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Name:
Isabella
Ort:
Berlin
Rezensionen:
115 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 43

nicht hilfreich: 17

Rang:
307
Über mich:

liebe Bücher und lese alles was mir zwischen die Finger kommt.

Isabellas Rezensionen

50

17.02.2011

„Ein Klassiker der Kinderliteratur”

Dass Astrid Lindgren eine geniale Schriftstellerin war, die es geschafft hat, sowohl kindgerecht als auch anspruchsvoll zu schreiben, ist längst kein Geheimnis mehr. Die "wilde Romantik", wie es die Süddeutsche Zeitung so schön ausgedrückt hat, macht dieses Buch unverwechselbar und zu einem echten Schatz der Kinderliteratur. Trotz der Feindschaft ihrer Eltern sind Birk und Ronja beste Freunde und helfen sich in der Not. Am Ende schließen die beiden Räuberfamilien Frieden. Es geht um Hilfsbereitschaft, den Abbau von Vorurteilen und das Erwachsenwerden im Allgemeinen. Ronja verlässt die Mattisburg und muss ihren eigenen Weg im unendlich scheinenden, gefährlichen Wald finden, eigene Entscheidungen treffen und Mut beweisen. Eine schöne Metapher, wie ich finde.
Allerdings wird es teilweise recht gruselig und Fantasiewesen wie die Wilddruden könnten Kindern leicht Angst einjagen, an dieser Stelle ist also Vorsicht geboten.
Sehr empfehlenswert ist auch der Film von 1984.

50

16.02.2011

„Gelungene historische Lektüre”

"Blutrote Lilien" spielt im Jahr 1609 am französischen Königshof und der hat es in sich, wie Charlotte-Marguerite de Montmorency schneller am eigenen Leib erfährt als ihr lieb ist. Nichts bleibt unbemerkt im Louvre, wer sich nicht an die Regeln hält kann schnell alles verlieren. Doch Charlotte ist nicht bereit sich um jeden Preis unterzuordnen.
Was mir bei diesem Roman wirklich extrem positiv aufgefallen ist, ist dass die im Buch enthaltene Liebesgeschichte nur relativ wenig Platz einnimmt und man als Leser nicht (wie es leider bei vielen anderen Jugendbüchern mit historischem Hintergrund der Fall ist) in einer Wolke aus Kitsch erdrückt wird. Eine viel größere Rolle spielen das oberflächliche Leben am Hof, die Geschwindigkeit, mit der sich jeder Fehltritt gerüchteweise im Louvre verbreitet, das strenge Protokoll und natürlich vorallem die andauernde Feindschaft zwischen Katholiken und Hugenotten.
Dabei hat mich der Roman schnell in seinen Bann gezogen, ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Soweit ich es beurteilen kann, hält sich die Autorin recht genau an historische Vorlagen, so haben ein Großteil der Personen wirklich existiert. Charlotte als Protagonistin war mir sympathisch, ihr Handeln war nachvollziehbar und schlüssig. Zudem wurde auch eine Einteilung der Figuren in Gut und Böse vermieden, was ich als sehr angenehm empfunden habe.
Fazit: Ich kann "Blutrote Lilien" in jedem Fall weiterempfehlen. Wahrscheinlich werden sich mit diesem Buch eher Mädchen und Frauen angesprochen fühlen und wer sich tiefgründiger mit der damaligen Zeit befassen möchte sollte keine umfangreichen Ausführungen über politische Verstrickungen erwarten. Trotzdem, die Geschichte ist spannend, kitschfrei und für mich ein Highlight unter den Historienromanen, die momentan nicht nur den Jugendbuchmarkt geradezu sintflutartig überschwemmen.

50

16.02.2011

„Genial”

1950. In dem kleinen Ort Bishop's Lacey, irgendwo in England, lebt Flavia de Luce, elf Jahre alt, ein hochintelligentes Chemie-Genie - und Hobbydetektivin. Denn als eines Morgens ein Mann im de Luce'schen Gurkenbeet vor Flavias Augen sein Leben aushaucht und ihr Vater des Mordes verdächtigt wird ist es für Flavia selbstverständlich, dass sie den wahren Täter finden muss.
Alan Bradley hat mit seinem Debütroman ein wundervolles Werk geschaffen. Dazu muss gesagt werden, dass Bradley 1938 geboren wurde, was man seinem entspannten, vielseitigen und vorallem humorvollem und subtil ironischen Stil anmerkt. Die Welt, die er mit dem kleinen Dorf Bishop's Lacey geschaffen hat besticht durch ihre charmante Nostalgie und die teils schrulligen und liebenswerten Figuren.Um nur ein paar Beispiele zu nennen: während Flavias älteste Schwester Ophelia eine klavierspielende Romantikerin mit einer ausgesprochenen Vorliebe für Spiegel ist, trifft man die mittlere Schwester Daphne nie ohne ein Buch an. Flavias Vater, seit gut zehn Jahren Witwer, ist mit seinen drei Mädchen heillos überfordert und beschäftigt sich als begeisterter Philatelist den ganzen Tag mit seinen Briefmarkenalben.
Flavia als Protagonistin habe ich persönlich sofort ins Herz geschlossen.
Die Kriminalgeschichte ist zwar ein wenig vorhersehbar, dafür aber originell und zum Mitraten geeignet, außerdem unblutig und ohne ekelerregende Details, was ich persönlich sehr angenehm finde.
Ich kann also dieses Buch nur weiterempfehlen, einen so charmanten Kriminalroman mit einer so außergewöhnlichen Heldin habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Auch der zweite Band "Mord ist kein Kinderspiel", konnte das hohe Niveau seines Vorgängers halten. Flavia de Luce ist also eine Reihe mit Potential und ich freue mich schon auf die Folgebände.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

20

15.12.2010

„Weniger Gelungen”

Während ich von „Rubinrot“ noch vollends begeistert war und auch „Saphirblau“ mich überzeugt hat, hat "Smaragdgrün" für mich in gewisser Hinsicht eine Enttäuschung dargestellt.
Pro: Das Cover ist einfach toll und der Schreibstil ist natürlich wieder grandios und witzig. Besonders Xemerius hat an einigen Stellen mit seinen respektlosen Sprüchen für Lacher gesorgt. Außerdem gewannen noch einige Nebenfiguren an Wichtigkeit für das Geschehen, was ich sehr angenehm und spannend fand.
Contra: Leider war der Mittelteil etwas langgestreckt (trotzdem wurden wichtige Szenen nur kurz erwähnt), während später die Geschichte Knall auf Fall zum Ende kam, die Szenen nur noch etwas gestückelt aneinandergereiht wurden und teilweise auch ziemlich wirr waren. Letztendlich blieben am Ende des Buches trotz des Umfangs von 496 Seiten noch ziemlich viele Fragen offen.
Ein großer Kritikpunkt meinerseits ist auch, dass einige Stellen einfach vollkommen unlogisch waren. Natürlich besteht diese Gefahr bei Zeitreisegeschichten immer, und über kleine Logikfehler kann ich auch hinwegsehen, aber wenn ein Logikfehler in einem Buch so groß ist wie der in Smaragdgrün (an der Stelle mit James), dann verdirbt mir das einfach die Lust am Lesen.
Leider wirkte die ganze Geschichte auch sehr konstruiert. Während man am Ende von Saphirblau noch gerätselt hat, welche Geheimnisse hinter der Prophezeiung stecken, wurden am Ende von Smaragdgrün alle Handlungsfäden denkbar einfach zusammengefügt. Die Anzahl der glücklichen Zufälle war für meinen Geschmack einfach zu groß und die Lösungen auf die zahlreichen Rätsel waren simpel und unkreativ, zudem kam noch eine neue „Magie“ hinzu, was für mich einfach zu viel des Guten war (und ein bisschen abgedroschen.)
Leider ist auch die Beziehung von Gwen und Gideon in emotionaler Hinsicht nicht vertieft worden.
Zwar kann ich nicht sagen, dass ich mich nicht gut unterhalten gefühlt hätte, aber alles in allem kann „Smaragdgrün“ in meinen Augen dem Vergleich mit den beiden Vorgängern nicht standhalten. Das Buch hat besonders am Ende etwas von einer Schnitzeljagd, bleibt aber leider an der Oberfläche. Das große Potential, dass die Geschichte noch gehabt hätte wurde nicht ausgeschöpft. Darum gibt es von mir für das Ende der Edelstein-Trilogie leider nur zwei Sterne.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Teufelsengel

Monika Feth

EUR 17,95 *
auf Merkliste

10

04.07.2010

„Lahm”

Wieder mal ein Buch mit ansprechendem Klappentext, das mich im Endeffekt vollkommen enttäuscht hat.
Ich habe von Monika Feth bereits die Jette-Serie und komme einfach nicht umhin zu sagen, dass dieses Buch ein einfacher Abklatsch ist. Wozu fängt man eine neue Serie oder zumindest ein Buch mit neuen Charakteren an, wenn man sowieso nichts Neues einbringt. Bert Melzig, der Kommisar aus den Jette-Büchern wurde nach Köln versetzt, denkt aber keinen Augenblick mehr an seine Liebe zu Imke Thalheim, an die er im letzten Jette-Buch nur noch gedacht hat. Dann sollte man besser gleich eine neue Figur erschaffen, aber diese Inkonsequenz empfand ich einfach nur als störend. Die Charaktere blieben für mich farblos und lasch, die Geschichte zog sich lang wie ein Kaugummi. Zudem kam auch der gesamte Plot schlicht konstruiert daher. Die Grundidee einer religiösen Bruderschaft ist wirklich nicht schlecht, aber sie weist in der Ausführung einfachzu viele unlogische Stellen auf. Die Protagonistin Romy war mir leicht unsympathisch, aber das ein klar denkender Mensch einen Tatort im Wald allein(!) besucht und dann dem Mann folgt, dem sie dort begegnet, pardon, aber das ist wirklich selten dämlich. Die Entschuldigung dafür ist, dass dieser Mann eine magische Anziehungskraft besitzt. Das scheint überhaupt die Hauptausrede zu sein, auf der der ganze Plot aufgebaut ist - magische Anziehungskraft. Das empfinde ich persönlich einfach als zu lasch und zu schwammig für einen spannend aufgebauten, durchdachten und in sich logischen, geschlossenen Thriller. Leider haben die Perpektivwechsel auch nicht weitergeholfen, für mich haben sich alle Figuren gleich langweilig angehört. Insgesamt kann ich das also Buch nicht empfehlen, eigentlich kann ich sogar davon abraten. Wer einen guten Thriller lesen will sollte lieber zu"Der Erdbeerpflücker" und "Der Mädchenmaler" von Monika Feth greifen. Schade.

1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

20

26.06.2010

„Enttäuschend”

Leider konnte mich der Film überhaupt nicht begeistern. Es gab einige Lacher aber auch einen nervig hohen Anteil an Zoten, die nun wirklich niemand braucht. Die Geschichte wäre sicherlich noch ausbaufähig gewesen, so hat man z.B. nie gemerkt, dass Tom wirklich in Hannah verliebt ist, dass er leidet, weil sie einen anderen heiraten will. Emotionen und Romantik mussten leider derben Witzen Platz machen. Die Aufnahmen in Schottland sind zwar landschaftlich einfach traumhaft, doch dass man dort noch in allen Lebensbereichen nach fünfhundert Jahre alten Sitten lebt, wage ich zu bezweifeln. Man hat zu meinem Bedauern auch keinen Moment daran gezweifelt, dass Hannah letzendlich doch Tom heiraten wird. Ein sympathischerer Verlobter wäre sicherlich hilfreich gewesen. Positiv hervorzuheben sind meiner Meinung nach die Musikauswahl und Michelle Monahagans Kostüme. Zwar wurde der Film in der zweiten Hälfte etwas besser, alles in allem ist er für mich trotzdem nur ein billiger "Die Hochzeit meines besten Freundes"-Abklatsch gewesen, den ich mir nicht noch einmal ansehen werde. Nicht emfehlenswert. Schade.

50

24.06.2010

„Virtuos”

Eines vorneweg: Ich liebe die Harry-Potter-Bücher, aber wie ich die Geschichte an sich finde fließt nicht in meine Bewertung mit ein, weil ich das Hörbuch lieber gesondert bewerten möchte.
Rufus Beck liest meiner Meinung nach einfach nur genial. Über die Aussprache bestimmter englischer Namen kann man sich streiten, aber eigentlich fällt bloß auf, dass einige Namen anders ausgesprochen werden als im Film, was aber noch nicht automatisch heißt, dass die Aussprache falsch ist (z.B. bei Severus - gesprochen "Sivirus"). (Nur der Vollständigkeit halber: Sirius hieß in den ersten Auflagen des ersten Bandes noch Sirius Schwarz, weil der Name wortwörtlich übersetzt wurde. Als im dritten Band klar wurde, dass er noch eine wichtige Rolle spielt, hat man im ersten Band die Übersetzung ausgebessert, sodass dort nun Sirius Black steht. Wenn Rufus Beck also Sirius Schwarz sagt, ist das nicht sein Fehler, das liegt schlichtweg an der ersten Übersetzung.)
Bei Rufus Beck bekommt (fast) jeder Charakter eine andere wiedererkennbare Stimme, die meiner Meinung nach wunderbar zur Figur passt, es wird mit Sprachmelodie, Tonlage und Akzenten nur so jongliert. Dadurch wirkt das Hörbuch auf Dauer nicht so anstrengend wie ein Hörspiel, trotzdem verliert es sich auch nicht irgendwann in Eintönigkeit sondern bleibt spannungsvoll und abwechslungsreich.
Das nun noch Felix von Manteuffel die Harry-Potter-Bücher "für Erwachsene" eingelesen hat, halte ich für vollkommen überflüssig. Ich finde, das Rufus Becks Interpretation keineswegs nur für Kinder geeignet oder gar weniger anspruchsvoll ist.
Insgesamt kann ich diese Hörbuchfassung nur empfehlen. Ich bin mit Hörbüchern im Allgemeinen ziemlich kritisch, doch für mich als Harry-Potter-Fan ist dieses Werk einfach nur ein Traum: ungekürzt und wunderbar gelesen. Auch für Leute, die mit Harry Potter noch nicht in Berührung gekommen sind, kann ich dieses Hörbuch auf jeden Fall empfehlen.

20

23.06.2010

„Zwiegespalten”

Eigentlich würde man doch bei diesem Cover und der Beschreibung des Filmes an weihnachtliche Familienunterhaltung denken. Weit gefehlt. Ich kann ihnen DRINGEND davon abraten, trotz der Altersfreigabe, diesen Film mit kleineren Kindern zu schauen und/oder zu gucken, wenn sie zu Framdschämattacken leiden. Ein Erzählstrang hat deutlich pornografischen Charakter und auch andere Szenen sind für sechsjährige Kinder nicht unbedingt geeignet. Pornografie hat für mich einfach nichts in einem Weihnachtsfilm zu suchen.
Einige Erzählstränge fand ich einfach nur nervig (den alternden Rock-Star), andere langweilig (das Ehepaar, dass sich auseinandergelebt hat), einige ganz nett aber nicht wirklich mitreißend (z.B. das graue Mäuschen, dass in ihren Kollegen verliebt). Trotzdem gab es auch zwei Erzählstränge, die mich vollends überzeugt haben (der Schriftsteller und der Premierminister). Außerdem müsste man für den Gesangsauftritt des Mädchens fast am Ende fast noch einen Stern mehr geben. Trotzdem hat mich der Film Alles in Allem nicht überzeugen können. Ein gelungener Film muss für mich mehr bieten als zwei gute Erzählstränge und ein paar Highlights, denn da wären ja auch noch die restlichen 75% des Filmes, die mir entweder nicht gefallen haben oder mich nicht berühren konnten. Durch die Unterbrechungen der Erzählstränge fand ich den Film leider auch im Gesamteindruck nicht sonderlich romantisch, Weihnachtsgefühl kam bei mir leider auch nicht so wirklich auf.
Fazit: Trotz des Star-Aufgebotes nur solala. Ich kenne viele Leute, die diesen Film lieben und sich jedes Jahr zur Weihnachtszeit auf DVD anschauen, nur leider ist er einfach nicht mein Fall, weil er im Großen und Ganzen (wenn man mal aufmerksam hinschaut) mehr Satire als Romantik zu bieten hat.

1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.