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Alexia Top 100 Rezensent
Rezensionen:
360 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 396

nicht hilfreich: 83

Rang:
54
Über mich:

Ich liebe Geschichten

Alexias Rezensionen

buch

Zeugin der Toten

Elisabeth Herrmann

EUR 9,99 *
auf Merkliste

50

22.12.2012

„Gelungen!”

Judith Kepler ist Cleaner. Sie reinigt Tatorte, macht diese wieder bewohnbar. So auch den Tatort eines besonders grausamen Mordes. Eine junge Frau in Judiths Alter wurde regelrecht hingerichtet, durch die Räume ihrer Wohnung gejagt. Judith sieht die Spuren eines quälend langsamen Todes. Sie sieht Hände, die verzweifelt Halt suchten, Blutlachen wie Seen. Der Ort, an dem Christina Borg, eine Schwedin, ermordet wurde, erzählt Judith die Geschichte ihres Lebens und ihres Sterbens. Und es ist der Ausgangspunkt für Judiths eigene Geschichte. In ihre Vergangenheit. Denn als sie an diesem Tag ihre Arbeit in der Wohnung beendet, bekommt sie Post überreicht. Vergeblich macht sie den Boten darauf aufmerksam, dass sie nicht die Gesuchte ist. Doch als sie den Absender auf dem Umschlag liest, ist es mit Judiths Ruhe vorbei. Dort, in dem Kinder- und Erziehungsheim Juri Gagarin in Sassnitz, ist Judith aufgewachsen. Dort hat sie viele qualvolle Jahre verbracht, mit Demütigungen und Quälereien. Doch den Absender gibt es schon lange nicht mehr. Das Heim wurde nach der Wende geschlossen. Was ist also in dem Umschlag drin? Und was hatte Christina Borg mit dem Heim in Sassnitz zu tun?

Elisabeth Herrmanns Buch „Zeugin der Toten“ war vom ersten Satz an fesselnd. Der Autorin gelingt es bravourös, die Geschichte aufzubauen. Man fiebert und hofft mit Judith, kann es gar nicht erwarten zu wissen, wie es weitergeht. Wie sich Stein für Stein in Judiths Leben zusammensetzt. Der Schreibstil Herrmanns ist flüssig und zügig zu lesen. Man „fliegt“ beinahe durch die Geschichte und ist am Ende erstaunt, dass es nach 427 Seiten schon zu Ende ist. Kurzweilig, spannend, authentisch. Ein Stück DDR-Geschichte, hervorragend an Judiths Leben skizziert.


Hörbuch

Oneiros

Markus Heitz

EUR 24,99 *
auf Merkliste

50

21.12.2012

„Vorsicht – Beim Einschlafen...”

... kann es zu tödlichen Nebenwirkungen kommen!!!


Konstantin Korff ist Bestattungsunternehmer in Leipzig. Da er ein besonderes Talent dafür hat, Leichen herzurichten, ist er ein gefragter Mann. Als ein Airbus in Paris ungebremst in ein Flughafenterminal rast und bei diesem Unglück die Tochter eines reichen Franzosen ums Leben kommt, wird Korff gebeten, das Mädchen für die Beerdigung herzurichten. Das Unglück kann sich niemand erklären, denn so wie es aussieht, waren die Passagiere schon vor dem Aufprall tot. Nur ein Passagier überlebt fast unverletzt. Was weiß er über den Hergang? Auch Korffs Freund Jester Darling vom MI6 ermittelt in dieser Sache, denn, was die Behörden nicht wissen, ein sogenannter Todesschläfer, der Schwede Bent Arctander, ist außer Kontrolle geraten und für das Unglück verantwortlich. Außer Kontrolle geraten? Was bedeutet das? Ein Todesschläfer? Arctander leidet unter einem tödlichen Fluch. Sobald er einschläft, ruft er den Tod zu sich, der ihn allerdings nicht sehen kann. Darüber gerät der Tod so in Zorn, dass er alle Lebewesen in der Nähe des Todschläfers tötet. Darling setzt Korff auf die Spur von Arctander an, denn was die drei Männer miteinander verbindet, ist die Last des Fluches.

„Oneiros“ ist Fantasy vom Feinsten. Eine spannende Geschichte mit einem sympathischen Protagonisten, Wissenschaftlern, denen man nicht in die Finger geraten will, dubiosen Gestalten, falschen Freunden, taffen Frauen, viel Mystik, ein wenig „zarter“ Horror usw. usf. Und die Krönung von allem ist der Vorleser Simon Jäger. Ein großes Kompliment an ihn. Seine Vertonung ist mit das Beste, was ich in diesem Jahr zu hören bekommen habe.

30

19.12.2012

„Eine mittelmäßige Geschichte gut vorgelesen”

Peter Grant ist frischgebackener Polizist in London und es sieht wohl so aus, als ob sein künftiges Berufsleben mit Streifendienst beginnen wird. Als er nachts zum Tatort eines Mordes beordert wird, begegnet er dort einem Geist. Einem Geist, der behauptet, Zeuge des Mordes gewesen zu sein. Kann das sein? Wohl eher nicht, denkt sich Peter. Als er dann aber zur Aufklärung des Mordes, dem weitere folgen, Polizeiinspektor Thomas Nightingale zugewiesen wird, lernt Peter schnell, dass es im London des heutigen Jahrhunderts sehr wohl noch Zauberer und Magie gibt. Und dass auch er, Peter, diese magische Gabe in sich hat. Nightingale wird sein Ausbilder und gemeinsam versuchen sie, der brutalen Mordserie, die ihren Ausgangspunkt in der magischen Scheinwelt hat, auf die Spur zu kommen.


„Die Flüsse von London“ ist eine mittelmäßige Geschichte, deren Mitwirkende seltsam farblos bleiben. Peter ist zwar kein unsympathischer, aber dennoch, mit Verlaub, ein „Lackaffe“. Durchaus entwicklungsfähig. Nightingale ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Aaronovitch ist es nicht gelungen, aus einer guten Grundidee (Mama und Papa Themse etc.) eine fesselnde Geschichte zu formen. Allerdings ist es Dietmar Wunder gelungen, aus der mäßigen Vorlage ein gutes Hörbuch zu machen. Ihm zuzuhören hat für die Mittelmäßigkeit entschädigt.

Hörbuch

Mordsfreunde

Nele Neuhaus

EUR 14,99 *
auf Merkliste

50

15.12.2012

„Erstklassig vorgelesen”

Der Tag im Opel-Zoo im Taunus hätte nicht schlimmer beginnen können. Zwischen dem frisch gemähten Gras für die Tiere, wird eine menschliche Hand gefunden. Und bei diesem einen Fundstück bleibt es nicht. Noch andere Körperteile werden im Futter gefunden. Und die dazugehörige Leiche liegt auf einer frischgemähten Wiese gegenüber dem Zoogelände. Der Tote ist Hans-Ulrich Pauly, ein Lehrer und ein aktiver und vehementer Umwelt- und Tierschützer, der überall aneckte und gerade auch mit dem Zoo und seinem Direktor Dr. Christoph Sander, große Probleme hatte. Aber Pauly war auch vielen Eltern, die mit ihren Kindern nicht zurechtkamen, ein Dorn im Auge. Denn die liefen, schon aus Protest gegen ihre Eltern, zu Pauly und seiner Lebensgefährtin Esther Schmitt. Wo sollen Kirchhoff und von Bodenstein anfangen, den oder die Täter zu suchen?

"Mordsfreunde", ein spannender, kurzweiliger Kriminalroman, wird von Julia Nachtmann erstklassig vorgelesen. Ein Hörgenuß!!!!

10

14.12.2012

„Eine alberne Geschichte”

Lady Catherine de Bourgh ist eine Despotin. Eine unzufriedene, herrschsüchtige Frau, die die Menschen in ihrem Umfeld kontrolliert und drangsaliert. Ihre zarte Tochter Anne hat keine Chance, gegen die Mutter anzukommen, die das Leben ihrer Tochter mit eiserner Hand reglementiert. Eines Tages tauchen die Geschwister Delaval auf dem Anwesen von Lady Catherine auf. Nach einem Kutschenunfall, bei dem sich Priscilla Delaval den Knöchel verletzt hat, ist eine Weiterreise erst einmal nicht möglich und sie werden bis zur Genesung in Rosings aufgenommen. Eine Genesung, die sich allerdings unverhältnismäßig in die Länge zieht. Und irgendwann muss man sich die Frage stellen, was bezwecken die Geschwister mit ihrem Aufenthalt auf Rosings wirklich?



Joan Aiken hat mit dem Buch „Der Schmuck der Lady Catherine“ versucht, eine Fortsetzung von Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“ zu schreiben. Der Versuch ist gründlich daneben gegangen. Wenn man sich trotzdem auf dieses Buch einlässt, sollte man vorher auf alle Fälle den brillanten Klassiker von Austen gelesen haben. Denn ein Vorwissen ist erforderlich. Sonst kann man nicht einschätzen, was es mit den erwähnten Besonderheiten, zum Beispiel von Mr. Collins, auf sich hat. Aber ansonsten – Finger weg von dieser albernen Geschichte.

20

11.12.2012

„Der Vorleser...”

... hat das Beste aus der Geschichte versucht herauszuholen.

Lord John ermittelt wieder. Nachdem die Jakobiten in der Schlacht von Culloden vernichtend geschlagen worden sind, war erstmals Ruhe in den Highlands eingekehrt. Aber von Irland aus droht ein neuer Aufstand der Jakobiten, die sich den Decknamen „Die wilde Jagd“ gegeben haben. Lord John braucht die Hilfe von Jamie Fraser, der bei Johns Familie in Helwater sein Dasein als Strafgefangener fristet. Lord John und Fraser sind nicht im Guten auseinandergegangen. Da Fraser jedoch durch seine Frau Claire weiß, dass auch diese Sache der Jakobiten kein gutes Ende nehmen wird, hilft er John, dem Komplott auf die Spur zu kommen.

Dieses Buch wird von Heikko Deutschmann vorgelesen. Und das gut. Die Geschichte selbst hat mir nicht so gut gefallen, da Gabaldon immer wieder extrem auf der Homosexualität von Lord John „herumreitet“ und ihn wie einen lüsternen Jüngling wirken lässt. Und auch sonst nicht an erotischen Passagen spart, die für den Fluss der Handlung und die Aufklärung der Verschwörung völlig unnötig sind.

30

11.12.2012

„Guter Fall”

Brutal zugerichtet ist die Leiche der deutschen Urlauberin, die in Fjällbacka gefunden wird. Die junge Frau musste vor ihrem Tod entsetzliches erleiden. Und dann werden noch Knochen gefunden. Überreste von zwei jungen Mädchen, die vor über dreißig Jahren spurlos verschwunden waren und die ähnliche Verletzungen aufweisen, wie die junge Frau. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Fällen? Ins Visier der Polizei gerät der Prediger Ephraim Hult. Vor dreißig Jahren beschuldigte er seinen Bruder Johann, mit einem der verschwundenen Mädchen zusammen gewesen zu sein und trieb damit einen Keil in die Familie, der noch durch Johanns Selbstmord verstärkt wurde. Machte Ephraim eine Falschaussage aus Neid auf seinen Bruder? Kein einfacher Fall für Patrik Hedström und seine Kollegen.

„Der Prediger von Fjällbacka“ ist ein spannender, von Ulrike Hübschmann sehr gut vorgelesener Kriminalroman. Zwar kann man sich schon recht früh ausmalen, wohin die Reise geht, aber das Finale verblüfft dann doch.

40

11.12.2012

„Spannend”

Der Henker Kuisl wird nach Regensburg gelockt. Seine Schwester, die angeblich schwer erkrankt ist, will ihn noch einmal sehen. In Regensburg angekommen, findet er die Leichen seiner Schwester und seines Schwagers. Sie wurden ermordet und Kuisl als Verdächtiger verhaftet. Er landet im Gefängnis und nun drohen dem Schongauer Henker selbst Folter und Hinrichtung. Zufällig sind auch Kuisls Tochter Magdalena und ihr Geliebter, der Stadtmedicus Simon, in Regensburg. Da sie in Schongau keine gemeinsame Zukunft haben, haben sie beschlossen, ihre Zelte dort abzubrechen und zu Magdalenas Tante nach Regensburg zu gehen. Entsetzt bekommen sie mit, was passiert ist. Es beginnt eine fieberhafte, gefährliche Suche nach dem wahren Täter.

Es ist der bislang spannendste Teil der Henkersserie. Interessante Figuren so wie die Bettler, die unter Regensburg leben, werden sehr anschaulich beschrieben. Eine gute Geschichte, die von Michael Fitz auch gut vorgelesen wird. Ich bin auf den vierten Teil gespannt.