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Die Tigerfrau

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Artikeldetails zu Die Tigerfrau

  • ISBN-103-644-11091-3
  • EAN9783644110915
  • Veröffentlicht09.03.2012
  • Rowohlt Verlag
  • EinbandartEPUB

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Beschreibung der Redaktion zu Die Tigerfrau

Natalia arbeitet in einem Waisenhaus irgendwo in Südosteuropa, als sie vom rätselhaften Tod ihres geliebten Großvaters erfährt. Nach Erklärungen suchend, erinnert sich die junge Ärztin an jene Geschichten aus seinem Leben, die sich um zwei seltsame, fatale Gestalten drehen - die Tigerfrau, eine schöne Taubstumme in seinem Heimatdorf, die einen geflüchteten Tiger pflegte; und einen charmanten, obskuren Mann, der nicht sterben kann. Während Natalia auf den Spuren des Großvaters durch idyllische und kriegsverwüstete Landschaften reist, werden ihr diese Figuren immer gegenwärtiger. Bald entspinnt sich ein ganzer Kosmos an Mythen und Gestalten, und Natalia begreift, welche Wahrheit über die Lebensrätsel ihrer Familie und ihre versehrte Heimat in ihnen steckt - Sprachgewaltig, mit unvergesslichen Figuren und einer erzählerischen Virtuosität, die an Gabriel García Márquez erinnert, entwirft Téa Obreht das schmerzlich-schöne Bild einer zwischen gestern und heute gefangenen Welt. «Time» schrieb: «Liebe, Legende und Tod werden hier so wundervoll geschildert, dass jeder andere Roman in diesem Jahr Gefahr läuft, an der unheimlichen Schönheit dieses Buches gemessen zu werden. Seit Zadie Smith debütierte kein junger Autor mit solcher Kraft und Eleganz.»
Téa Obreht, geboren 1985 in Belgrad, lebt seit ihrem zwölften Lebensjahr in den USA. Dort veröffentlichte sie erste Erzählungen, u. a. im «New Yorker», in «Harper´s» und der «New York Times». Ihr Debütroman «Die Tigerfrau» (2011), der in den USA und England zu einem sensationellen Überraschungserfolg wurde, erscheint in mehr als dreißig Sprachen. Im Sommer 2011 erhielt Téa Obreht den Orange Prize for Fiction. Im Herbst wurde «Die Tigerfrau» für den National Book Award nominiert.

Portrait

Bettina Abarbanell:
Bettina Abarbanell wurde 1961 geboren. Sie hat Jonathan Franzen, Scott F. Fitzgerald und für den marebuchverlag Denis Johnsons Train Dreams und Kirsty Gunns Der Junge und das Meer ins Deutsche übertragen. Sie lebt in Potsdam.
Téa Obreht:
Téa Obreht, geboren 1985 in Belgrad, lebt seit ihrem zwölften Lebensjahr in den USA. Dort veröffentlichte sie erste Erzählungen, u. a. im "New Yorker", in "Harper's" und der "New York Times". Ihr Debütroman "Die Tigerfrau" (2011), der in den USA und England zu einem sensationellen Überraschungserfolg wurde, erscheint in mehr als dreißig Sprachen. Im Sommer 2011 erhielt Téa Obreht den Orange Prize for Fiction.

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50

26.02.2013

„Intelligente Literatur”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Natalia ist mit ihrer Freundin Zora unterwegs um Waisenkinder zu impfen. Die Geschichte spielt in einem fiktiven Land das sich bis vor kurzem im Krieg befand. Sie erfährt, dass ihr geliebter Großvater gestorben ist. Sie erinnert sich an diesen Mann und seinen fantasievollen Geschichten von der Tigerfrau und einem Mann der nicht sterben konnte.

Sprachgewaltig schafft sie es, die zerrissene Seele des Balkans einzufangen und sich geschichtlich auf höchstem Niveau zu artikulieren. Denn nicht nur die Hauptprotagonistin, sondern auch der geliebte Großvater muss sich mit Kriegswirren auseinandersetzen. Die Anspielungen an den 2. Weltkrieg und den Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien sind kaum von der Hand zu weisen. Dabei ist die Namenlosigkeit der Länder und Dörfer anfangs ein wenig gewöhnungsdürftig. Aber es steckt eine gewisse Absicht dahinter.
Téa Obreht springt in die Tigerfrau zwischen den Erzählungen und Schauplätzen der Kindheit hin und her. Sie wechselt in schneller Weise auch die verschiedenen Zeitebenen. Es ist eine wirklich anspruchsvolle Literatur. Sie bedient sich einer intensiven, vielschichtigen und sehr komplexen Sprache, die mir eine Gänsehaut verschafft hat. Auch jetzt während ich die Rezension schreibe. Vielleicht könnte man ihr ein bisschen Langatmigkeit vorwerfen; gerade der Anfang hat sich ein bisschen in die Länge gezogen. Aber spätestens wenn man die verschlungenen gedanklichen Erinnerungen folgt und die einzelnen Elemente zu einem ganzen fügt, klärt sich ein Bild das ich kaum in Worte fassen kann. Da wäre der Tiger, der nicht nur im Lieblingsbuch (=das Dschungelbuch) des Großvaters eine Rolle spielt. Er taucht im Zoo auf, und als mythenträchtiges Tier, dass im Wald vor einem Dorf sein Unwesen treibt. Im Klappentext steht etwas von Sprachgewaltigkeit, unvergesslichen Figuren und einer erzählerischen Virtuosität. Meiner Meinung nach sind diese Beschreibungen noch untertrieben! Ich würde 10 von 5 möglichen Sternen vergeben. Und ich will mehr! Mehr von dieser unglaublich talentierten Autorin lesen! Ganz zu Recht wurde Téa Obreht vom New Yorker, in die „20 under 40“ Liste der Autoren die man lesen sollte, aufgenommen.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

03.12.2012

„Magischer Realismus ”

von einer Kundin oder einem Kunden
Tea Obreht (geboren als Tea Barjaktarevic, 30.09.1985 in Belgrad, damals Jugoslawien) wohnt heute in Amerika.
Obreht lebte bis zum Ausbruch des Jugoslawienkonfliktes mit ihrer Mutter und deren Eltern in Belgrad und flüchteten über Zypern nach Kairo. Erst nach 5 Jahren Exil beschlossen ihre Großeltern zurückzukehren. Obreht zog mit ihrer Mutter nach Atlanta in Georgia und später nach Palo Alto in Kalifornien und New York.

Sehr beeindruckend, ja fast überraschend, wie Thea Obreht über den nie endenden Konflikt in ihrer Heimat schreibt. Krieg, Tod und der Zerfall ihres Landes - reale Verhältnisse, die den Leser entführen, in ein Land voller Legenden, Aberglauben und Mythen.
Ein ungewöhnliches Buch, eine berührende Familiengeschichte, voller Kindheitserinnerungen, mit einer "Würze" Magie.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

30.11.2012

„Eine mystische Reise auf den Spuren des Großvaters”

von einer Kundin oder einem Kunden
Atemberaubend dieser Debütroman einer jungen Autorin! Sowohl die Geschichte selbst, als auch die Sprache fesseln und begeistern.
Natalia arbeitet als Ärztin in einem Waisenhaus im ehemaligen Jugoslawien, als sie vom Tod ihres geliebten Großvaters erfährt. Geschichten aus seinem Leben erzählen von zwei seltsamen Gestalten. Zum einen von der Tigerfrau, einer schönen Taubstummen aus seinem Heimatdorf, die einen geflüchteten Tiger pflegte und einem charmanten, obskuren Mann, der nicht sterben kann……
Während Natalia auf den Spuren des Großvaters durch kriegsverwüstete Landschaften reist, entspinnt sich ein mystischer Kosmos mit schmerzlich-schönen Bildern aus Vergangenheit und Gegenwart. Die Figuren aus den Geschichten des Großvaters werden immer realer für Natalia und bilden so ein Bindeglied zur vergangenen Welt ihrer Familie und ihrer versehrten Heimat.
Der Leser wird zum treuen Begleiter auf dieser zauberhaften Reise!!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

16.06.2012

„Eine Geschichte , in der Geschichte, in der Geschichte (eBook)”

von einer Kundin oder einem Kunden
Wer richtig gute Geschichten erzählen kann, ist in der Regel auch ein sehr guter Zuhörer.
Téa Obreht muss demnach eine sehr gute Zuhörerin sein. In „Die Tigerfrau“ erzählt sie gleich mehrere Legenden aus ihrer Heimat in Osteuropa und versteht es dabei wunderbar, jede kleine Sage, ähnlich einer russischen Matroschka, in einen größeren Rahmen zu kleiden:
Als der Großvater der Ich-Erzählerin stirbt, rollt sie sein ganzes Leben anhand von Geschichten und Erinnerungen noch einmal auf. Dabei wird schnell deutlich, dass sich seine Lebensgeschichte zwischen zwei immer wiederkehrenden Motiven bewegt: der Tigerfrau und dem Mann, der nicht sterben kann. Verwoben sind diese durch allerhand kleinere Erzählungen.
Heraufgekommen ist dabei ein so schönes Buch, dass man beim Lesen gar nicht merkt, wie schnell die Zeit vergeht und sich wundert, warum man so plötzlich auf der letzten Seite angelangt ist.

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50

14.05.2012

„Sprachliches Meisterwerk”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Das Erstlingswerk von Tea Obreht wird von der Kritik bereits hochgelobt, zu Recht.
Natalia arbeitet als Ärztin in einem Waisenhaus im ehemaligen Jugoslawien, als sie die Nachricht vom Tod ihres geliebten Großvaters erhält. In wundervoller Weise erinnert sie sich an die Geschichten, die Ihr Großvater ihr erzählt hat. Wir tauchen ein in einen sprachliche komplexen und virtuos erzählten Kosmos aus Mythen und Gestalten aus einer anderen Welt. Die meisten der Gesschichten ranken um die Tigerfrau, eine taubstumme Frau aus dem Heimatdorf des Großvaters, die einen streunenden Tiger pflegte und um den Mann, der nicht sterben konnte.

Wahrscheinlich das beste Buch des heurigen Frühjahrs!!

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50

05.04.2012

„Klasse Download!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Mit den Erinnerungen der Enkelin Natalia an ihren verstorbenen Großvater tauchen auch viele andere Personen aus dessen Lebenskreis wieder auf und nehmen uns mit auf eine märchen-und mythenhafte und doch sehr realistische Reise nach Süsosteuropa. Klasse geschrieben!

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50

03.04.2012

„Ein ausgesprochen bildreicher und fantasievoller Familienroman”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Welch ein Glück für Sie und für mich, dass der Rowohlt Verlag Buchhändler zu einer Lesung von Téa Obreht eingeladen hat. Denn ohne diese Lesung hätte ich dieses Buch nicht gelesen und ich hätte auf ein wunderbares Leseerlebnis verzichten und Sie auf eine Besprechung müssen. Auch hier zeigt sich mal wieder, wie wichtig ein guter Klappentext und ein gutes Cover sind. Bei diesem Buch hat mich nämlich beides nicht wirklich angesprochen. Aber die Autorin selber hat es dann geschafft, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste.

Teá Obreht ist eine junge Autorin, die 1985 in Belgrad geboren wurde und seit ihrem zwölften Lebensjahr in den USA lebt. „Die Tigerfrau“ ist ihr erster Roman, der 2011 sowohl in den USA als auch in Großbritannien ein Überraschungserfolg wurde. Sie erhielt dafür den renommierten Orange Prize for Fiction.

Sie erzählt in diesem Roman die Geschichte einer Familie aus Serbien. Natalia ist eine junge Ärztin, die mit ihren Großeltern und ihrer Mutter zusammen aufgewachsen ist. Auch ihr Großvater war Arzt. Als sie selber auf einem humanitären Einsatz in einem Waisenhaus auf der anderen Seite der Grenze ist, erreicht sie die Nachricht vom Tod ihres Großvaters. Anscheinend hatte sich ihr Großvater auf die Suche nach ihr begeben und ist währenddessen gestorben. Die Leiche wurde zurück zu seiner Familie gebracht, aber seine persönlichen Gegenstände fehlen. Natalia macht sich auf die Suche und findet hierbei nicht nur die vermissten Gegenstände, sondern auch einiges über die Geschichte ihrer Familie als auch die Geschichte ihres Landes heraus.

Téa Obreht ist eine hervorragende Erzählerin, die in der Tradition der großen Lateinamerikanischen Autoren schreibt. So flicht sie in ihre eigentliche Handlung immer wieder kleine Nebenhandlungen mit ein, wobei die eine Nebenhandlung dem Roman den Namen gab. Sie erzählt ausgesprochen farbig und bildgewaltig. Sie greift hierbei auf viele Mythen und Aberglauben aus ihrer alten Heimat zurück. So entsteht ein wunderschöner Roman, der sich ausgesprochen gut lesen lässt und doch auch ein Bild eines zerrissenen Landes vom Zerfall des osmanischen Reiches über den 2. Weltkrieg, den Jugoslawienkrieg bis in die Gegenwart zeichnet.

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