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Tracklisting zu Bleach

1. Downer 0
2. About A Girl 0
3. Blew 0
4. Scoff 0
5. School 0
6. Negative Creep 0
7. Paper cuts 0
8. Swap meet 0
9. Sifting 0
10. Love buzz 0
11. Mr. Moustache 0
12. Floyd the barber 0
13. Big cheese 0

Artikeldetails zu Bleach

Bewertung unserer Kunden zu Bleach

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30

16.01.2012

„Bleiche”

von Thomas Zörner aus Lentia Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Eigentlich wollte er das ja gar nicht. Eigentlich wollte Kurt Cobain ganz anders klingen, als es Nirvana auf ihrem Debütalbum schließlich taten. Als die Band ihren Vertrag mit Subpop, einem Indielabel, unterschrieb, meinte Cobain sie müssen nach Grunge klingen, da dies das bevorzugte Genre der Subpop Zielgruppe war. Wie er wirklich klingen wollte, sollte sich erst mit „Nevermind“, und „In Utero“ zeigen. Aber, ob er so klingen wollte, wie sie es hier tun, ändert nichts daran, dass trotzdem einiges an guter Musik entstanden ist. Oft rotzt die Gitarrensektion nur so dahin, während Cobain seinen, noch vom Punk angehauchten, Gesang dazu beisteuert. Paradebeispiele sind dafür der Opener „Blew“, sowie das tolle „Floyd the Barber“. Dass die Band aber auch vollkommen anders konnte, zeigten sie mit „About a Girl“, von dem ihr damaliger Producer meinte, wenn sie nur solche Stücke aufnehmen würden, würden sie ein Riesenhitalbum schreiben, was sie später mit „Nevermind“ auch tun sollten. Dass Cobain in Sachen Songwriting aber auch Härte mit Melodie verbinden konnte, demonstrierte er z.B. mit „School“ oder dem Coversong „Love Buzz“, der auch gleichzeitig die erste Nirvana Single aller Zeiten war. Wirklich schrägt präsentierten sich Nirvana bei dem stark dissonanten „Paper Cuts“, und „Negative Creep“, das aber trotzdem zu den besten Songs der Platte gehört. Musikalisch rau, besang man in lyrischer Form Mysterien. Wovon eine Nummer wie „Big Cheese“ handelt, so gut sie auch rocken mag, wird sich mir wohl nie erschließen. Aber darum ging es auch nicht. Cobain schrieb die Texte zu seinen Songs meist nur Minuten vor der Aufnahme, lediglich viel später („In Utero“) sollte er sich in dieser Hinsicht fokussierter zeigen. Er selbst meinte, es sei ihm vollkommen egal, wovon seine Texte handelten, und sie könnten auch irgendwie heißen, ihm ging es maßgeblich um die Musik selbst. „Bleach“ ist ein Kind seiner Zeit, was heißt, es gibt eine Menge Verzerrung, eine Menge schräger Melodien, und punkiges Geschrei. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, und die meisten werden bei „Nevermind“ von einer großen Steigerung reden. Zu dieser Gruppe zähle ich mich auch selbst, aber man kann „Bleach“ auf keinen Fall den Status eines gelungenen Debüts absprechen, und des ersten Wegsteins, der viel zu kurzen Karriere Nirvanas.

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