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Name:
Tanja Voosen
Ort:
Nideggen
Rezensionen:
52 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 6

nicht hilfreich: 1

Rang:
829
Über mich:

Tanja

Tanja Voosens Rezensionen

123456

40

05.10.2012

„Tolles Debüt, das besonders jüngere Leser in seinen Bann ziehen wird! ”

Ich habe sofort Zugang zu der Geschichte gefunden, war vom Schreibstil gefesselt und die Heldin Julie war mir vom Fleck weg sympathisch. Ich sollte wohl anmerken, dass mir auch sofort klar wurde, dass dieser Roman eher auf ein jüngeres Publikum angelegt ist, denn Julie ist 15 Jahre alt und benimmt sich auch so.

Ich mag das Thema Engel in Fantasybüchern sehr gerne, habe aber leider noch nicht viele Bücher entdeckt, die meinen Geschmack getroffen haben. Die Autorin hat es geschafft viele bekannte Elemente aus geschichtlichen Erzählungen zu etwas Neuem zu verbinden. Seraphim als Erzeugnis von Menschen und Engel sind wahrscheinlich jedem bekannt und auch die Art und Weise, wie das Buch beginnt ist recht stereotypisch. Ein Mädchen, das durch ihre außergewöhnlichen Gaben begreift, dass sie kein Mensch ist, ein Schicksal, dass auf die wartet und eine Familie, die eigentlich nicht ihre ist. Und obwohl ich das schon zur Genüge gelesen habe, hat die Autorin die Handlung, die in die Geschichte einführt sehr unterhaltsam und charmant verpackt.

Was mich auch sehr überrascht hat, ist die Schnelligkeit, mit der zu Beginn alles von statten geht und auch die Brutalität, die vielen Menschen hier angetan wird und meiner Meinung nach nicht immer für vierzehnjährige geeignet ist. Mir hat dies eigentlich sehr gut gefallen, denn obwohl es deutlich eine Grenze zwischen Gut und Böse gibt, so hatte der Roman, was die Gegenspieler betraf ab und zu Abwechslung zu bieten. Der Plot lässt einen oft den Atem anhalten, weil Julie und ihre Freunde von A nach B hetzen, gejagt werden oder ihnen etwas zustößt. Die Handlung wechselt immer zwischen ruhigen Dialogen und Spannungshöhepunkten. Zum Ende hin gibt es dazu ein tolles Finale, das Action bietet, die für die Altersgruppe angelegt wurde.

Was mich an Fédéric gestört hat, war das er andauernd fluchen musste und da das Buch Ende des 19 Jahrhundert spielt klang das immer so: Mäuseköttel und verschimmeltes Brot (oder so ähnlich) was einfach absolut lächerlich war. Nicolas hingegen nennt Julie andauern „Liebchen“ und im Verlauf des Buches auch alle andere Mädchen und Frauen. Irgendwann hingen mir die Wortwiederholungen echt zum Hals raus xD Ruben war übrigens ein etwas überflüssiger Charakter, wie ich noch erwähnen möchte. Sein Gequengel macht es auch nicht leicht, ihn wirklich zu mögen.

Ein weiter Punkt, der mir nicht so gut gefallen hat, war die Liebesgeschichte. Ich hatte nie wirklich den Eindruck, dass Julie und irgendeiner der beiden eine Art Verbindung haben, das kam Atmosphärisch bei mir nie so an. Ganz plötzlich drehen sich dann aber ihre Gedanken um den wohl riechenden Nicolas oder eben den besten Freund, der ja immer für sie da war. Das fand ich etwas übertrieben. Zudem war Julie, was ihre Gefühle betraf etwas wechselhaft, was vielleicht typisch für ihr Alter ist, bei mir aber nicht so gut ankam.

Fazit

Ein schönes Fantasybuch mit viel Spannung und Herz, etwas unausgegorenen Charakteren und an manchen Stellen zu wenig Tiefgang. Ich habe Julies Abenteuer sehr genossen und konnte über die Makel hinwegsehen!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Vakuum

Antje Wagner

EUR 14,99 *
auf Merkliste

40

20.09.2012

„[4,5 Sterne] Spannung, Tiefgang und ein überraschendes Ende!”

Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin. Die Wortwahl ist abwechslungsreich, der Stil flüssig und fesselnd. In Unland empfand ich die Sätze öfters mal als zu kurz, aber hier gab es die richtige Mischung, die die gesamte Erzählung sehr spannend gemacht hat und durch den Wechsel von kurzen und langen Sätzen entstand eine Atmosphäre, die mich rasch in ihren Bann zog.

Über die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich vor allem mit einem: den Charakteren. Aus verschiedenen Perspektiven wird der Alltag, die Gedanken und Gefühle der Jugendlichen geschildert und obwohl sich das alles etwas länger hinauszieht, als ich es eigentlich bei Jugendbücher mag, so gab es keine Stelle, die mich langweilte oder mir beim Lesen irgendwie zäh vorkam. Es war einfach sehr interessant etwas über die vielen Charaktere zu erfahren, die einem als Leser so gut vorgestellt werden, dass man sich ein tolles Bild ihrer Persönlichkeiten machen kann, Dabei sind sie alle sehr verschieden, haben unzählige Facetten und auch, wenn man sich nicht mit allen identifizieren oder sie mögen kann, so war jeder einzelne von ihnen sehr interessant. Was mich auch überrascht hat war, dass ich immer wissen wollte, wie es denn nun mit ALLEN weiter geht. Normalerweise empfinde ich zu viele Perspektiven bzw. Charaktere als überflüssig, aber in diesem Fall waren die ganzen Hintergrundgeschichten tiefgründig und unterhaltsam.


Die Handlung kommt zwar eher gemächlich ins Rollen, aber die großartige Atmosphäre lässt die ganze Zeit über die Spannung ansteigen. Es ist, als würde man von Anfang an spüren, dass etwas vor sich geht und kleine Wendungen, wie z.B. das Finden von mysteriösen Botschaften oder Rätseln, verstärken diesen Eindruck nur. Als alle Handlungsstränge zusammen laufen, konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen! Die vielen Fragen, die in meinem Kopf schwirrten und beantwortet werden wollten, ließen mir einfach keine Ruhe und zusammen mit den Charakteren befindet man sich auf einer heißen Spur und der Lösung des Rätsels.

Das Ende des Buches war sehr schockierend und fesselnd geschrieben. Die ganze Zeit über arbeiten sich die Figuren zu diesem Höhepunkt hin und ich muss gestehen, dass ich im ersten Moment etwas enttäuscht war, aber dann folgten die Erklärungen und der Wow-Effekt trat ein. Ich finde, dass Romane selten in eine ganz andere Richtung schlagen, als man es letzten Endes erwartet und das hat mir hier ebenfalls sehr gut gefallen!

Ein paar kleinere Kritikpunkte habe ich aber dennoch anzumerken. Ich hätte mir an manchen Stellen etwas längere Dialoge gewünscht. Besonders Figuren, die ich mehr mochte als andere kamen mir persönlich etwas zu kurz, was aber Geschmackssache ist. Dass das Ende relativ offen ist fand ich einerseits wegen der guten Wende super, anderseits hätte ich gerne mehr über die Zukunft der Charaktere erfahren. Die Idee zu Vakuum ist wirklich sehr innovativ, aber zu diesem Punkt, hätte ich gerne etwas mehr gewusst, z.B. ergeht es auch anderen Menschen so? Meine anderen Fragen wären etwas gespoilert, deshalb lass ich diese weg

40

10.09.2012

„4.0 von 5 Sternen Innovatives Konzept auf dem Büchermarkt der Dystopien!”

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin es so wunderbar leicht macht, Zugang zu den Charakteren zu finden, obwohl Day und June, nicht gerade typische Jugendliche sind, mit denen man sich identifizieren kann. June ist schon sehr früh erwachsen geworden, nicht nur, weil sie hochbegabt ist, sondern auch, weil ihr Bruder hohe Ansprüche an sie stellt und June selbst sehr ehrgeizig ist. Sie ist eine starke, loyale Heldin, die sich selbst verteidigen kann und stets durchdacht handelt. Durch ihre Sichtweise, erfährt man viel über die Republik und das Leben dort und diese Einblicke sind nicht immer schön. Die Republik herrscht mit eiserner Faust und dabei kommt einem das ganze Rechtssystem zunächst einmal sehr realistisch und gut durchdacht vor. An vielen Stellen habe ich mit sehr gut vorstellen können, warum das ganze Land so aufgebaut wurde, aber im Verlauf der Geschichte, fängt man, genau wie June an, daran zu zweifeln, ob hier wirklich alles mit rechten Dingen zugeht oder ob nicht mehr hinter der Fassade der Machtinhaber steckt.

Day ist das genaue Gegenteil von June. Er lebt auf den Straßen der Republik und ist der meist gesuchte Verbrecher des Landes, weshalb er sich ständig auf der Flucht befindet. Was ich richtig gut fand, war, dass die Autorin uns hier gute Gründe dafür liefert, warum ein Junge diesen Titel inne hat, denn es ist wie Day selber sagt: er ist vielleicht nicht der gefährlichste Verbrecher des Landes, aber derjenige, den die Republik einfach nicht ausfindig machen kann und somit der meist gesuchte. Warum das so ist, kann man Day auch gut abkaufen. Er ist clever und listig und hat immer einen Plan in der Hinterhand, was ich äußerst fähig erscheinen ließ.

Die Geschichte kommt ins Rollen, als Day beschuldigt wird Junes Bruder ermordet zu haben und diese sich auf die Reise begibt, um Day ausfindig zu machen. Das Buch bietet ab diesem Zeitpunkt jede Menge Spannung, denn June gerät öfters auf ziemliche Abwege, bei der Suche inmitten der „Slums“ der Republik und das ist oftmals sehr gefährlich. Obwohl die Begegnung der beiden schon an einen ziemlichen Zufall grenzt und June zunächst gar nicht weiß, wenn sie da vor sich hat, war das Zusammenbringen der beiden Handlungsstränge doch sehr gut inszeniert. Es war einfach total fesselnd zu lesen, wie die beiden sich näher kennen lernen und ihr Misstrauen bei Seite legen, um gemeinsam einem Ziel zu folgen.

Durch den flotten Schreibstil kommt es einem beim Lesen auch gar nicht so vor, als habe man 300 Seiten hinter sich, sondern die Geschichte wirkt fast etwas zu kurz. Es gab sehr viele Kapitel, bei denen ich mir einfach etwas mehr gewünscht hätte. Es passiert einfach so viel in Legend, das manche Stellen ein wenig gehetzt wirken und das mochte ich nicht so sehr.

40

06.09.2012

„[4,5 Sterne] Ein spannendes Buch mit viel Tiefgang!”

Ismae als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Ich war zutiefst von ihrer Entwicklung beeindruckt, die sich über das ganze Buch hinweg zeiht. Zu Beginn ist Ismae noch hilflos und auch verängstigt, mit einem schweren Schicksal geschlagen, aus dem es, so sieht es aus, keinen Ausweg gibt und sie ertrinkt fast in ihrer Hoffnungslosigkeit, obwohl sie einen starken Willen hat. Man kann gar nicht anders, als mit ihr zu leiden, Ihre Situation ändert sich aber rasch und sie bekommt die Chance ihr Leben selber in die Hand zu nehmen. Die Beschreibungen ihres Werdegangs haben mir gut gefallen. Es gibt zu Beginn des Buches aber einen Cut, der nach den ersten Kapiteln 3 Jahre später ansetzt. Mich hat das nicht gestört, obwohl ich mir ein klitzekleines bisschen doch gewünscht hätte, etwas mehr über Isames Ausbildung im Kloster zu erfahren. Außerdem verfügt Ismae über sehr beeindruckende Fähigkeiten, mit denen sie sich selber verteidigen kann und sie braucht niemanden, der ihr den Rücken frei hält. Unabhängig und einfach cool, hat sie sich den Weg in mein Leserherz gekämpf ;P

Facettenreiche Randfiguren

Die ganzen Nebencharaktere, ob nun der unnahbare Duval, einer der Gegenspieler oder auch Verbündete, sind alle sehr Detailreich und tiefgründig beschrieben wurden. Sie alle haben eine Geschichte, Motive und Gefühle, die im Buch sehr gut rüber kamen. Abwechslungsreiche Menschen begegnen uns hier und sorgen für jede Menge Verwirrung, Intrigen, Geheimnisse, Rätsel und Überraschungen.

Die Liebesgeschichte

Die Romanze in diesem Buch gehört definitiv zu meinen Lieblings-Romanzen dieses Jahr und ich habe schon eine Unmenge an Büchern verschlungen. Was die Beziehung zwischen Ismae und Duval so authentisch macht kann ich genau erklären. 1) Die Charaktere haben sehr viel Zeit sich kennen zu lernen, sie leben zusammen und lernen so die Stärken und Schwächen des anderen kennen…aus Misstrauen wird Vertrauen und diese Entwicklung mitzuverfolgen war aufregend und romantisch! 2) Die Dialoge zwischen den beiden funktionieren einfach PERFEKT. Man spürt jedes Mal die knisternde Atmosphäre, wenn sie sich nun streiten oder Pläne schmieden. 3) Man merkt einfach, besonders zum Ende hin, was beide aneinander finden und das sie einander so schätzen wie sie sind und mit ihrem Abenteuer zusammen wachsen.

Die Handlung

Es gibt vielleicht weniger Assasin-Kämpfe, als man zunächst erwartet, aber trotzdem ist das Buch durchweg spannend. Ismae hat genug Gelegenheiten zu zeigen, was sie kann und es gibt viele brenzlige Situationen und Spannung in Form von Machtspielen am königlichen Hof. Der Plot ist sehr gut durchdacht und die Autorin schafft es immer logisch zu bleiben, egal wie sehr sich die Handlung auch ineinander verstrickt und egal, wie viele Fäden zusammen laufen – einfach klasse! Dazu kommt noch der historische Flair mit seinen Etiketten, Gefahren und Moralvorstellungen, die das Weltbild hier abrunden und interessant machen. Das Buch wartet mit einem fulminanten Finale auf, das Nervenaufreibend ist und der Abschluss des Buches ist wirklich sehr zufrieden stellend, sodass man nicht verzweifeln muss, bis der Folgeband erscheint.

40

06.09.2012

„Toller zweiter Band! :)”

Mir hat zunächst einmal total gefallen, dass in diesem Band Jakob und Fuchs, die tragenden Charaktere sind. In Band eins war das sicher auch so, aber hier sind die beiden wirklich die wahren Protagonisten und es gibt nur Randfiguren, die sie bei ihrer Reise entweder unterstützen oder davon abhalten wollen. Kein Will und keine Clara. Was ich besonders gelungen fand war, dass die Autorin in diesem Buch sehr viel Zeit damit verbringt uns Fuchs Charakter vorzustellen. Man erfährt viel über ihre Vergangenheit, ihre Motive und ihre Gefühle und sie hält sich auch sehr oft in ihrer menschlichen Gestalt auf und führt daher auch mehr Dialoge mir Jakob. Ich habe ihren Charakter schon im Vorgänger gemocht, aber hier ist sie mir richtig ans Herz gewachsen! Sie ist einfach ein kluger, listiger und furchtloser Mensch, eine starke Persönlichkeit. Die Beziehung zwischen ihr und Jakob wird außerdem so schön beschrieben, das man das starke Band der Freundschaft, Vertrautheit und Loyalität sehr Atmosphärisch zu spüren bekommt und trotzdem wird der Leser etwas im Dunkeln tappen, weil man sich nie sicher ist, ob da mehr zwischen den beiden ist.

Was mich zum nächsten Pluspunkt führt. Genau wie in „Steinernes Fleisch“ gibt es hier keine richtige Liebesgeschichte, sondern mehr die Andeutung einer solcher, welche eine große Entwicklung durchmacht und ich wette, da können wir uns in Band drei auf so einiges freuen. Ganz ohne Drama und Kitsch, schreibt Cornelia Funke über Gefühle, Sorgen und Ängste und das Buch wirkt dadurch wunderbar authentisch, die Charaktere sehr real. Es gibt nicht mehr viele Bücher, wo den Charakteren so viel Raum gegeben wird sich weiter zu entwickeln.

Natürlich trotz das Buch wieder nur so vor Einfällen, kreativen Ideen und wundersamen Geschichten. Im Gegensatz zu Band eins, wirkt das Gesamtkonzept auch sehr viel eigenständiger. Damals habe sich sehr viele Fans ja darüber beschwert, dass die Grundidee viel zu sehr der Tintenherz-Triologie ähneln würde. Die Schatzsuche gestaltet sich äußerst spannend, abwechslungsreich und märchenhaft. Die Spiegelwelt wird wieder einmal bestens beschrieben und wir lernen neue verbotene Orte kennen und entdecken neue einzigartige Wesen.

Richtig toll fand ich auch, dass die Nebencharaktere hier allesamt mehr an Farbe gewannen, weil die Nebenhandlungen dieses Mal bessere Einblicke in die Hintergedanken dieser gegeben haben und zudem die Handlung vorangetrieben haben. Während man liest, wo Jakob und Fuchs gerade unterwegs sind, liest man in den Zwischenkapitel etwas über den Verbleib des Gegenspielers.

Dass auch dieses Buch einfach bezaubernd und Wortgewand geschrieben ist, muss ich an dieser Stelle wohl nicht mehr erwähnen?! ;) Cornelia Funke kann einfach unglaublich lebendig schreiben und dabei noch viel der Phantasie überlassen!

Fazit

Reckless – Lebendige Schatten ist in mehr als einer Hinsicht besser als sein Vorgänger. Die Geschichte wird spannender, tiefgründiger und wieder herrlich abwechslungsreich. Besonders gelungen sind die Entwicklungen der Charaktere und deren Beziehung untereinander. Eine Schatzsuche, die zu unterhalten weiß, in die Irre führt und mit einem guten Ende aufwartet, das manchmal leider nicht ganz so unvorhersehbar ist, wie man es sich gewünscht hätte.

40

28.08.2012

„ Ash, hier, Ash da, Ash ist überall – yippie! :)”

Den Schreibstil der Autorin fand ich in diesem Buch mit am Besten. Die Reise durch das Nimmerie wurde auch ein viertes Mal so schön und bezaubernd beschrieben, das man zusammen mit der eigenen Phantasie ein gutes Bild davon hatte, wohin die Reise geht. Mich hat es auch überrascht, das es noch so viel neues zu entdecken gab, denn ich war mir ziemlich sicher, das eine erneute Reise durch die Feen-Welt langweilig werden würde – aber nicht, wenn Puck und Grimalkin mit von der Partie sind!

Ich hätte auch ganz ehrlich NIEMALS gedacht, das ich das mal heraus schreibe, aber: ICH BIN SO TEAM ASH…zumindest im Verlauf der Buchreihe geworden und da ich seinen Charakter besonders im dritten Buch so lieb gewonnen habe, gefiel es mir natürlich sehr, ein ganzes Buch aus seiner Sicht zu lesen! :) Dadurch, dass die Erzählstimme bei ihm liegt, lernt man ihn besser wie nie zuvor kennen. Man erhält Einblick in Gedanken und Gefühle, die man so gar nicht von Ash gewohnt ist. Ich fand es wirklich nachvollziehbar beschrieben, wie es dazu kam, das er sich in Meghan verliebte und wie sie seine harte Schale geknackt hat, denn Ash trägt sehr viel Schmerz und Verlust mit sich herum. Ash´ Charakter hat meiner Meinung nach die größte Entwicklung durchgemacht und der Tiefgang, den Julie Kagawa ihm hier noch einmal eingehaucht hat, war ein großer Pluspunkt.

Weitere Nebencharaktere sind auch hier wieder so sympathisch wie eh und je, auch, wenn wir nicht allzu viel über Meghan erfahren, weil sie anderweitig beschäftigt ist. Die kleinen Romantiker unter euch könnten daher auch etwas enttäuscht sein, weil es eben nur knapp bemessene Szenen zwischen den beiden gibt, aber ich fand das nicht weiter schlimm. Der Plot beschäftigt sich eben mit Ash´ Reise, darauf liegt der Fokus und alles andere wurde um diesen Plot herumgebaut.

Obwohl Spannung, Action und Witz hier nicht zu kurz kommen, so hat sich das Buch doch an vielen Stellen in die Länge gezogen, da bis auf die Reisepunkte, nicht sehr viel mehr abgeklappert wird. Die Handlung ließ sich zwar immer und an jeder Stelle flüssig lesen und man blieb nicht irgendwo gelangweilt hängen, aber trotzdem habe ich zwischendurch oft die Abwechslung aus den Vorgängern vermisst.

Dafür finden in diesem Band aber einige Charaktere Erwähnung, deren Namen in den anderen Teilen fallen gelassen wurden, so wie z.B. Ariella, die verlorene Liebe von Ash und Puck. Gelungen war auch, das die kaputte Beziehung zwischen den beiden hier als einer der Konflikte behandelt wird. Man hat deutlich gespürt, dass auch Puck eine ernstere Seite hat und die Zeit mit Ash ziemlich vermisst.

Fazit

Frühlingsnacht sticht nicht durch große Wendungen oder einen abwechslungsreichen Plot hervor, aber durch die Tiefe, der im Verlauf der Reihe lieb gewonnen Charaktere, die hier ein letztes Abenteuer bestehen müssen und dabei völlig neue Seiten an sich zeigen. Die Geschichte, ist wie seine Vorgänger, trotz kleiner Längen, unterhaltsam, charmant und liefert einen sehr guten Abschluss einer tollen Quadrologie, die man jedem Fantasyfan ans Herz legen sollte

40

24.08.2012

„Triologie Auftakt der sich lohnt! :)”

Trolle statt Vampiren? Ein Konzept, das für mich einwandfrei funktionierte! :) Die Autorin Amanda Hocking ist inzwischen wohl jedem ein Begriff. Ebook Millionärin (oder sogar Milliardärin?) und bekannt geworden durch ihre Vampirreihe. Ich hab irgendwann einmal in ein Hörbuch zu dem ersten Teil rund um Alice & Co reingehört und musste leider feststellen, dass ich mich nicht nur gelangweilt habe, sondern auch die Charaktere ganz schrecklich Klischeehaft fand. Soll heißen? Alle, die vielleicht aufgrund dieser Bücher kein weiteres mehr von Mrs Hocking in die Hand nehmen wollen, werde ich jetzt bekehren ;P

Ich hab das Buch an einem Rutsch durchgelesen. Es ist für mich eines dieser Bücher, die einen kurzweilig bestens unterhalten, humorvoll und spannend sind und das obwohl, der Story vielleicht etwas die Tiefe fehlt. Der Einstieg ins Buch war einfach super lustig. Ich dachte erst, das wir jetzt wieder in die typische Mädchen trifft Junge Situation treffen, weil Finn es ist, der Wendy unaufhörlich anstarrt und verfolgt, aber Wendy hat einfach eine so erfrischende Art, das sie doch mit vielen Klischees bricht. Wie sie Finn zur Rede stellt und die ersten Dialoge der beiden waren total schlagfertig und sarkastisch und da wusste ich, ich würde sie beiden mögen.

Die Autorin hält sich auch nicht lange mit Erzählungen auf, sondern wirft uns zusammen mit Wendy sofort ins Abenteuer. Keine vierzig Seiten später ist das Geheimnis um Wendys Vergangenheit direkt gelüftet und andere Probleme stehen ihr bevor. Sie muss ihre Familie verlassen, bei der sie ihr ganzes Leben lang aufgewachsen ist, um in ihr „wahres“ zu Hause zurückzukehren.

Die Idee mit den Trollen also „Trylls“ wird hier zwar nur angerissen und man bekommt „nur“ die Grundinformationen erklärt, aber das hat mich nicht weiterhin gestört. Es gibt genug andere Konflikte in diesem Jugendbuch, sodass es nicht langweilig wird. Da gäbe es Wendys Unsicherheiten betreffend ihrer neuen Rolle, ihre richtige Mutter, die eine Eiskönigin ist, sowie aufkeimende Gefühle für Finn. Die Kapitel sind allesamt abwechslungsreich und amüsant geschrieben. Wendy ist in vielerlei Hinsicht nicht unbedingt außergewöhnlich, aber ihr Charakter hat mir gut gefallen. Ein bisschen verplant und unsicher, aber genauso liebenswürdig und einfallsreich, schlägt sie sich durch ihr neues Leben. Von Finns Charakter erfährt man noch nicht allzu viel, aber ich kann mir gut vorstellen, das sich die Autorin das für die Folgebände aufgespart hat :)

Was die übrigen Nebencharaktere betrifft, so fand ich diese auch gelungen. Sie bleiben eben im Rahmen ihrer Rolle und nehmen keinen großen Platz ein, passen aber trotzdem gut in die Geschichte und die Welt der Tryll hinein.

Besonders zum Ende hin, nimmt das Buch an Fahrt auf und schenkt uns mehrere, wenn auch kleine, Spannungshöhepunkte. Stoff für weitere Bücher gibt es auf alle Fälle und ich bin schon sehr auf die Fortsetzungen gespannt.

Fazit

Unterhaltsames Jugendbuch, mit unverbrauchter Idee und sympathischen Charakteren! Ich würde es so ziemlich jedem Jugendbuch-Fantasy-Leser empfehlen, der es gerne rasant und witzig mag und sich an einigen Stellen nicht allzu sehr über mangelnden Tiefgang beschweren wird ;)

30

22.08.2012

„ Würdest du, wenn du es könntest, deine Zukunft verändern?”

Ich hatte so meine Probleme, was die Charaktere und die Handlung betrifft. Die Grundidee fand ich wirklich sehr außergewöhnlich, aber bis sich das, was sich im Klappentext so ansprechend anhört, auch wirklich ereignet verstreichen gut 100 Seiten ohne, das groß etwas anderes passiert. Wir lernen, die beiden Protagonisten Emma und Josh kennen, denn das Buch wird abwechselnd aus ihren Sichtweisen erzählt. Emma ist ein ziemlicher Durchschnittsmensch und Josh ein klein wenig unglücklich mit seinem Leben. Es gab so gar keinen Punkt, an dem man beiden eine besonders eindrucksvolle Eigenschaft zuschreiben konnte, aber für viele Leser wird sicher der Reiz darin liegen, dass beide „stinknormal“ sind. Ich konnte mich auch einigermaßen gut mit beiden anfreunden, was mir jedoch fehlte, was der tiefere Bezug zu beiden.

Facebook spielt eine Zentrale Rolle in diesem Roman und auch, wenn ich nicht leugnen kann, selbst in diesem sozialen Netzwerk tätig zu sein (manchmal mehr, manchmal weniger xD) so war es doch eine kleine Nervenprobe für mich ständige Statusupdates von Zukunfts-Emma zu lesen. Es gibt sie wirklich, diese Leute, die alles und jedem ihren derzeitigen Gemütszustand oder ihr heutiges Mittagessen nahe legen müssen, aber ich finde das sehr übertrieben. Würde einer meiner Freunde, meine Timeline bei Facebook dermaßen in Besitz nehmen, würde ich irgendwann durchdrehen. Dadurch wurde mir Emma also zusehends unsympathischer.

Josh hingegen mochte ich sehr, wodurch ich die Geschichte interessiert weiter verfolgen konnte. Ich mochte besonders die ganze Thematik des Buches, in der es viel darum geht, sein Leben zu leben und keine Sekunde zu verschwenden, wenn man sich allzu sehr auf die Zukunft fixiert. Sie wird geschehen, komme was wolle und wir können nicht immer Einfluss darauf nehmen. Das Buch regt durch die vielen Fehler, die beide Charaktere machen, sehr zum Nachdenken an und lässt den Leser so einiges hinterfragen, was die eigene Gegenwart/Zukunft betrifft.

Natürlich hat das ganze auch Folgen, die besonders Emma zur Mitte der Geschichte hin zu spüren bekommt und wodurch sie ganz neue Seiten an sich entdeckt. Zum Ende hin macht sie eine unglaubliche Entwicklung durch und die Geschichte wird ebenfalls etwas zweidimensionaler, weil sie sich viel mehr mit den Problemen der Charaktere und deren Wünschen und Gefühlen beschäftigt. Im Verlauf des Buches hat mir dann alles sehr viel besser gefallen. Es gab eine Prise Humor und gut durchdachte Dialoge und man konnte die Motive der Charaktere durch die tieferen Einblicke einfach sehr viel besser verstehen.

Das Ende des Buches wartet zwar nicht mit einer unvorhersehbaren Wende auf, kann aber durch die stimmungsvolle Atmosphäre und den gut geschriebenen Abschluss doch überzeugen. Die beiden Autoren haben hier gute Arbeit geleistet, weil für den Leser keine Fragen mehr übrig bleiben und man sogar so etwas wie Zuversicht verspürt, im Hinblick, auf all das unbekannte, was selbst vor einem liegt.

Der Schreibstil beider Autoren ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und beide Schreib/Sichtweisen ergänzen und harmonieren super, was schließlich nicht immer der Fall ist, wenn zwei Autoren ein Buch verfassen.

40

22.08.2012

„Wundervolles Kinder/Jugendbuch! :)”

Die Geschichte braucht nicht lange, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu fesseln. Kristina und Jan sind bereits im Hotel angekommen und natürlich wird erst einmal eine Runde über das schwere Schicksal gejammert. Die Dialoge, in denen beide miteinander streiten waren sehr witzig, die bissigen Kommentare ihrer Großmutter an vielen Stellen zum schießen. Dann gibt es noch die Tante der Geschwister, die Ruhe in Person, die versucht, das Chaos im Zaum zu halten. Zusammen bilden die vier eine kunterbunte und sympathische Familie, bei der einige eine größere Rolle spielen als andere, von denen mir aber alle Charaktere sehr gut gefallen haben.

Die Kulisse des ganzen, ist nichts Geringeres als Venedig und die Beschreibungen der Autorin vermitteln einen tollen lebhaften Eindruck. Ein paar Worte italienisch mit eingestreut und man gar nicht anders, als dem Charme der Stadt und ihren Bewohnern zu erliegen. Sei es der schrullige Polizist oder der Vater ihres Freundes Luca, irgendwann schließt man sie alle ins Herz. Ein Abenteuer, das zwischen Brücken, alten Gebäuden, Gondeln und jeder Menge Wasser stattfindet hat einfach seinen Reiz und so wird einem niemals langweilig, denn die Orte wechseln oft. Ob Museum, das Hotel der Nonna oder ein Marktplatz, man ist immer im Geschehen.

Die Geschichte entwickelt sich langsam und es ist, als würde man zusammen mit den Geschwistern, deren Freund Luca und seiner Schwester Pipa (die übrigens zuckersüß ist!) mysteriösen Rätseln auf der Spur sein und dabei sind Detektivische Fähigkeiten gefragt! Nach und nach finden Kristina und Jan mehr heraus, in dem sie Recherchen anstellen und Stücke aus der Vergangenheit in die Gegenwart tragen. Das ganze wird von Gänsehaut einflößenden Momenten untermalt, in denen seltsame Schattenkreaturen, die Kinder verfolgen und dann gibt es auch noch die schwarze Gondel, die mit allem im Zusammenhang steht. Aber wer ist der schwarze Doge, der die Kanäle Venedigs unsicher macht und was will er von ihnen? Viele Fragen bauen sich im Verlauf der Geschichte auf und auf so manche Antworten muss man sich bis zum Schluss gedulden.

Der Roman bietet eine abenteuerliche Suche, erzählt von der aufkeimenden Freundschaft vierer Kinder und baut zum Ende hin viel Spannung auf. Es herrscht nie Stillstand, die Protagonisten sind immer in Bewegung und so kann Langeweile erst gar nicht aufkommen, denn zwischen dem Alltagsgeschehen und dem Lösen der Rätsel, bleibt viel Raum für die zwischenmenschlichen Beziehungen und amüsante Dialoge. Ab dem Mittelteil kommen einige Erzählungen dazu, die erahnen lassen, welche Rolle die Geschwister und deren Tante spielen und dennoch kommen zum Schluss einige überraschende Wendungen, die den Unterhaltungswert steigern.

Besonders schön ist auch, dass es sich hier um einen Einzelband handelt! Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und lässt keine Fragen mehr offen.


Mit „Laqua“ ist Nina Blazon ein zauberhaftes Buch gelunges, welches besonders jüngere Altersklassen sicher in seinen Bann zieht. Die Sympathie für die Charaktere ist augenblicklich da, der Plot ein schöner Mix aus Phantastischen und Urban-Elementen. Gekonnt werden Rätsel mit Erzählungen kombiniert und das Ende sorgt für reichlich Spannung.

50

22.08.2012

„Ein Roman mit WOW-Effekt!”

Zuerst lernen wir Jackson bei der Ausübung seines Ferienjobs kennen, bei dem auch seine feste Freundin und sein bester Freund mit an Board sind. Adam (der beste Freund) ist der einzige, der von Jacksons Geheimnis weiß und ihm dabei helfen will, herauszufinden, was genau Jackson dazu veranlasst durch die Zeit zu springen. Jackson war mir sofort sehr sympathisch. Er benimmt sich nicht nur das ganze Buch über einfach nachvollziehbar, er hat Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen und zeigt bei seinen vielen Abenteuern reichlich Facetten. Außerdem ist er einer typisch männlicher Protagonist und kein Weichei ;P das darüber jammert, wie schrecklich kompliziert doch alles ist. Jackson versucht immer eine Lösung zu finden, in dem er handelt und einen kühlen Kopf bewahrt.

Die Handlung des Buches gerät dadurch ins Rollen, das Jackson und Holly in ihrem Wohnheim aufgelauert wird und jemand Holly erschießt. Zu diesem Zeitpunkt wird Jackson in der Zeit zurück geworfen und steckt nun im Jahre 2007 fest. Aus irgendeinem Grund kann er nicht mehr zurück und so beginnt er Tagebuch darüber zu führen, was ihm passiert und es bieten sich ihm neue Möglichkeiten, etwas über seine eigene Vergangenheit herauszufinden. Mehr will ich auch gar nicht verraten, weil der Roman beim lesen dann umso spannender ist. Das Buch steckt von vorne bis hinter voller guter Überraschungen. Die Autorin hat sehr gekonnt mehrere Handlungsstränge miteinander verstrickt, viele Ideen zu einem Geflecht aus Mysterythriller, Fantasybuch und Liebesgeschichte versponnen, das zu jeder Sekunde einfach unterhält. In dem einen Kapitel gibt es Actionreiche Kampfszenen, im nächsten wird es romantisch und dann wieder ganz „sachlich“, wenn es um die Logik geht. Ich muss wirklich sagen, dass ich absolut begeistert von der Art der Autorin war, hier alles logisch darzustellen und zu erklären. Es gab wirklich keine einzige Stelle, wo ich ein Fragezeichen im Gesicht hatte oder mir etwas seltsam vorkam.

Hinter der Geschichte steckt so viel mehr, als man auf den ersten Blick vermutete und es gab sogar eine Stelle, die mich wirklich zu Tränen gerührt hat! Die Autorin kann wirklich jede Szene, ob nun traurig, lustig oder aufregend so gut beschreiben, dass man die Atmosphäre aus dem Buch springen sieht ;)

Auch die Liebesgeschichte nimmt hier zwar einen großen Teil ein, ist aber sehr authentisch und langsam beschrieben. Besonders durch die Rückblicke von Jackson oder das Zusammentreffen von ihm und Holly im Jahr 2007 haben wirklich verdeutlich, warum sie einander lieben. Die Chemie hat bei den beiden übrigens auch echt übereingestimmt!

Natürlich habe ich auch ein paar kleinere Kritikpunkte. Zum einen gab es eine etwas längere Strecke im Mittelteil, die man als „Infodumping“ bezeichnen könnte und die durch die vielen Dialoge echt anstrengend zu lesen ist und zum anderen haben mir manchmal die Beschreibungen der Umgebung, der Orte etc. gefehlt. Aber über all das kann ich wirklich gut hinweg sehen, denn Sturz in die Zeit ist garantiert eines meiner August-Highlights, wenn nicht sogar eines dieses Jahres!

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