben”

Inhalt:
Chad Blue Knife kehrt auf Bitten seiner Großtante Heather zur Sommersonnenwende in sein indianisches Heimatdorf in Kanada zurück. Die Stammesältesten berichten, dass das Gleichgewicht des Lebens scheinbar gestört sei. Die Tochter von Susi Standing Bear ist spurlos verschwunden und die Polizei sei nicht gewillt oder in der Lage etwas zu unternehmen. So wird beschlossen, dass eine Zeremonie abgehalten werden soll, um die Ahnen um Rat und Hilfe zu bitten. Myra Morgenstern, die zu etwa der gleichen Zeit auf dem Highway unterwegs in den Urlaub ist, beschließt in einer Hütte Halt zu machen um und platzt unverhofft in die laufende Zeremonie. Als Myra ahnt in welcher Situation sie sich befindet verlässt sie fluchtartig den Ort des Geschehens.

Am Tag darauf treffen sich Myra und Chad, der am Abend zuvor der Zeremonie als Tänzer beigewohnt hat gleich zwei mal wieder. Beim zweiten Aufeinandertreffen sieht Chad, wie Myra einen Abhang hinunterstürzt und eilt ihr zu Hilfe. Bevor er sie jedoch erreicht, sieht er, wie Myra zwischen zwei Säulen verschwindet und beschließt auf sie zu warten. Als Myra wieder zurückkehrt, weiß sie kaum wie ihr geschieht, doch beiden ist bewusst, dass sie auserwählt wurde um dem Ruf der Ahnen zu folgen. Chad und Myra spüren gleichermaßen eine tiefe innere Verbundenheit und beide ahnen dass ihre Schicksale ebenso untrennbar miteinander verbunden sind. So machen sich Chad und Myra gemeinsam auf die Suche nach Ihrer Bestimmung, bei der Myra ihre Gabe nutzt in die Geisterwelt zu reisen zu dürfen.


Fazit:
Das sehr schön gestaltete Cover leitet die Thematik des Romans prima ein. Die Geschichte zeigt sich vielschichtig und vereint Elemente eines Abenteuerromans, mit mystischen und kulturellen Aspekten, bei dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Mit Myra und Chad schafft die Autorin zwei auf Anhieb sympathisch und liebenswert wirkende Protagonisten. Der Wechsel der unterschiedlichen zeitlichen Perspektiven von Myra in der Gegenwart, Runa und Myra´s Ich in der Zukunft lesen sich durch den bildgewaltigen Erzählstil der Autorin äußerst angenehm und man findet sich rasch mitten im Geschehen wieder. Ein durch und durch hervorragender Roman, der es vermag, den Leser zu berühren und ihn innehalten lässt. Absolut empfehlenswert!

40

08.04.2012

„Simon Beckett - Verwesung”

Inhalt:
David Hunter, forensischer Anthropologe wird bei einem heiklen Fall um Hilfe gebeten. Im Dartmoor wurde von Wanderern ein Grab entdeckt. Alles scheint auf den Serienmörder Jerome Monk, der die Morde an insgesamt vier Frauen gestanden hat, dessen Leichen jedoch nie gefunden wurden zu deuten. Im Moor angekommen machen sich David und das Ermittlerteam bestehend aus DI Terry Connors, DC Bob Roper, dem forensische Archäologen Leonard Wainwright, der psychologischen Ermittlungsberaterin Sophie Keller an die Bergung. Es gelingt ihnen den Leichnam als Tina Williams, Monks drittes Opfer zu identifizieren.
Jerome Monk, der überaschenderweise seine Hilfe bei der Suche nach den Opfern angeboten hat gibt jedoch plötzlich an, sich an nichts mehr erinnern zu können. Sophie Keller die sich anhand bestimmter Landschaftspunkte potentielle Ablageorte ableiten kann, will ihm zu Hilfe kommen und hat eine wage Ahnung über den potentiellen Fundort. Monk nutzt jedoch eine günstige Gelegenheit zu einem Fluchtversuch. Nach diesem Desaster verläuft die weitere Suche erfolglos und wird letztendlich eingestellt. Acht Jahre später flieht Mink aus dem Hochsicherheitsgefängnis. Terry Connors stattet David einen Besuch ab um ihn vor Monk zu warnen, da er befürchtet, das sich dieser auf einem persönlichen Rachefeldzug gegen das damalige Ermittlerteam befindet.

Fazit:
Der Roman liest sich angenehm und durchgehend spannend, durch den ausdrucksstarken Schreibstil findet man prima in die Geschichte hinein. Mit David Hunter schafft der Autor einen Protagonisten der auf Anhieb sympathisch und durch Ecken und Kannten sehr lebensnah erscheint. Wie alle Romane der David Hunter Reihe ein absolutes Lesevergnügen!

buch

Stirb

Hanna Winter

EUR 8,99 *
auf Merkliste

40

08.04.2012

„Hanna Winter - Stirb”

Inhalt:
Lara Simons, gerade geschieden, beginnt ihrem Leben eine neue Richtung zu weisen. Sie erfüllt sich ihrem Traum vom eigenen Café. Ihre Einweihungsfeier am Abend zu der eine Menge Freunde und Bekannte eingeladen sind verläuft erfolgreich. Als sie Nachts mit dem Taxi nach Hause fährt entpuppt sich der Taxifahrer als der „Trancheur“, der berüchtigte Serienkiller, der Berlin in Angst und Schrecken versetzt. Durch einen glücklichen Zufall kann sie ihm allerdings entkommen. Allerdings nur vorerst! Kurz darauf verwüstet er ihr Cafe und droht Lara. Am Abend als sie das Angebot von der Polizei, in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen zu werden, in Anspruch nehmen will, schlägt der Trancheur erneut zu.
Sechs Jahre später, Lara hat mit ihrer Tochter Emma in Rügen neu angefangen. Gemeinsam mit Ihrem Freund Frank unterhält sie eine Pension. Das Leben scheint wieder in normalen Bahnen zu verlaufen. Doch auch auf der Insel holt die Vergangenheit die beiden bald ein…

Fazit:
Der Roman liest sich angenehm und durchgehend spannend, durch den ausdrucksstarken Schreibstil findet man prima in die Geschichte hinein. Die Protagonisten erscheinen auf Anhieb sympathisch und durch Ecken und Kannten sehr lebensnah. Ein wirkliches Lesevergnügen.

buch

Isenhart

Holger Karsten Schmidt

EUR 19,99 *
auf Merkliste

50

02.04.2012

„Isenhart”

Isenhart wird 1171 tot geboren. Seine Mutter erliegt den Strapazen der Geburt. Ein Fremder, der scheinbar zufällig die Hütte betritt, haucht dem Säugling eine „Stück seiner Seele“ ein und erweckt das Kind zum leben. Kurz darauf betritt Walther von Ascisberg die Hütte, der schon lange auf der Suche nach diesem Fremden mit der“ dunklen Seite“ ist. Nach den Schilderungen der Hebamme, die den Vorfall beobachtet hat, erstickt er den Säugling, denn in ihm steckt die Seele des Bösen. Vom schlechten Gewissen geplagt haucht er dem Kind „zum Wettstreit der Seelen“ seinen Atem ein.

Walter bringt das Kind zu seinem Freund und Verbündeten Sigismund von Laurin. Dort wächst Isenhart in der Familie des Schmieds auf und erhält das für diese Zeit ungewöhnliche Privileg der Bildung. Zusammen mit Konrad, Sohn des Sigimund von Laurin, wird er von Vater Hieronymus und Walther unterrichtet und zeigt sich als übermäßig intelligent und wissbegierig. Während er zu einem jungen Mann heranwächst verlieben sich Anna, Sigimunds Tochter und Isenhart ineinander und treffen sich heimlich. Eines Abends, als Isenhart verspätet am verabredeten Ort eintrifft, findet er Anna ermordet unter einem Baum liegend auf. Schmerzhaft muss Isenhart feststellen das der Mörder seiner geliebten Anna das Herz herausgeschnitten hat.
Nach einem weiteren, fast identischen Mord beginnt die Suche nach dem Mörder, der sein Handwerk zu verfeinern scheint. Die Jagd führt Isenhart und Konrad ins ferne Iberien und Isenhart lässt keine Gelegenheit ungenutzt seinem Traum vom Fliegen und dem Wunsch verstehen zu können, was die Welt im Innersten zusammenhält nachzugehen.


Die Geschichte ist hervorragend erzählt und stellt eine perfekte Mischung aus historischem Roman und Krimi dar. Die Umgebung, die Lebensweise und verschiedenen Facetten der Geschichte sind detailreich und spannend beschrieben, sodass man sich in die Zeit hineinversetzt fühlt. Mit dem Protagonisten Isenhart schafft der Autor einen sympathischen, intelligenten und wissbegierigen jungen Mann in dessen Gefühls- und Gedankenwelt man eintauchen darf. Ein absolutes Lesevergnügen für das ich gut und gerne 10 Punkte vergeben würde!

50

28.03.2012

„Die Spur der Kinder”

Berlin wird seit einigen Jahren durch Serie von Kindesentführungen in Atem gehalten. Der Ermittler Piet Karstens und sein Team tappen noch immer im Dunkeln. Der Täter hinterlässt keinerlei Spuren, seine Handschrift hinterlässt er in Form einer weißen Lilie, die er den Müttern per Boten schicken lässt. Fiona Seeberg, Schriftstellerin und eine der betroffenen, findet auch zwei Jahre nach dem Verschwinden ihrer Tochter Sophie noch nicht richtig ins Leben zurück. Alles hat sich verändert, ihr Lebensgefährten Adrian Riedel scheint dies besser kompensieren zu können, er stürzt sich in die Arbeit, doch ihr mag dieser Schritt nicht gelingen. Schon mehrfach hat Fiona versucht einen neuen Roman zu beginnen, auch ihr Alkoholkonsum nimmt bedrohliche Ausmaße an. Nach einer weiteren Kindesentführung suchen die Ermittler Karstens und Behring Fiona auf, in der Hoffnung, dass es doch noch Anhaltspunkte gibt, die damals übersehen wurden. Adrian, Fiona´s Verlobter scheint nicht begeistert, wie in den vorherigen Vernehmungen verhält er sich merkwürdig und verstrickt sich Wiedersprüche. Von der Ungewissheit geplagt beginnt Fiona nachzuforschen…

Fazit:

Der Roman liest sich absolut angenehm, fließend und durchgehend spannend, durch den ausdrucksstarken Schreibstil findet man prima in die Geschichte hinein. Die Protagonisten erscheinen auf Anhieb sympathisch und durch die Ecken und Kannten sehr lebensnah.
Die Autorin schafft es spielend, den Leser zu verwirren und in lange im Dunkeln tappen zu lassen. Am Ende des Buches wird die Handlung rasant vorangetrieben und ein Ereignis führt zum nächsten. Doch niemand kann ahnen, welche Abgründe sich am Ende auftun, Absolut empfehlenswert.

50

27.03.2012

„Die Fälscherin”

Inhalt:



Nachdem Blanka gemeinsam mit ihrem Vater und ihrem Bruder zu Zeiten des 2. Kreuzzuges 1148 durch Kleinasien gereist ist, erkrankt sie an Lepra und wird zum Sterben im St. Lazarus Spital zurückgelassen. Einzig Bischof Otto von Freising, kümmert sich um Blanka, wodurch sich eine tiefe innere Verbundenheit einstellt. Entgegen aller Erwartungen übersteht Blanka die Krankheit und kehrt 1151, aus Dankbarkeit mit dem Bischof nach Baiern zurück um als Laienschwester ausgebildet zu werden.



Als Blanka eines Nachts, entgegen der Vorschriften, einen Verletzten ins Kloster einlässt und ihn versorgt verliebt sie sich in ihn und ahnt nicht dass es sich dabei um Ortolf „Otho“ Kopf, den gefürchtetsten Ritter der Wittelsbacher handelt, mit denen sich Otto von Freising in ständiger Fehde bezüglich der Verteilung der Besitztümer befindet. Bischof Otto erkennt indessen Blanka´s Fähigkeit, Texte originalgetreu kopieren zu können.



Als ihr Vater an Aussatz erkrankt, und der Familienbesitz durch eine List an Bischof Otto´s Erzfeind, dem Pfalzgraf Otto Wittelsbach überzugehen droht, nutzt er erstmalig Blanka´s Talent um eine Besitzurkunde zu Gunsten der Kirche zu „fälschen“. Hin und her gerissen, zwischen ihrer Treue zu Otto von Freising und ihrer Liebe Ortolf gegenüber beginnt für Blanka eine gefährliche Zeit voller Prüfungen.



Fazit:



Der Roman liest sich durchgehend angenehm und fließend, wobei es der Autorin spielend gelingt, den Leser in die Zeit um 1148 hineinzuführen, sodass man das Gefühl hat mitten im Geschehen zu verweilen. Die Schilderungen der historischen Personen und Gegebenheiten wirken authentisch und sind mindestens genau so gut gelungen. Absolut empfehlenswert!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

19.03.2012

„Mathias Gatza - Der Augentäuscher”

Inhalt:

Wer war Silvius Schwarz? Die Klärung dieser Frage wird für den unbekannten Herausgeber, Kunsthistoriker, zur Lebensaufgabe. Nach einer Odyssee gescheiterter Dissertationsversuche beginnt dieser mit der mühseligen Recherche. Mit viel Geduld und Hartnäckigkeit gelingt es ihm nach und nach an die verschollenen Druckbögen des stummen Setzers Leopold zu kommrn, der seiner Zeit die bewegende Geschichte von Silvius Schwarz aus der Perspektive eines Freundes schriftlich festhält. In diesen berichtet Leopold von dem Werdegang des barocken Stilllebenmalers, seiner Kunst, seiner Individualität und der Reaktion der Mitmenschen, die ihn teilweise bewundern. als auch durch Neid und Missgunst verteufeln. Aber auch von den Geschehnissen die sich seiner Zeit ereignen und für Silvius eine Gefahr darstellen.

Durch einen „Zufall“ gelangt der Herausgeber auch in den Besitz eines Briefromans, wodurch, durch den dort zu findenden Briefwechsel zwischen Silvius und seiner Cousine und Geliebten Sophie von Schlosser ein persönlicheres Bild des Malers entsteht. So erschließt sich langsam, was die Person des Silvius Schwarz ausmacht, was ihn bewegt und antreibt.

Fazit:

Die Geschichte, die sich aus drei Unterschiedlichen Perspektiven entwickelt, ist hier rundum gelungen und lässt die Person des Silvius Schwarz transparent erscheinen. Der Autor schafft es spielend, den Leser in jede dieser Perspektiven hineinzuführen und ihm das Gefühl zu vermitteln, mitten im Geschehen zu verweilen. Die Charaktere und Gegebenheiten des 17. Jahrhunderts schildert der Autor ebenso authentisch wie gelungen.
Insgesamt ein hervorragend geschriebener Roman, der Krimielemente, kunsthistorische und wissenschaftliche Aspekte prima miteinander verbindet. Der Leser ist hier auch ohne große „Spezialeffekte“ bestens unterhalten.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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