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Lucy

Roman. Deutsche Erstausgabe

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Artikeldetails zu Lucy

AutorLaurence Gonzales

Untertitel Roman. Deutsche Erstausgabe

  • ISBN-103-423-24890-4
  • ISBN-139783423248907
  • Verlag dtv
  • Reihedtv-Taschenbücher
  • ÜbersetzerBritta Mümmler
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten430
  • Veröffentlicht01.12.2011
  • GenreRoman
  • Gewicht530g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelLucy

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Rezensionen der Redaktion zu Lucy

"Ein großartiges Buch."
Passauer Neue Presse 18.01.2012

Kurzbeschreibung zu Lucy

Das Mädchen Lucy wächst im afrikanischen Dschungel bei ihrem Vater, einem englischen Naturforscher, in völliger Abgeschiedenheit auf. Sie ist vierzehn, als er stirbt. Durch Zufall findet die amerikanische Wissenschaftlerin Jenny sie und nimmt sie mit nach Amerika. Lucy ist hübsch und sehr begabt. Was niemand ahnt: Sie ist das Ergebnis eines unglaublichen Experiments, ihr Erbgut eine Kreuzung zwischen dem von Mensch und Menschenaffe. Irgendwann lässt sich das nicht mehr geheimhalten - woraufhin Medien, Militär und Wissenschaftler eine erbarmungslose Jagd auf Lucy beginnen ...

Autorenportrait zu Lucy

Laurence Gonzales wurde in St. Louis, Missouri, geboren und wuchs in Texas auf. Er wurde fü;r seine journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet und hat bereits eine Reihe von preisgekrö;nten Bü;chern verö;ffentlicht.

Mehr unter www.laurencegonzales.com


Portrait

Laurence Gonzales:
Laurence Gonzales wurde in St. Louis, Missouri, geboren und wuchs in Texas auf. Er wurde für seine journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet und hat bereits eine Reihe von preisgekrönten Büchern veröffentlicht.

Autorenportrait

Laurence Gonzales wurde in St. Louis, Missouri, geboren und wuchs in Texas auf. Er wurde fü;r seine journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet und hat bereits eine Reihe von preisgekrö;nten Bü;chern verö;ffentlicht.

Mehr unter www.laurencegonzales.com


Bewertung unserer Kunden zu Lucy

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40

21.02.2013

„Lucy”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Frankfurt am Main
Ein Buch, auf dessen Inhalt ich so nicht vorbereitet war.

Zunächst geht es um die Flucht der Wissenschaftlerin Jenny Lowe vor dem Bürgerkrieg im Kongo. Sie findet die Tochter eines Kollegen, der von den Rebellen getötet wurde, und nimmt sie mit auf ihrer Flucht nach Amerika. Lucy erscheint so anders, aber das wird darauf zurückgeführt, daß sie im Dschungel aufgewachsen und bisher mit der zivilisierten Welt nicht in Berührung gekommen ist. Lucy ist hochintelligent und lernt schnell, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Dies insbesondere durch die Hilfe von Amanda, die ihr zur unentbehrlichen Freundin wird.

Aber Lucy hat besondere Kräfte und legt zuweilen ein merkwürdiges Verhalten an den Tag. Schnell wird Jenny, die Lucy inzwischen adoptiert hat, klar, daß Lucy nur zur Hälfte vom Menschen abstammt. Dies wird auch durch die Tagebücher ihres Vaters deutlich.

Mit dieser Erkenntnis hate ich zu Beginn des Buches nicht gerechnet und möchte auch hier nicht näher darauf eingehen, andere Leser sollen neugierig auf das Buch sein.

Ich möchte aber sagen, daß ich von da an das Buch in einem Zug zu Ende gelesen habe, weil das Thema mich wirklich interessiert hat, selbst wenn das Buch im mittleren Teil etwas abflacht.

Dem Autor gelingt es aber zu zeigen, mit welchen Vorurteilen unsere Gesellschaft Geschöpfen gegenübersteht, die ihren Vorstellungen vom Menschsein nicht entsprechen, und wozu sie in der Lage sind, aus religiösen Glaubensfragen, aus angeblichen ethnischen Überzeugungen, aus medizinischen Gründen oder nur aus Unwissenheit solchen Geschöpfen anzutun. Es wäre schrecklich, wenn die Geschichte Wirklichkeit sein könnte.

Ich finde, es ist ein überaus lesenswertes Buch.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

24.08.2012

„Lucy”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die Wissenschaftlerin Jenny findet im Urwald ein Mädchen. Bei einem Rebellenangriff wurde ihr Vater getötet und sie blieb mit ein paar Affen allein zurück. Jenny nimmt Lucy mit nach Hause in die Zivilisation. Dort muss Lucy erst den Umgang mit Menschen lernen. Sie verfügt aber über einige besondere Sinne und Eigenschaften, welche das Leben mit anderen Menschen doch etwas kompliziert machen. Da erfährt Jenny was es mit Lucy auf sich hat. Ihr Vater hat Experimente mit Affen durchgeführt und Lucy ist eine Kreuzung aus Mensch und Affe. Dabei hat sie aber nur die besten Eigenschaften mitbekommen und sie ist eine wunderbarer Mensch. Von ihrem Vater hat sie die bestmögliche Bildung und Erziehung bekommen und sie ist liebenswerter als manch Zeitgenosse. Als aber andere mitbekommen was Lucy ist, beginnt gegen sie eine Hetzjagd. Gonzales hat einfühlsam Lucys eintreffen in der Zivilisation beschrieben, die Wirkung alles Neuen auf sie und ihre Unsicherheit. Jenny ist eine wunderbare Freundin und große Unterstützung. Sehr gut kommt die Unsicherheit der Menschen auf alles Unbekannte beim Leser an. Obwohl Lucy so liebenswert ist, wird sie abgelehnt. Aber immer wieder gibt es auch Menschen die auf ihrer Seite stehen und helfen. Gonzales konnte die Gefühle und Ängste sehr gut vermitteln und ich fragte mich immer, wie soll das Ausgehen?! Das Ende ist dann auch gut gelöst und für mich zufriedenstellend. Eine spannende zu Herz gehende Geschichte mit einem aktuellen Thema.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

30

03.08.2012

„Lucy”

von Stefan Mayrhofer
Die amerikanische Affenforscherin Jenny Lowe muss wegen des heranrückenden Bürgerkriegs ihre Station Hals über Kopf verlassen. Sie schlägt sich zu dem Camp des britischen Forschers Donald Stone durch, doch der ist bereits von den Rebellen umgebracht worden. Jenny trifft auf Stones 15jährige Tochter Lucy, die im Urwald aufgewachsen ist, und über außergewöhnliche Fähigkeiten zu verfügen scheint. Zusammen gelingt ihnen - mit Unterstützung des britischen Botschaftsangestellten David Meece - die Flucht nach London, und von dort weiter in Jennys Heimat USA.

Jenny beschließt, Lucy zu adoptieren. Lucy geht zur Schule, freundet sich mit ihrer Mitschülerin Amanda an und ist nach außen hin ein ganz normaler amerikanischer Teenager mit ein paar besonderen Eigenheiten und Fähigkeiten. Bald findet Jenny heraus, dass Lucy ein noch viel dunkleres Geheimnis in sich trägt, das über das bloße Aufwachsen im Urwald hinausgeht. Donald Stone hat jahrelang Fortpflanzungsversuche mit Bonobo-Affen durchgeführt und dabei ein Bonobo-Weibchen mit seinem eigen Sperma befruchtet hat. Lucy ist das Ergebnis dieses „Versuchs“! Einige Zeit gelingt es, das Geheimnis zu hüten, aber kurz vor Bekanntwerden ergreift Lucy mit Hilfe von Amanda selbst die Initiative und outet sich. Natürlich stürzen sich die Medien gleich auf sie und ihre Geschichte, aber auch Politiker und Militärs sind interessiert, wenn auch mit eigener Agenda und nicht immer zu Lucys Gunsten…

„Lucy“ ist eine spannende Geschichte, die zum einen von der Idee der Erschaffung eines sogenannten „Hybrid“-Menschen, zum anderen von dem dadurch entstehenden Aufprall der beiden unterschiedlichen Kulturen lebt. Die zeitliche Abfolge der Geschehnisse wird zunächst rasant erzählt, gegen Ende – nach dem Höhepunkt in New Mexico – plätschert die Geschichte leider nur noch vor sich hin. Man wartet eigentlich noch auf einen Knalleffekt, der aber nicht kommt und den Leser etwas ratlos zurücklässt. Zum anderen bemüht der Autor all zu oft die gängigen Klischees, wenn er Kritik an der amerikanischen Gesellschaft an sich, den Medien und den so bösen Politikern und Militärs übt. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Nichts desto trotz ist Lucy eine unterhaltsame und herzerwärmende Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt und sich ganz nebenbei sehr schnell liest.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

23.04.2012

„Lucy”

von eine Kundin aus Frankfurt aus Frankfurt am Main
Ein Buch, auf dessen Inhalt ich so nicht vorbereitet war.

Zunächst geht es um die Flucht der Wissenschaftlerin Jenny Lowe vor dem Bürgerkrieg im Kongo. Sie findet die Tochter eines Kollegen, der von den Rebellen getötet wurde, und nimmt sie mit auf ihrer Flucht nach Amerika. Lucy erscheint so anders, aber das wird darauf zurückgeführt, daß sie im Dschungel aufgewachsen und bisher mit der zivilisierten Welt nicht in Berührung gekommen ist. Lucy ist hochintelligent und lernt schnell, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Dies insbesondere durch die Hilfe von Amanda, die ihr zur unentbehrlichen Freundin wird.

Aber Lucy hat besondere Kräfte und legt zuweilen ein merkwürdiges Verhalten an den Tag. Schnell wird Jenny, die Lucy inzwischen adoptiert hat, klar, daß Lucy nur zur Hälfte vom Menschen abstammt. Dies wird auch durch die Tagebücher ihres Vaters deutlich.

Mit dieser Erkenntnis hate ich zu Beginn des Buches nicht gerechnet und möchte auch hier nicht näher darauf eingehen, andere Leser sollen neugierig auf das Buch sein.

Ich möchte aber sagen, daß ich von da an das Buch in einem Zug zu Ende gelesen habe, weil das Thema mich wirklich interessiert hat, selbst wenn das Buch im mittleren Teil etwas abflacht.

Dem Autor gelingt es aber zu zeigen, mit welchen Vorurteilen unsere Gesellschaft Geschöpfen gegenübersteht, die ihren Vorstellungen vom Menschsein nicht entsprechen, und wozu sie in der Lage sind, aus religiösen Glaubensfragen, aus angeblichen ethnischen Überzeugungen, aus medizinischen Gründen oder nur aus Unwissenheit solchen Geschöpfen anzutun. Es wäre schrecklich, wenn die Geschichte Wirklichkeit sein könnte.

Ich finde, es ist ein überaus lesenswertes Buch.

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50

16.04.2012

„Was macht einen Menschen aus?”

von leserattebremen aus Bremen
Lucy wurde im Dschungel der Demokratischen Republik Kongo geboren und ist fünfzehn, als sie nach Amerika kommt. Ihr Vater ist Forscher und wird während der Unruhen des Bürgerkriegs erschossen, Lucy wird von der Primatenforscherin Jenny gerettet, die ihr Lager zwei Tagesmärsche entfernt aufgeschlagen hat und mit ihr gemeinsam flieht. Sie nimmt das Mädchen mit nach Amerika und will ihre Familie ausfindig machen. Doch schnell muss sie erkennen, dass Lucy kein normales Mädchen ist. Sie ist das Ergebnis eines Experiments ihres Vaters, der beweisen wollte, dass man durch die Kreuzung von Bonobos und Menschen eine neue, bessere Art des Menschen schaffen könnte.
Der Roman von Laurence Gonzales unterscheidet sich von allem, was ich bisher gelesen habe, er ist wahnsinnig spannend und gleichzeitig irritierend. Es werden grundlegende bioethische Fragen aufgeworfen: Was darf der Mensch überhaupt im Rahmen der Forschung tun? Und wie geht man mit dem Ergebnis um, das nun einmal vorhanden ist, ohne selbst schuld daran zu sein? Über allem schwebt die Suche danach, wozu der Mensch letztendlich fähig ist in seinem Wunsch, die Natur endgültig zu beherrschen und die gleichzeitige Angst davor, wie man mit dem Ergebnis dieser Forschung umgehen soll. Politik und Medien veranstalten eine Hetzjagd auf Lucy, religiöse Eiferer wollen sie tot sehen, Forscher sehen in ihr eine einzigartige Möglichkeit der Erforschung von Primaten. Doch bei allem ist Lucy einfach ein amerikanischer Teenager geworden, der auf den Abschlussball geht und mit ihrer besten Freundin auf Facebook und YouTube aktiv ist.
„Lucy“ ist ein faszinierender Roman, der Autor scheut sich nicht, zentrale Fragen des Menschen aufzuwerfen und sich ihnen in der fiktiven Geschichte zu stellen. Was macht einen Menschen eigentlich aus? Seine DNA? Seine Fähigkeit zu sprechen, mit anderen Menschen zu fühlen, aufrecht zu gehen? Eine abschließende Antwort gibt er dem Leser jedoch nicht, jeder muss sich selbst mit Lucy auseinandersetzen. Ein außergewöhnlicher Roman, den man gelesen haben muss!

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50

03.04.2012

„Lucy”

von einer Kundin oder einem Kunden
Donald Stone, ein rennomierter Wissenschaftler, hat sich zu seinen Lebzeiten der Erforschung der Bonobos gewidmet. Doch seine, fast schon krankhafte, Besessenheit dieser Menschenaffen führte zu einem ethisch sehr fragwürdigen Experiment. Nach seiner Ermordung im afrikanischen Kongo wird seine Tochter, Lucy, von Jenny - ebenfalls Wissenschaftlerin - aufgefunden und mitgenommen. Da jedoch keine weiteren Verwandten zu existieren scheinen, beschließt Jenny, Lucy ersteinmal bei sich aufzunehmen. Doch durch die Aufzeichnungen von Donald Stone kommt sie einer Wahrheit auf die Spur, die Unvorstellbar scheint.

"Lucy" fesselt seinen Leser von der ersten Seite an und beschäftigt ihn auch noch, wenn man das Buch schon lange zur Seite gelegt hat. Unbedingt lesen!

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50

01.03.2012

„Lucy öffnet uns die Augen und die Herzen!!! ”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Berlin
Lucy ist ein Mädchen, das im kongolesischen Dschungel aufwächst und aufgrund des dort herrschenden Bürgerkriegs und der Ermordung ihres Vaters, der Wissenschaftler war, von einer anderen Wissenschaftlerin "adoptiert" wird und mit ihr nach Chicago zieht. Dort wird sie mit der modernen, amerikanischen Welt konfrontiert.
Soweit klingt es nach "Das Dschungelkind" von Sabine Kuegler oder "Das Mädchen vom Amazonas" von Catherine Rust.
Aaaber... im Klappentext und in Passagen der Leseprobe wurde angedeutet, dass Lucy kein normales Menschenkind ist, sondern das Produkt aus den wissenschaftlichen Experimenten ihres Vaters und dass sie halb Mensch halb Menschenaffe ist. Lucy hat nicht nur extrem gute Sinne und eine außerordentliche Intelligenz und Auffassungsgabe, sie handelt auch instinktiv in vielen Situationen wie ein Menschenaffe.
Ich war schon seit Ankündigung sehr gespannt auf das Buch, denn schon das Cover zog meine volle Aufmerksamkeit auf sich. Dann der spannende Klappentext und die vielversprechende Leseprobe. Schnell wusste ich: Mal wieder ein Buch für mich!!!
Zuerst befürchtete ich zwar, dass mich die Fiktion der Hybride zwischen Menschen und Menschenaffen vielleicht abschrecken würde, was dann aber überhaupt nicht der Fall war. Vielmehr hatte ich sehr oft das Gefühl, dass die Fiktion keine solche ist, sondern dass ich eine wahre Geschichte lese.
Anfangs war der Schreibstil noch etwas "kühl", ich hatte noch etwas die Gefühlsseiten der Protagonisten vermisst, aber das kam schnell in den anderen Kapiteln. Und im Verlauf des Buches hab ich mich komplett in der Gefühlswelt von Lucy und den anderen zurechtgefunden.
Ich war sehr gespannt darauf, wie gut das Buch von wissenschaftlicher Seite her recherchiert ist. Ich kenn mich recht gut mit Menschenaffen aus und da es speziell um Bonobos gehen soll, hoffte ich, dass das Wesen der Bonobos genug beachtet wurde. Und ich muss sagen, dass es perfekt gelungen ist!!!
Alles in allem hat mich diese Geschichte sehr bewegt, sehr berührt und sehr zum Nachdenken gebracht. Sie kritisiert uns Menschen, verdeutlicht uns, wie falsch viele von uns denken und handeln. Vor allem aber huldigt/ehrt diese Geschichte die Tierwelt und die Natur!!! Und sie macht uns Menschen klar, dass unser Einmischen in die Gesetze der Natur zu noch viel größeren Problemen führt!!! Die thematisierte Rückkreuzung zur Natur/Tierwelt hin, fand ich eine gelungene Idee, denn Lucy ist das tollste Wesen, das ich in meiner Buchwelt kennenlernen durfte!!!

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50

01.03.2012

„Lucy öffnet uns die Augen und die Herzen!!! ”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Berlin
Lucy ist ein Mädchen, das im kongolesischen Dschungel aufwächst und aufgrund des dort herrschenden Bürgerkriegs und der Ermordung ihres Vaters, der Wissenschaftler war, von einer anderen Wissenschaftlerin "adoptiert" wird und mit ihr nach Chicago zieht. Dort wird sie mit der modernen, amerikanischen Welt konfrontiert.
Soweit klingt es nach "Das Dschungelkind" von Sabine Kuegler oder "Das Mädchen vom Amazonas" von Catherine Rust.
Aaaber... im Klappentext und in Passagen der Leseprobe wurde angedeutet, dass Lucy kein normales Menschenkind ist, sondern das Produkt aus den wissenschaftlichen Experimenten ihres Vaters und dass sie halb Mensch halb Menschenaffe ist. Lucy hat nicht nur extrem gute Sinne und eine außerordentliche Intelligenz und Auffassungsgabe, sie handelt auch instinktiv in vielen Situationen wie ein Menschenaffe.
Ich war schon seit Ankündigung sehr gespannt auf das Buch, denn schon das Cover zog meine volle Aufmerksamkeit auf sich. Dann der spannende Klappentext und die vielversprechende Leseprobe. Schnell wusste ich: Mal wieder ein Buch für mich!!!
Zuerst befürchtete ich zwar, dass mich die Fiktion der Hybride zwischen Menschen und Menschenaffen vielleicht abschrecken würde, was dann aber überhaupt nicht der Fall war. Vielmehr hatte ich sehr oft das Gefühl, dass die Fiktion keine solche ist, sondern dass ich eine wahre Geschichte lese.
Anfangs war der Schreibstil noch etwas "kühl", ich hatte noch etwas die Gefühlsseiten der Protagonisten vermisst, aber das kam schnell in den anderen Kapiteln. Und im Verlauf des Buches hab ich mich komplett in der Gefühlswelt von Lucy und den anderen zurechtgefunden.
Ich war sehr gespannt darauf, wie gut das Buch von wissenschaftlicher Seite her recherchiert ist. Ich kenn mich recht gut mit Menschenaffen aus und da es speziell um Bonobos gehen soll, hoffte ich, dass das Wesen der Bonobos genug beachtet wurde. Und ich muss sagen, dass es perfekt gelungen ist!!!
Alles in allem hat mich diese Geschichte sehr bewegt, sehr berührt und sehr zum Nachdenken gebracht. Sie kritisiert uns Menschen, verdeutlicht uns, wie falsch viele von uns denken und handeln. Vor allem aber huldigt/ehrt diese Geschichte die Tierwelt und die Natur!!! Und sie macht uns Menschen klar, dass unser Einmischen in die Gesetze der Natur zu noch viel größeren Problemen führt!!! Die thematisierte Rückkreuzung zur Natur/Tierwelt hin, fand ich eine gelungene Idee, denn Lucy ist das tollste Wesen, das ich in meiner Buchwelt kennenlernen durfte!!!

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50

23.01.2012

„Animalisch Menschlich! ”

von Melanie Enns aus L.
Hier handelt es sich um ein wirklich außergewöhnliches Buch, was eine gewisse Spannung erzeugt, alleine dadurch, daß Lucy sich ihrem Dasein stellen muss. Ist sie nun ein Mensch oder ein Affe? Ich fand gerade das Ende sehr, sehr traurig und bin immer noch verwirrt, warum solche Dinge geschehen müssen. Klar, hier handelt es sich um Fiktion, aber dennoch hat mich das Buch sehr bewegt und berührt. Wenn wir es als wahr ansehen würden, dann wäre Lucy als Lebewesen genau so gewollt wie sie ist, ansonsten hätte sie es nicht geschafft sich ihren Platz in dieser Welt zu erkämpfen. Sie nun erforschen zu wollen, ist grausam und ich fand die Jagd auf Lucy schon echt krass, denn eigentlich erscheint sie mir doch wie ein verängstigter Teenager, der sich auf dem Weg ins Erwachsenenleben erkämpft, egal woher sie abstammt. Dabei ist es egal, ob sie den "Großen Strom" spürt und wie anders sie doch aufgewachsen ist. Ihr Vater ein Wissenschaftler hat Lucy durch künstliche Befruchtung eines Bonobosweibchen erschaffen. Dies hat er schriftlich festgehalten. Er hat auch immer wieder versucht auf das Leben vorzubereiten und im Grunde seines Herzens hat er sein Projekt bereut. Lucy selbst sagt oft, daß sie dieses Leben nicht gewollt hat: Hin und her gerissen ein Mensch oder ein Affe zu sein. Stellt euch das für euch einmal vor. Grausam die Vorstellung, oder? Daher bin ich fest davon überzeugt, daß so ein Projekt, Menschen und Primaten miteinander zu kreuzen falsch ist, auch wenn sie von den Genen zusammenpassen würden, aber ein Mensch ist ein Mensch und ein Primat ein Affe. Das Buch hat mir aufgezeigt, wie sehr an Tieren experimentiert wird um an neue Erkenntnisse zu kommen und dabei ist es ganz egal, ob das Tier dabei leidet oder im schlimmsten Fall sogar stirbt. Ich hoffe das so ein Experiment niemals gelingen wird und wirklich Fiktion bleibt! Auch wenn viel Wissenschaft uns in diesem Buch begegnen wird, brauchen wir keine Vorkenntnisse um das Buch zu verstehen!



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40

02.01.2012

„Unverantwortliches Handeln”

von Turu aus Iserlohn
Auf der Flucht vor Rebellen findet Jenny Lowe, eine Bonobo-Forscherin, im kongolesischen Urwald im Haus ihres getöteten Kollegen Stone dessen Tochter Lucy hilflos vor. Jenny nimmt das 15 jährige Mädchen mit in ihre amerikanische Heimat Chicago. Sie will Lucy eine Bleibe geben, bis deren Angehörige gefunden sind.
Schon bald stellt sich heraus, dass Lucy, die von klein auf mit ihrem Vater im Urwald gelebt hat und von ihm vorzüglich unterrichtet worden ist, keine Angehörigen hat. So bleibt sie bei Jenny und wird in die amerikanische Schule aufgenommen. Aus dem unsicheren und scheuen Naturkind wird in relativ kurzer Zeit - dank ihrer amerikanischen Freundin Amanda - ein typischer amerikanischer Teenager. Sie lernt die Jugendsprache und den Gebrauch von Handy und Computer. Vor allem muss sie verstehen lernen, dass man das alles braucht, um „in“ zu sein.
Den Notizbüchern, die Jenny aus Stones Haus mitgenommen hatte, entnimmt sie voller Schrecken, dass Lucy ein Hybridwesen ist. Sie ist das Ergebnis einer künstlichen Befruchtung. Ihr Vater ist der Forscher Stone, ihre Mutter in ein Bonobo-Weibchen.
Jenny möchte die Herkunft des Mädchens geheim halten, um sie vor dem Rummel und den vielen Gefahren, denen sie dann ausgesetzt sein würde, zu bewahren. Aber schon bald infiziert sich Lucy mit einem Virus, das es bisher nur bei Tieren gegeben hat. Sie zieht das Interesse der Gesundheitsbehörden auf sich und der Teufelskreis beginnt.
Der Roman von Laurence Gonzales ist spannend und bedrückend zugleich. Die Protagonistinnen Jenny Lowe und Lucy wirken authentisch. Jennys Fürsorge und Liebe wirken ebenso echt wie Lucys Naturverbundenheit und innere Zerrissenheit, wenn sie sich wiederholt die Frage stellt, wer sie wirklich ist und warum ihr Vater – ihr Schöpfer – ein solches, ihr gegenüber verantwortungsloses Experiment gewagt hat. Auch Amanda überzeugt in ihrem toleranten, liebevollen Umgang mit den beiden Protagonistinnen.
Trotz der Vorzüge dieses Romans stört mich seine Schwarz-Weiß-Malerei. Die Menschen sind entweder sehr gut oder teuflisch böse
Der Roman hat mehr zu bieten. Er ist nicht perfekt, aber er enthält Botschaften, die man hören sollte wie:
Wissenschaftler sollen ethisch-moralisch und verantwortlich mit der Schöpfung umgehen, und eine Gesellschaft sollte dem Fremden mit Toleranz begegnen.
Ich habe diesen Roman gerne gelesen, war berührt und wurde nachdenklich. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

02.01.2012

„Verantwortungsloses Handeln”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Iserlohn
Auf der Flucht vor Rebellen findet Jenny Lowe, eine Bonobo-Forscherin, im kongolesischen Urwald im Haus ihres getöteten Kollegen Stone dessen Tochter Lucy hilflos vor. Jenny nimmt das 15 jährige Mädchen mit in ihre amerikanische Heimat Chicago. Sie will Lucy eine Bleibe geben, bis deren Angehörige gefunden sind.
Schon bald stellt sich heraus, dass Lucy, die von klein auf mit ihrem Vater im Urwald gelebt hat und von ihm vorzüglich unterrichtet worden ist, keine Angehörigen hat. So bleibt sie bei Jenny und wird in die amerikanische Schule aufgenommen. Aus dem unsicheren und scheuen Naturkind wird in relativ kurzer Zeit - dank ihrer amerikanischen Freundin Amanda - ein typischer amerikanischer Teenager. Sie lernt die Jugendsprache und den Gebrauch von Handy und Computer. Vor allem muss sie verstehen lernen, dass man das alles braucht, um „in“ zu sein.
Den Notizbüchern, die Jenny aus Stones Haus mitgenommen hatte, entnimmt sie voller Schrecken, dass Lucy ein Hybridwesen ist. Sie ist das Ergebnis einer künstlichen Befruchtung. Ihr Vater ist der Forscher Stone, ihre Mutter in ein Bonobo-Weibchen.
Jenny möchte die Herkunft des Mädchens geheim halten, um sie vor dem Rummel und den vielen Gefahren, denen sie dann ausgesetzt sein würde, zu bewahren. Aber schon bald infiziert sich Lucy mit einem Virus, das es bisher nur bei Tieren gegeben hat. Sie zieht das Interesse der Gesundheitsbehörden auf sich und der Teufelskreis beginnt.
Der Roman von Laurence Gonzales ist spannend und bedrückend zugleich. Die Protagonistinnen Jenny Lowe und Lucy wirken authentisch. Jennys Fürsorge und Liebe wirken ebenso echt wie Lucys Naturverbundenheit und innere Zerrissenheit, wenn sie sich wiederholt die Frage stellt, wer sie wirklich ist und warum ihr Vater – ihr Schöpfer – ein solches, ihr gegenüber verantwortungsloses Experiment gewagt hat. Auch Amanda überzeugt in ihrem toleranten, liebevollen Umgang mit den beiden Protagonistinnen.
Trotz der Vorzüge dieses Romans stört mich seine Schwarz-Weiß-Malerei. Die Menschen sind entweder sehr gut oder teuflisch böse
Der Roman hat mehr zu bieten. Er ist nicht perfekt, aber er enthält Botschaften, die man hören sollte wie:
Wissenschaftler sollen ethisch-moralisch und verantwortlich mit der Schöpfung umgehen, und eine Gesellschaft sollte dem Fremden mit Toleranz begegnen.
Ich habe diesen Roman gerne gelesen, war berührt und wurde nachdenklich. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

01.01.2012

„Spannend”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die Wissenschaftlerin Jenny Lowe arbeitet im Dschungel als Primatenforscherin mit Bonobos. Doch als der kongolesische Bürgerkrieg ausbricht, muss Jenny fliehen und geht in das Camp von Donald Stone. Doch der britische Primatenforscher wurde bereits von den Rebellen getötet, einzig seine sechzehnjährige Tochter wurde verschont. Jenny nimmt Lucy mit nach Amerika und adoptiert sie. Doch als Jenny die alten Notizbücher des Donald Stone auswertet, macht sie eine schockierende Entdeckung. Lucy ist das
Ergebnis eines unglaublichen Experiments, einer Kreuzung zwischen Mensch und Bonobo. Wie lange lässt sich Lucys Herkunft geheim halten? Wird Lucy zur Zielscheibe der Medien? Ein außergewöhnlicher Roman, der zum Nachdenken anregt.

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50

28.12.2011

„Menschlicher als der Mensch”

von micra-cat
Die 15jährige Lucy ist ein richtiges Dschungelkind, das zusammen mit ihrem Vater Donald Stone, einem englischen Naturforscher und Bonobos (Menschenaffen) in völliger Abgeschiedenheit des Kongos lebt. Als das Land von Bürgerkriegen erschüttert wird, versucht die Wissenschaftlerin Jenny, die ebenfalls Bonobos erforscht, Zuflucht in Donald Stones Camp zu finden. Doch der britische Forscher wurde bereits von kongolesischen Rebellen getötet und sie entdeckt dort lediglich die verstörte Lucy und nimmt sie in ihre Obhut. Die beiden müssen aufgrund der Unruhen aus dem Land fliehen und nach einigen Komplikationen erreichen sie Jennys Haus in Chicago. Jenny hofft, von dort aus Verwandte des Kindes aufzuspüren, doch Lucy wächst ihr immer mehr ans Herz und sie will sie adoptieren. Das ändert sich auch nicht als sie anhand von Notizen herausfindet dass Donald Stone Experimente mit einem genetisch veränderten Bonobo-Weibchen durchgeführt hat und Lucy das Ergebnis dieses Experiments ist.

Das Buch hat mich gleich zu Beginn durch die anschauliche Beschreibung der Atmosphäre des Dschungels und Jennys Flucht durch den Urwald gefesselt. Auch die emotionale Seite kommt nicht zu kurz. Traurigkeit, Heimweh und die Probleme, die Lucy in der Zivilisation plagen (Lärm, fremdes Essen, Konsum, ungewohnte Situationen…) werden gut dargestellt und lassen sich nachvollziehen. Schön fand ich auch die Beschreibungen, wie Lucy die Körpersprache und Gesten ihrer Mitschüler studiert, um Anschluss zu finden oder versucht, die Termiten in Jennys Haus aus den Ritzen zu angeln um sie zu essen. Überhaupt kommt ihre tierische Natur öfter mal zum Vorschein, aber das ist dann auch besonders liebenswert. Auch Lucys Fähigkeit über „den großen Strom“ mit anderen Tieren zu kommunizieren, fand ich sehr interessant und gut beschrieben.
Die Botschaften, die in dieser Geschichte stecken, regen zum Nachdenken an. Ein Wissenschaftler, der besessen ist von der Idee, eine neue und bessere Spezies zu erschaffen, die in Einklang mit der Natur lebt. Das ist nicht so abwegig und die Gründe des verschrobenen und scheuen Forschers Donald Stone erscheinen glaubwürdig und realistisch. Er war zunächst nur stolz auf das gelungene Resultat, danach kam aber auch die Reue als Forschungsobjekt Lucy älter wurde. Denn er stellte fest, dass sie mehr als nur ein wissenschaftliches Projekt war: ein wunderbares, kluges menschliches Wesen und seine Tochter, die er vor dem Rest der Welt verbergen und beschützen musste.

Wie weit darf ein Mensch „verbessert“ werden, um noch einer zu sein? In Lucys Fall beginnt eine gnadenlose Jagd auf sie, zumal ihr der Status Mensch aberkannt wird. Freunde wenden sich von ihr ab bzw. werden von den Eltern dazu gezwungen, sich nicht mit dem „Affenmädchen“ einzulassen. Einige haben Angst davor, dass Lucy sich unkontrolliert fortpflanzen könnte. Doch es gibt auch Leute, die für Lucy kämpfen.
Ich war erstaunt, dass ein Mann derart emotional schreiben kann: ich habe mit Lucy, Jenny und Amanda mitgelitten, gelacht und geflennt (letzteres passiert mir eher selten bei Büchern) und mich nicht eine Minute gelangweilt. Daher gibt es von mir die volle Punktzahl für dieses tolle Buch.

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50

17.12.2011

„Was macht den Menschen zum Menschen ?”

von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath
Die Wissenschaftlerin Jenny Lowe erforscht im Dschungel Kongos die Bonobos, eine Menschenaffenart. Doch als der Bürgerkrieg ausbricht, muss sie fliehen. Ihr Versuch, einen weiteren Naturforscher zu warnen, scheitert. Sie kommt zu spät. Die Rebellen haben ihn bereits erschossen. Allerdings hat seine 15 jährige Tochter Lucy das Massaker überlebt. Jenny nimmt sich des außergewöhnlich intelligenten, im Urwald aufgewachsenen Mädchens an. Da keine weiteren Verwandten Lucy´s zu finden sind, nimmt Jenny sie mit zu sich nach Hause. In Chicago angekommen tut sie alles, um Lucy die Eingewöhnung in dieses neue Leben zu erleichtern. Aber Lucy hat es dennoch schwer und muss noch viel lernen. Auch in der Schule fühlt Lucy sich zunächst nicht wohl, doch bald findet sie in Amanda eine echte Freundin, die ihr auch die " Verhaltensregeln " und die " Sprache " der Jugendlichen näherbringt.

Doch das vermeintliche Glück währt nur kurze Zeit. Jenny findet schon bald heraus, welches Geheimnis Lucy umgibt und was sie so anders macht. Sie ahnt die Gefahr, die daraus entstehen könnte. Da sie Lucy inzwischen wie eine Mutter liebt, versucht sie alles, dieses Geheimnis zu hüten. Doch es kommt, wie es kommen muss und die Tatsachen lassen sich nicht länger verheimlichen. Und sehr schnell sind Politiker, Journalisten, Wissenschaftler und religiöse Fanatiker hinter Lucy her.

Dieses Buch hat mich tief berührt und nachdenklich gemacht, aber zum Teil auch regelrecht schockiert. Ich habe mit Lucy und auch mit Jenny mitgefühlt und mitgelitten. Diese fiktive ( ? ) Geschichte führt einem nur allzu deutlich vor Augen, wie gnadenlos und unbarmherzig ein Teil unserer Gesellschaft sein kann. Es werden viele Fragen aufgeworfen, die man sicher nicht so einfach beantworten kann, wie z. B. : Wie weit darf die Forschung gehen ? Was macht den Menschen zum Menschen ? etc. Dieser Roman wird sicher noch lange in mir nachhallen.

Sehr gut herausgearbeitet sind für mich auch die Hauptcharaktere. Sie wirken authentisch und man kann sich sehr klar und deutlich in sie hineinversetzen, was die Eindringlichkeit der Geschichte noch verstärkt.

Auch der Kontrast zwischen dem freien und unbeschwerten Dschungel-Leben Lucy´s und dem auf sie regelrecht einstürzendem Leben voller Regeln und Konventionen in einer Großstadt wird hervorragend dargestellt.

Also, kurz gesagt, handelt es sich hier um ein äußerst emotionales, aber auch spannendes Buch mit brisanten Themen, die zum Nachdenken anregen . Ich kann dieses Buch nur jedem Interessierten ans Herz legen.

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50

06.12.2011

„Spannend, emotional, anspruchsvoll”

von Lisandella
Lucy ist fünfzehn, als sie aus ihrer Heimat im kongolesischen Dschungel gerissen wird. Ihr Vater, ein britischer Forscher, wurde von Rebellen getötet. Die amerikanische Wissenschaftlerin Jenny nimmt das Mädchen mit nach Amerika und deckt anhand der Notizen von Lucys Vater das unglaubliche Geheimnis auf: Lucy ist halb Mensch, halb Bonobo. Das erklärt viel, deswegen ist sie überdurchschnittlich intelligent, stark und mitfühlend. Nach außen hin wirkt sie zwar wie ein normaler Teenager, aber instinktiv spüren die Menschen, dass sie anders ist. Jenny adoptiert Lucy, um das Mädchen besser schützen zu können. Sie ahnt, dass sie Lucys Geheimnis um jeden Preis bewahren muss - aber als Lucy schwer erkrankt, ist das nicht mehr möglich. Öffentlichkeit, Regierung, staatliche Behörden, alle kennen nun die Wahrheit über Lucy - welche Konsequenzen wird diese Erkenntnis für das Mädchen haben?

Lucy ist ein außergewöhnliches Buch. Laurence Gonzales bietet dem Leser viel Stoff zum Nachdenken. Es entsteht ein Spannungsfeld um viele interessante Fragen. Wie reagiert jemand, der im Dschungel in völliger Abgeschiedenheit aufgewachsen ist, wenn man ihn plötzlich in eine amerikanische Großstadt verpflanzt? Gäbe es einen Hybriden aus Mensch und Bonobo, wie, und vor allem was, wäre dieses Wesen - ein Mensch oder ein Tier? Und wie weit hat der Homo Sapiens sich überhaupt von seinen nächsten Verwandten, den Bonobos, entfernt - wie viel Bonobo steckt in jedem von uns? Und wie wird die breite Masse auf ein Wesen wie Lucy reagieren?
Als das Geheimnis nicht mehr zu bewahren ist, erscheinen alle möglichen Gruppierungen auf der Bildfläche: die hysterische Medienmeute, skrupellose Regierungsbehörden, seriöse Wissenschaftler, aber auch religiöse Fanatiker. Um dieses Grundgerüst entwickelt der Autor eine in sich logische, spannende und vor allem glaubhafte Geschichte. Eine Geschichte, in der man mitfühlt, mitleidet, mitdenkt.

Mir hat "Lucy" außerordentlich gut gefallen. Es ist definitiv keines dieser Bücher, die man zuklappt und deren Inhalt man sofort vergisst. Es wirkt nach, es bringt den Leser zum Nachdenken. Und es ist auch ein Buch, dass man nochmals lesen kann, weil es eine solch komplexe, facettenreiche Handlung hat. Ich kann "Lucy" guten Gewissens jedem empfehlen, der spannende, intelligente Lektüre mit Tiefgang sucht.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

04.12.2011

„Wann ist ein Leben etwas wert?”

von einer Kundin oder einem Kunden
Jenny erforscht im Kongo Bonobos als sich Soldaten nähern und sie mitten in der Nacht die Flucht ergreifen muss. Den in der Nähe lebenden Forscher Donald Stone hat will sie vorwarnen, doch als sie dort ankommt findet sie nur noch seine Leiche, einzig seine Tochter wurde verschont. Zusammen mit der traumatisierten Lucy flieht Jenny aus dem Urwald zurück nach England und dann in die Staaten.

Doch irgendetwas unterscheidet Lucy von den anderen Menschen in ihrer Umgebung. Und als ihr Geheimnis an die Öffentlichkeit gelangt, stellt sich die Frage warum das Leben des Mädchens weniger wert sein sollte als das anderer.

"Lucy" hat mich nicht selten zu Tränen gerührt. Dem Autor ist hier ein aufwühlender und nachdenklicher Roman über Ethik und Gefühl gelungen. Ein Wissenschaftler, der sich über alle ethischen Grenzen hinwegsetzt und Gott spielt indem er einen Hybriden zwischen Bonobo und Menschen schafft. Und eine Wissenschaftlerin, die versucht Lucy ein normales Leben zu ermöglichen und ihr Wärme und Liebe entgegenbringt.

Doch Lucy, die ein sehr sympathischer Charakter ist, hat sehr schwer zu kämpfen in dieser fremden und feindlichen Welt. Obwol ihr immer wieder Menschen mit offenen Herzen begegnen, wird sie doch immer wieder wie ein Tier behandelt. Was uns im Umgang mit Menschenaffen im Labor den Spiegel vors Gesicht hält, denn ab wann ist ein Leben wertvoll? Und warum behandeln wir manche Tiere, die uns offensichtlich nicht wirklich unterlegen sind so schäbig?

Dieser Roman hält einer gnadenlosen Gesellschaft den Spiegel vor und schildert unseren teilweise kaltherzigen Umgang mit anderen Lebewesen auf eine sehr drastische und schockierende Art! Ein sehr lesenswertes Buch, das noch lange Zeit nach dem Lesen an einem nagt!

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30

04.12.2011

„Lucy”

von Elohym78 aus Horhausen (Westerwald)
Als eines Nachts der Kongo von einem Bürgerkrieg erschüttert wird, bleibt der Bonobo-Forscherin Jenny nichts anderes als die Flucht übrig. Auf ihrem Weg zurück in die Zivilisation findet sie Lucy, die Tochter eines benachbarten und von den Rebellen ermordeten Forschers. Aufopferungsvoll nimmt sich Jenny ihrer an und nimmt sie mit nach Amerika. Doch Lucy trägt ein düsteres Geheimnis in sich, viel mehr in ihren Genen. Denn sie ist ein Affen-Mensch-Hybrid. Was gut von ihrem Vater für die Menschheit gemeint war, könnte sich für Lucy zu einem Kampf auf Leben und Tod entwickeln.

Das Cover zeigt ein andrgoyn wirkendes, jugendliches Gesicht, teils verborgen im Dickicht, teils im Schatten. Die eine hervorstechende Pupille weist eine ungewöhnliche Farbe auf. Ich finde es sehr gut zum Titel und Inhalt des Buches gewählt.

Der Schreibstil von Laurence Gonzales ist zu Anfang kraftvoll, eindringlich und spannend, schwächt sich leider aber immer mehr ab und geht in einen teils reißerischen, teils oberflächlichen Stil über. Zu Beginn des Romans wird der Leser in die fremde Welt des Dschungels entführt. Die Sprachwahl ist bildlich und man kann sich in die Handlung und vorallem die Landschaft hineinversetzen. Auch die Protagonisten Lucy und ihre Stiefmutter Jenny werden authentisch geschildert. Der Zusammenprall Lucys mit der Welt der Menschen ist erschreckend und ergreifend zu gleich. Die Verwirrung Lucys und deren Reizüberflutung ist packend und stimmt den Leser nachdenklich. Die Entwicklung, die das Kind über sich ergehen lassen muss, um sich in der Welt der Menschan anzupassen ist interessant geschildert, rührt stellenweise sogar zum Schmunzeln. Doch dann kommt der Umschwung und der Roman flacht immer mehr ab. Die Handlung ist nicht mehr nachvollziehbar und die wunderbare Grundidee des Buches geht verloren.

Mein Fazit: Trotz des schwächer werdenden Schreibstils lesenswert.

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