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Name:
Karlheinz Top 100 Rezensent
Ort:
Frankfurt
Rezensionen:
362 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 21

nicht hilfreich: 2

Rang:
74

Karlheinzs Rezensionen

buch

Giftgrün

Bettina Plecher

EUR 9,99 *
auf Merkliste

50

17.05.2013

„Ein farbenfroher Krimi der überzeugt”

Der Debutroman von Bettina Plecher bietet spannende Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite. Bereits der wirklich gelungene Prolog überzeugt und eröffnet eine spannende Reise über fast dreihundert Seiten, ohne viel Atempause. Es fällt einfach schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Die Protagonisten sind sehr menschlich angelegt, mit ihren Stärken und Schwächen, wie aus dem wirklichen Leben und so wirken sie auch sehr authentisch. Aber auch die Nebenpersonen werden sehr gut und detailliert dargestellt, so dass man sich mit ihnen identifizieren kann.

Der bayerische Einschlag wirkt sehr sympathisch und die wenigen im Dialekt geschriebenen Passagen sind gut verständlich.

Sehr schön auch die Einbeziehung von München und bekannten Plätzen, die dem Buch einen besonderen Reiz geben. Die Mischung zwischen der Klinikszene und München wirkt durchaus stimmig.

Der rote Faden der Story bewegt sich durch das ganze Buch, mit kleineren Überraschungen und Wendungen. Getragen von einem Spannungsbogen der schnell aufgebaut wird und langsam bis zum Ende dann Stück für Stück abgebaut ist.

Fazit: Für einen Debutroman wirklich sehr gelungen, vor allem der Schreibstil ist klasse, da kann man noch viel Spannendes erwarten.

50

09.05.2013

„Ein überzeugendes Jugendbuch, aber nur bedingt von 10 bis 12 Jahren”

Inhalt: Die Familie Walker, ein Ehepaar mit drei Kindern, kauft ein Haus zu einem unglaublich günstigen Preis. Doch gerade als sie eingezogen sind stellen sie fest, dass sie mehr bekommen haben als sie eigentlich wollten. Als Folge daraus erleben die Geschwister Eleanor, Brendan und Cordelia Walker einige spannende Abenteuer.

Auffällig als erstes die bunte und schöne Aufmachung mit Prägung. Das Buch ist ein echter „Hingucker“ und auch die Aufteilung ist wirklich kinder- bzw. jugendfreundlich. Viele Kapitel und keines das über zehn Seiten lang ist. Bei der Aufmachung bleiben keine Wünsche übrig, wirklich sehr gelungen.

Die Geschwister Walker, die Protagonisten, sind sehr gut dargestellt und bereits nach wenigen Seiten leidet man mit den dreien. Vor allem wenn das rasante Abenteuer beginnt, fällt es schwer das Buch wieder beiseite zu legen. Es gibt zwar einen roten Faden der sich durch Buch zieht, aber man kann sich in keinem Kapitel auf die Handlung einstellen. Eine Überraschende Wendung reiht sich an die nächste, das gehört einfach zu diesem Buch und dadurch bleibt das Spannungslevel hoch und es kommt keine Langeweile auf.

Das Autorenteam weiß genau was es tut und man merkt ihnen an, dass sie viele Ideen hatten und sie schaffen es diese auch einfließen zu lassen ohne es zu übertreiben. Der Schreibstil ist nicht nur rasant, sondern auch manchmal sehr detailliert und hier ist auch mein einziger Kritikpunkt, nämlich das vieles sehr detailliert dargestellt wird, worauf man hätte verzichten können. Das Blut fließt ist ja ok, aber man muss gerade so was nicht so detailliert darstellen, zumal die gruseligen Teile dagegen eher bieder wirken. Deswegen vielleicht eher nicht ab zehn Jahren. Dennoch selbst mir als Erwachsenem hat dieses Buch gefallen, also die Zielgruppe ist für mich ab 12 Jahre.

Fazit: Toll geschriebenes Buch ab 12 Jahre und wenn es wirklich der Auftakt zu einer Serie von Jugendbüchern ist, dann können sich meine Kinder darauf freuen und nicht nur sie, denn diese Reihe werde auch ich verfolgen

buch

Schamland

Stefan Selke

EUR 18,00 *
auf Merkliste

50

04.05.2013

„Gutes Sachbuch”

Stefan Beilke kritisiert hier anhand von Beispielen, vor allem aber am Beispiel der Tafeln (aufgrund dessen 20 jährigen Jubiläums), den Umgang unserer sozialen Marktwirtschaft mit Armut. In fünf große Kapitel aufgeteilt nähert sich der Autor seiner Meinung immer mehr an, aber bereits im Vorwort wird die Richtung in die er geht klar.

Sachlich und wissenschaftlich geschrieben, ohne dabei den Leser aus dem Auge zu verlieren, schafft es der Autor einen nicht einfachen Stoff, der auch nicht leicht verdaulich ist, gut zu verpacken. Dabei bringt er seine Auffassung detailliert und gut verständlich an den Leser. Vieles davon hat man schon gewusst, aber hier werden einem nochmal alle Gesichtspunkte und deren Auswirkungen vor Augen geführt.

In den Anmerkungen sind die Quellenangaben erfasst, so dass die Grundlagen nachgewiesen sind, auch wenn natürlich die Schlüsse die hieraus gezogen werden durchaus diskutabel sind. Aber hier werden auch immer beide Seiten des „Problems“ betrachtet, was ich sehr angenehme finde, so wird keine Meinung aufgedrängt, auch wenn der Autor seine Meinung zu diesem Thema hat.

Heraus zu heben ist das Kapitel „Der Chor der Tafelnutzer“, wo Stefan Beilke die Stellungsnahmen von vielen verschiedenen Tafelnutzern zusammenfasst, eine wirklich bedrückende Stimmung entsteht und man kann die Tafelnutzer richtig verstehen und lernt die Denkweise zu begreifen. Ebenfalls ist das Kapitel „Trostbrot“ sehr anschaulich, weil hier einige Fälle beschrieben werden, wie Menschen in diese Armut gelangen und wie sie selbst die Chancen ansehen diese wieder zu verlassen. Hier steigt man tief in die Praxis der Hilfe gegen die Armut ein.

Fazit: Ein Buch das sehr nachdenklich stimmt. Manchmal auch unter die Haut geht und dennoch immer dem wissenschaftlichen Ansatz treu bleibt.

buch

Elysion

Thomas Elbel

EUR 9,99 *
auf Merkliste

50

02.05.2013

„Einfach klasse”

Elysion ist das zweite Buch von Thomas Elbel, dessen erstes Buch ich noch nicht kenne, wobei hier die Betonung auf noch liegt, da Elysion mich sehr fasziniert und gefesselt hat.

Inhalt: Das Jahr 2135. Um ihr Überleben in einer verwaisten Metropole zu sichern, dealt die siebzehnjährige Cooper Kleinschmidt mit der Droge Teer. Eine Droge, die ihren Usern außergewöhnliche Kräfte verleiht und nur durch die Tötung eines Malachs gewonnen werden kann, jener gottgleichen Wesen, die über außergewöhnliche Macht verfügen und im »Elysion« außerhalb der alten Städte leben. Als Cooper auf ihrer Jagd nach Teer auf einen Malach trifft, der ihr eine geheimnisvolle Botschaft übermittelt, beginnt für sie eine Reise durch eine zerstörte, gefährliche Welt, in der eine falsche Entscheidung das Ende bedeuten kann.

Der Autor schafft es nach einem rasanten Einstieg, die Protagonisten langsam und detailliert einzuführen und dabei die Spannung hoch zu halten. Die Protagonisten sind sehr anschaulich dargestellt mit ihren Stärken und Schwächen. Sehr schön auch, dass die Charaktere mit der Handlung im Buch mitwachsen. Auch die Zukunftsvisionen sind so gut dargestellt, dass mir ab und zu ein Schauer über den Rücken lief.

Thomas Elbel schafft es mit seinen Mix aus Fantasyliteratur, Dystopien und Science Fiction von Anfang an Spannung aufzubauen und diese mit jeder Seite weiter zu steigern. Vor allem hat mir sehr gut gefallen, dass trotz des roten Fadens der durchs Buch führt immer wieder überraschende Wendungen stattfinden.

Fazit: Ein Buch das mich überzeugt hat, klasse die überraschenden Wendungen und der unglaublich intensiven Schreibstil, wirklich sehr gelungen.

buch

Ausgesoffen

Jörg Böckem

EUR 19,99 *
auf Merkliste

50

22.03.2013

„Offen, ehrlich und schonungslos”

Bernd Thränhardt, der Bruder des bekannten Hochspringer Carlo Thränhardt, berichtet von seiner Kindheit, seiner Schulzeit und seinem ersten Kontakt zum Alkohol. Weiterhin beschreibt er seinen Absturz und den unaufhaltsamen Weg von gefeierten Journalisten mit Ruhm und Geld zum insolventen Alkoholiker und den vielen Versuchen aus der Sucht wieder heraus zu kommen.

Er macht dies alles mit einer offenen, ehrlichen und sich gegenüber schonungslosen Art und Weise, und wirkt dadurch sehr überzeugend. Nichts wird schön geredet oder positiver als es wirklich ist dargestellt. Man fühlt mit ihm mit und begleitet alle seine Versuche, seine verschiedenen Wege und sein Handeln. Es entsteht sogar eine Verbundenheit, als würde man dem Menschen in diesem Buch kennen.

Bernd Thränhardt schafft es, was man bereits weiß, nämlich das Alkoholismus eine Krankheit ist, auch ganz bewusst werden zu lassen und zu verinnerlichen. Nach diesem Buch ist meine Einstellung zu Alkoholikern und zum Alkoholismus eine andere als vorher.

Fazit: Ein Buch für Betroffene, für Angehörige und für jeden der sich für das Thema interessiert. Gut geschrieben und sehr informativ. Also einfach mal reinlesen und sich überzeugen lassen.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

20

17.03.2013

„Leider am Ziel vorbei”

Die Autorin versucht mit diesem Roman zwei Fälle, ein aktueller (Tod ihres Exfreundes) und einen alten Fall (Verschwinden einer Freundin) mit der persönlichen Ebene der Protagonistin zu verknüpfen. Einen persönlichen Fall zu erschaffen fordert mehr Tiefgang und viel mehr Erzählkunst von der Autorin. Deswegen war ich sofort Feuer und Flamme und musste diesen Roman unbedingt lesen. Am Anfang war dieser auch noch sehr angenehm zu lesen und relativ normal, allerdings begann dann der „Absturz“ von Claire de Witt, mit dauernden Rückblenden, ohne die Handlung wirklich weiter voran zu treiben. Stets werden die persönlichen Probleme der Protagonistin dargestellt und rücken dabei in den Vordergrund. Die Protagonistin, welche am Anfang noch sehr sympathisch herüber kam, verfällt jedoch immer mehr dem Drogenkonsum und Tabletten. Irgendwann wird er Fall nur noch durch Eingebungen voran gebracht, die für mich als Leser nicht mehr nachvollziehbar waren. Alles wird ein wenig konfus und wirkt auf mich wenig sinnvoll strukturiert. Selten habe ich mich durch einen Roman so „durcharbeiten“ müssen. Wobei mir der Schreibstil, gerade am Anfang, zugesagt hat, aber mit der Handlung und den persönlichen Veränderungen der Protagonistin konnte ich mich nicht mehr anfreunden, geschweige ihn nachvollziehen.
Ich kenne den ersten Teil der Claire de Witt Reihe nicht und werde ihn nach diesem Roman auch nicht kennen lernen. Zum Verständnis dieses Buches ist es auch nicht notwendig
Die Nebenpersonen werden nur unvollständig dargestellt und sind alle sehr ungewöhnlich, sogar schräg. Kein Mensch in dem Roman hat normale Züge, außer dem Assistenten der Claire de Witt aber wie verfallen scheint und sie trotz ihrer Eskapaden unterstützt.
Jenseits jeder Realität und weit weg von dem Begriff Spannung oder Überraschungen zieht der Roman sich über 368 Seiten dahin.
Fazit: Auch wenn unkonventionelle Detektive oder Ermittler immer mehr in Mode kommen, wurde es hier übertrieben. Der ambitionierte Versuch zwei Handlungsebenen und die persönliche Ebene zu verbinden gelingt nicht.

buch

Dinner mit Rose

Danielle Hawkins

EUR 16,99 *
auf Merkliste

50

13.03.2013

„ Einfach rundum gelungen”

Als erstes fällt der Blick natürlich auf das Buchcover und dort vor allem auf die Rosen die sich am linken und unteren Rand schlängeln. Auch auf der Rückseite an den Rändern befinden sich wieder diese Rosen und schließlich auch am Seitenrand (im Vorder- und Unterschnitt) des Buches, wo dieses Muster fortgesetzt wird. Im Buch befinden sich dann auch die Rosen bei den einzelnen Kapiteln. Wunderbar harmonisieren diese Rosen und die liebevolle Gestaltung ist eine runde Sache, wie das ganze Buch ebenfalls.

Inhaltlich handelt das Buch von Josie die zu Ihrer Tante Rose nach Neuseeland flieht, nachdem sie ihren Freund mit Ihrer besten Freundin in flagranti erwischt hat. Als sie dort ihrer Jugendliebe Matt wieder begegnet merkt sie, dass sie noch Gefühle für ihn hat.

Bei diesem Inhalt war ich erst ein wenig kritisch, ob es sich um einen“ typischen“ Liebesroman handelt. Allerdings wurde ich schnell eines Besseren belehrt, denn die Geschichte ist nicht so oberflächlich wie der Inhalt anfänglich vermuten lässt. Sie beweist sogar Tiefgang, weil sie sich nicht nur mit Josie beschäftigt, sondern vielmehr auch um das ganze Leben der jungen Frau. Die Handlung besteht nicht nur aus Friede, Freude, Eierkuchen. Wie schon die Aufmachung ist auch der Inhalt eine wunderbar runde Sache und wirklich gelungen.

Danielle Hawkins schildert die Geschichte so hinreißend, dass man sie nicht aus der Hand legen möchte. Der mitreißende Schreibstil mit den symphytischen und interessanten Charakteren ist sehr gelungen. Vor allem da diese nicht nur positive oder negative Charaktereigenschaften besitzen, sondern wirklich menschliche Züge haben. Die Beschreibung „Ein großartiger Roman mit Herz und Humor“ passt da wirklich. Wobei das Buch alle Paletten des Lebens wiederspiegelt.

Fazit: Ein gelungener Lesespaß von Anfang bis Ende und vor allem mit viel Liebe zum Detail gemacht. Manchmal kratzt er nur an der Oberfläche, aber meistens hat der Roman doch Tiefgang, so wie es auch sein muss.

buch

Nilowsky

Torsten Schulz

EUR 19,95 *
auf Merkliste

40

22.02.2013

„Bestechender Schreibstil”

Nach dem lesen dieses Buches fehlten mir erstmals die Worte, die
Eindrücke zu beschreiben. Das lag allerdings nicht daran das dieses
Buch gut oder schlecht ist, sondern das es einfach anders ist. Von der
ersten bis zur letzten Seite habe ich die Eigenheiten des Buches
genossen. Ich würde mir selbst bei einer Zuordnung in eine der Genre
schwer tun.

Auffällig ist der Schreibstil des Autoren. Die Protagonisten werden so
gut dargestellt, dass man trotz der Eigenheiten sofort eine Verbindung
zu ihnen aufbaut. Es entsteht eine kleine eigene Welt in die man als
Leser gerne eintaucht. Manchmal ein wenig eigentümlich, aber immer so
nah am Leben das man glaubt es könnte sich im normalen Leben abspielen.
Vielleicht schon im Haus nebenan.

Sehr gelungen auch die Besonderheiten in Nilowskys Sprache, die durch
ihre Eigenheit besticht und nach ein paar Mal lesen in Fleisch und Blut
übergeht. Auch wächst die Sprache trotz der Eigenheiten, beim Altern
von Nilowsky, mit. Auch die Dialekte sind sehr gut zu verstehen und zu
lesen.

Leider hat die Story schon ein paar Längen und es sind zu viele Lücken
beim Altern der Protagonisten, allerdings wird das durch das gute Ende
teilweise ausgeglichen.

Fazit: Ein etwas andere Buch, das mich wirklich überzeugt hat. Vor
allem der Schreibstil hat mich neugierig auf die anderen Bücher des
Autoren gemacht.

buch

Monuments Men

Robert M. Edsel

EUR 26,90 *
auf Merkliste

50

09.02.2013

„Lebendige Geschichte”

Das Buch beginnt mit einer kurzen „Vorbemerkung“ und anschließend einer kurzen Vorstellung der Hauptfiguren der/s „Monuments men“, mit kurzer Beschreibung und kleinem Bild. Anschließend die Aufteilung in fünf Teile.
1. Teil Die Mission
2. Nordwesteuropa
3. Deutschland
4. Die Leere
5. Die Nachwirkung
Im ersten Teil wird die Aufgabenstellung und die Vorarbeiten der Monuments men erläutert. Sicherlich keines der spannendsten Teile, aber dennoch ein sehr wichtiger um die Aufgaben und die bestehenden Mittel und Probleme im Verlauf des weiteren Buches zu erkennen.
Die Teile zwei und drei befassen sich mit dem Schutz und Erhalt in den jeweiligen Regionen und der beginnenden Suche nach den von den Nationalsozialisten konfiszierten Kunstgegenständen, welche beim Abzug aus den westlichen Ländern mitgenommen und in Deutschland versteckt wurden.
Teil vier beschreibt die Suche nach den „verschollen Kunstschätzen“ und die Suche nach diesen im „leeren Raum“ zwischen den Fronten bzw. beim unklaren Frontenverlauf kurz vor der Kapitulation Deutschlands.
Im fünften Teil werden die Erfolge der „Monuments men“ nochmals begutachtet und zusammengefasst. Weiterhin werden hier nochmals die Geschehnisse in Altaussee beleuchtet, die viele Jahre unklar waren. Ebenfalls wird auf das Ende der Monuments men und deren Heimreise, sowie die weitern Karrieren eingegangen.
Zum Abschluss noch Kurzbeschreibungen der handelnden Personen, sowie die Bibliographie.

Ein Teil der kulturellen Geschichte Europas, der mir in dieser Art und Weise unbekannt war. Dreizehn Jahre Vorbereitung und Recherche benötigte der Autor Robert M. Edsel für dieses Sachbuch über die sogenannten Monuments Men, die Mitglieder der Einheit „ Monuments, Fine Arts and Archives program“. Edsel ist Gründer und Präsident der Monuments Foundation, Gründung 2007.
Für dieses spannende Sachbuch, das auf historischen Tatsachen beruht, verwendet der Autor auch fiktive Dialogen die er aufgrund der Charaktere der Hauptdarsteller erstellte und die sich so zugetragen haben könnten. Durch diese sehr gelungene Kombination wird das Sachbuch sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die außergewöhnlichen Charaktere die hier als Monuments men im Einsatz waren werden mit Briefen und Tagebucheinträgen dargestellt und man kann sich ein Bild von den Charakteren machen.
Manchmal wirkt das Buch ein wenig sehr amerikanisch bzw. aus der Sicht der Alliierten, aber das ist aufgrund der Dokumente, die ja alle von Alliierten Soldaten stammt erklärbar und durchaus zu akzeptieren.

Fazit: Wunderbares Sachbuch, das durch den sehr guten Erzählstil von Edsel überzeugt und auch in der Länge perfekt passt. Ein zweiter Teil über Italien ist auch schon in der Fertigstellung, auf den ich mich ebenfalls schon sehr freue.

buch

Der Heiler

Antti Tuomainen

EUR 14,99 *
auf Merkliste

30

07.02.2013

„Apokalyptischer Endzeit – Thriller”

Das Szenario dieses Thriller ist ein Helsinki in der Zukunft, wo Recht und Ordnung keine Rolle mehr spielen und der tägliche Kampf ums Überleben an der Tagesordnung steht. In dieser Zeit in der die Polizei total überlastet ist, verschwindet die Journalistin Johanna und ihr Mann „Tapani“ – ein Lyriker – hat nur die einzige Möglichkeit, er muss sie selbst suchen.
Antti Tuomainen schafft dieses Szenario immer wieder sehr geschickt dazustellen, allerdings rückt dabei die Handlung und die Spannung ein wenig zu sehr in den Hintergrund.

Der Klappentext ist hier ein wenig dürftig, denn es ist wirklich ein Endzeit Thriller und wer dieses Genre nicht mag, der sollte besser seine Finger von diesem Buch lassen.

Der Protagonist dieses Romans „Tapani“ ist ein Lyriker und dieses hat der Autor auch sehr schön dargestellt. Die ganze Art und das Auftreten von Tapani wirkt schlüssig und man nimmt ihn den Dichter sofort ab und das nicht nur wegen kurzen Gedichtsauszügen, sondern vor allem durch seine Sprache. Es wirkt vom ersten Moment an sympathisch und man kann sich sehr gut mit ihm identifizieren. Was mit dem Protagonisten sehr gut geklappt hat, hätte man sich auch von den anderen Personen des Romans gewünscht, aber die bleiben leider viel zu blass und nebensächlich.

Schön ist die Darstellung der Orte, die sicherlich mit ein Grund waren, dass der Roman in Finnland ein so großer Erfolg war. Leider wirkt das für Ortsunkundige nicht gerade positive.

Insgesamt wirkt der Roman mit seinen 217 Seiten leider ein wenig zu gedrängt. Vielleicht hätten hier ein paar Seiten mehr dem Roman gut getan. Dennoch sind die Ansätze wirklich sehr gut. Letztendlich kann ich nur drei Sterne geben, auch wenn die Ansätze und das Engagement deutlich sind, wirkt alles ein wenig zu zerrissen und der Spannungsbogen und das Potential der Handlung wird nie ausgeschöpft. Aber ich werde den Autor weiterhin im Auge behalten, weil noch wirklich großes zu erwarten ist.


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