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Name:
Kayla
Rezensionen:
51 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 9

nicht hilfreich: 4

Rang:
698
Über mich:

lese.

Kaylas Rezensionen

12
auf Merkliste

40

03.06.2013

„"Warte auf mich"”

"Warte auf mich" - der Titel ist Programm, denn der Roman konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen.

Optik:

Die optische Gestaltung des Romans gefällt mir ausgesprochen gut, die
Blautöne des Covers, das Lesebändchen.

Inhalt:

Ein Verleger erhält anonym das Manuskript eines Patchworkromans zugespielt, mit dem Hinweis, er möge es lesen.

Auf der Jubiläumsfeier eines Verlages lernen sich der 55-jährige Phillipp und Miriam kennen, die um die 30 ist.
Er schreibt Historienromane, sie ist im Genre der Gegenwartsliteratur zu Hause.
Anfangs hält Miriam den älteren Mann für arrogant, doch beide stürzen sich in eine Affäre, obwohl Phillip verheiratet ist und eine Tochter hat...

Gehalt:

Beworben wird der Roman mit dem Schlagwort "amour fou", und daher hatte ich auch erwartet, etwas über eine "amour fou" zu lesen.
Leider konnte der Roman meine Erwartungen nicht ganz erfülllen, obwohl ich mich wirklich sehr auf die Lektüre gefreut hatte.

Es gibt zwar die klassischen Zutaten - verbotene Liebe und so weiter - aber es mangelt dem Buch an literarischer und psychologischer Raffinesse, obschon sich die tangierten Themen - Kinderwunsch, midlifecrisis, Doppelleben wirklich für eine tiefgründige Analyse anbieten.
Vieles wird nur oberflächlich behandelt, und leider schwankt der Roman stellenweise zwischen Pathos und Trivialem, schrammt stellenweise haarscharf am Klischee vorbei.

Stil & Sprache:

Der Roman liest sich ausgesprochen flüssig und ist nicht schlecht geschrieben, mit alternierenden Perspektiven ausgestattet.
Social Media meets Musik: Durch die Einbindung von modernen Kommunikationsmitteln und den Einsatz von Liedern zur Illustration von Gefühlen erhält das Geschehen einen modernen, "zeitgeistigen" Anstrich.
Dieser Eindruck wird aber durch die Verwendung von gewissen Kosenamen abgeschwächt.

Struktur und Aufbau:

Handwerklich ist der Roman wirklich gut geschrieben, nur das Ende wirkte auf mich ein wenig gehetzt und die Figurenzeichnung hätte etwas mehr Tiefe vertragen.

Mein Fazit:

Leider konnte der Roman meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Zwar ist er grundsolide geschrieben, aber aus dem "Stoff" hätte man viel, viel mehr machen können, viel Potential bleibt leider ungenutzt!

Trotzdem ist es kein schlechtes Buch.

Da aber viele Themen nur angerissen und nicht erörtert werden, bleibt es letztlich bei der Chronik einer Affäre.

Ich vergebe 3,5 - 4 Sterne.

buch

Schamland

Stefan Selke

EUR 18,00 *
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40

17.04.2013

„messerscharfe Analyse”

Die Publikation von"Schamland" überschneidet sich interessanterweise mit dem Tod Maggie Thatchers. Die Politikerin war in England als"Milchräuberin" Gewerkschaftsschreck bekannt. Ihre rigorose Politik gründete auf der Prämisse, dass es so etwas wie "die Gesellschaft" nicht gebe & dass quasi jeder für sein Heil selbst verantwortlich sei..Thatcher stand in Grossbritannien für den sozialen Kahlschlag. Auf jeden Fall aber gilt sie vielen Analysten als die Person, die "merry old England" zu Grabe trug.
Jahre später sollte sich auch still & leise das Konzept der "sozialen Marktwirtschaft" und "Sozialhilfe" zugunsten von Raubtierkapitalismus und Hartz IV mehr oder weniger aus Deutschland verabschieden. Von der Bonner Republik & katholischer Soziallehre à la Adenauer sollte wenig übrig bleiben.
Zu "Schamland".
Diese Publikation hat mich wirklich positiv überrascht. Sie genügt wissenschaftlichen Standards&verfügt über Endnoten. Kein "Blabla" ins Blaue hinein, sondern harte Fakten, für jeden nachvollziehbar!
Der Soziologe lässt seine Forschungen in "Schamland" miteinfliessen.
Die Gliederung kann mit geistreichen Kapitelüberschriften ("Trostbrot")überzeugen.

Für eine fast wissenschaftliche Publikation ist "Schamland" extrem gut lesbar! Manchmal quält man sich durch Sachbücher ob des knochentrockenen Stils nur so durch. Nicht so hier! Der Autor schreibt pointiert, scharfsinnig und anschaulich.

Ich muss gestehen, dass ich über die "Tafeln" vor der Lektüre ein unkritisches, von Hochglanzmedien und "Charity Ladies" geprägtes Bild hatte.
Selke jedoch stellt den Nutzen der "Tafeln" infrage und zeigt auf, dass diese zum System der "Armutsökonomie " gehören. Anhand von Fallbeispielen aus der Feldforschung zeigt er auf, dass in der reichen Industrienation Deutschland mitnichten nur der "Pöbel" arm ist & zur "Tafel" geht: Da gibt es das Studentenpärchen, die Dialysepatientin und auch das ehemalige Unternehmerpärchen, das zum Skilaufen in die Schweiz fuhr, um im Alter mangels Einzahlungen quasi am Hungertuch zu nagen.
Selkes Kernthese besagt, dass das System der "Tafeln" primär sich selbst dient - eine These, die mir einleuchtend erscheint.
Schleichend ist dabei der Prozess, der Aufwendungen der öffentlichen Hand zunehmend privatisiert. Eine Amerikanisierung der Verhältnisse ?

Der Autor behält jedoch durchaus einen scharfen Blick und verfällt nie in Schwarzweissmalerei. Er zeigt auf, mit welchen Mechanismen Armut eher verschlimmert als gemildert wird. Und er redet Tacheles : Armut betrifft mittlerweile alle Gesellschaftsschichten, Armut generiert Scham.
Selkes Interviewpartner berichten mehr oder weniger einhellig davon, wieviel Überwindung sie der Gang zur "Tafel" kostete und dass sie mit "denen da" eigentlich nicht sprechen wollten. Arm, das seien die "Anderen". Nur mittels dieser Selbsttäuschung lasse sich ein positives Selbstbild und ein letzter Rest Würde aufrecht erhalten.

Ich muss sagen, dass ich während der Lektüre teils recht überrascht war, da mir viele Sachverhalte unbekannt waren. Vor dem "Umbau" der Republik kann jedoch niemand die Augen verschliessen.
Der Wissenschaftler Selke stellt seine Erkenntnisse löblicherweise in Buchform der ganzen deutschen Gesellschaft zur Verfügung. Akademischer Elfenbeinturm? Nicht bei Selke! Ich hoffe nur, dass seine Ausführungen Gehör - sprich Leser - finden werden.
Ein wenig schade finde ich, dass ein vergleichsweise "enges" Themengebiet behandelt wird, denn der Autor hat die seltene Gabe, komplexe Phänomene auch dem Laien verständlich zu erklären.
.

buch

Sehet die Sünder

Liv Winterberg

EUR 14,90 *
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40

08.01.2013

„Histoschmöker”


"Bretagne, 1440. Grausame Dinge geschehen in dem kleinen Dorf Saint Mourelles. Menschen verschwinden und werden ermordet im Wald aufgefunden. Misstrauen und Angst machen sich breit und stellen die sonst so harmonische Dorfgemeinschaft auf eine harte Probe. Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers, und der junge Bauer Mathis beschließen, den entsetzlichen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Denn es gibt Spuren, und die führen zum nahegelegenen Schloss. Niemand ahnt, dass sich auch der Bischof von Nantes mit einer geheimen Untersuchung der Vorgänge einschaltet (Kurzbeschreibung)." Adel, Klerus, Pöbel - alles was das Leserherz begehrt! Das Buch ist der perfekte Pageturner im Winter. Man kann sich schön in den Lesesessel kuscheln und nach Herzenslust schmökern. Die Idee des Buches erinnerte mich sehr an die Filme "Pakt der Wölfe" und "The Village". Nichtsdestotrotz ist "Sehet die Sünder" ein sehr spannendes Buch, welches nicht nur Genrefans begeistern kann. Da ich ein Faible für Frankreich habe, hat es mir besonders gefallen, dass die Handlung des Romans in einem bretonischen Dorf angesiedelt ist. Sehr hilfreich fand ich ferner das dem Werk vorangestellte Personenregister. Es half mir bei der Orientierung. Auch sprachlich konnte mich das Buch einigermassen überzeugen. Einzig die Auflösung hätte man noch besser machen können. Ergo: Ein fast perfekter Historoman. Wertung : 4 von 5 Sternen.

buch

Der Himmel so fern

Kajsa Ingemarsson

EUR 12,00 *
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40

27.11.2012

„Liebe & Tod”

Eigentlich führt Rebecka das perfekte Leben. Job, Ehemann, Traumhaus - all diese Dinge hat die Mittdreissigerin schon erreicht. Und doch nimmt sie sich das Leben. Zwar zögert sie im Moment des Suizids, doch dann ist es unumgänglich. Fortan hat sie einen Engel namens "Arayan" an ihrer Seite. Rebecka kann jedoch noch nicht von ihrem "alten" Leben lassen und vor allem an Mikael, ihrem Mann, hängt sie noch. Sukzessive wird enthüllt, was zu Rebeckas Entscheidung beigetragen haben könnte. So versuchte sie stets, unabhängig zu wirken, schlug gar eine kirchliche Hochzeit aus. Die Gründe für dieses Verhalten liegen in der Kindheit der Protagonistin - der Vater verliess einst die Mutter, welche daraufhin erkrankte und in schwere Depressionen verfiel. Rebecka schwört sich, nie den selben "Fehler" wie ihre Mutter zu machen, sie möchte Mikael nie eine schlechte, "klammernde" Partnerin sein. Ihre Entscheidung, sich das Leben zu nehmen, stürzt jedoch Mikael in tiefe Verzweiflung, und Rebecka hadert mit all den Beschlüssen, die sie einst fasste...
"Der Himmel so fern" ist ein Roman, der sich schnell und zügig lesen lässt, da die Autorin in einem flüssigen Stil schreibt, der keine Längen aufkommen lässt.
Es ist jedoch nicht so einfach, das Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen. Zwar ist es keine oberflächliche "chicklit", aber doch in gewisser Weise ein "Frauenbuch". Es gibt auch leicht esoterisch wirkende Anteile, die surreal wirken und auf das Fantasygenre verweisen könnten. Beim Lesen fühlte ich mich an Filme wie " Ghost - Nachricht von Sam" oder "Stadt der Engel" erinnert. Der Roman regt auf jeden Fall zum Nachdenken an!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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40

13.11.2012

„4 Sterne”

Im Roman " Der Himmel ist ein Fluss" hat die Autorin Anna Kaleri die Geschichte ( oder Fragmente davon) ihrer eigenen Großmutter literarisch verarbeitet. Dies macht die Geschichte besonders berührend.
Vordergründig handelt es sich um eine Liebesgeschichte, aber auch deutsch - polnische Geschichte in und um Masuren wird tangiert. Zeitlich bewegt sich das Geschehen um den Zweiten Weltkrieg; eine Zeit, die auch heute noch das deutsch - polnische Verhältnis zuweilen ein wenig diffizil macht.

Die junge Minna verliebt sich in Gwidon, einen polnischen Vogelkundler, der zudem noch verheiratet ist, und bricht mit allen Tabus und Konventionen.
Die Sprache im Roman ist klar und erfreulich wenig kitschig, was das Ganze eigentlich beklemmender macht. Alles liest sich sehr flüssig, sodass ich den Roman sehr rasch ausgelesen hatte.

Vordergründig ist es ein Liebesroman, doch auch ein Buch über die NS - Zeit. Die Umformung einer ganzen Region wird gezeigt, als etwa der polnische Schullehrer zugunsten eines deutschen Fräuleins, welches linientreu ist, entlassen wird. Und das ist erst der Anfang....

Für dieses wunderbar bittersüss-traurige Buch vergebe ich 4 Sterne!

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50

18.10.2012

„Ein Fall für Zwei”



Steampunkfans sollten diesen Roman unbedingt lesen. Im viktorianischen London agiert das "Ministerium für ungewöhnliche Vorkommnisse" im Geheimen. Nachdem die Agentin Eliza D. Braun, eine "Kolonistin" und Neuseeländerin, zum wiederholten Male durch eine Explosion alles in Schutt und Asche legte, wird sie ins Archiv strafversetzt. Der Archivar Wellington "Welly" Books ist - charakterlich gesehen - das genaue Gegenteil von Eliza: besonnen, präzise und pünktlich! Ausserdem erinnert er sich stets an seine Grundausbildung im Ministerium.
Da Elizas Partner unerklärlicherweise den Verstand verlor und so im Asyl Bedlam landete, beginnt Eliza, zu ermitteln. Bald ist auch Books involviert. Sie stossen auf die dubiosen Machenschaften eines Geheimordens und schweben schon bald in Lebensgefahr ...
Der Roman liest sich sehr flüssig, auch wenn die Handlung ein wenig Zeit braucht, um in Schwung zu kommen. Die Figuren sind sehr originell. Besonders haben mir die vielen Details gefallen - Gaslampen, Automaten, Dampfmaschinen, Prothesen etc.
Die Handlung kommt ohne Kitsch und Pathos aus. Die Spannung zieht gegen Ende noch einmal mächtig an, man sollte beim Lesen auf jeden Fall geduldig sein!
Ein wirklich interessantes Buch.
Sehr gut gefiel mir auch die tolle optische Aufmachung, das schöne Cover in Brauntönen.

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40

05.06.2012

„Tolles Popcornkino”

Von diesem Film sollte man nichts Tiefsinniges erwarten. Er bietet top Unterhaltung und macht Spass. Dass die Handlung von NY nach Abu Dhabi verlegt wurde, ist ein guter Kniff! Samantha macht Promo und nimmt ihre Freundinnen mit - Carrie, die Ehelangweile empfindet, Charlotte, die gestresste Mummy, Miranda, die verkannte Anwältin. Ein Film zum Gucken und Spass haben, die Kostüme sind gewohnt phantastisch.

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40

02.06.2012

„Nur mit Dir”

Der junge Landon verliebt sich in Jamie, die unbeliebt in der Schule ist, und vor allem wegen ihrer altmodischen Strickjacke gehänselt wird. Anfangs kann er vor seinen Freunden nicht zu ihr stehen, doch ihr toller Charakter überzeugt ihn. Ihr Vater, der Pfarrer, akzeptiert Landon schliesslich. Doch das Glück der Teenager soll nur von kurzer Dauer sein.
Der Film ist ein einigermassen typischer Teeniefilm, der einen guten Soundtrack hat. Ein wenig mehr Tiefe würde nicht schaden, das Buch ist jedenfalls besser.

Ein guter Film für die Ziielgruppe.

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40

14.05.2012

„Hex Hall 3 ”

Der letzte Teil der "Hex Hall" -Reihe beginnt rasant.

Der Roman ist formal in drei Teile aufgeteilt. Sophie Mercer erfährt, dass sie eigentlich eine Brannick ist.
Das Internat für Prodigien, Hex Hall, scheint vernichtet und auch Archer und Jenna scheinen verschollen zu sein.
Doch Sophie ist eine Auserwählte: Sie soll die magische Welt retten.
Dabei ist es von Vorteil, dass sie zeitweise von einem Geist, welcher ihr seine Kraefte leiht, heimgesucht wird.
Dummerweise handelt es sich um Archers Ex-Freundin.
Doch Sophie lässt sich nicht beirren und geht ihren Weg - und am Ende wird sie gar zur Leiterin ihrer ehemaligen Schule auserkoren.

Der Roman war sehr unterhaltsam, auch wenn die Einführung neuer Figuren im Finalband fragwürdig ist. Sophie ist nie um eine Antwort verlegen und auch das "love triangle" um Archer - Sophie - Cal wird schlussendlich aufgelöst. Wer Teil eins und zwei der Reihe mochte, sollte auf jeden Fall "Dämonenbann" lesen. Das Buch liest sich sehr flüssig und es gibt die eine oder andere Überraschung.
Wer "Harry Potter" mochte, wird "Hex Hall" lieben.

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40

14.05.2012

„Hex Hall 3 ”

Der letzte Teil der "Hex Hall" -Reihe beginnt rasant.

Der Roman ist formal in drei Teile aufgeteilt. Sophie Mercer erfährt, dass sie eigentlich eine Brannick ist.
Das Internat für Prodigien, Hex Hall, scheint vernichtet und auch Archer und Jenna scheinen verschollen zu sein.
Doch Sophie ist eine Auserwählte: Sie soll die magische Welt retten.
Dabei ist es von Vorteil, dass sie zeitweise von einem Geist, welcher ihr seine Kraefte leiht, heimgesucht wird.
Dummerweise handelt es sich um Archers Ex-Freundin.
Doch Sophie lässt sich nicht beirren und geht ihren Weg - und am Ende wird sie gar zur Leiterin ihrer ehemaligen Schule auserkoren.

Der Roman war sehr unterhaltsam, auch wenn die Einführung neuer Figuren im Finalband fragwürdig ist. Sophie ist nie um eine Antwort verlegen und auch das "love triangle" um Archer - Sophie - Cal wird schlussendlich aufgelöst. Wer Teil eins und zwei der Reihe mochte, sollte auf jeden Fall "Dämonenbann" lesen. Das Buch liest sich sehr flüssig und es gibt die eine oder andere Überraschung.
Wer "Harry Potter" mochte, wird "Hex Hall" lieben.

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