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Wird nicht angezeigt Top 100 Rezensent
Rezensionen:
643 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 987

nicht hilfreich: 405

Rang:
21

Rezensionen

40

20.03.2012

„Kostümfest bei den Tieren”

Dank eines Kostümfestes, zu dem alle Tiere eingeladen sind, wird der Seestern zum Panther, das Nashorn zum Küken oder der Ochse zur Klapperschlange. Die Tiere mal in ganz anderer Form wider ihre Natur zu erleben, ist ungemein witzig. Zugreifen, kann ich da nur sagen. Das gilt übrigens auch für Marinne Dubucs Debüt "Meine große kleine Welt", das ich sogar noch etwas besser finde.

30

10.03.2012

„Band 1”

Exotisch, üppig, sinnlich – in die farbenprächtigen Kulissen von Ana Miralles (Djinn) lässt es sich sofort eintauchen. Der historische Plot um den indischen Großmogul Jahangir aus der Feder ihres Ehemannes Emilio Ruiz hat dagegen noch Startschwierigkeiten. Hier bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze weiterentwickeln wird

40

09.03.2012

„Wieso können Pinguine nicht fliegen”

..., wo sie doch zwei Flügel haben? Diese Frage beschäftigt den kleinen Pinguin aus "Rauf und Runter", der sich nichts sehnlicher wünscht, als sich einmal durch die Lüfte zu schwingen, wie seine gefiederten Artgenossen dies tun. Nach zahlreichen erfolglosen Flugversuchen hat er schon fast aufgegeben, als er eines Tages zufällig ein Zirkusplakat entdeckt, das seine Träume wieder in greifbare Nähe rückt...

Nach "Pinguin gefunden" erzählt Oliver Jeffers erneut in ruhiger, poetisch anmutender Weise über die große Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Pinguin. Seine Aquarellbilder in frischen, fröhlichen Farben gehalten, sind eine echte Wohltat fürs Auge. Bei der Darstellung seiner Geschichte verfällt er aber oft ins Abstrakte, indem er die Protagonisten schwebend, ohne orientierenden Hintergrund auf den Doppelseiten platziert oder deren Beine nur als dünne, lange Striche daherkommen. Aus dem Grund würde ich das qualitativ hochwertig verarbeitete Bilderbuch nur Kindern mit abstraktem Denkvermögen empfehlen und ohnehin nicht unter 4 Jahren.

20

05.03.2012

„Schwach in der Umsetzung”

An sich gefallen mir bei den Kindersachbüchern - vor allem wenn es um Tiere geht - Fotobilderbücher am besten, weil sie einem das Gefühl geben, hautnah dabei zu sein und alles sehr authentisch wiedergeben. Leider hapert's auch bei diesem Fotobilderbuch mal wieder an der Umsetzung, so dass weder ein optimaler Lerneffekt noch ein schönes visuelles Erlebnis gegeben ist.

Man hat hier zwar versucht, dem Tagesablauf eines Kängurubabys zusammen mit seiner Mutter Schritt für Schritt nachzugehen, doch einige wesentliche Dinge wie Nahrungsbeschaffung, Sozialverhalten und Lebensraum werden nur sehr dürftig aufgezeigt. Das kleine Känguru saugt noch Milch von der Mama, gut und schön, aber was ist mit der Mama, braucht die nichts zum Fressen? Einmal sieht man das Kängurukind mit einem anderen Jungen spielen, doch wie ist generell das Sozialverhalten der Tiere? Sind sie Einzelgänger, leben sie in Gruppen, wo sind die männlichen Tiere? Wie schützen sich Kängurus vor natürlichen Feinden? Leider wird keine dieser Fragen in dem Buch beantwortet. Ebenso vermitteln die Bilder so gut wie nichts von der Umgebung bzw. dem Lebensraum, da es sich ausschließlich um Nahaufnahmen handelt, bei denen der Hintergrund (wie auf dem Coverfoto) entweder unscharf oder nichtssagend ist.

Fazit: Die putzigen, auf "heile Welt" getrimmten Fotos von Känguruweibchen mit Jungem blenden leider zu viel von der Realität aus. Mir ist schon klar, dass nicht alles aus dem Tierreich für Kinder im Kindergartenalter geeignet ist, aber ein Mittelweg wäre wünschenswert gewesen.

30

03.03.2012

„DMBDW”

„Dir ist so richtig langweilig? Im Fernsehen läuft nix, deine Freunde haben keine Zeit, dein Handyakku ist leer und irgendwie hast du seit Wochen überhaupt nix mehr erlebt?“ (Zitat von Seite 38)
Wenn dem so ist, dann bist du bei "Das meiste Buch der Welt" richtig, denn es wird dir garantiert helfen, unnütze Zeit totzuschlagen. Dabei kann ich es ganz besonders den Lesemuffeln unter euch empfehlen. Leider wird die an sich tolle Konzeption des Buches durch ständige Wiederholungen schnell plattgetreten, so dass es irgendwann mehr langweilt als zu unterhalten.

50

26.02.2012

„Die geheimen Stunden der Nacht”

Es ist wirklich erstaunlich. Obwohl dieser Roman so gut wie keine echte Handlung hat, entwickelte er sich für mich zum Pageturner. Ortheils empathischer Schreibstil bewirkt, dass jeder Gedankengang und jede noch so banale Alltagshandlung zur spannenden Sensation wird. Der Roman ist dramatische Familiengeschichte, sensible Selbstfindungs- und Charakterstudie, zarte Liebesgeschichte, gibt tiefe Einblicke in das heutige Verlagswesen und ist nicht zuletzt eine Hommage an die Domstadt Köln.

50

26.02.2012

„Die geheimen Stunden der Nacht”

Es ist wirklich erstaunlich. Obwohl dieser Roman so gut wie keine echte Handlung hat, entwickelte er sich für mich zum Pageturner. Ortheils empathischer Schreibstil bewirkt, dass jeder Gedankengang und jede noch so banale Alltagshandlung zur spannenden Sensation wird. Der Roman ist dramatische Familiengeschichte, sensible Selbstfindungs- und Charakterstudie, zarte Liebesgeschichte, gibt tiefe Einblicke in das heutige Verlagswesen und ist nicht zuletzt eine Hommage an die Domstadt Köln.

buch

Querelle

Jean Genet

EUR 8,99 *
auf Merkliste

50

26.02.2012

„Querelle”

In dem schwulen Klassiker, der in den Siebzigern von R. W. Fassbinder verfilmt wurde, hielt mich nicht nur das dichte Beziehungsgeflecht der Figuren in Atem, auch J. Genets Sprache ist superb. Nicht leicht zu lesen, doch jede Mühe wert. Ein moderner Klassiker der Literatur, der nicht auf den schwulen Aspekt reduziert werden sollte.

buch

Luisa

Paula Fox

EUR 12,90 *
auf Merkliste

50

26.02.2012

„Luisa”

Sehr menschliches und präzis gezeichnetes Leben einer lateinamerikanischen Einwanderin in New York, in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts einsetzend. Wie ihre Mutter, schlägt Luisa das Leben eines Dienstmädchens ein. In ihrem persönlichen Umfeld stößt sie damit auf wenig Verständnis, weil alle ihr mehr zutrauen, als anderer Leute Dreck wegwischen, doch Luisa scheint damit zufrieden zu sein und Erfüllung darin zu finden. Trotzdem ist es für Luisa natürlich nicht leicht, als Alleinerziehende eines Sohnes mit stundenweisen Gelegenheitsarbeiten ständig um die Existenz bangen zu müssen.
Ich habe Luisa gern durch die schweren Jahre begleitet, weil Paula Fox ihrem tristen Leben viele Lichtblicke abzugewinnen vermag, so dass einem die Lektüre statt trostlos und deprimierend wirklich vergnüglich vorkommt.