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Manchmal Schauen Sie so Aggro

Manchmal Schauen Sie so Aggro

Geschichten aus dem Schulalltag - Eine Lehrerin erzählt

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Artikeldetails zu Manchmal Schauen Sie so Aggro

AutorHildegard Monheim

Untertitel Geschichten aus dem Schulalltag - Eine Lehrerin erzählt

  • bol.de-Verkaufsrang4.469
  • ISBN-103-86265-166-5
  • ISBN-139783862651665
  • Verlag Schwarzkopf + Schwarzkopf
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten281
  • Veröffentlicht01.08.2012
  • Gewicht287g
  • SpracheDeutsch

Leseprobe aus Manchmal Schauen Sie so Aggro

"Mir gehts nicht gut. Ich möchte im Bett liegen bleiben. Ich möchte mich von der Welt zurückziehen. Stattdessen gehe ich zur Arbeit, was heißt: Ich gehe in die Schule.
Eine fatale Entscheidung! Eine Lehrkraft, die schwächelt, ist zum Abschuss freigegeben. Am Anfang meiner Laufbahn habe ich selbst den kapitalen Bock geschossen, auf das Verständnis der Schüler zu setzen: ′Mir geht′s heute nicht gut. Könntet ihr bitte Rücksicht nehmen?!′
Ergebnis: Die Schüler waren erst erstaunt. Wie bitte, eine Lehrerin ist ein ganz normaler Mensch? Dann zeigten sie sich bemüht, dies allerdings sehr kurz. Dann zeigten sie, was sie draufhatten. Sie nutzten meine Schwäche derart aus, dass ich beschloss, nie wieder zuzugeben, wenn es mir schlecht ging.
Neulich las ich auf Facebook in aller Früh das Posting eines Schülers der Parallelklasse: ′Scheiß-Schule, ich will da nicht hin.′ Mir war an diesem Morgen auch nicht wohl. Um ein Haar hätte ich ′Gefällt mir′ gedrückt." Hildegard Monheim

Kurzbeschreibung zu Manchmal Schauen Sie so Aggro

Nur drei Jahre nach dem Abitur wurde Hildegard Monheim, die sich als Schülerin selbst über Lehrer und Schule geärgert hatte, auf eine Klasse losgelassen – der Praxisschock war unvermeidbar. 38 Jahre später und um viele Erfahrungen reicher reflektiert die nun gestandene Pädagogin, was es bedeutet, Lehrerin zu sein. Oft strampelt sie sich ganz schön ab, gelegentlich fühlt sie sich wie in einer Comedy. Trotz allem aber schafft sie es, sich ihren Enthusiasmus zu bewahren, und weiß: Der Lehrerberuf ist genau das, was sie machen will.
Was ihr zwischen Leiden und Lachen so alles widerfährt, bringt sie in »Manchmal schauen sie so aggro« humorvoll auf den Punkt – und spart dabei nicht mit kritischer Reflexion und Selbstironie. In den 33 Schul-Geschichten werden sich viele Lehrer wiederfinden, Schüler werden ihre Pauker danach mit ganz anderen Augen sehen und Eltern erhalten einen einzigartigen Einblick in den Alltag im Klassenzimmer.

Beschreibung der Redaktion zu Manchmal Schauen Sie so Aggro

Hildegard Monheim, die vor 38 Jahren beschloss, trotz eines ziemlich guten Abiturs und gegen ziemlich viele gute Ratschläge »nur« Hauptschullehrerin zu werden, hat aufgeschrieben, wie ihr Leben als Lehrerin sich anfühlt und was es oft so schwierig macht, den Alltag im Klassenzimmer gut gelaunt zu bestehen.
Ihre Geschichten erzählen von todmüden Schülern und von Projekten mit hohem Erschöpfungsfaktor, vom Normalzustand »Störung« und vom schlechten Lehrergewissen. Wenn Hildegard Monheim nachmittags im Altpapier nach Material für die Collage am nächsten Unterrichtsvormittag wühlt oder nachts im Bett überlegt, ob sie heute in Würde oder nur einfach so gescheitert ist, dann spürt der Leser: Hier geht es authentisch zu. Mit viel Situationskomik gewährt Hildegard Monheim dem Leser Einblick in das, was sich in deutschen Klassenzimmern Tag für Tag abspielt.

Autorenportrait zu Manchmal Schauen Sie so Aggro

Hildegard Monheim, Jahrgang 1955, widmete sich nach zehn Jahren als Lehrerin erst mal ihren eigenen Kindern. Inzwischen unterrichtet sie schon wieder zehn Jahre lang als Lehrkraft an einer Hauptschule. Das Schreiben war schon immer eine ihrer Leidenschaften. Nun ist es ihr ein Anliegen, aus dem Nähkästchen zu plaudern und zu zeigen, wie der Lehrerberuf wirklich ist.

Portrait

Hildegard Monheim:
Hildegard Monheim, Jahrgang 1955, widmete sich nach zehn Jahren als Lehrerin erst mal ihren eigenen Kindern und dem Schreiben. Inzwischen unterrichtet sie schon wieder zehn Jahre lang als Lehrkraft an einer Hauptschule. Nach über 50 Kinder-, Jugend- und Sachbüchern ist es ihr ein Anliegen, auch mal aus dem Lehrer-Nähkästchen zu plaudern.

Autorenportrait

Hildegard Monheim, Jahrgang 1955, widmete sich nach zehn Jahren als Lehrerin erst mal ihren eigenen Kindern. Inzwischen unterrichtet sie schon wieder zehn Jahre lang als Lehrkraft an einer Hauptschule. Das Schreiben war schon immer eine ihrer Leidenschaften. Nun ist es ihr ein Anliegen, aus dem Nähkästchen zu plaudern und zu zeigen, wie der Lehrerberuf wirklich ist.

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50

05.11.2012

„Sie wollen wissen, wie es in Schulen wirklich zu geht? ”

von Alexandra Lux, LernCoach aus München (info@alexandra-lux.de)
Dann sind die Geschichten aus dem Schulalltag in "Manchmal schauen Sie so aggro" von Hildegard Monheim genau das Richtige. In 33 unterhaltsamen Kapiteln beleuchtet sie mit einer ordentlichen Portion Selbstironie und dem passenden Abstand die Facetten des ganz normalen Wahnsinns, so dass die unterhaltsamen Aspekte erkennbar werden. Sie berichtet von ihren Anfängen als blutjunge Lehrerin, von ihren Visionen, die sie auch als abgebrühte Insiderin immer wieder ereilen. Auf spritzig, manchmal sogar flapsige Art und Weise, thematisiert sie Störungen, Unterrichtsgänge, Projekte, Kollegen, Eltern, Ferien, Ex-Schüler, Pubertät, Begeisterung und Langeweile und zeichnet ein glaubhaftes Bild.

Hildegard Monheim nimmt sich und ihren Beruf, der für sie glaubhaft Berufung ist, sehr ernst. Und doch spürt man beim Lesen, dass sie sich nicht zu wichtig nimmt, sondern immer im Dienste der Schüler unterwegs ist. "Schüler brauchen keine eiskalten Engel. Sie brauchen überhaupt keine Engel. Sie brauchen echte Menschen, die es gut mit ihnen meinen und sich Mühe mit ihnen geben." Genau diesen Geist beschreibt sie in ihrem Buch. Unkonventionelle Lösungen für manche Herausforderung oder Situation sind durchaus nachahmenswert oder sollten zumindest dazu anregen, so manche Begebenheit ein mal von einer anderen Seite zu betrachten.
Wunderbar wohltuend ist, dass Monheim in diesem Buch weder die gerade tobende Bildungsdebatte noch die erkennbaren Defizite des Schulsystems thematisiert. Sie klagt weder an, noch erteilt sie Ratschläge oder erklärte ihre Schüler für schuldig, keinen qualitativ erfolgreichen Unterricht machen zu können.


Alle, die mal die Nase voll von den üblichen Fachbüchern mit schlauen Ratschlägen und Lösungen haben, sollten sich dieses Buch auf den Nachttisch legen. Bei aller Unterhaltung kann, wer will doch eine Menge von Hildegard Monheim lernen: Engagement mit dem Herz am rechten Fleck, Ideen umzusetzen und flexibel die Eigenheiten pubertierender Jugendlicher zu achten, ehrliche Gedanken und Verhaltensweisen zu hinterfragen und sich Schülern zu zeigen.

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