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Das geheime Prinzip der Liebe

Das geheime Prinzip der Liebe

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Artikeldetails zu Das geheime Prinzip der Liebe

  • ISBN-103-455-81035-7
  • EAN9783455810356
  • Veröffentlicht02.2012
  • Hoffmann und Campe
  • EinbandartEPUB

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Kurzbeschreibung zu Das geheime Prinzip der Liebe

Paris, 1975. Camilles Mutter ist bei einem Autounfall gestorben. Unter den Beileidsschreiben findet Camille einen rätselhaften Brief von einem Unbekannten, der die Geschichte einer jungen Frau erzählt: von Annie, der großen Liebe des Verfassers. Camille glaubt an eine Verwechslung, doch in den nächsten Tagen kommen weitere Briefe. Sie erzählen von der jungen Malerin Annie und ihrer wohlhabenden Gönnerin, die
seit langem vergeblich versucht, schwanger zu werden. Aus Dankbarkeit erklärt sich Annie bereit, ein Kind für sie zu empfangen und zur Welt zu bringen. Doch was gut gemeint war, wird bald zur Quelle von Eifersucht, Misstrauen und Hass, und irgendwann ist Annie spurlos verschwunden ... Camille begreift
allmählich, dass diese Geschichte aus den Briefen weit mehr mit ihr zu tun hat, als ihr lieb ist.

Beschreibung der Redaktion zu Das geheime Prinzip der Liebe

Eine bedingungslose Liebe, die sich in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verliert. Eine junge Malerin, die für ihre Gönnerin ein Kind bekommt. Eine Frauenfreundschaft, die in Hass umschlägt. Hélène Grémillons Debüt ist in Frankreich ein Bestseller und erscheint in mehr als zwanzig Ländern.Paris, 1975. Camilles Mutter ist bei einem Autounfall gestorben. Unter den Beileidsschreiben findet Camille einen rätselhaften Brief von einem Unbekannten, der die Geschichte einer jungen Frau erzählt: von Annie, der großen Liebe des Verfassers. Camille glaubt an eine Verwechslung, doch in den nächsten Tagen kommen weitere Briefe. Sie erzählen von der jungen Malerin Annie und ihrer wohlhabenden Gönnerin, die seit langem vergeblich versucht, schwanger zu werden. Aus Dankbarkeit erklärt sich Annie bereit, ein Kind für sie zu empfangen und zur Welt zu bringen. Doch was gut gemeint war, wird bald zur Quelle von Eifersucht, Misstrauen und Hass, und irgendwann ist Annie spurlos verschwunden ... Camille begreift allmählich, dass diese Geschichte aus den Briefen weit mehr mit ihr zu tun hat, als ihr lieb ist.

Portrait

Claudia Steinitz:
Claudia Steinitz studierte Französisch und Italienisch. Sie ist seit fünfzehn Jahren als Literaturübersetzerin tätig und übertrug u. a. Gabriele D’Annunzio, Alice Ferney, Jean-Christophe Rufin, Véronique Olmi, Gilles Rozier, Bertina Henrichs und Isabelle Condou ins Deutsche.
Hélène Grémillon:
Hélène Grémillon wurde 1977 in Poitou (Westfrankreich) geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft, arbeitete als freie Journalistin, als Drehbuchautorin und Regisseurin und lebt heute mit dem Sänger Julien Clerc und ihrem gemeinsamen Sohn in Paris.

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50

10.04.2013

„Mehr als eine Dreiecksbeziehung”

von einer Kundin oder einem Kunden
Mit ihrem Debüt erfüllt die studierte Literaturwissenschaftlerin und heute als Drehbuchautorin tätige Hélène Grémillon wohl ein Klischee: Franzosen können am besten melancholische Liebesgeschichten schreiben. Doch „Das geheime Prinzip der Liebe“ ist mehr als ein Klischee.
Mit der Dreiecksbeziehung zwischen Madame M., die sich nichts mehr wünscht als ein Kind, Annie, die ihr dieses Kind schenken möchte und dem Ehemann, der zum Spielball der beiden Frauen wird, erzählt die Autorin eine Geschichte über Verrat und Vertrauensmissbrauch, die am Ende nur Verlierer kennt und umso tragischer ist, als jeder der Protagonisten am Anfang tatsächlich nur aus Liebe gehandelt hat.
"Am Anfang wusste ich nur, dass ich Lust hatte, einen Konflikt zwischen zwei Frauen zu beschreiben. Konkreter war es zunächst nicht. Wenn man eine Idee hat und an ihr festhält, zieht das im Allgemeinen weitere Einfälle nach sich, und so hat sich nach und nach die Welt des Romans herausgebildet." beschreibt Hélène Grémillon ihre Arbeit.
Vier verschiedenen Ich-Erzähler und diverse Zeitsprünge erzeugen Spannung und konfrontieren mit stets neuen und anderen Blicken auf die Geschehnisse der Vergangenheit. Der Leser kann sich keiner ‚Wahrheit‘ sicher sein - was eben noch stimmte, wird gleich wieder übermalt. Durch diese starke Verschachtelung und den Perspektivenwechsel lernt der Leser, dass es kein Gut und kein Böse, keinen Täter und kein Opfer gibt, sondern immer zwei Seiten einer Medaille.
Ein wunderbar fesselndes Buch mit einer wunderbar fesselnden Sprache.

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40

17.01.2013

„Zwischen Leid und Liebe”

von einer Kundin oder einem Kunden
In den Kondolenzbriefen zum Tod von Camilles Mutter findet sich unter den üblichen Beileidsschreiben ein umfangreiches, anonymes Schreiben, das vom Leben einer jungen Frau in der Anfangszeit des Zweiten Weltkriegs berichtet. Zuerst nimmt Camille an, es handele sich dabei um ein Missverständnis oder eine besonders perfide Strategie eines Autoren auf diese Weise die Aufmerksamkeit der Verlegerin zu erhaschen. Doch nachdem Woche für Woche weitere Schreiben folgen, begibt sich Camille anhand von geschilderten Daten, Orten und Namen auf die Spur des unbekannten Briefschreibers und der ebenso unbekannten Malerin, die es auf sich nimmt, gemeinsam mit dem Ehemann ihrer Gönnerin ein Kind für sie auszutragen. Zuerst scheint dies alles noch eine Übergroße Wohltat zwischen zwei engen, wenn auch unterschiedlichen Freundinnen zu sein. Jedoch entwickelt sich mit zunehmender Dauer von Annies Schwangerschaft und dem Wahn ihrer Gönnerin, diese Schwangerschaft und dieses Kind ihrer Umgebung als ihre Schwangerschaft und ihr Kind zu verkaufen aus der Freundschaft eine immer steilere Spirale aus Hass und Missgunst, die mit fortschreitender Zeit vor immer weniger moralischen Hürden zurückschreckt.
Hélène Gremillon geht in ihrem Debütroman der zentralen Frage nach, wie viel Leid verursacht werden darf, um dem eigenen Wunsch nach scheinbar unstillbarer Liebe nach zu kommen. Die besondere Spannung entsteht dabei durch die Abwechslung zwischen den beiden zeitlich getrennten Erzählebenen: Die Briefe treiben die Handlung in den 30er und 40er Jahren rund um Annie und ihre Schwangerschaft voran, während abwechselnd zu diesen Kapiteln in den 70ern Camille Nachforschungen rund um den Inhalt der Briefe und die erwähnten Personen anstellt und dabei immer näher an den Grund kommt, wieso gerade sie diese Schreiben erhält. Durch Tagebucheintragungen und aufgezeichnete Gespräche wird nach und nach auch aus den Perspektiven der weiteren zentralen Figuren Licht auf die Entwicklung der schicksalhaften Geschehnisse geworfen und so auch den LeserInnen ein neuer Blick auf bereits Geschildertes eröffnet.
Der anfänglich noch lockere Ton der Romans schlägt im weiteren Verlauf der Handlung eine immer düster werdende Klangfarbe an und hinterlässt beim Lesen einen tiefen emotionalen Eindruck je weiter man Annies Schicksal mitverfolgt.

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50

20.10.2012

„Eine tragische Freundschaft/Eine tragische Liebe”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
In Briefen bekommt Camille Werner ein Leben erzählt, dass sich mit ihrem auf eine nicht vorhersehbare Weise kreuzt. In zarten und einfühlsamen Worten wird eine tragische und berührende Geschichte rund um eine zerbrochene Freundschaft veranschaulicht. Die verschiedenen Blickwinkel verwirren gewollt den Leser. Bewusst wird die Spannung dadurch, bis auf die letzte Seite aufrecht gehalten. Besonders gut haben mir die inneren Monologe der Protagonistin gefallen. Die Autorin hat mit klaren und poetischen Worten ein fulminantes Meisterwerk der Erzählkunst geschaffen. Auch wenn ihre Beschreibungen von Paris eher sehr zurückhaltend waren, kann sich der Leser in die Zeit während des 2. Weltkrieges gut hineinversetzen

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40

09.06.2012

„Familiengeschichte anders erzählt”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Camilles Mutter ist gerade gestorben, sie selbst ist schwanger und wird mit dem Vater des Kindes nicht zusammenbleiben. Die Kondolenzschreiben liest sie nur oberflächlich, wie sollen diese sie über den Verlust der geliebten Mutter hinwegtrösten. Doch dann ist da ein Brief dabei, der doch Interesse weckt. Was will ihr der Fermde da erzählen, von einem Mädchen in einem kleine Dorf zu Beginn des zweiten Weltkriegs und vor allem, was hat das alles mit Camille zu tun. Jeden Dienstag kommt ein neuer Brief, auf die sie mit der Zeit schon wartet und was sich ihr darin offenbart liest sich fast wie ein Krimi, spanned, berührend und letztendlich auch sehr traurig.

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