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Alexia Top 100 Rezensent
Rezensionen:
360 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 396

nicht hilfreich: 83

Rang:
54
Über mich:

Ich liebe Geschichten

Alexias Rezensionen

buch

Grabesgrün

Tana French

EUR 8,95 *
auf Merkliste

30

11.09.2012

„Ein Vorgeschmack auf eine Schriftstellerin mit großem Potenzial”

Ein Vorort in Dublim, im Jahre 1984: Adam, Peter und Germaine sind die besten Freunde. Eines Abends kehren die zwei Jungen und das Mädchen vom Spielen im Wald nicht mehr nach Hause. Es wird nach ihnen gesucht, aber lediglich Adam wird gefunden. Blut ist an ihm. Er ist zu keiner Aussage fähig und wird es auch nicht sein. Was ihm und seinen Freunden zugestoßen ist, bleibt im Dunkeln.

Seit diesen schrecklichen Ereignissen sind viele Jahre vergangen. Adam und seine Eltern sind nach dem dramatischen Geschehen aus der Siedlung weggezogen. Adam kommt ins Internat und alle versuchen zu vergessen, was nicht zu vergessen ist. Aus Adam wird Robert. Niemand soll ihn mehr mit Adam Ryan, dem Jungen, der lebend aus dem Wald herauskam, in Verbindung bringen. Er wird Polizist. Und eines Tages zu einem Mordfall geschickt, der in seiner alten Heimat passiert ist. Ein Mädchen wird tot auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte gefunden. In der Nähe des Waldes, in dem Adam seine Kindheit und seine Freunde für immer verloren hat. Gibt es einen Zusammenhang?

„Grabesgrün“ ist das Debüt von Tana French. Zu Anfang hat es sich sehr spannend angelesen. Das spurlose Verschwinden der beiden Kinder, die große Frage, was ist ihnen passiert, wo sind sie abgeblieben, das alles war extrem spannend für mich. Leider war es aber genau dieser Punkt der Geschichte, ohne jetzt näher darauf einzugehen, der die größte Enttäuschung für mich darstellte. Da hätte ich mir eine andere Lösung (Auflösung?) gewünscht.

Allerdings: Der aktuelle Mordfall war dann wieder sehr fesselnd und teilweise herausragend beschrieben. Wohl überlegt, perfide, genial. Die Beschreibungen der Schwestern, der Eltern, der Archäologen, Ryans und seiner Partnerin Maddox, das alles hatte schon was und lässt hoffen, dass French, deren folgende Bücher ich auch noch lesen möchte, von Buch zu Buch besser werden wird. Das manchmal unglückliche Hin und Her zwischen dem alten und neuen Fall – geschenkt. „Grabesgrün“ ist ein durchaus
empfehlenswertes Buch.

Hörbuch

Die Sammler

David Baldacci

EUR 10,99 *
auf Merkliste

30

08.08.2012

„Kurzweilig”

Annabelle ist eine smarte Trickserin. Sie plant den Coup ihres Lebens. Und er gelingt ihr auch. Sie erleichtert mit einem ausgewählten Team einen Casinobesitzer um 40 Millionen Dollar. Dass der nicht darüber amüsiert ist, ist klar. Und er beginnt die Jagd auf die Betrüger, die die USA schon verlassen haben. Alle bis auf Annabelle. Denn als Annabelle erfährt, dass ihr Ex-Mann getötet wurde, bleibt sie, um zusammen mit den Wächtern, einer Gruppe von Exzentrikern um einen Mann namens Oliver Stone, den Mord aufzuklären.

„Die Sammler“ ist eine angenehme, kurzweilige Geschichte, die auch vom guten Vorleser Klebsch „lebt“. Die Figuren, allen voran Caleb Shaw, mit ihren Eigenheiten, Besonderheiten usw. usf., sind gut dargestellt. Die Geschichte ist teilweise sehr spannend, manchmal unglaubwürdig, aber auch amüsant und sollte mit einem Augenzwinkern „gehört“ werden.

30

08.08.2012

„Mittelmäßig”

Es sieht wie zufällig aus, als ein Professor, der in den Besitz des Tagebuchs eines Vertrauten von Ludwig II., dem bayerischen Märchenkönig, gekommen ist, dieses Buch vor seiner brutalen Ermordung ausgerechnet im Antiquariat von Steven Lukas versteckt. Noch ahnt Lukas nicht, als er das Buch findet, in was für eine mörderische Geschichte er da hineingezogen wurde und inwiefern ihn diese Sache persönlich betrifft. Denn in den Besitz des Buches, das in einer geheimen Kurzschrift verfasst wurde, die Lukas nur mühsam Stück für Stück entziffern kann, möchten mehrere Parteien kommen. Mit allen Mitteln. Und Lukas muss sich nicht nur mit den Häschern des Buches, sondern auch mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen.

„Die Ludwig-Verschwörung“ ist keine umwerfende Geschichte. Im Grunde genommen das übliche. Ein geheimes Tagebuch, dass die einen haben, die anderen vernichten wollen. Ein etwas weltfremder Antiquariat, eine hübsche Kunstdetektivin, zarte Bande, gefährliche Jagden usw. usf. Ein netter Zeitvertreib. Von Johannes Steck passend interpretiert.

Hörbuch

Menschensöhne

Arnaldur Indridason

EUR 10,99 *
auf Merkliste

30

07.08.2012

„Teilweise langweilig”

Der pensionierte Lehrer Halldor Svavarsson wird Opfer eines brutalen Mordes. Bei den Nachforschungen der Polizei stellt sich heraus, dass Halldor pädophile Neigungen hatte. Dadurch war er erpressbar geworden, was ein Pharmakonzern für seine Zwecke ausnutzte. Halldor verabreichte Schülern seiner Klasse als Lebertrankapseln getarnte Drogen mit gravierenden Folgen für die Jungen. Einer dieser Jungen ist Daniel gewesen, der seit mehr als fünfundzwanzig Jahren in einer Nervenklinik untergebracht ist. Daniels Selbstmord und Halldors Ermordung lösen eine Lawine aus, die weit in die
Vergangenheit zurückreicht.

„Menschensöhne“ wurde von Frank Glaubrecht gut vorgelesen. Die Geschichte an sich empfand ich als zu langatmig, streckenweise auch langweilig. Aus dem sicherlich spannenden Thema hätte der Autor mehr herausholen können.

50

06.08.2012

„Adamsberg und sein Team in Hochform”

Ein Wilderer, der Hirsche tötet und ihnen das Herz herausreißt. Zwei Jungfrauen, die durch Unfälle ums Leben gekommen sind und deren Gräber geschändet werden. Zwei junge Männer, die mit durchschnittenen Kehlen aufgefunden werden, Erde unter ihren Fingernägeln. Graberde? Und dann noch ein Leutnant mit zwei Haarfarben, der deswegen eine noch offene Rechnung hat. Es geht rund in Adamsbergs Mordbrigade. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Fällen? Ist ein Wilderer auch ein Mörder? Und was ist mit der 75-jährigen Krankenschwester, der die Flucht aus einem deutschen Gefängnis gelungen ist. Treibt die Serienmörderin wieder ihr Unwesen? Ist es ihre Handschrift? Und was hat es mit dem Elixier auf sich, durch das man das ewige Leben erlangen kann? Hängen die Morde damit zusammen?

„Die dritte Jungfrau“ ist ein Selbstläufer. Ein Buch, das man kaum aus der Hand legen kann. Vargas Schreibstil, der Aufbau ihrer Geschichten, fasziniert mich immer wieder und zieht mich in ihren Bann. So auch bei diesem Buch, das zum Ende hin richtig rasant Fahrt aufgenommen und einen Täter offenbart hat, den ich nicht auf der Rechnung hatte. Dafür aber meinen Tatverdächtigen, Gott sei Dank, von der Leine gelassen hat. So war es mir lieber.

30

02.08.2012

„Kurzweilig”

Die zwölfjährige Willa wird entführt. Ihr Vater und ihre Geschwister werden von den Entführern betäubt, während Willas Mutter von ihnen ermordet wird. Sean King, der mit Willas Mutter befreundet und auf dem Weg zu ihr war, entdeckt die Familie. Die Entführer, die sich noch auf dem Gelände befinden, können entkommen. Der Fall ist besonders brisant, denn Willa ist die Nichte des amerikanischen Präsidenten. Dessen Frau bittet Sean King und seine Partnerin Michelle, das Kind zu finden. Doch als Sean und Michelle mehr herausfinden, als sich die Frau des Präsidenten gewünscht hat, geraten sie ebenfalls in Gefahr.

„Bis zum letzten Atemzug“ ist eine gute, von Nicole Engeln nicht ganz so perfekt vorgetragene Geschichte mit vielen Intrigen, dunklen Familiengeheimnissen, einem sympathischen Ermittlerteam, einer Herz-Schmerz-Geschichte usw., usf. Kurzweilig, unterhaltsam..

30

02.08.2012

„Lieber lesen, statt hören”

Sightseeing in London kann durchaus unangenehm werden. Das müssen auch Adamsberg und Danglard feststellen, die einen Internationalen Polizeikongress in der englischen Hauptstadt besuchen und bei einem abendlichen Spaziergang mit einem englischen Kollegen auf neun Paar ordentlich aufgereihte Schuhe treffen. Schuhe mit Füßen drin. Abgeschnittenen Füßen. Abgestellt vor dem berühmt-berüchtigten Friedhof Highgate. Gott sei Dank kein Fall für die Franzosen. Obwohl Danglard sich ziemlich sicher ist, ein Paar der Schuhe erkannt zu haben. Die Schuhe von einem angeheirateten Onkel usw. usf.

Wieder in Paris gibt es einen neuen Mordfall. Ein alter Mann wurde bestialisch ermordet. Seine Leiche in viele kleine Einzelteile zerlegt. Ein Bild des Grauens. Der Mann war sehr eigenbrötlerisch, hat zurückgezogen gelebt. Wo ansetzen? Doch dann wird ein Brief gefunden, in dem der Name eines kleinen serbischen Dorfes auftaucht. Und Adamsberg macht sich auf den Weg dorthin. Auf den Weg zu einem Ort, in dem laut einer Sage ein berüchtigter Vampir gelebt und gemordet hat. Und wo immer noch ein Geheimnis begraben ist, dass die Bewohner in Angst und Schrecken versetzt…

„Der verbotene Ort“ ist wieder eine spannende Geschichte rund um Adamsberg und hätte mir auch wieder sehr gut gefallen, wenn mir nicht die Art, wie Barbara Nüsse Adamsberg interpretiert hat, so missfallen hätte. Dass Adamsberg gelassen ist, seine Gedanken treiben lässt, ist hinreichend bekannt. Aber Nüsse hat eine Schlaftablette aus ihm gemacht. Schleppend, lethargisch, für mich einfach unpassend, war ihre Interpretation der Figur. Und das war sehr schade, denn ansonsten hat sie die Geschichte angenehm vorgelesen. Nicht umsonst hat es für dieses Hörbuch einen Preis gegeben.

10

01.08.2012

„Ich hätte mir eine bessere Geschichte gewünscht”

Jonas ist verheiratet mit Helen und hat ein Verhältnis mit Marie. Marie ist ebenfalls verheiratet. Helen ist verheiratet mit Jonas und hat ein Verhältnis mit Kim. Und Jonas weiß nichts von Kim und Helen nichts von Marie. Außerdem haben Helen und Jonas noch zwei Söhne und leben mehr mit-, als nebeneinander. Alles in allem eine etwas verfahrene Situation. Jonas Job ist auch nicht unbedingt die Erfüllung seiner Träume und er übt ihn mehr schlecht als recht aus. Und dann ist da noch Anne, die einige Jahre Jonas Lebensgefährtin war und an Krebs erkrankt ist und zu der er noch ein inniges Verhältnis hat. Und dann ist da der Tag, an dem ein Fremder ihm das Angebot macht, seine Wünsche zu erfüllen. Ein Scherz? Mit Sicherheit, denkt sich Jonas. Dann einfach mal loslegen mit den Wünschen. Jonas wünscht sich, die Welt und den Sinn des Lebens und Sterbens zu verstehen, in Zukunft und Vergangenheit zu sehen. Und vielleicht doch noch ein wenig mehr??? Oder weniger???

Lediglich der gute Vorleser Stephan Schad hat mich dazu gebracht, die Geschichte bis zum Ende durchzuhalten. Glavinic hat eine sinnlose und konfuse Geschichte verfasst, die den Leser mit extrem vielen Fragezeichen zurücklässt. Ein Handlungsstrang ist nicht erkennbar, keine Linie, kein roter Faden. Stattdessen hat man das Gefühl, der Autor wüsste schon gar nicht mehr, was er zwei Seiten vorher zu Papier gebracht hat. Aber auch diese Geschichte hat, so wie die meisten, irgendwann einmal ein Ende. Ein Ende, was man zwar nicht verstehen muss, was man sich aber herbeigewünscht hat. Ja, auch mein Wunsch ging in Erfüllung.