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Streit um den Staat. Intellektuelle Debatten in der Bundesrepublik 1960-1980

Streit um den Staat. Intellektuelle Debatten in der Bundesrepublik 1960-1980

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Beschreibung der Redaktion zu Streit um den Staat. Intellektuelle Debatten...

Selten war ein Staatswesen so der Kritik ausgesetzt wie die Bundesrepublik zwischen 1960 und 1980: Spiegelaffäre, Notstandsgesetze und Terrorismusdiskussion, NS-Vergangenheit, Hochschulreform, Grenzen des Wachstums, Anti-Atomdiskussion und Nachrüstungsdebatte – stets ging es in den intellektuellen Auseinandersetzungen um eine fundamentale Kritik am bundesrepublikanischen System. Der Band betrachtet diese Krise des Staatsgedankens mit Blick auf die Debatten der Intellektuellen. Welches Verhältnis entwickelten sie zum Staat? Wie nahmen sie die Bonner Republik wahr?

Inhaltsverzeichnis zu Streit um den Staat. Intellektuelle Debatten...

Inhalt
Dominik Geppert und Jens Hacke Einleitung
Anmerkungen
Hans Jörg Hennecke Streiten für diesen Staat Wilhelm Röpke und die Bundesrepublik
Von der Sozialen Marktwirtschaft zum Wohlfahrtsstaat
Ein »kritischer Realist« - Aussagen zum Selbstverständnis
Lehren für eine Intellektuellengeschichte der Bundesrepublik
Anmerkungen
Dominik Geppert Von der Staatsskepsis zum parteipolitischen Engagement Hans Werner Richter, die Gruppe 47 und die deutsche Politik
Das Verhältnis zur Politik
Das Verhältnis zum Adenauer-Staat
Das Verhältnis zur SPD
Die Tradition deutscher Intellektueller im 20. Jahrhundert
Anmerkungen
Joachim Scholtyseck Mauerbau und Deutsche Frage Westdeutsche Intellektuelle und der Kalte Krieg
Keine Alternative in der Mauerkrise
Vom antitotalitären Konsens zur Konvergenz der Systeme
Resümee
Anmerkungen
Frank Bösch Später Protest Die Intellektuellen und die Pressefreiheitin der frühen Bundesrepublik
Die Intellektuellen und die Zensur in den 1950er Jahren
Intellektuelle Mobilisierungen für die Pressefreiheit um 1960
Die Schriftsteller und die Spiegel-Affäre
Professoren als Intellektuelle?
Journalisten als treibende Kraft
Fazit und Ausblick
Anmerkungen
Helmut König Kein Neubeginn Hannah Arendt, die NS-Vergangenheit und die Bundesrepublik
Das politische Personal: Kontinuität und Gleichgültigkeit
Das politische System: Normalisierung post festum
Strafprozesse: Eichmann und die Antiquiertheit des Rechts
Urteilskraft: Kritik des Eskapismus
Begriff und Erinnerung
Anmerkungen
Wolfgang Kraushaar Die Furcht vor einem »neuen 33« Protest gegen die Notstandsgesetzgebung
Resümee
Anmerkungen
Riccardo Bavaj Verunsicherte Demokratisierer »Liberal-kritische« Hochschullehrer und die Studentenrevolte von 1967 / 68
Anmerkungen
Daniela Münkel Der »Bund Freiheit der Wissenschaft« Die Auseinandersetzungen um die Demokratisierung der Hochschule
Vorgeschichte der Hochschuldiskussion
»Bund Freiheit der Wissenschaft«
Kampf um die Öffentlichkeit: Zur Medienpolitik des »Bundes Freiheit der Wissenschaft«
Schlussbemerkungen
Anmerkungen
Jens Hacke Der Staat in Gefahr Die Bundesrepublik der 1970er Jahre zwischen Legitimationskrise und Unregierbarkeit
Das Krisengefühl der 1970er Jahre
Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus
Unregierbarkeit
Abschließende Überlegungen
Anmerkungen
Rüdiger Graf Die Grenzen des Wachstums und die Grenzen des Staates Konservative und die ökologischen Bedrohungsszenarien der frühen 1970er Jahre
»Grenzen des Wachstums«
Eine »konservative Tendenzwende«?
Konservative Reaktionen auf die »Grenzen des Wachstums«
a) Tendenzwenden-Konservative
b) Öko-Konservative
c) Hardcore-Konservative
d) Neo-Konservative
Die Grenzen des Staates und die Reichweite des ökologischen Arguments
Anmerkungen
Holger Nehring Die nachgeholte Stunde Null Intellektuelle Debatten um die Atombewaffnung der Bundeswehr 1958-1960
Die Neuvermessung des Politischen
Vom Denken zum Handeln
Denken ohne den Staat
Die ausgebliebene Katastrophe
Anmerkungen
Jörg Requate Gefährliche Intellektuelle? Staat und Gewalt in der Debatte über die RAF
Linke Theorie und Gewalt
Die Ausweglosigkeit des Terrorismus: filmische Perspektiven
Fazit
Anmerkungen
Klaus Naumann Nachrüstung und Selbstanerkennung Staatsfragen im politisch-intellektuellen Milieu der »Blätter für deutsche und internationale Politik«
Nachholende Reverenz oder fortwirkender Grundvorbehalt?
Dreierlei Staatswahrnehmungen
Das politische und das intellektuelle Regimeder Blätter
Fundamentaloppositionelle Ansichten und republikanisches Selbstverständnis
Ende gut, alles gut? Staatsanerkennung durch Grundsatzkritik
Anmerkungen
Die Autoren

Portrait

Dominik Geppert:
Dominik Geppert, Jahrgang 1970, studierte Geschichte, Philosophie und Rechtswissenschaften in Freiburg und Berlin. 1996-2000 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin tätig. Im Herbst 2000 promoviert er mit einer Arbeit über Margaret Thatcher und die Entstehung des Thatcherismus in den Jahren 1975 bis 1979. Seit November 2000 ist er am Research Fellow am Deutschen Historischen Institut in London tätig.
Jens Hacke:
Dr. Jens Hacke ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrbereich "Theorie der Politik" an der Humboldt-Universität Berlin. Er erhielt 2006 den "Friedwart Bruckhaus-Förderpreis".

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