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Rezensionen

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30

02.10.2011

„Er lässt nach...”

Er lässt nach... und zwar deutlich! Das ist eigentlich die Quintessenz, die ich nach der Lektüre von "Verwesung" als erstes im Kopf hatte. Bislang habe ich sämtliche Hunter-Bücher verschlungen, innerhalb von wenigen Stunden gelesen und wenn notwendig wurde einfach die Taschenlampe mit unter die Decke genommen und ich habe die letzten Seiten da gelesen. Aber diesmal.... nun ja, ein an sich schon spannendes Buch, auch eine einigermaßen überraschende Wendung und dennoch - irgendwie ein bisschen abgestanden, wenn mans mit einem Glas Wasser vergleichen möchte.

David Hunter wird (wieder einmal) mit seiner Vergangenheit und dem Tod von seiner Frau und seiner Tochter konfrontiert, indem ein Fall, an dem er damals gearbeitet hat, wieder Brisanz erreicht und er helfen muss bzw. will, den als Serienmörder und brutalen Vergewaltiger verurteilten Jerome Monk, der aus dem Gefängnis geflohen ist, zu finden. Mit auf diesem Weg gehen die unterschiedlichsten Polizisten-Charaktere wie Simms und Connors, aber auch die psychologische Beraterin Sophie, deren Weste(n) auch nicht so sauber sind, wie sie zuerst erscheinen.

Die Jagd nach Monk und damit der Wahrheit um den Tod von drei jungen Mädchen ist in alter Simon Beckett-Manier schon spannend, aber David Hunter ermittelt hier fast mehr wie ein Polizist und weniger in seinem eigenen Metier - nur zu Beginn wird ein kleines Ausschweifen in die Forensik unternommen, das wars dann aber auch schon wieder. Das restliche Buch verbringt er mehr in Krankenhäusern (vor allem gefühlt am Ende des Buchs) oder hat sich mit zwischenmenschlichen Animositäten herumzuschlagen.

Ich hatte mir etwas mehr und tiefergehendes erwartet als diesen etwas blassen und am Ende fast "hingeschluderten" Fall mit einer Lösung, die zwar erklärend, aber nicht befriedigend ist. Auch die geschilderte Angst, die alle vor Monk haben, war für mich nicht überzeugend, mich hätte viel mehr interessiert, warum er genauso ist, wie er ist (und nicht nur mit der im Buch enthaltenen "damals ist das so und so passiert, deswegen ist er jetzt so"). Es wirkt ein bisschen so, als ob Simon Beckett nicht so richtig viel Lust gehabt hat, die Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben - hoffentlich ist das beim nächsten Buch anders!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

30

29.09.2011

„Elli Altbacken”

Ich habe mich sehr auf "Elli gibt den Löffel ab" gefreut und nun das Buch endlich (nachdem es schon ewig zuhause lag) gelesen. Leider war meine Freude nicht von soooo langer Dauer, denn im Laufe des Buchs sind mir doch so einige Dinge mehr als sauer aufgestoßen (und das lag nicht an einem zu hohen Limoncello-Konsum...).

Elli wird als rüstige 60jährige Videotheksbesitzerin geschildert, die in ihrem täglichen Trott meist "ihrem Josef" nachtrauert und sich mit dem dezimierten Freundeskreis abfinden muss. Aus ihrem Alltag wird sie durch einen Brief (zwischen dem von der Bank und lauter Reklameschreiben) gerissen, der sie nach Capri "beordert".
Der fahrbare Untersatz ist leider nicht mehr ganz Langstreckentauglich, so dass sie auf der Fahrt nach Neapel Bekanntschaft schließt mit Heinz und seinem Chihuahua. Bis sie jedoch auf Capri ist und mit der angekündigten Erbschaft Frieden schließen kann, stellen sich noch einige (ihr selbst zu verdankende!) Probleme in den Weg und auch ihre Schwester, die dann mitmischt, trägt nicht viel Unterstützendes bei. Aber - irgendwann wird alles gut - natürlich ist das Ende zwar nicht sofort vorhersehbar, zu verraten, dass es am Ende aber eben doch für alle einen Platz gibt, ist nicht wirklich überraschend.

Nun aber zur Kritik an dem sonst wirklich gut zu lesenden Buch: Elli wirkt auf mich nicht wie 60, sondern eher wie 90. "Kann ich das noch?" "Gehört sich das jetzt?" "Oh ich bin doch schon so alt" - all das sagt sie für mich laufend und immer zwischen den Zeilen. Selbst ihre ältere Schwester Doro (hier ging mir deutlich auf die Nerven, dass sie im Wechsel Doro und dann wieder Dorothea genannt wird, nicht nur in Anreden sondern auch in beschreibenden Passagen) scheint mir jünger und lebhafter zu sein als Elli Altbacken. Und das vermiest einem schon sehr den Lesegenuss...

Die Story an sich ist jetzt auch nicht deeeeeer Hammer, aber grundsolide und für gute Unterhaltung schon in Ordnung.
Die Capri-Beschreibungen sind (vor allem, wenn man schon einmal dort war und weiß, wo die Damen und Herren im Buch gerade wandeln) wirklich der Wahnsinn und machen verdammt viel Lust auf Urlaub - immer in der Hoffnung, dass bitte weder Elli noch eine andere verquere Natur aus ihrem Buch auftaucht. Denn eigentlich gibt es in dem Buch niemanden "Normales" - selbst Doros Tochter Anja wird immer und immer wieder auf ihre Figur-Komplexe reduziert und gewinnt somit keinen Blumentopf an Sympathie.

Für mich wirkte das Buch eher (ohne nun jemandem hier zu nahe treten zu wohllen) Zielgruppenmäßig an (Früh-)Rentnerinnen gerichtet, die sich irgendwann denken, ob sie denn nicht auch was verpasst haben im Leben, und die sich auch einreden, zu alt zu sein, nichts mehr ändern zu können... Wirklich im Lebenstehende 60jährige, die ich durchaus täglich um mich habe, werden wohl auch bei der Naivität und Umständlichkeit von Elli die Stirn runzeln.

Alles in allem birgt das Buch aber ein paar Stunden solide Unterhaltung, und wenn man sämtliche Klischees beiseite lässt, wird aus dem mittelmäßigen Buch doch noch ein gutes.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

26.09.2011

„Go, Franz, go!”

Hach, der Franz is wieder da! Der Eberhofer aus Niederkaltenkirchen bei Landshut - und darauf legt er ja Wert! - ermittelt wieder, und diesmal hat er es nicht mit wie beim letzten Mal mit einem astreinen Vierfachmord zu tun, sondern mit dem Tod vom Höpl, dem Schuldirektor. Den eh keiner leiden kann. Somit gibts viel Arbeit für den Franz, denn seine Recherche nach dem potenziellen Mörder fördert so 37-38 Tatverdächtige ans Licht.

Dabei hat er doch so viel andres zu tun! Der Ludwig, sein Hund, braucht tagtäglich so 1:20 Stunden im Durchschnitt seine Aufmerksamkeit und beim Wolfi muss er abends noch sitzen und eins trinken, nachdem er beim Simmerl und seiner Gisela ja noch ein bis vier Warme gekauft hat. Heimatland, er ist wirklich nicht zu beneiden, nachdem er unfreiwillig ja auch noch die Sushi-Uschi aufs Auge gedrückt bekommen hat, denn die Panida, die zukünftige vom Bruderherz muss Deutsch lernen und kann sich nicht ums Töchterlein kümmern. Außerdem weint die ja eh immer, wenn sie nicht beim Franz ist.

Für mich war "Dampfnudelblues" wieder ein grandioses Buch - nicht zwingend wegen der Story, denn jaaaa, die steht halt nunmal etwas im Hintergrund. Im Vordergrund steht der Franz, sein Leben, seine Familie, seine Liebe(n) und erst dann kommt mal seine Arbeit. Denn, er sagt so richtig: "Etz ist erstmal Feierabend".

Schön fand ich (aber das war aus Buch Nummer Eins schon klar) das Glossar sowie die Rezepte von der Oma, der Weltallerbesten, am Ende des Buches. Wobei die B-Anfangsbuchstaben-Bundesländer wohl eher weniger Probleme mit dem Verstehen haben sollten - den Nordlichtern wird vielleicht wirklich beim Nachschlagen das ein oder andere aufgehen.

Ich habe das Buch an zwei Abenden und einer Mittagspause ausgelesen und war fast schon traurig, dass es sich so gut lesen ließ, denn somit war das Vergnügen zeitlich wirklich begrenzt. Aber die unkonventionellen Ermittlungsmethodem vom Franz gehen ja bald weiter in Teil Drei und wenn der genauso wird wie Eins und Zwei... Wunderbar!!

Schön ist auch (wieder) das Cover mit der "Prägung" des Titels und den "Bildchen" drauf, die sich eben so ganz anders anfühlen als der restliche Hintergrund. Nichts großes, aber irgendwie schön!

buch

Kein Entkommen

Linwood Barclay

EUR 9,99 *
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30

24.09.2011

„Gut, aber nichts besonderes”

"Kein Entkommen" war mein erstes Buch von Linwood Barclay, bislang bin ich in der Bibliothek immer um die Bücher herumgeschlichen, habe sie aber doch nie mitgenommen, weil mir die Cover zu effekthascherisch gewirkt haben und alles irgendwie immer nach "schlechtem amerikanischen Film" klang.
Nach einer Leseprobe von "Kein Entkommen" war ich zwar nicht vom Gegenteil überzeugt, aber immerhin doch überzeugt, dass es sich lohnen könnte - und ich wurde nicht wirklich komplett enttäuscht!
Das Buch ist einfach zu lesen, es ist gut strukturiert und zwischen den einzelnen Teilen gibt es zahlreiche Cliffhanger (wenn man denn bei einem Buch von so etwas sprechen kann). Ich hatte es innerhalb von 2 Abenden gelesen und nachdem nichts besseres im Fernsehn kam...

David verliert von einer Sekunde auf die nächste nicht nur seine Frau, sondern auch den ganzen Boden unter den Füßen, und im weiteren Verlauf des Buchs zweifelt er auch das ein oder andere Mal an sich selbst und ob ihm nicht auch noch der Verstand abhanden kommt.
Im Buch ist alles dabei - der Investigativjournalismus, der Mörder, die Diamantendiebe, die korrupte Stadtverwaltung - und damit ist doch irgendwie alles zu viel.

Spätestens ab der Hälfte des Buches erscheint dieses zwar als gute Unterhaltung, aber als mehr als unrealistisch. Jan, Davids Frau, die ja verschwunden ist, kommt zurück - oder doch nicht? Er bekommt Hilfe von unerwarteter Seite - oder doch nicht? Seine Ex und Arbeitskollegin Sam hintergeht ihn - oder doch nicht?

Auch die Auflösung war mir eine Spur zu dramatisch inszeniert. Ende gut, alles gut, aber für guten Lesegenuss braucht es doch ein bisschen mehr als das.

buch

Bauch-Gefühl

Luise Kaller

EUR 16,99 *
auf Merkliste

50

18.09.2011

„Ein unterhaltsames Sachbuch!”

Ich habe "Bauchgefühl" ohne den Hintergrund einer akuten, geplanten oder bereits erlebten Schwangerschaft gelesen, und auch für "Nichtbetroffene" ist das Buch von Luise Kaller perfekt!

Sie beschreibt darin wirklich alle Stadien der Schwangerschaft und der ersten Monate danach, so dass mir nun im Falle des "Der Test ist positiv" ein wirklich kompetenter Ratgeber zur Seite im Bücherregal steht... Nicht nur die wirklich höchstkomplizierten Begriffe werden leicht und verständlich erläutert, sondern auch pro und kontra von vielen heiß diskutierten oder aufgebauschten Fragestellungen (Stillen? Kaiserschnitt? Badeeimer? PDA?). Luise Kaller sagt meist klar und deutlich ihre Meinung, begründet, aber immer mit dem Hinweis, dass jede Frau das dann doch lieber so machen sollte, wie es ihr (und dem Mann dazu) am besten passt.

Es ist allein aufgrund der Thematik schon eher ein Buch, das die Frauen anspricht, denn das rosa Buch wird wohl eher nicht auf dem Männer-Tisch in der Buchhandlung liegen. Dennoch ist es auch wunderbar für Männer zu lesen, vieles erläutert Kaller auch für die Sicht der werdenden Väter (z.B. Bei der Geburt dabei sein oder nicht? Und - was ich wirklich interessant fand -: Warum der Mann dann doch eher hinter der Frau und nicht "mit vollem Blick auf das Geschehen" stehen sollte...). Und die Kapitel, die vielleicht nicht ganz so "männergeeignet" sind, hat Luise Kaller immer mit dem entsprechenden Hinweis versehen, das fand ich sehr putzig.

Beim gesamten Buch hatte ich das Gefühl, eine gute Freundin, die wirklich weiß, wovon sie spricht (und das tut sie nach über 10.000 Babies ja nun mal), sitzt neben mir und gibt mir zwar ungefiltert, aber auch unbewertete Ratschläge. Definitiv nicht mehr das Gefühl habe ich, uninformiert zu sein, weiterer Bedarf kann ja auf den entsprechend angegebenen Internetseiten gefunden werden - aber ich werde wohl im Falle einer Schwangerschaft definitiv nicht eine Vielzahl von angebotenen Kursen besuchen, kein Internetforum nach Rat durchstöbern (denn ich habe ja Luise im Regal) und auch keine Unsummen an weiteren Buchratgebern ausgeben - denn: Es ist einfach (fast) alles normal!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Im Eis

Melanie McGrath

EUR 19,95 *
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50

13.09.2011

„Abtauchen in eine andere Welt...”

Krimis sind definitiv mein Lieblingsgenre, und "Im Eis" zählt definitiv ab sofort zu den besseren Exemplaren dieser Gattung!

Die eisige Stimmung, die sich schon allein aus dem Ort der Handlung fast schon am Nordpol ergibt, ist konsequent im ganzen Buch zu finden: Edie, die mit mehreren Spitznamen gesegnet ist, ist Jägerin, Lehrerin, Ex-Alkoholikerin, Ex-Stiefmutter von Joe und Willa und mit ihren 33 Jahren eigentlich noch garnicht so alt, wie sie auf mich zu Beginn des Buches den Eindruck machte. Ihre Tante Martie fliegt das "örtliche Flugzeug" und ihr Ex-Schwager wird wohl wieder Bürgermeister. Und in diese Idylle hinein platzen ein paar Tote, die mehr oder weniger Edie direkt betreffen und sie nicht nur als Zuschauerin tangieren, sondern durchaus auch in ihrer Inuit-Ehre packen (auch wenn sie nur eine halbe ist).

Allen Widrigkeiten zum Trotz beginnt sie, zuerst auf eigene Faust und dann mit Hilfe von Derek, dem Polizisten, zu ermitteln. Selbstverständlich wird ihr der ein oder andere Eisbrocken zwischen die Füße geworfen, aber da Blut doch stärker ist als Wasser, und in der fiktiven Stadt Autisaq doch alle miteinander verwandt sind, erhält sie immer wieder Hilfe - auch oft von unerwarteter Seite.

Trotz der zahlreichen Inuit-Begriffe, der doch eher seltsam anmutenden Namen und Ortsnamen und auch den für einen "normalen Mitteleuropäer" wohl nicht ganz nachvollziehbaren verlangsamten Lebensart mitten im Eis (denn Schnee gibts ja dort schon fast keinen mehr), konnte ich mich sofort auf Edie einlassen, sie ist spröde, aber man will doch alles mit ihr "durchleiden" und wissen, was nun als nächstes passiert.

Besonders toll fand ich, dass immer wieder die vielen und doch oft komplizierten Stränge in ihrer Ermittlung von ihr zusammengefasst wurden, wenn sie z.B. Derek erzählt, was sie nun wie herausgefunden hat. Das ist nicht nervend und wiederholend, sondern wie ein kleiner "Service" für den Leser. Auch ansonsten ist die Sprache gut zu lesen, alles ist flüssig und ich hatte stets das Gefühl, dass "Im Eis" sowohl von einer Autorin als auch von Übersetzerinnen bearbeitet wurde, die durchaus wussten, um was es hier geht - sowohl sprachlich als auch landschaftlich (und von der Handlung natürlich nicht ausgenommen!).

"Im Eis" ist ein Krimi, der so ganz anders ist als die schnelllebigen Stadt-Ermittler, auch die nordischen, man lernt (hoffentlich viel authentisches) über eine mehr oder weniger unbekannte Kultur und wird auch noch mit einem spannenden Fall belohnt!

40

11.09.2011

„Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch..”

Wow - wieder mal ein Buch, bei dem man am Ende weiß, dass man ein tolles Werk gelesen hat, aber doch nicht alles sofort verstanden hat, und man noch die ein oder andere Minute darüber nachdenken muss, was denn nun passiert ist, was real ist, was historisch verbürgt ist und was sich ein toller Schriftsteller ausgedacht hat...

Man sollte hier dem Prolog bzw. der einsteigenden Briefkorrespondenz einen höheren Stellenwert einräumen als sonst, denn wenn man diese (wie ich zuerst) vernachlässigt, hat man es gleich noch schwieriger.

Das Buch handelt von Martin Kirsch, Arzt an der Charité, und den Irrungen und Wirrungen, die ihn mit Marija, dem sogenannten Einstein-Mädchen, die wohl ihr Gedächtnis verloren hat, zusammenbringen. Er will ihr helfen, herauszufinden, wer sie ist, warum sie in Berlin ist und wie die Wojwodina als ihre Heimat, Zürich als ihre Wahlheimat und der Wissenschaftler Albert Einstein und seine Familie zusammenhängen.

Das Buch enthält viele wissenschaftliche Passagen über die Theorien Einsteins, über die Physik und die Mathematik - ein Tempo-Buch geht eindeutig anders. Ich habe diese nicht alle zu 100% gelesen, oft mal einen Absatz übersprungen, in dem Martin mit seinem Bruder Max diskutiert... und hatte somit für mich noch mehr Lesevergnügen. Auch auf die Theorien der Psychatrie wird im Detail eingegangen, und das ist mit Hinblick auf die dann Anfang der 1930er Jahre gezogenen Schlüsse aus derartigen Krankheiten wirklich interessant.

Über den Inhalt an sich und den riesen Knall, der sich am Ende des Buches noch im wahrsten Sinne des Wortes entfaltet, sollte wirklich nicht zu viel verraten werden - denn das würde dem Buch eindeutig an Spannung nehmen. Ein zweites Mal kann man das Buch aber sicherlich lesen, dann mit der Hintergrund, möglichst viel von den Unklarheiten, die immer noch irgendwie bestehen, aufzudecken, und alles mit anderen Augen zu sehen. Denn das ist Philip Sington definitiv auch gelungen: Ein Buch, dass einen nicht so schnell loslässt und das trotz der schwierigen Themen, die darin verarbeitet werden, packend und spannend ist!

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