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Rezensionen

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50

19.05.2013

„Welche hat das Glück?”

Diese super spannende Geschichte erzählt von den drei Schwestern, Roberta, Lucia und Nannina, die denselben Mann, Alessandro Lang, lieben. Ein Roman voller Intrigen, Verrat, Schmerz, Tod und immer wieder mit sehr viel Liebe durchzogen. Durch jahrelanges Schweigen ging viel Zeit unter den Schwestern verloren, aber die große Überraschung erwartet uns am Ende.
Eine der Drei heiratet den Mann ihres Lebens. Welche es wird, erfahren sie erst zum Schluss.

Das zweite Buch von Natasa Dragnic, deren Erstlingswerk „Jeder Tag, jede Stunde“ ein Bestseller wurde, ist ebenso interessant und gut geschrieben. Man ertappt sich oft dabei, wie man in Gedanken versunken glaubt, in Italien zu sein und das Meer riechen.
Nicht umsonst ist es das Buch des Monats Mai.

40

22.04.2013

„Fischen in Grünbach am See”

Nach vielen betrunkenen Jahren und nach dem erlittenen Burnout versucht der Lyriker Fred Firneis sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Seine Verlegerin Susanne Beckmann steckt in Schwierigkeiten und braucht dringend ein neues Buch. Sie schickt Firneis nach Österreich in eine Holzhütte in Grünbach am See, welche ihrem Vater gehörte. Was ihn dort erwartet ahnt er selbst nicht. Er lernt zwei wichtige Menschen kennen, August, den Förster und Mara, die slowenische Biologin, die ihre Doktorarbeit über Schwarmfische schreibt. Seine Interessen an der Biologie, den Forschungen und vor allem an Mara werden von Tag zu Tag größer, bis sie eines Tages verschwindet. Wie geht er mit der Situation um und wird er es schaffen ein neues Buch zu schreiben?
Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und komisch geschrieben, ein Alpenroman dessen Handlung zwischen Berlin und Grünbach am See spielt.
„Anrufbeantworter von Alfred Firneis:“ Bitte hinterlassen Sie keine Nachricht. Ich rufe nicht zurück.“
Ich empfehle ihnen bald mit dem Lesen anzufangen und auch sie werden lachen.

40

22.04.2013

„Alex, Weltenbummlerin”

Alex ist eine dreißigjährige, außergewöhnliche Frau, die alle auf den ersten Blick für einen Mann halten. Eines Tages landet sie durch Zufall beim Ehepaar Marlene und Bertrand, die mit Bertrands körperlichen und geistig behinderten Bruder Gerard auf einer Hühnerfarm leben. Das Ehepaar ist mit Gerard maßlos überfordert, doch für Alex ist er eine Herausforderung. Sie schließt Gerard in ihr Herz. Bei ihren täglichen Spaziergängen mit Gerard am Kanal lernt sie Cedric und Oliver kennen. Mit ihnen macht sie einen besonderen Plan und damit beginnt das Abenteuer.
Sehr einfach und in einer schönen Sprache geschrieben.

buch

Hundert Namen

Cecelia Ahern

EUR 16,99 *
auf Merkliste

30

10.03.2013

„Hundert Namen und Hundert Geschichten”

In ihrem spannenden Roman versucht uns Autorin Cecelia Ahern mitzuteilen, dass Glück möglich ist. Protagonistin ist die junge Journalistin Kitty Logan, die es im Moment nicht sehr einfach hat. Ihre Karriere ist ziemlich im Keller, genau so wie ihre Beziehung und am schlimmsten ist der Tod ihrer besten Freundin und Mentorin Constance. Kitty fängt an über eine Liste mit hundert Namen zu recherchieren, die Constance hinterlassen hat, nicht ahnend, was sich dahinter verbirgt.
Sie stößt auf interessante Menschen und deren Geschichten und lernt dabei selbst auch sehr viel dazu, unter anderem auch, dass Glück möglich ist.
Am Anfang fand ich das Buch spannend, aber zum Ende hin ließ die Spannung nach. Die Geschichte lässt sich aber sehr gut und einfach lesen.

30

24.02.2013

„Einsame Insel”

Minous ist ein 12-jähriges Mädchen und zugleich Erzählerin diese Geschichte. Sie lebt auf einer einsamen Insel zusammen mit ihrem Vater und einem Hund namens Namenlos. An einem Morgen nach einer Zirkusvorstellung verschwindet ihre Mutter spurlos. Tage und Wochen vergehen und sie kommt nicht zurück. Alle auf der Insel glauben, dass sie tot ist, nur die kleine Minous nicht. Minous ist sich sicher, dass ihre Mama zurückkehren wird.
Der Vater sucht Trost in der Philosophie und Minous strickt viele Schals für die Inselbewohner.

Im Grunde genommen ist das Buch nicht schlecht, aber ein bisschen langatmig. Man merkt beim Lesen, dass die Autorin Mette Jakobsen Philosophie studiert hat.

40

03.01.2013

„Menschlichkeit und Zivilcourage”

Nanking wird im Dezember 1937 tagelang von den Japanern belagert. Mit unglaublicher Grausamkeit geht die japanische Armee nach der Einnahme von Nanking gegen die dortige Bevölkerung und die verbliebenen chinesischen Soldaten vor. Schauplatz dieses Romans ist eine Klosterschule, die vom amerikanischen Pfarrer Engelmann geleitet wird. In seiner Obhut sind der Diakon Fabio, einige, wenige Mitarbeiter und junge Klosterschülerinnen, die die Flucht aus der belagerten Stadt nicht mehr geschafft haben. Die Wasser- und Essensreserven sind knapp und zu all dem flüchten noch einige Prostituierte in die Klosterschule. Nach anfänglichem Widerstand gewährt der Pfarrer ihnen Zuflucht. Die Mädchen wollen sich mit den neuen Mitbewohnern nicht anfreunden, denn sie befürchten, dass die wenigen Reserven schneller verbraucht sind und die Prostituierten Menschen einer niedrigeren Stufe sind. Als später auch noch drei verwundete Soldaten aufgenommen werden, spitzt sich die Lage im Kloster zu. Und dann klopfen die Japaner zu ersten Mal an die Tür….

Yan erzählt in ihrem Buch mit welche Ängsten, Träumen und Hoffnungen die Eingeschlossenen in diesen Tagen umgehen. Der Roman ist ein stilles Buch über einen lautlosen Mord, das dem Leser unter die Haut geht. Die Autorin klagt menschenverachtende Kriegsverbrechen und Grausamkeit an und ehrt Menschlichkeit und Zivilcourage. Das Buch wurde auch verfilmt.

40

06.12.2012

„Todd, Christmas und Weihnachten ”

Greg Kincaid ist Rechtsanwalt und spezialisiert auf Familienrecht. Das kann man in seinem ersten Buch deutlich erkennen.
Der junge Todd McCray aussieht wie alle anderen Zwanzigjährigen, aber man muss nur kurz mit ihm reden, um zu merken, dass irgendetwas an ihm anders ist. Todd liebt Malarbeit und Tiere über alles. An einem kalten Dezembertag hört er im Radio, dass ein Tierasyl Gastfamilien für Heimhunde über Weihnachten sucht. Leider denken nicht alle so wie Todd. Seinen Vater erinnern Hunde an die schlimmste Zeit seines Lebens. Mit viel Mühe und noch mehr Überredungskunst überzeugt Todd seine Familie einen schwarzen Labradormischling aufzunehmen.
Durch seine besondere Fähigkeit und trotz seiner Behinderung gelingt es Todd, die wahre Bedeutung von Weihnachten den anderen Menschen wieder näherzubringen.
Ein nettes Geschenk zu Weihnachtszeit.

50

02.12.2012

„Vier-Uhr-Klientin”

Er ist Psychologe und zugleich Professor. Am Tag arbeitet er mit Klienten und am Abend unterrichtet er. Ab drei Uhr Nachmittag nimmt er generell keine Klienten mehr. Doch aus welchen Gründen auch immer macht er eine Ausnahme. Eine Nachtclubtänzerin wird jeden Freitag zu seiner Vier-Uhr-Klientin. Um ihre Probleme und Geheimnisse zu lösen braucht er die Unterstützung von seiner ehemaligen Kollegin Nina. Zu Nina hat er eine besondere Verbindung und damit macht ihm diese Vier-Uhr-Klientin das Ganze nicht einfacher, ganz im Gegenteil. Der Psychologe wird konfrontiert mit etwas was er bis jetzt gut verstecken konnte.
Ein sehr gutes und spannendes Buch. Es war mir ein Vergnügen und ich kann es nur weiter empfehlen. Besonderes gut fand ich, dass in dem Buch über das Thema Angst, einem Problem in unserer Zeit, geschrieben wird. Sehr, sehr gut!!!

buch

Raum

Emma Donoghue

EUR 9,99 *
auf Merkliste

40

02.12.2012

„Ein AlptRAUM”

Am Anfang dachte ich, das Buch werde ich nicht beenden, es ist eine der dunkelsten und schmerzhaftesten Geschichten, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Der kleine Jack und seine Ma versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen um auf nur 12 Quadratmeter zu überleben. Jack ist 5 Jahre alt und ihm gefällt das Leben mit Ma im Raum, nur die Abende sind ganz grausam. Er musste sich im Schrank verstecken, denn dann kommt Old Nick, aber trotzdem blieben ihm die „Geräusche“ nicht erspart.
Mit einem durchdachten Plan, welchen seine Ma gemacht hat, gelingt beiden die Flucht.
Für Jack und seine Ma beginnt jetzt die Konfrontation mit „Draußen“ und sie haben noch einen langen Weg vor sich.
Emma Donoghue hat ein triumphierendes Buch geschrieben welches keinen Kalt lässt.
Meine Empfehlung ist LESEN, LESEN, LESEN!!!!

50

18.11.2012

„Der lange Weg!”

Eines Tages bekommt Harold Fry, 65 und im Ruhestand, einen Brief von seiner alten Kollegin Queenie, die im Sterben liegt. Er schreibt ihr zurück. Doch anstatt den Brief in einen Postkasten zu werfen, macht sich Harold auf den langen Weg, der ihn direkt zu Queenie führt. In festem Glauben und voller Überzeugung, dass er ihr helfen kann, beginnt für Harold eine Reise von ca. 1000 km und 87 Tagen. Auf dem Pilgerweg hat Harold viel Zeit über seine Vergangenheit nach zudenken, seine Frau Maureen, Sohn David und überhaupt über sich selbst.
Die Suche nach den wahren Ich und die Hoffnung Queenie zu retten beginnt in Südengland und endet an der schottischen Grenze.
Ein lesenswertes Meisterwerk von Rachel Joyce mit sehr viel Gefühl geschrieben.

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