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Dabis Top 100 Rezensent
Rezensionen:
483 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 431

nicht hilfreich: 349

Rang:
53
Über mich:

lese was mir so unter die Finger kommt und mich interessiert. Dann schreibe ich auch gerne mal eine ausführliche Rezension.

Dabiss Rezensionen

40

28.03.2007

„Ein Entführungsfall um Jack Reacher”

Jack Reacher ist in einer neuen Folge dieser Romanreihe wieder da und wird durch Zufall gleich mit einer FBI-Beamtin zusammen entführt. Obwohl er mehrfach die Möglichkeit zur Flucht hat, hindert Ihn sein Pflichtbewußtsein daran. Der Autor beschreibt eine andere Art des Terrors, der bis zum 11.September 2001 die USA gefährlich bedroht hat. Der Terror von innen, der Terror von US-Bürgern gegen US-Bürger. Und dazwischen steht wieder mal Reacher, der in der Tadition des einsamen Kämpfers den Kampf aufnimmt, ohne die Bedrohung seines eigenen Lebens zu beachten. Child schafft es meines Erachtens nach, immer so zu schreiben dass man als Leser in den Bann gezogen wird, ohne sich blenden zu lassen. Er zeigt Zweifel und etwas Schwäche, so dass der Hauptprotagonist nicht zum unbezwingbaren Superhelden mutiert. Jederzeit lesenswert.

3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Parasit

Richard Laymon

EUR 13,95 *
auf Merkliste

30

28.03.2007

„Hardcore-Horror”

Als Celia die menschenleere Landstrasse mit ihrem Fahrrad entlang fährt, begegnet sie einem Lieferwagen. Als dieser sie attackiert und ihr nach dem Leben trachtet, kommt sie nur mit viel Glück mit einem Schrecken davon. Im Gegensatz zum Fahrer des Lieferwagens, der an einem Brückenpfeiler sein Leben beendet. Das brennende Fahrzeug ruft die Polizei auf dem Plan. Jake Corey und sein Kollege erreichen den Ort des Geschehens. Jake sieht eine Blutspur vom verunglückten Wagen weg weisen und sucht nach dem vermuteten Beifahrer des Aggressors. Er erreicht ein abgelegenes Restaurant, ohne der vermutlich verletzten Person zu begegnen. Statt dessen begegnet er den Restaurantbesitzern, die er auffordert, in ihre städtische Wohnung auszuweichen, da vermutlich ein potentieller Mörder in der Nähe ist. Die Smelzers befolgen seinem Rat, kehren aber später zu dem Restaurant zurück. Als Jake zur routinemäßigen Überprüfung zurückkehrt, hat Smelzer seine Frau umgebracht und beginnt gerade, ihre Eingeweiden zu fressen. Jake erschießt den scheinbar Verrückten. Bei der Obduktion der Leichen kommt das Unglaubliche zum Vorschein. Etwas hatte sich in die Körper der Amokläufer gefressen und sich im Nacken eingenistet. Ist dieses unbekannte Wesen für die Amokläufe verantwortlich? Und welchen Wirtskörper hat es momentan in seiner Gewalt?

"Parasit" von Richard Laymon ist ein reiner Action-Roman. Der Autor nimmt wirklich kein Blatt vor den Mund, seine Zielgruppe sind Liebhaber von bluttriefender Gewalt und zwielichtigen Phantasien. Diese Instinkte werden hier zur Genüge angesprochen. Laymon zieht alle Register des typischen Horror-Filmes und dies ist sehr gekonnt umgesetzt. Inhaltlich eher bieder und streckenweise ein wenig zäh, ist das vorliegende Buch wohl nur für die Fans dieses Genres geeignet. Für diese bietet "Parasit" aber spannende Kost ohne große Überraschungen. Wer allerdings eine originelle Geschichte will, sollte sich das Lesen dieses Romans ersparen.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Das Spiel

Richard Laymon

EUR 9,95 *
auf Merkliste

50

27.03.2007

„Nichts für schwache Nerven!”

Ich war schon gespannt auf den neuen Roman von Richard Laymon - und wurde nicht enttäuscht. Die Hardcore-Szenen beginnen zwar erst ab Seite 300, was dem Buch aber nicht schadet. Man kann schließlich nicht über die ganzen 500 Seiten so eine erdrückende Spannung ertragen, ohne Pausen einzulegen. Und wer will schon Pausen einlegen? Der Spannungsbogen wird trotz der anfangs fehlenden Hardcore-Szenen die ganze Zeit hinweg aufrecht gehalten. Es geht um eine Bibliothekarin, die auf ihrem Arbeitsplatz einen Brief mit ihrem Namen entdeckt. Das Spiel beginnt. Sie muss bestimmte Aufgaben erfüllen, die anschließend mit einer Geldsumme entlohnt werden. Diese Summe verdoppelt sich bei jeder bestandenen Aufgabe. Die Aufgaben werden immer makaberer und grausamer. Der Meister des Spiels verlangt von ihr brutales Verhalten und kaltblütige Handlungen - bis zum entsetzlichen Höhepunkt.

Was mich manchmal gestört hat, ist die Furchtlosigkeit der Protagonistin. Manche Szenen würde ein "normaler Mensch" nicht einfach so hinnehmen. Auch hier werden die Erwartungen, dass teilweise übertriebene Aktionen geschehen, nicht enttäuscht - das ist nun mal ein richtiger Laymon. Die Vorstellung, selbst in solch ein "Spiel" verwickelt zu sein, ist extrem beängstigend. Man ist froh, dass das Spiel für den Leser vorbei ist, sobald man das Buch aus der Hand legt.

5 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Der Verrat

John Grisham

EUR 8,95 *
auf Merkliste

50

27.03.2007

„Ein spannender Roman mit Tiefgang”

Michael Brock, der aufsteigende Stern einer einflussreichen Anwaltskanzlei, führt ein Leben auf der Überholspur, bis eine Geiselnahme seine Existenz vollkommen verändert. Der Geiselnehmer, ein heruntergekommener Obdachloser, wird erschossen. Michael forscht nach den Hintergründen dieser Tat und dann lassen ihn die Bilder des Elends nicht mehr los. Er wechselt die Seiten und kämpft für das Recht der Armen. Doch die Mächtigen dulden keinen Verrat. Als "Street Lawyer" kämpft er einen ungleichen Kampf gegen die Allianz von Macht und Geld.

John Grisham hat hier eine wirklich schwierige Aufgabe bewältigt: Er hat ein unglaublich leichtes Buch über ein schweres Thema geschrieben. Dass wir dabei sogar etwas lernen können, ist ein großes Plus! Ich habe dieses Buch an nur einem Wochenende durchgelesen. Die Geschichte ist einfach sehr spannend und bewegend, obwohl es kein typischer Grisham Roman ist, da nur wenige Szenen in einem Gericht vorhanden sind. Ich denke, die Hauptaussage des Buches ist, dass man nicht blind durch die Straßen einer Großstadt gehen soll, sondern sich das Elend bewusst macht. Außerdem will Grisham in seinem Roman klarmachen, dass die Obdachlosen nicht immer selber Schuld an ihrem Elend sind. Diese Aussagen sind zumindest aus seinem Nachwort zu entnehmen. Das Buch kann ich empfehlen, da es erstens spannend ist und zweitens sehr gut die gesellschaftlichen Missstände in Washington D.C. darstellt.

1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.