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Verschwiegen

Thriller

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Artikeldetails zu Verschwiegen

AutorWilliam Landay

Untertitel Thriller

  • ISBN-103-570-58507-7
  • ISBN-139783570585078
  • Verlag Carl's books
  • ÜbersetzerSylvia Spatz
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten477
  • Veröffentlicht17.04.2012
  • GenreThriller
  • Gewicht585g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelDefending Jacob

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Rezensionen der Redaktion zu Verschwiegen

"Ein grandioser Thriller, der bis zum Ende nicht an Tempo und Spannung verliert." ÖO Nachrichten

Kurzbeschreibung zu Verschwiegen



Ein intelligenter, packender
Psychothriller über die brüchige Fassade der Normalität


April 2007, eine Kleinstadt in der Nähe von Boston: Der dreizehnjährige Ben Riffkin wird auf seinem Schulweg erstochen aufgefunden. Ben war ein Mitschüler von Jacob. Andrew Barber, Jacobs Vater, ist Staatsanwalt, übernimmt das Verfahren und trifft in der Schule auf eine Mauer beredten Schweigens. Auf Facebook sprechen Jacobs Freunde dagegen eine deutliche Sprache. Sie beschuldigen Jacob, und schon bald entwickelt der Fall eine Dynamik, die das Leben der Familie Barber von Grund auf verändert: Ist Jacob ein normaler Junge? Eine Frage, die Andrew Barber auch zu einer Auseinandersetzung mit seiner verdrängten Kindheit führt. Der Albtraum scheint sich gerade aufzulösen, da verschwindet ein Mädchen. Und Jacob war mit ihr befreundet... »Verschwiegen« ist ein intelligenter, packender Psychothriller über die brüchige Fassade von Normalität, die zerfällt, wenn der Zweifel in einer Familie übermächtig wird.



Bewertung unserer Kunden zu Verschwiegen

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40

21.05.2012

„Vater, Mutter, Sohn”

von Michael Lehmann-Pape Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Andrew Barbers Welt bricht aus den Fugen. Als einer der erfolgreichsten Staatsanwälte in Boston, gut befreundet mit seiner Vorgesetzten, lag sein Leben bisher in gerader Linie vor und hinter ihm. Mit einer Frau verheiratet, die er liebt, mit seinem Sohn, der zwar durchaus jugendliche Probleme mit sich zu tragen scheint, zu dem Andrew aber eng hält.

Da wird am Wohnort der Barbers, einem kleinen und feinen Ort vor den Toren Bostons, ein Jugendlicher erstochen aufgefunden. Einer, der auf die gleiche Schule geht wie Jacob, Andrews Sohn. Noch denkt sich Andrew Barber nicht viel dabei, übernimmt die Ermittlungen, auch wenn eine Befangenheit sich ankündigen könnte, denn natürlich sind auch die Mitschüler des Mordopfers Ben mit im Fokus der Ermittlungen.

Und bald schon wird es haarig für den rechtschaffenen Staatsanwalt. Facebookeinträge seines Sohnes, Aussagen von Mitschülern, mehr und mehr beginnt sich der Verdacht gegen seinen eigenen Sohn Jacob zu richten. Und Andrew Harper überschreitet Grenzen. Lässt Beweismaterial verschwinden, hält fest zu seinem Sohn. Bis er selbst suspendiert wird und fast starr vor Sorge erleben muss, wie sein gesamtes Leben aus den Fugen Gerät. Die Nachbarschaft sich gegen die Familie wendet. Jacob angeklagt wird.
Andrew selbst sieht zudem sein eigenes, wichtigstes Geheimnis in Gefahr, Er, der aus einer Familie stammt, die eine Reihe von Gewaltverbrechern hervorgebracht hat, dessen Vater wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Was er bisher allen gegenüber verschwiegen hat. Kann es sein, das es ein „Mördergen“ gar gibt, eine genetische Disposition zur Gewalt, die er seinem Sohn vererbt hat?

Auf mehreren Ebenen legt William Landay seine Geschichte vor die Augen des Lesers. Im äußeren Rahmen vollzieht er sachgerecht (manchmal allerdings zu kleinteilig) den Indizienprozess gegen Jacob nach, bietet Zeugenprotokolle, Abläufe, Ermittlungen. Dies allerdings in Teilen deutlich zu ausführlich und langatmig auf Kosten der Spannungskurve des Romans. Ergänzend setzt Landay durchaus interessante, moderne genetische Erkenntnis und Verfahrensweisen in den Raum, die er fundiert zu schildern vermag. Die eigentliche Spannungskurve des Romans aber legt Landay in die Entwicklung der Familie und des Umfeldes. Wie Menschen allein schon aus einem Verdacht heraus dauerhaft zu Parias werden. Wie das amerikanische Gerichtssystem auch vielleicht Unschuldigen allein schon durch die Kosten in die Pleite treibt. Vor allem aber, wie eine Familie durch sich immer dichter zuziehende Zweifel fast schon körperlich spürbar verfällt.

Eine Spannungskurve, innerhalb derer dann auch die einschlagenden, überraschenden Momente zum Ende des Buches hin in den Raum treten werden. Wendungen, mit denen der Leser nicht gerechnet hätte, eine innere und äußere Zerstörung, die letztendlich nur am Rande mit dem Prozess selber zu tun haben werden.

Sachkundig und logisch aufgebaut legt Willam Landay einen Gerichts- und psychologischen Roman vor, der trotz mancher Längen und zu detaillierter Schilderungen des Geschehens vor Gericht zu überzeugen weiß. Ein Buch, dass seine eigentliche Dynamik und Kraft aus der Auflösung des familiären Miteinanders der Barbers bezieht und den Leser zudem lange im Unklaren darüber lässt, wer hier eigentlich wirklich der oder die Schuldige ist. Durchaus gute und spannende Unterhaltung mit kleineren Einschränkungen.

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30

15.05.2012

„200 Seiten zu lang...”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Klassischer Justizthriller mit der besonderen Note, dass ein Staatsanwalt gegen seinen eigenen Sohn ermitteln muss. Quälend das Geschehen für alle Beteiligten, streckenweise aber auch für den Leser, denn Landay treibt die Geschichte oft im Zeitlupentempo voran. Dieses mag einer gewissen Eindringlichkeit geschuldet sein, allerdings werde ich den Verdacht nicht los, dass Landay pro geschriebener Seite bezahlt wurde... Das Ende ist gut, überraschend und logisch in seiner Konsequenz. 200 Seiten weniger und dieses Buch hätte vier Sterne bekommen. So ist dieser Roman eher intensives Psychogramm und kein Thriller, wie auf dem Cover postuliert!

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