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S. Fischer Top 100 Rezensent
Rezensionen:
684 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 80

nicht hilfreich: 430

Rang:
41

S. Fischers Rezensionen

50

17.11.2012

„Visuell überwältigend”

'Griechische und Römische Mosaiken' konzentriert sich, wie der Titel schon sagt, auf antike Mosaiken aus dem griechischen und römischen Kulturraum. Es beschränkt sich aber nicht auf diese Länder, sondern zeigt Beispiele für antike Mosaiken aus dem ganzen Raum rund ums Mittelmeer, wo entsprechende Bauwerke und ihre Mosaiken zu finden sind. So werden neben Mosaiken aus Neapel, Herculaneum oder Sizilien auch solche aus Nordafrika oder dem Nahen Osten gezeigt. Es werden auch ganz verschiedene Arten von Mosaiken gezeigt, unter anderem auch Kieselmosaiken, die ich besonders faszinierend fand. Grundsätzlich folgt erst eine gründliche Einführung in Mosaiken, z. B. die verschiedenen Arten, Themen und Künstler. Dann folgen Vorstellungen verschiedener Mosaiken, darunter so berühmte wie das Alexandermosaik oder das Nilmosaik, aber auch viele, auf die ich in anderen Büchern bislang noch nicht gestoßen war. Der Text ist gut verständlich und, meinem Eindruck als Laie nach, dennoch fundiert geschrieben. Das wirklich Umwerfende an diesem Buch sind aber die fantastischen Aufnahmen. Es wimmelt nur so von großformatigen, durchweg farbigen Aufnahmen der Mosaiken, oft mit Details. Hier kann man wirklich nicht meckern; man hat wirklich das Maximum aus den Bildern herausgeholt. Das macht fast schon süchtig nach mehr und so manches Mal hätte ich gerne noch mehr Bilder aus den ausgewählten Stätten gesehen. Aber in einem Band kann man nun einmal nur begrenzt viel unterbringen, und die Auswahl ist wirklich überzeugend. Insofern ist das Buch ein echter Hochgenuss und uneingeschränkt zu empfehlen.
Zu erwähnen wäre noch: Ergänzt wird dieser Band durch 'Mosaiken in Italien 300-1300', das an die Antike anschließt und die christlich geprägte Mosaikkunst bis zur Ablösung dieser Kunstform durch die Wandmalerei behandelt. Die Wandmalerei wird ebenfalls in einer mehrteiligen Reihe des Hirmer-Verlags behandelt. Alle Bände sind zwar nicht billig, aber eine Anschaffung ist definitiv lohnend. Man hat sich äußerste Mühe gegeben, einen intensiven Einblick in das jeweilige Thema zu bieten, insbesondere durch großartige Bilder. Hut ab! Man würde sich wünschen, dass mehr Verlage solche Bände veröffentlichen würden, statt mit kleinen Bildern oder schwarz-weißen Abbildungen zu sparen.

50

24.09.2012

„Äußerst schön”

Dieses Buch ist Teil einer Reihe mit dem Titel 'Bibliothek der Kunstepochen'. Diese unterscheidet sich deutlich von der Reihe 'Kultur-Pur' des gleichen Verlags, obwohl sich Autor und Photograph sowie Buchtitel teils decken. Ein Kauf lohnt sich also auch dann, wenn man diese andere Reihe bereits besitzt.
Die Bibliothek des Kunstepochen zeichnet sich grundsätzlich dadurch aus, dass die Bände äußerst groß sind (ca. 40 auf 29 cm mit über 500 Seiten). Die Bücher sind dadurch ausgesprochen schwer und nicht ganz leicht zu handhaben. Das Lesen auf einem Tisch oder Lesepult (ein solches wird vom Verlag ebenfalls angeboten) bietet sich an. Wenn man sich trotzdem an die gewichtigen Werke traut, lohnt sich das allemal. Im Gegensatz zu anderen Reihen über Kunstepochen stehen hier eindeutig die visuellen Eindrücke im Vordergrund, nicht so sehr die Kunsttheorie, obwohl auch hierzu Informationen geboten werden. Für die Bände wurden völlig neue Aufnahmen gemacht, die gerade in diesem großen Format und durchweg farbig schlicht überwältigend sind.
Der Band Gotik bietet einen Überblick über diese Epoche, über Burgen und Kathedralen ebenso wie über das aufsteigende Bürgertum und die von ihm gebauten Kirchen und Städte, es geht um mittelalterliche Bücher, Gemälde, Skulpturen, Fresken, Gräber,... - ein echtes Panorama dieser Epoche. Wie bei dem auch gerade erschienenen Band zum Barock gibt es gut verständliche und interessante Texte in angenehmer Schriftgröße zu den überwältigenden und einfach nur schönen, großformatigen Abbildungen. Das Buch ist schlicht ein Hochgenuss! Ich würde es definitiv empfehlen, zumal auch der Preis für einen solchen Prachtband durchaus im Rahmen ist. Da verlangen andere Verlage für schlechtere Bücher (kleiner, viel schwarz-weiß, weniger originell) oft mehr. Eine tolle Leistung! Ich freue mich schon sehr auf die weiteren geplanten Bände der Reihe (als nächstes kommt wohl der Jugendstil).

Hier noch ein paar Angaben des Verlags mit Kommentar von mir:
Seiten: 568
Format: 288 x 398 mm
Cover: Hardcover mit 5. Farbe Gold, Umschlag aus klarsichtiger Kunststofffolie (Dieser transparente Schutzumschlag wirkt sehr stabil und viel hochwertiger und langlebiger als ein traditioneller Papier-Schutzumschlag; ich finde das bei so einem großen Buch sehr sinnvoll.)
• Über 600 Abbildungen, durchgehend vierfarbig (sprich farbig)
• 2 Lesebändchen (sehr hochwertig und nützlich)
• 2 Altar-Klapptafeln (je 8 Seiten) (gigantisch; die normalen Abbildungen sind schon überwältigend, aber diese großen Ausklappseiten überbieten diese noch)
• Handgebunden
• Verstärkung im Buchrücken (sprich: stabile Bindung; das Buch fällt so schnell nicht auseinander)
• Buch in Papier eingeschlagen, im robusten Versandkarton mit Kantenschutz (gut zum Transport geeignet, da mit Tragegriff und wirklich stabil)
• Mit Werkstattbericht zur Entstehung der neuen Reihe (ein interessantes Booklet, das erst zeigt, wie schwierig es z. B. ist, so hochwertige Photos zu machen)

50

24.09.2012

„Äußerst schön”

Dieses Buch ist Teil einer Reihe mit dem Titel 'Bibliothek der Kunstepochen'. Diese unterscheidet sich deutlich von der Reihe 'Kultur-Pur' des gleichen Verlags, obwohl sich Autor und Photograph sowie Buchtitel teils decken. Ein Kauf lohnt sich also auch dann, wenn man diese andere Reihe bereits besitzt.
Die Bibliothek des Kunstepochen zeichnet sich grundsätzlich dadurch aus, dass die Bände äußerst groß sind (ca. 40 auf 29 cm mit über 500 Seiten). Die Bücher sind dadurch ausgesprochen schwer und nicht ganz leicht zu handhaben. Das Lesen auf einem Tisch oder Lesepult (ein solches wird vom Verlag ebenfalls angeboten) bietet sich an. Wenn man sich trotzdem an die gewichtigen Werke traut, lohnt sich das allemal. Im Gegensatz zu anderen Reihen über Kunstepochen stehen hier eindeutig die visuellen Eindrücke im Vordergrund, nicht so sehr die Kunsttheorie, obwohl auch hierzu Informationen geboten werden. Für die Bände wurden völlig neue Aufnahmen gemacht, die gerade in diesem großen Format und durchweg farbig schlicht überwältigend sind.
Der Band Barock bietet einen Überblick über diese Epoche, wobei Architektur ebenso behandelt wird, wie Skulpturen und Gemälde und vieles mehr. Besonders beeindruckt war ich persönlich von einem Kapitel über Bibliotheken. Generell bekommt man außer den allseits bekannten Berühmheiten (Rubens, Giambologna...) auch weniger bekannte Werke und Gebäude zu sehen, z. B. auch aus Südamerika oder Osteuropa. Ich war sehr beeindruckt und habe schon das erste Überblättern sehr genossen. Meine Mutter, die daneben saß und eigentlich etwas anderes machen wollte, war schnell genauso in den Bann des schönen Buches gezogen. Es ist ein echter Augenschmaus! Insofern würde ich es definitiv empfehlen, zumal man für einen solchen Prachtband auch nicht über den Preis klagen kann. Da verlangen andere Verlage für schlechtere Bücher (kleiner, viel schwarz-weiß, weniger originell) oft mehr. Die Begleittexte haben eine angenehme Schriftgröße, erklären die abgebildeten Werke / Gebäude und bieten interessante Hintergründe. Auch das Lesen macht also Spaß. Wie gesagt: Sehr zu empfehlen!

Hier noch ein paar Angaben des Verlags mit Kommentar von mir:
Seiten: 568
Format: 288 x 398 mm
Cover: Hardcover mit 5. Farbe Gold, Umschlag aus klarsichtiger Kunststofffolie (Dieser transparente Schutzumschlag wirkt sehr stabil und viel hochwertiger und langlebiger als ein traditioneller Papier-Schutzumschlag; ich finde das bei so einem großen Buch sehr sinnvoll.)
• Über 600 Abbildungen, durchgehend vierfarbig (sprich farbig)
• 2 Lesebändchen (sehr hochwertig und nützlich)
• 2 Altar-Klapptafeln (je 8 Seiten) (gigantisch; die normalen Abbildungen sind schon überwältigend, aber diese großen Ausklappseiten überbieten diese noch)
• Handgebunden
• Verstärkung im Buchrücken (sprich: stabile Bindung; das Buch fällt so schnell nicht auseinander)
• Buch in Papier eingeschlagen, im robusten Versandkarton mit Kantenschutz (gut zum Transport geeignet, da mit Tragegriff und wirklich stabil)
• Mit Werkstattbericht zur Entstehung der neuen Reihe (ein interessantes Booklet, das erst zeigt, wie schwierig es z. B. ist, so hochwertige Photos zu machen)

50

14.06.2012

„Beautiful edition of two series”

This book is about two woodblock print series by the 19th century Japanese artist Taiso Yoshitoshi. Both are about ghost tales and other tales of the supernatural. The titles are: '100 tales of Japan and China' from 1865 (26 prints) and 'New forms of 36 strange things' from 1889-1892 (36 prints). They cover the beginning and the end of the artist's career.
The book starts with about 20 pages of information on Japanese folk tales and ghost stories, the artist's 'personal encounters with the supernatural' and information on the two series. This part of the book also contains colour illustrations with other artists' work (Hokusai, Kuniyoshi, Kyosai and others), as well as three gorgeous paintings by Yoshitoshi. It then continues with the two series. For each print there is one full page with the colour print in very good quality and size plus one page with information on the print, which includes a translation of the Japanese writing in the print. The explanations are in-depth and truly helpful. I greatly appreciate the fact that there are no black-and-white illustrations of colour paintings or prints. The quality of this book is far above most books on Japanese print series when it comes to both the text and the presentation of the prints. It's a real pleasure to read and look at. I would definitely recommend this title by Hotei, a publishing house from the Netherlands which deserves its good reputation for its high-quality books about Japanese artists.

buch

Jugendstil

Gabriele Fahr-Becker

EUR 10,00 *
auf Merkliste

20

17.02.2012

„Bin enttäuscht”

Ich habe alle anderen Epochen-Bände von Ullmann gekauft, und dies ist der einzige, von dem ich enttäuscht bin. Jugendstil ist für mich eine Kunstepoche mit ausgesprochen vielen schönen Kunstwerken und ebenso schöner Architektur. Die Autorin hat aber ausgesprochen wenig von diesen ansprechenden Werken, die man allgemein mit dem Jugendstil in Verbindung bringt, im Buch behandelt. Für mich ist die Auswahl der Kunstwerke in weiten Teilen nicht gelungen. Schön gedruckt - aber gerade zu dieser Epoche hätte man eine bessere Werkauswahl treffen können.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

40

11.02.2012

„Regt zum Denken an”

Celie, ein schwarzes Mädchen in den Südstaaten der USA im frühen 20. Jahrhundert, wird schon als junges Mädchen vom Vater vergewaltigt. Ihre daraus entstehenden Kinder lässt er verschwinden. Als sie mit Anfang zwanzig für seinen Geschmack zu alt wird, wird sie an einen Mann verkuppelt, der nach dem Tod seiner Frau eine neue Hausfrau und Mutter für seine verzogenen Kinder braucht. Weil ihre schönere Schwester Nettie sich nicht von diesem verführen lässt, hält er jahrelang deren Briefe an Celie zurück. Weil er eigentlich eine andere Frau liebt, prügelt er Celie und behandelt sie wie den letzten Dreck. Erst durch den Kontakt mit seiner unabhängigen Geliebten, einer Sängerin, entdeckt Celie den Mut, ihr eigenes Leben zu leben. In der Zwischenzeit ist ihre Schwester als Missionarin in Afrika, wo sie mit dem Elend der Ureinwohner konfrontiert wird, denen Weiße das Land und den Lebensunterhalt nehmen...

Alice Walker ließ sich zu diesem Buch von den Schicksalen ihrer Verwandten inspirieren. Dieser reale Hintergrund macht zahlreiche Ereignisse umso erschütternder. Inhaltlich geht es v. a. um drei Schwerpunkte: Die schlimme Situation der Farbigen in den USA, aber auch in den afrikanischen Kolonien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das oft extrem problematische Verhältnis zwischen Männern und Frauen zur gleichen Zeit. Die Frage nach Gott und der Religion in Anbetracht einer Lebenssituation, die sich beim besten Willen nicht mit einem allliebenden christlichen Gott in Einklang bringen lässt. Trotz aller furchtbaren Ereignisse kommen die Personen im Buch dann zu einem für sie positiven Ende. Männer und Frauen lösen sich von Rollenerwartungen und schließen Frieden miteinander. Man gibt nie die Hoffnung auf, auch wenn es noch so schlecht aussieht. Ich denke, die Autorin wollte hier nicht nur berichten, sondern auch zum Nachdenken anregen und zu einer besseren Haltung inspirieren. Ein interessantes Buch.


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