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Name:
Don Alegre Top 10 Rezensent
Ort:
Bayern
Rezensionen:
1182 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 1144

nicht hilfreich: 213

Rang:
2

Don Alegres Rezensionen

50

04.11.2011

„Situationskomik der feinen Sorte”


Aus einem insgesamt etwas fragwürdigen und kurzweiligen Drehbuch zaubern Adam Sandler und Jack Nicholson einen köstlichen Streifen. Mit Genuss ist das Aufeinanderprallen und die Auseinandersetzung zweier, auch im realen Leben expressiver Charaktere anzusehen. Der Film erlaubt Nicholson sein natürliches Element auszuleben, und Sandlers Gesicht lässt hinter der Maske des gespielten, braven und biederen Katzenkleiderdesigners immer wieder seine reale Reizbarkeit erkennen. Ein Wechselspiel der Gefühle, das auch den Zuschauer erfasst, vor allem beim wiederholten Ansehen des Filmes.

Die Story, die ich nicht unbedingt als absurd bezeichnen möchte, beginnt grotesk, zeigt Einfallsreichtum und gute Gags und heizt die Stimmung anfangs so richtig an. Im Laufe des Filmes wird dann leider deutlich, dass das Konzept allein von den 2 Hauptdarstellern getragen wird, die ihrer Favoritenrolle allerdings in jeglicher Hinsicht gerecht werden.
Irgendwie unpassend und wohl auch nicht ganz so geglückt ist die Inszenierung des Happy Ends in der Arena nach den vielen überschaubaren und individuell orientierten Szenen in wohltuenden und kleinen Rahmen; wohl eine Hommage an die gewünschten Zuschauerzahlen.

...eine auf Nicholson und Sander maßgeschneiderte, amüsante Slapstickkomödie über Wut und Mut

50

04.11.2011

„ein Film der Extraklasse”


In dieser wahrhaft charmanten Tragik- und auch Liebeskomödie ziehen Johnny Depp und Mary Stuart Masterson alle ihre schauspielerischen Register.
Vor allem Johnny als Sam treibt einem mit seinen Slapstickeinlagen die Tränen in die Augen, reißt er doch die von Benny mit seiner Schwester Joon so sorgfältig gepflegte Balance in Stücke.

Vorsichtig und mit viel Gefühl führt der Regisseur S. Chechik die beiden, Joon und Sam, durch eine Welt uns unbekannter oder nicht gelebter Emotionen den geraden, jedoch durch Benny gestörten Weg hin zur Freiheit. Wunderbar leise Bilder zeigen uns das Finden, Nehmen und Geben von 2 Menschen, belächelt und verstoßen von der rastlosen und ohnmächtigen Gesellschaft.

...eine meisterliche Hommage an Leben und Liebe, ohne viele Worte, mit grandioser Schaulspielkunst und tieferen Sinn

50

24.08.2011

„... ein sehenswertes "contra"”


Kennt jemand die DVD-Reihen "Die Schule des Pferdes" von Rudolf Zeilinger, "Besser Reiten" von Christoph Hess und "Klassische Dressur" von Philippe Karl, so ist diese DVD eigentlich ein Muss. Offen und direkt prallen hier in Wort und Bild zwei grundlegend verschiedene Interpretationen klassischer Reitlehre und Reitkunst in einer Art aufeinander, dass dem Zuschauer vieles, bisher Verborgenes bezüglich Hintergrund und Ziel schlagartig klar werden (können).

Es ist pferdia tv tatsächlich und hervorragend gelungen, diese guten 2 Stunden wertfrei zu präsentieren, und das macht diese Aufnahmen wirklich einzigartig. Wer nun mit seinen Anschauungen auf dem richtigen Weg ist, einem Weg "pro Pferd", mag die Gemüter der Zuschauer, besonders der zuschauenden Reiter, weiterhin ereifern, denn, und das tut dieser Dokumentation ebenfalls nur gut, es gibt kein Fazit.

Claudia Sanders präsentiert im Teil Theorie und den 4 Teilen Praxis allein Standpunkte und versuchte Kurz-Erklärungen dieser, und dies unter Auslassung von Beweisführungen mittels Zeugen und Sachverständigen gleich welcher Art. Auch überlässt sie das Feld diesen beiden hochdotierten Insidern, ohne auch nur einmal das Wort zu ergreifen.

Hochinformative und überaus köstliche 135 Minuten mit der Qual der Wahl aus hier gegebenem, hohem Anreiz, sowohl die Wahl als auch die Qual zu überdenken.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

blu-ray

Madagascar

Tom McGrath

EUR 15,99 *
auf Merkliste

50

10.07.2011

„...ein tierischer Riesenspaß mit dem Prädikat "Besonders Wertvoll"”


We "like to move it" ... von trüben Gemäuern zu Sommer, Sonne, Sonnenschein
Von der Idee der großen Freiheit getrieben verlassen die 2 mal "Die fantastischen Vier", mehr oder weniger freiwillig, die schützenden Regionen menschlicher Urbanität, um fern der ursprüngliche Heimat die große Freiheit bei gleicher Routine wiederzufinden. Eine einfache Story, genial und grandios bebildert.

In guter alter Tradition der Cartoons und des "Squash And Stretch" seiner Akteure geben
die, von Wehwehchen geplagte und sich ständig im Bildgeschehen haltende Giraffe Melman,
der best frisierteste, nachts am Daumen lutschende Superlöwe Alex,
die hammerstarke, mit erstaunlicher Grazie ausgestattete Nilpferddame Gloria,
das, mit seinem Geburtstagswunsch als Mitauslöser lebensfreudige Zebra Marty,
das nervende Partyvolk der Lemuren mit ihrem Superking Julien mit astreinem Dialekt sowie
die 4 Members-Pinguine-Gang als die heimlichen Backgroundstars
in dieser, für Auge und Ohr wunderbaren und prächtigen Animation so richtig Vollgas.

Die einfühlsam entworfenen Charaktere sprühen vor Sympathie, Mimik, heißen Sprüchen und explosiven Aktionen und verleihen in dieser farbenfrohen Melange aus bissigen Humor und gekonntem Slapstick der zentralen Botschaft von "Loyalität, Gemein- und Freundschaft über alles" eine mehr als erheiternde Situationskomik auf Schenkel klopfende, lockere Art & Weise.

Komikoptik eines Realismus in bester Inszenierung, mit vielen Gags für die Kleinen und "viel guter Mine zum bösen Spiel" für die Großen ... und bitte, knabbert Eure besten Freunde nicht an!

50

10.07.2011

„bully losgelassen - ob in 1 DVD oder 2 DVDs oder BluRay”


herby im derby * ein thriller mit triller * hommage no blamage * dorn im korn * touch mit matsch * hachi & klatschi
... und all die der-die-das und natürlich uschi

anspruchsvollstes resumee für absolute insider und nicht-insider über die reale geschichte der wilden und des westens objektiv aus vielen perspektiven und in vielen sprachen und für alle irdischen sozialen und weltlichen schichten und mit fata morganen von standhaften und standlosen ereignissen und der klangvollen süsse transzendentaler weisen inmitten unendlicher weiten down-under und unter einarbeitung berühmter zeitgeschehnisse dokumente und ereignisse jener heutigen zeit und gezeiten mit geschickter auswahl und gekonnter darstellung ihrer unverwechselbaren träger und verursacher

einmal gelacht ... immer gelacht
keinmal gelacht ... krank

sozialkritik nicht verifiziert gute laune garantiert ... oder wers mag der mags wers nicht* mag sollte es mögen müssen

50

27.06.2011

„... der ironische Blick”


American Beauty, der in den Jahren 1999 und 2000 wohl mit am meisten diskutierte und gelobte Film mit den meisten Oskars (5), ist ein grandioser Gesellschaftsfilm des britischstämmigen Regisseurs Sam Mendes und gleichzeitig dessen Regiedebut.

Neben den fantastischen schauspielerischen Leistungen von Kevin, Annette, Thora, Wes, Mena, Chris und Peter sowie der excellenten Regie von Mendes wird der Film auch durch die Kunst und Menschlichkeit des Kameramanns Hall und die so berührende Musik von Newman getragen.

Es ist ein tief bewegender Film über die Beziehung zwischen älteren Männern und jungen Frauen, über Besessenheit, Drogenkonsum und Teenager Sex, über eine von der Hauptfigur Lester Burnham post mortem erzählte Geschichte über das, was sich hinter den Wänden verbirgt und abspielt, und über die unendlich tiefe Liebe.

...ein überaus sehenswerter Film mit dem Thema einer "ironisch überspitzten Schauseite menschlichen Philistertums. Künstlerisch gerahmt und perfekt ausbalanciert zwischen Farce und Tragik des Seins; bitter und schön wie das wirkliche Leben".


Hauptdarsteller:
Kevin Spacey: Lester Burnham
Annette Bening: Carolyn Burnham
Thora Birch: Jane Burnham
Wes Bentley: Ricky Fitts
Mena Suvari: Angela Hayes
Chris Cooper: Col. Frank Fitts
Peter Gallagher: Buddy Kane

Auszeichnungen:
Oscarverleihung 2000: Bester Film, Beste Regie: Sam Mendes, Beste männliche Hauptrolle: Kevin Spacey, Beste Kamera: Conrad L. Hall, Bestes Originaldrehbuch: Alan Ball

Golden Globes 2000: Bester Film (Drama), Beste Regie, Bestes Drehbuch

50

27.06.2011

„...only "in God we trust"”


... so schön und warm ums Herz kann das Leben sein, folgt man grinsend und schluchzend den hinreißend und grandios spielenden Hauptakteuren in diese hoffnungslos romantische Liebeskomödie. Mit im wesentlichen nur 3 Charakteren und einer herzzerreißenden Geschichte taucht uns Andrew Bergman knapp 100 Minuten in emotionale Wechselbäder einer Kneippkur durch alle Wahrnehmungsangebote unserer audiovisuellen Sinne mit heftig expressiven Reaktionen auf die dargestellte Situationskomik und die Ungerechtigkeit eines überspitzen Egoismus in der Welt eines grenzenlos humanen Charlies, einer betörend schönen und gütigen Yvonne und des, in abgrundtiefer Gier und Selbstherrlichkeit kreischenden Katalysators Muriel.

... so schön kann ein Märchen sein, eigentlich überwältigend, da es in Teilen darauf beruht, was im April 1984 für den Polizisten Robert Cunningham und der Kellnerin Phyllis Penzo zur Realität wurde.

+++
Hier kurz die wahre Story:
Am Freitag, den 30.03.1984, bot der Polizist Robert Cunningham, 30 Jahre im Dienst, in Sal's Pizzaria in Yonkers, New York seiner favorisierten Bedienung Phyllis Penzo, die dort seit 24 Jahren arbeitete, anstelle des gewöhnlichen Trinkgeldes aus Gaudi den halben Gewinn eines Lottoscheins an. Penzo nahm an. Jeder von beiden wählte 3 Zahlen und Cunningham kaufte gegenüber einen Lottoschein, der ihm einen Gewinn von 6 Millionen Dollar bescherte. Cunningham teilte ohne jegliches Zögern wie versprochen und war darüber nie traurig. "After all," sagte er "Penzo helped pick the winning numbers."

50

27.06.2011

„... doubt fire was accidental”


Diese, mit etwas Sozialkritik abgeschmeckte, bittersüße und schenkelklopfende Familienkomödie mit und in einem idyllisch erscheinenden Ambiente glänzt durch eine unglaublich gute Maske, köstlichste Situationskomik, schnelle Rollenwechsel und wechselreiche emotionale Zustände. Auf der Poleposition der geniale Komiker Robin Williams als das wahre Highlight Daniel & Euphegenia gefolgt von der facettenreichen Familienbremse Sally Field als die widerspenstige Miranda und dem Karrieremann Pierce Brosnan (später der 5te James Bond) als das, für Daniel hassenswerte Ekel- und für Miranda angehimmelte Sonnenpaket Stuart; bleiben noch die 3 Kinder Lydia, Christopher und die kleine Natalie, sichtbar verunsichert durch das, auf ihre Kosten inszenierte Familienspektakel großer und kleiner, stacheliger Biestigkeiten.

...120 äußerst vergnügliche Minuten mit, von leichter Hand und ohne Ende rührend witzig dargestellten Turbulenzen in einer Familie, die dann doch noch ihren Weg findet.

nb:
Auszeichnungen: Oscar für die beste Maske und Golden Globe für den besten Hauptdarsteller (Robin Williams).
Vorlage für den Film (1993) war der gleichnamige Roman von Anne Fines, eine Expertin für eine literarische Auseinandersetzung mit Familien- und Beziehungsfragen.