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Die Drachen der Tinkerfarm

Die Drachen der Tinkerfarm

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Artikeldetails zu Die Drachen der Tinkerfarm

AutorDeborah Beale, Tad Williams

Abbildungsvermerk 21 cm

  • ISBN-103-608-93821-4
  • ISBN-139783608938210
  • Verlag Klett-Cotta
  • ÜbersetzerHans U. Möhring
  • Einbandartgebunden
  • Seiten379
  • Auflage2. Auflage
  • VeröffentlichtNovember 2009
  • Gewicht542g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelThe Dragons of the Ordinary Farm

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Leseprobe aus Die Drachen der Tinkerfarm

3 DER MANN MIT DEM FALSCHEN NAMEN
Das Stationsschild an ihrem Bahnhof war alt und ramponiert. Zwei Buchstaben fehlten. WILLKOMMEN IN TANDARD ALLEY .
Tyler wischte sich den Schweiß von der Stirn und zog dann wieder die Baseballmütze über seine strubbeligen braunen Haare. Im Zug war es so heiß gewesen, dass er ganze drei Cokes getrunken hatte, aber hier war es noch heißer.
Jetzt nach der Abfahrt des Zuges war der Bahnsteig leer. Tyler hatte den Eindruck, dass sie beide die einzigen Menschen in dem winzigen Städtchen waren.
»Wo ist denn Onkel Gideon?«, fragte Lucinda. Sie gingen durch das leere Bahnhofshäuschen und schauten auf die menschenleere Straße. Ein paar Häuser und Geschäfte waren zu sehen, aber keine Leute davor - was Tyler ihnen nicht verdenken konnte. »Oder sollen wir vielleicht zu Fuß zu dieser dämlichen Farm laufen und an Hitzschlag sterben?«, klagte sie.
»Irgendjemand wird uns schon abholen kommen«, sagte Tyler und blickte sich um. Im Bahnhof gab es nur einen Schalter und zwei Fahrkartenautomaten, aber drinnen war es kühler als auf dem Bahnsteig. »Jedenfalls hat Mama das gesagt.«
»Die war doch in Gedanken schon ganz woanders.« Lucinda strich sich ihre feuchten Strähnen aus den Augen. »Die wollte bloß so schnell wie möglich zu ihrem Single-Dings.«
Tyler zuckte nur die Achseln. Über vieles beschwerte sich Lucinda ja zu Recht, aber was konnte man daran ändern? Als Kind war das Leben zum Kotzen. Die Erwachsenen machten einfach, was sie wollten, und behaupteten auch noch, es wäre zu deinem Besten. Man konnte sich darüber grün und blau ärgern, oder man konnte sich mit spannenderen Sachen beschäftigen. Er griff in die Tasche nach seinem GameBoss, da stockte er.
Er hörte das eigentümliche Geräusch schon eine Weile, ein Trappelditrapp, das ihn an irgendetwas im Fernsehen erinnerte. Western, alte Western, wie er sie anschauen musste, wenn sie am Wochenende ihren Vater besuchten, weil der glaubte, Tyler würde die auch gern sehen. Tat er nicht, doch es hatte keinen Zweck, darauf hinzuweisen, denn wenn er sagte, dass er die Filme nicht sehen wollte, würde Papa bloß mit ihm in den Park gehen oder sonst wohin, rauchend in der Gegend herumstehen und Tyler dabei zusehen, wie er aus reiner Gefälligkeit am Klettergerüst turnte, als ob er ein kleiner Junge wäre. Oder sie würden, schlimmer noch, zusammen essen gehen, und Papa würde so tun, als ob es ihn brennend interessierte, wer Tylers Freunde waren, und ihn mit Fragen danach traktieren, was er in der Schule lernte.
Nichts als Theater.
Trappelditrapp.
»Da draußen ist ein Pferd«, sagte Tyler.
»Was?« Lucinda blickte sich gereizt in dem winzigen Bahnhof um, als ob Onkel Gideon, der Mann mit den feuerspeienden Kühen, plötzlich aus dem Nichts auftauchen würde.
»Ein Pferd. Draußen auf der Straße, denke ich. Ich höre ein Pferd.«
»Du spinnst ja.« Doch sie folgte ihm nach draußen auf die Straße mit den wenigen heruntergekommenen Häusern und den verlassenen Geschäften.
Es war in der Tat ein Pferd, ein kräftiges braunes Pferd, das jetzt vor dem Bahnhof auf der Straße stand, und es war vor einen großen Wagen gespannt, der hoch mit Säcken beladen war. Ein eigenartig aussehender Mann saß vorn auf dem Bock, hielt die Zügel und blickte sie unter der Krempe eines uralten Strohhuts an. Er hatte eine stark sonnengebräunte Haut, eine dünne Hakennase und einen grauen Kinnbart. Seine Augen waren im Schatten des breitkrempigen Hutes kaum zu erkennen.
»Ihr seid Tyler und Lucinda?« Sein Akzent ließ die Worte an den falschen Stellen hüpfen, als ob er im Fernsehen einen komischen Ausländer spielte. »Steigt bitte auf den Wagen.«
»Bist ... sind Sie Onkel Gideon?«, fragte Tyler zögernd.
Der Mann schüttelte bedächtig den Kopf. »Nein, nein. Ich nicht. Ich heiße Walkwell. Ich arbeite für ihn.« Er stieg ab und warf die schweren Koffer der Kinder hinten auf die im Wagen gestapelten Säcke, als ob sie Daunenkissen wären. Tyler fiel auf, dass dieser Mr. Walkwell sehr kleine Füße hatte. Er trug kleine altmodische Schnürstiefel, die aussahen, als gehörten sie einem Kind und nicht einem hochgewachsenen Mann. Er ging auch mit einem unbeholfenen beidseitigen Humpeln, als träte er barfuß auf Glasscherben. Hinzu kam, dass seine Stiefel bei jedem Schritt sonderbar knirschten. Tyler und Lucinda blickten sich an. »Da hat jemand wohl den falschen Namen«, flüsterte sie. Von »gut gehen« konnte man wirklich nicht sprechen.
Mr. Walkwell schwang sich wieder auf den Bock und warf ihnen einen säuerlichen Blick zu, als wüsste er, was sie dachten. »Steigt auf.« Auch seine Augen waren seltsam, ganz rotgerändert, als ob er gerade vom Schwimmen käme. Sonst schienen sie eher gelb als braun zu sein.
»Sollen wir uns neben Sie setzen?«, fragte Tyler.
»Besser, denke ich, als wenn ihr euch auf die Futtersäcke setzt«, antwortete Mr. Walkwell mit einer Stimme, die so trocken war wie die Luft. »Sie rutschen.«
Beim Hinaufkraxeln verlor Tyler das Gleichgewicht, aber der bärtige Mann schnappte mit seinen dünnen, braunen Fingern Tylers Handgelenk und hob ihn so mühelos hoch, als wäre er ein Laib Brot. Als Lucinda ebenfalls aufgestiegen war, schnalzte Mr. Walkwell dem Pferd zu, und der Wagen setzte sich in Bewegung. Das war der einzige Ton, den der Mann von sich gab, bis sie die Stadt weit hinter sich gelassen hatten.
Der Typ war offenbar nicht nur gesprächig und leutselig, dachte Tyler, er roch auch. Wobei er nicht widerlich roch, bloß ... kräftig. Er roch nach Schweiß und trockenem Gras und ... und nach Tieren, entschied Tyler, unter anderem. Na ja, das war nicht verwunderlich bei einem, der auf einer Farm arbeitete, oder?
Nachdem sie ungefähr eine Viertelstunde gemächlich an gelben Feldern vorbeigerollt waren, bogen sie von der Hauptstraße auf eine breite unbefestigte Piste ab. Diese neue Straße wand sich durch bewaldete Hügel, bis die letzten Biegungen, die man sah, sich weiter hinten in felsigen Höhen verloren.
»Wo ist die Farm?«, fragte er.
»In dem Tal auf der anderen Seite der Hügel«, sagte Mr. Walkwell.
»Das ist aber weit. Warum sind Sie nicht mit dem Auto gekommen?«
Der Mann warf Tyler einen Seitenblick zu, der ausgesprochen unfreundlich war. »Nein. Ich mag diese Krachmaschinen nicht. Sie sind unnatürlich.«
Lucinda stöhnte. Tyler fast auch. Dass es auf der Farm Fernsehen und sonstigen modernen Komfort gab, wurde immer unwahrscheinlicher. Er versuchte, gar nicht daran zu denken, wie entsetzlich es wäre, wenn er einen ganzen Sommer lang seinen GameBoss nicht aufladen könnte.
Hinter der Hügelkuppe kamen sie aus dem Wald ins Freie und sahen das Standard Valley langgestreckt vor sich liegen, ausgelegt mit goldenen Wiesenteppichen, hier und in der Ferne von baumbestandenen Hügeln gesäumt, die erstaunlich hoch waren, fast schon Berge zu nennen. Unter ihnen schlängelte sich ein silbern blinkendes Band in der Nachmittagssonne - ein Fluss. Noch weiter in der Ferne ragte wie eine Mauer am Ende der Welt ein richtiges Gebirge auf, die Sierras. Das Tal sah aus wie einem Ölgemälde entsprungen.
»Wow«, sagte Tyler. »Das ist ...«
»Das ist echt schön.« Lucinda klang überrascht. Mr. Walkwell lächelte zum ersten Mal, was das wettergegerbte braune Gesicht des Alten völlig veränderte, ihm etwas Faszinierendes und Wildes gab, das an einen schlitzohrigen Piraten erinnerte. Er ließ die Zügel auf den Rücken des Pferdes klatschen, und die Talfahrt begann. [...]
9 TEE MIT DER LILIENKAISERIN
Als Lucinda am späten Nachmittag aufwachte, fühlte sie sich wie einmal in der fünften Klasse, als sie ganz schlimm Fieber gehabt hatte und fast zwei Wochen lang zu Hause bleiben musste. In den Phasen hohen Fiebers war ihr die Zeit in seltsamen Schüben vergangen, und manchmal hatte sie sich nur mit Mühe darüber klarwerden können, ob etwas, woran sie sich erinnerte, real oder bloß geträumt war.
Wie jetzt.
Sie hatte nur ein kurzes Nickerchen machen wollen, dann aber hatte sie das Bewusstsein verloren, als ob jemand sie mit einer Keule niedergeschlagen hätte. Jetzt lag sie auf ihrer Matratze, atmete die allzu warme Luft ein, und die Ereignisse des Vormittags waren ihr bis in die kleinsten Einzelheiten präsent.
Es war schwer zu glauben, dass sie das alles wirklich erlebt hatte, die Einhörner und Drachen und Seeschlangen, aber einen derart verwickelten und realistischen Traum konnte es gar nicht geben.
Höchstens, wenn man verrückt wurde.
Das war ein beängstigender Gedanke. Lucinda setzte sich auf. Es war so heiß im Zimmer, dass sie richtig Atembeklemmung bekam. Sie quälte sich aus dem Bett, um sich im Bad ein Glas Wasser zu holen.
Sie klopfte bestimmt eine Minute an Tylers Tür. Als er nicht aufmachte, ging sie mit dem Vorsatz die Treppe hinunter, etwas Besseres zum Trinken zu finden als warmes Leitungswasser. Kurz darauf musste sie erkennen, dass sie mal wieder irgendwo falsch abgebogen war. Sie befand sich in einem verstaubten Flur, dessen dunkelrot tapezierte Wände voll leerer Bilderrahmen hingen.
Was ist bloß los mit diesem komischen Haus?, fragte sie sich. Warum verirre ich mich immerzu? Es war fast, als ob das Haus sich von ihr abwenden würde, wie wenn die anderen Mädchen in der Schule vor ihr Geheimnisse hatten und ihr die kalte Schulter zeigten. Lucinda fand es furchtbar, ausgeschlossen zu werden - es nahm ihr alle Kraft, so dass sie in ihrer Schwäche nur noch gemeine, motzige Sachen sagen konnte.
Aber im Augenblick war niemand da, zu dem sie irgendetwas hätte sagen können - nur das Haus und seine langen, dunklen, verwinkelten Korridore voll drückend warmer Luft.
Es war alles widersinnig, das Haus, die Farm. Woher bekam man richtige Drachen aus Fleisch und Blut? Hatte Tyler recht damit, dass Onkel Gideon der Kopf irgendeines wahnwitzigen gentechnischen Projekts wie in einem Sciencefictionfilm war? Was sonst konnte es sein? Die Tiere waren keine Roboter oder irgendwelche Spezialeffekte, das war gewiss. Meseret hatte ihr direkt in die Augen geschaut. Lucinda hatte keinen Zweifel, dass diese ... Drachin - konnte man das sagen? - real war.
Sie blickte auf den abgewetzten Teppich und sein Muster grüner Rosen. Sie war noch nie zuvor in diesem Flur gewesen, ganz bestimmt nicht. Sie irrte mindestens zehn Minuten lang auf Fluren und Treppen auf und ab, ohne an ein Fenster nach draußen oder sonst eine Stelle zu kommen, die sie wiedererkannte.
Schließlich öffnete sie eine schwere, holzgetäfelte Tür und hatte den nächsten unbekannten Raum vor sich, ein Zimmer mit staubigen Sofas und Borden voller Fotografien. Zum Teppich mit seinen schwarzen und grauen Feldern und seinen grünen Rosen passte die farblich umgekehrte Tapete, deren Hintergrund hellgrün und deren verschlungene Rosen schwarz waren. Lucinda wollte wieder hinausgehen, zögerte jedoch. Die Bilder hatten ihre Aufmerksamkeit erregt. Sie ließ die Tür hinter sich zufallen und trat weiter in den Raum hinein. Unmengen von Fotos standen dort, und alle schienen sie dieselbe dunkelhaarige Frau zu zeigen.
Lucinda setzte sich auf eines der Sofas, um die Bilder auf dem Couchtisch zu betrachten, sprang aber gleich wieder auf, weil die Polster dick mit Spinnweben und Staub bedeckt waren. Sie klopfte sich mit leisen Tönen des Abscheus ab und entschied, dass sie sich die Bilder genauso gut im Stehen anschauen konnte.
Auf manchen Fotos war die Frau mit anderen zusammen - eines sah nach einem Picknick am See aus, bei dem sie mit mehreren altmodisch gekleideten Personen lächelnd auf einer Decke saß -, doch auf den meisten war sie allein, lächelte oder lachte oder blickte manchmal auch nur mit ruhiger Aufmerksamkeit in die Kamera. Einige waren schwarzweiß, andere in Farbe, wobei keines der Farbfotos richtig realistisch war. Die Frau sah sehr gut aus mit ihrer langbeinigen Figur und diesen langen, dunkelbraunen Locken, die Lucinda sonst nur von Frauen auf alten Gemälden kannte.
Sie ließ ihren Blick über den restlichen Raum schweifen. Er fühlte sich an, als ob ihn seit Jahren niemand mehr betreten hätte - richtig ein bisschen unheimlich -, aber merkwürdigerweise fürchtete sie sich kein bisschen, ja, ihr war fast, als träumte sie. In einer Ecke stand eine Schneiderpuppe im Schatten wie eine kopflose Vogelscheuche. Lucinda ging hin und legte der Puppe die Hände auf die Taille. Sie war schlank, aber Hüften und Brüste waren voll. Mutters Freundin Mrs. Peirho schneiderte hin und wieder, und sie hatte ebenfalls eine Schneiderpuppe. Sie hatte Lucinda erzählt, diese Puppen könnten der eigenen Größe genau angepasst werden. Hatte diese hier der Frau auf den Bildern gehört? Wer sie auch war, dachte Lucinda, sie musste sehr klein gewesen sein ...
»War sie nicht entzückend?«, sagte eine Stimme. »Sie hieß Grace.«
Lucinda stieß einen kleinen Schrei aus und fuhr herum. Patience Needle stand unmittelbar hinter ihr, als ob sie plötzlich aus dem Boden gewachsen wäre. Lucinda taumelte und streckte die Hand aus, um sich auf der Tischplatte abzustützen. Eines der gerahmten Bilder geriet ins Wackeln und fiel herunter. Lucinda wollte es noch auffangen, aber es stürzte zu Boden, und das Glas zerbrach mit einem Klirren, das fast so laut wie ihr Aufschrei war. Als Lucinda es aufhob, eine Mischung aus Scham und Ärger in der Brust, schnitt sie sich an einer scharfen Kante in die Finger.
»Entschuldige, wenn ich dich erschreckt habe, Liebes«, sagte Mrs. Needle und hielt der vor ihr zurückweichenden Lucinda die Hand hin. »Und es tut mir leid, dass ihr Kinder hier einen so merkwürdigen Empfang bekommen habt. Du hast dich verlaufen, nicht wahr? Oh, sieh nur, du hast dich an der Hand verletzt. Du musst dir helfen lassen, wirklich.«
Lucindas Finger fingen jetzt an, richtig wehzutun. Das Blut lief in ihrer offenen Hand zusammen, und von dem Anblick wurde ihr schlecht.
»Du Ärmste!«, rief Mrs. Needle. »Das ist ja ein böser Schnitt, den du da hast. Kümmere dich nicht um die Scherben, die fege ich später auf.« Sie zog ein sauberes weißes Taschentuch aus ihrer Rocktasche und band es um Lucindas verletzte Finger. »Du musst dich verarzten lassen - ich bestehe darauf.«
So dicht vor Mrs. Needle stehend roch Lucinda den schwachen, aber süßen und betörenden Duft von Lilien. »Wer ist die Frau auf diesen vielen Bildern?«
»Sie hieß Grace Tinker - nach ihrer Eheschließung dann Grace Goldring. Sie war Gideons Frau. Er hat sie vor vielen Jahren verloren, aber er hat sie sehr, sehr geliebt. Du solltest sie ihm gegenüber nicht erwähnen, denke ich.« Mrs. Needle legte Lucinda eine Hand auf die Schulter. »Wie es hier aussieht! Ich schäme mich richtig, wenn ich mir überlege, wie lange wir hier nicht mehr Staub gewischt haben. Was musst du nur von uns denken! Jetzt komm und lass dich versorgen.«
Von Erleichterung durchströmt, weil sie nicht mehr allein hier herumirren musste, ließ Lucinda sich gern aus dem altertümlichen Raum und ein paar Stufen hinunter führen und dann sanft hierhin und dorthin lotsen, als ob sie ein auf dem Fluss treibendes Boot wäre. »Hier«, sagte Mrs. Needle schließlich und schob Lucinda sacht in ein Zimmer, das sich sehr von den anderen unterschied, die sie in diesem merkwürdigen Haus bisher gesehen hatte.
Es war sehr groß, doch das war auf der Tinkerfarm, die meist Ordinary Farm genannt wurde, nicht ungewöhnlich.
Eine Wand wurde komplett von einem riesigen Schubladenschrank mit bestimmt mehreren hundert kleinen Fächern eingenommen, jedes vielleicht eine Handbreit, die in Reihen bis zur Decke hinauf reichten wie Waben eines Bienenstocks. An einer Seite stand eine Rollleiter, und an einer anderen Wand erstreckte sich ein langer Arbeitstisch, auf dem sich Bücher stapelten, doch es standen auch ein Mikroskop und ein Computer darauf, wobei letzterer in dem ansonsten altmodischen Zimmer einigermaßen deplaziert wirkte.
Am hinteren Ende des Raums standen mehrere Türen offen, und während Lucinda zu einem der Sessel geführt wurde, fiel ihr Blick auf zwei Schlafzimmer und ein Bad. Mrs. Needle veranlasste sie, sich zu setzen, und verschwand in ein weiteres Nebenzimmer. »Ich mache uns einen Tee!«, rief sie.
Noch immer leicht benommen sah sich Lucinda im Zimmer um und hörte unterdessen einen Wasserkessel ächzen, dann säuseln, dann pfeifen. Gegenüber dem Arbeitstisch blickte man aus hohen Fenstern, doch obwohl der Abendhimmel noch hell war, gab es draußen nicht viel mehr zu sehen als eine der knallbunten Außenwände des Hauses. Unter den Fenstern standen jede Menge Topfpflanzen, die im Raum einen Geruch verbreiteten nach lebendigem Grün und feuchter Erde und etwas anderem, das weniger angenehm war - etwas wie Fleisch oder Blut.
Mrs. Needle kam mit einer dampfenden Tasse in der einen Hand und einer kleinen Flasche in der anderen zurück. Sie stellte die Tasse ab und wickelte dann das Taschentuch von Lucindas Fingern.
Etwas Kaltes spritzte auf ihre Schnitte und brannte, als ob Mrs. Needle sie mit Säure besprengt hätte. Lucinda zog scharf die Luft ein, doch der Schmerz verging sofort, auch wenn sie noch nachzitterte. Im nächsten Moment hatte sich eine köstliche Kühle über die Hand gelegt, und das Pochen darin war wie weggeblasen.
»Oh! Was war das ...?«
»Jetzt trink das«, befahl Mrs. Needle und reichte ihr die Tasse Tee.
Lucinda blickte auf die sahnige braune Flüssigkeit in dem Porzellanbecher. Der Geruch des Tees - würzig, nach schwarzen Blättern - strömte in sie ein. Sie führte ihn an die Lippen. Sie hatte gar nicht gewusst, dass Tee so intensiv schmecken konnte, so berauschend und herrlich.
»Siehst du«, sagte Mrs. Needle und nahm ihr den Becher ab. »Gleich wird es dir viel besser gehen.«
Das Zimmer flirrte wie eine Luftspiegelung. Ihr klopfte das Herz, spürte Lucinda auf einmal. In der Nähe stand eine von weißen Lilien überbordende Vase, und eine leichte Brise vom Fenster trug ihren Duft zu Lucinda. Sie ertrank darin. Ihre Kehle wurde eng, und sie sah, wie ihre Hand krallenartig am Kragen ihres T-Shirts zog. Mrs. Needle war sehr hübsch, aber sie schien weit weg zu sein, wie eine Kaiserin auf einem hohen Thron. Eine Lilienkaiserin ...
»Schon gut, Liebes, schon gut«, sagte Mrs. Needle und tätschelte ihre Hand.
Lucinda blinzelte. Sie hatte doch gar nichts gesagt, oder?
»Geht es dir besser, Lucinda? Was machen die Schnitte?«
»Viel besser, danke.«
»Gut.« Mrs. Needle hielt ihr das blutbefleckte Taschentuch hin, das sie von Lucindas verletzten Fingern abgenommen hatte. »Siehst du das?«, fragte sie. »In dieser modernen Zeit der Maschinen und der unsichtbaren Elektrizität reden die Leute so viel von ihren neuen Ideen, aber in Wirklichkeit ist gar nichts neu.«
Lucinda gaffte sie an. Wie schön Mrs. Needles Mund war, wenn er die Worte formte - und wie schön die Worte in dieser perfekten englischen Aussprache.
»Nimm zum Beispiel Blut«, fuhr Mrs. Needle fort. »Lange bevor die Rede war von ... Genen oder der DNA , wussten die Menschen, dass Blut und Haare und Speichel die magischen Essenzen der Dinge enthalten.« Sie nickte bedächtig, blickte dann Lucinda an und lächelte. »Möchtest du gern einen kleinen Zaubertrick sehen?«
Lucinda konnte nur nicken. Ihr fiel auf, dass Mrs. Needle irgendwann ihre schwarzen Haare gelöst hatte. Sie waren viel länger, als Lucinda gedacht hatte, hingen weit über den Rücken. Die Geste hatte etwas Ungezwungenes, Heimisches. Und im Moment fühlte sie sich ausgesprochen heimisch.
»Dann schau.« Mrs. Needle legte das blutige Taschentuch so zusammen, dass nur noch der weiße Stoff zu sehen war, dann schloss sie die Finger vollständig darum und ballte eine Faust. »Schau genau hin!« Sie machte die Hand auf, und das zusammengeknüllte Taschentuch faltete sich langsam auseinander, bis der Blutfleck wieder zu sehen war ... doch er hatte die Gestalt verändert. Jetzt sah er aus wie die Silhouette eines Mädchens. Mit ihren langen, glatten Haaren hätte es beinahe Lucinda selbst sein können. Auf einmal begann die rote Silhouette sich zu bewegen. Das war vielleicht nur, weil Mrs. Needle etwas die Hand spielen ließ, aber es sah so aus, als ob die kleine Lucinda aus Blut ... tanzte.
»Oh.« Lucinda ließ den angehaltenen Atem ausströmen. »Oh! Wie machen Sie das?«
Mrs. Needle schloss abermals die Finger um das Taschentuch. »Nur ein kleiner Trick. Zum Zeitvertreib. Hat es dir gefallen?« [...]
20 LETZTE
Tyler hatte aufgehört zu fallen. Jetzt schien er in der Dunkelheit zu schweben, aber schweben gab keinen Begriff davon, wie unwohl er sich fühlte. Ihm war so schwindlig, dass sich ihm unter normalen Umständen der Magen umgedreht hätte ... aber er konnte seinen Magen nicht finden . Er schien überhaupt keinen Körper zu haben. Es war, als wäre er nur ein Gehirn, das in einer dunklen Flüssigkeit schwamm, augenlos, stimmlos, hilflos.
Trotzdem war ihm kalt, unmenschlich kalt. Kein Körper und doch frieren - gemeiner ging's nicht.
Tyler versuchte sich zu bewegen und entdeckte, dass er seinen Körper doch ein wenig fühlen konnte, nur schien er unfassbar fern zu sein, so als wäre sein Kopf ein Drachen, und sein restlicher Körper hielt eine Meile tiefer die Schnur. Er fragte sich, ob ihm etwas richtig Schlimmes zugestoßen war. War er bewusstlos? Verkrüppelt? Schlimmer noch, war er tot?
Eine zornige Kraft durchschoss ihn bei dem Gedanken. Was auch geschah, er würde es nicht einfach hinnehmen. Es war nicht seine Art, tatenlos zuzusehen - Tyler Jenkins war einer, der etwas unternahm. Er mobilisierte seine ganze Gedankenkraft, um die Dunkelheit zu vertreiben, um irgendwo hinzugelangen, um aufzuwachen, um etwas zu tun.
Nichts geschah.
Er versuchte es wieder und wieder. Er dachte an heroische Dinge. Er dachte an schreckliche Dinge, und dann sagte er sich, dass er allein sie verhindern oder beenden konnte. Er dachte an die Menschen, die er liebte - seine Mama, seinen Papa, sogar Lucinda (ja, er liebte sie wohl doch, so sehr sie ihn manchmal nervte) -, aber keiner dieser Gedanken änderte das geringste an der furchtbaren Situation. Nichts, wogegen man sich stemmen konnte. Nichts, wovor man fliehen konnte. Er war in der absoluten Leere verloren, schwebte im unendlichen Schwarz wie eine Blase in einer Asphaltgrube.
Da weinte Tyler, jedenfalls meinte er zu weinen. Es war schwer zu sagen.
Er wusste nicht, wie lange er so hilflos getrieben war, als er auf einmal merkte, dass er zwar immer noch nicht oben und unten oder links und rechts unterscheiden konnte, die Schwärze aber dennoch nicht mehr völlig einheitlich erschien. Er spürte kleine Unterschiede, die er im Wasser als Druckveränderungen oder kältere und wärmere Strömungen wahrgenommen hätte. Einige Teile der Dunkelheit schienen über ihn hinwegzufließen, andere von ihm fort. Einige wirkten einladender, andere weniger. Aber hatte das irgendetwas zu bedeuten?
Als er die wärmere Strömung wieder fühlte (er hätte sie genauso zutreffend »klarer« oder »sanfter« oder sogar »sicherer« nennen können), war er zunächst versucht, ihr zu folgen, doch nach kurzem Bedenken entschied er sich um und bemühte sich, in die Richtung zu streben, aus der dieses neue Gefühl größerer Sicherheit kam. Besser, er bewegte sich auf die Quelle des Gefühls zu, dachte er sich, als davon weg. Zu seiner Erleichterung meinte er zu spüren, wie er ein wenig vorankam, wenn auch nicht auf normale Weise.
Es gab in der Tat eine Veränderung, da war er sich sicher. Die verschiedenen Empfindungen, ausgelöst von den über ihn hinweg- oder durch ihn hindurchziehenden Strömen der Schwärze, wurden so stark, dass er beinahe meinte, sie benennen zu können, obwohl die Worte, die in ihm aufstiegen, offensichtlich Unsinn waren, Sachen wie grünwärts und wannseits, und einmal hörte er sogar eine Stimme in seinem Kopf sagen: »Eine Halbkurve zu Ja, aber auf der nächstwärtigen Seite.« Doch er musste den Vorgang nicht verstehen, um ihn zu beeinflussen - es war ein wenig wie Maschineschreiben, das sie in der Schule lernten. Wenn man den Dreh einmal raushatte, musste man nicht mehr die Finger auf der Tastatur anstarren, man beobachtete einfach, wie die Worte vor einem auf dem Bildschirm erschienen. Er lernte, das war es. Er wusste nur nicht so genau, was.

Rezensionen der Redaktion zu Die Drachen der Tinkerfarm

"Mit "Die Drachen der Tinkerfarm" eröffnen Tad Williams und Deborah Beale eine neue Fantasy-Reihe, die nicht nur für Kinder und Jugendliche lesenswert ist. Auch erwachsene Leser werden mit diesem Roman Lesespaß pur haben." Wolfgang Brandt, www.geisterspiegel.de, 3.9.2009

Kurzbeschreibung zu Die Drachen der Tinkerfarm

Eigentlich sollte es ein ganz normaler Ferienaufenthalt auf dem Land werden, aber was die Geschwister Tyler und Lucinda auf der geheimnisvollen Tierfarm ihres Onkels erleben, übersteigt jede Vorstellungskraft. Der erste Band einer spannenden Fantasyserie von Bestsellerautor Tad Williams und Deborah Beale. Der fesselnde Auftaktband zu einer neuen Fantasyserie, eine raffinierte Handlung, interessante und geheimnisvolle Figuren, aber das Beste von allem sind die Drachen!
Christopher Paolini, Autor von Eragon Das Buch hat Tad Williams zusammen mit seiner Frau Deborah Beale geschrieben. Deborah Beale war Lektorin für Fantasybücher in London, bevor sie ihre eigene Karriere als Autorin begann. Die Kapitelanfänge sind mit schönen Illustrationen gestaltet. Mit dem Auftakt dieser neuen Fantasyreihe ziehen Tad Williams und Deborah Beale junge und alte Leser in ihren Bann.

Autorenportrait zu Die Drachen der Tinkerfarm

Tad Williams, 1957 in Kalifornien geboren, studierte in Berkeley und arbeitete anschließend in vielen verschiedenen Jobs - als Sänger, Schuhverkäufer, Zeitungsjunge, Radiomoderator, am Theater, beim Fernsehen, als Lehrer, in einer Computerfirma. Er schreibt neben Fantasy-Bestsellern Comics, Drehbücher und Hörspiele.

Deborah Beale, geboren 1958, verheiratet mit Tad Williams, war Lektorin für Fantasybücher in London, bevor sie ihre eigene Karriere als Autorin begann.

Portrait

Deborah Beale:
Deborah Beale, geboren 1958, verheiratet mit Tad Williams, war Lektorin für Fantasybücher in London, bevor sie ihre eigene Karriere als Autorin begann.
Tad Williams:
Tad Williams, 1957 in Kalifornien geboren, studierte in Berkeley und arbeitete anschließend in vielen verschiedenen Jobs - als Sänger, Schuhverkäufer, Zeitungsjunge, Radiomoderator, am Theater, beim Fernsehen, als Lehrer, in einer Computerfirma. Er schreibt neben Fantasy-Bestsellern Comics, Drehbücher und Hörspiele.

Autorenportrait

Tad Williams, 1957 in Kalifornien geboren, studierte in Berkeley und arbeitete anschließend in vielen verschiedenen Jobs - als Sänger, Schuhverkäufer, Zeitungsjunge, Radiomoderator, am Theater, beim Fernsehen, als Lehrer, in einer Computerfirma. Er schreibt neben Fantasy-Bestsellern Comics, Drehbücher und Hörspiele.

Deborah Beale, geboren 1958, verheiratet mit Tad Williams, war Lektorin für Fantasybücher in London, bevor sie ihre eigene Karriere als Autorin begann.

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30

29.06.2012

„Sommer voller Abenteuer”

von einer Kundin oder einem Kunden
Für Tyler und Lucinda beginnt der Sommer mit einer Enttäuschung. Sie sollen ihre Ferien auf der Farm eines entfernten, bisher nie in Erscheinung getretenen Verwandten verbringen: der ihres Großonkels Gideon. Auf einer Farm! Na vielen Dank. – So oder ähnlich würden es viele Jugendliche sehen, doch der Sommer hält einige großartige Überraschungen für die beiden bereit. Schon ihr einführendes Handbuch erscheint seltsam, denn es ist die Rede von gefährlichen Kühen – und fliegenden. Wie bitte? Nach ihrer Ankunft werden Tyler und Lucinda abgekapselt und einige Gebäude auf der Farm sind ihnen verboten. Schnell wird klar, hier tut sich Seltsames! +++ TAD WILLIAMS ist einer der ganz Großen unter den Fantasyautoren, mit durchdachten Weltenentwürfen und groß angelegten Geschichten, dafür benötigt er dann auch mal mehrere tausend Seiten und einige Jahre des Schreibens. Aber das Ergebnis ist das Warten stets wert. Zu meinem Erstaunen erschien dann noch vor dem Abschluss seiner SHADOWMARCH-Reihe diese Jugendbuch, das zusammen mit seiner Frau entstanden ist. Das Duo hat sich der Zielgruppe angepasst: kürzer, friedlicher, einfacher, aber nicht weniger phantasievoll. Schon der Titel weist den Leser darauf hin, was er erwarten kann und so bibbert man ungeduldig dem Auftritt der Drachen entgegen, die dann doch weniger harmlos sind, als das Titelbild suggeriert. Auch die weiteren Geheimnisse der Tinkerfarm haben es in sich – mythische Wesen, aus der Zeit gefallene Farmbewohner und eine Welt hinter dem Spiegel –, aber für den erwachsenen Leser sind einige der Überraschungen dann leider doch schnell zu durchschauen. Das tut dem Vergnügen trotzdem keinen Abbruch (besonders wenn am Ende die Spannungskurve ansteigt) und so sieht man mit Bangem dem Ende der Ferien entgegen – wie letztlich auch Tyler und Lucinda, für die sich der Blick auf die Welt verändert hat. +++ Phantastische Ferien(lektüre)!

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50

24.11.2011

„ACHTUNG!! fliegende Kühe?!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dieses Buch ist der Hammer!!!!

Da ich nach Autorenalphabet lese, stand diese Buch, dieses wunderbare Buch, eine geraume Zeit im Regal.
Nun habe ich letzte Woche angefangen und die Seiten flogen (im wahrsten Sinne des Wortes) nur so an mir vorbei.

Tyler und Lucinda machen nicht gerade Luftsprünge als ihr bis dahin unbekannter Onkel sie zu sich auf die Farm einlädt. Ihre Mutter hingegen scheint da anderer Meinung zu sein (sie macht sich nämlich auf den Weg in den Singleurlaub! :) ).
Also machen sich Tyler und Luce auf den Weg ins Standard Valley. Die ersten Ungereimtheiten begenen ihnen schon auf der Fahrt dorthin. Das mysteriöse Päcken, was ihnen ihr Onkel geschickt hat oder gar der komische Inhalt, sind nur der Anfang.

Auf der Farm angekommen gehen die Ungereimtheiten weiter.

Also beschließen Tyler und Lucinda (eigentlich mehr Tyler... ;)) den Dingen auf den Grund zu gehen.

Mit jeder Seite steigt die Spannung!
Mit jeder Seite kommt man den Antworten näher!
Mit jeder Seite ergeben sich neue Fragen!

Diese Geschichte zählt zu meinen Lieblingsgeschichten!!

Und ich hoffe das es noch viele weitere Abenteuer mit Tyler und Lucinda geben wird.

Weiter gehts mit Teil 2 "Die Geheimnisse der Tinkerfarm"!!
*Juhuuuuuu*

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50

10.06.2011

„DIE Ferienlektüre für den Sommer!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die Geschwister Lucinda und Tyler haben es diesen Sommer wirklich nicht leicht. Kaum ist ihre Mutter aus der schlimmsten Trennungs-Depression raus, will sie in ein Single-Feriencamp fahren... und schickt Lucinda und Tyler kurzerhand auf die Farm eines mysteriösen Onkels. Sie ahnen nicht, dass sie dort ihre bisher spannendsten Ferien erleben werden...
Ein großartiges Fantasy-Abenteuer, voller Abenteuer, Geheimnisse und mysteriösen Vorkommnissen. LESEN!!!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

02.02.2011

„Ein Sommer der etwas anderen Art...”

von einer Kundin oder einem Kunden
Keine Lust auf Ferien auf dem Bauernhof?
Da bietet die Tinkerfarm aber doch einen anderen Erholungsfaktor - statt Kühen und Schafen Drachen ud andere Fabelwesen - ergänzt durch fiese Riesenbackenhörnchen und gruselige Haushälterinen... Tyler und Lucinda erleben DIE Ferienabenteuer ihres Lebens!
Tad Williams und seine Frau haben ein tolles gemeinsames Buch geschrieben - mehr davon!

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40

28.05.2010

„Bauernhof? Ganz sicher nicht!”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Tyler und Lucinda sind schockiert. Sie sollen Ferien bei einem Ihnen vollig unbekannten Onkel machen, auf einem Bauernhof. Bereits auf der Hinfahrt überlegen Sie sich diverse Möglichkeiten da wieder möglichst schnell weg zu kommen. Und diese Leute, die da arbeiten, einer seltsamer als der andere. Die Tiere sieht man auch nie, und alle tun so furchtbar geheimnsivoll und schliessen sie aus allem aus. Aber das lässt sich Tyler nicht bieten. Er schleicht sich in den Stall! Dieser Anblick wird er aber garantiert nie vergessen. Er und seine Schwester tauchen ein, in eine Welt der letzten Fantasie-Wesen! Ein unglaubliches Abenteuer.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

06.02.2010

„Ganz gewöhnliche Ferien.....”

von Maggie
Wer es sich zutraut, sollte die Originalfassung lesen! Es ist nicht zu schwierig. Ich wurde sehr schnell in den Bann der Abenteuer auf der Tinker-Farm gezogen und freu mich schon auf den Folgeband! Basilisken, Drachen und noch mehr ungewöhnliche Kreaturen und Menschen. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber faszinierend und ein bißchen träumen darf man ja......

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50

12.01.2010

„Geheimnisse, Fabelwesen und mehr...”

von Unsichtbar
Urlaub auf den Bauernhof, kann es langweiligere Ferien geben?
Unversehens finden sich die Geschwister Lucinda und Tyler auf der Farm ihres Großonkels Gideon wieder.
Dort werden sie wenig herzlich begrüßt und wundern sich schnell über das seltsame Verhalten der Farmbewohner. Auch die Abwesenheit von Kühen, Schweinen und anderen Bauernhoftieren erscheint ihnen Verdächtig.
Tyler, von Neugier und Langeweile getrieben, entdeckt auf Erkundungstour einen Drachen und schon stecken die beiden in dem größten Abenteuer ihres Lebens.
Geheimnisse und Fabelwesen bestimmen von nun an ihren Ferienalltag, während sich die alltäglichen Sorgen der Farmbewohner immer bemerkbarer machen. Durch familiäre Streitigkeiten und Geldnot beinahe in den Ruin getrieben, kämpfen Gideon und die Farmbewohner um den Erhalt des Anwesens. Immer darum bemüht, die Geheimnisse der Tinkerfarm zu wahren. Denn auf keinen Fall dürfen die diese an die Öffentlichkeit gelangen...

Meine Meinung:
Rein optisch macht dieses Buch einiges her. Der Schutzumschlag zeigt das wenig romantische Antlitz eines Drachen bei Nacht und stellt klar, das auf der Tinkerfarm keine zahmen Schoßtiere zu erwarten sind.
Zu Beginn jedes Kapitels befindet sich zudem eine eindrucksvolle Zeichnung. Viele dieser Bilder spiegeln zeigen die Wunder und Schrecken, denen die Geschwister auf der Tinkerfarm begegnen.
Der Einstieg in die fantastische Welt der Tinkerfarm ist schnell gefunden, über die jugendlich-coole Sprache zu Beginn des Buches lässt sich nach einigen Kapiteln gut hinweg sehen. Ebenso, wie Tyler und Lucinda auf die Farm reisen, wird der Leser mit in das Geschehen gezogen. Es eröffnet sich eine Welt voller Fabelwesen und nicht nur die tierischen Bewohner der Ordinary Farm sind ein Wunder, denn auch die Farmbewohner stammen nicht aus dieser Welt.
In dieser Zusammensetzung ist die Basis für eine spannende Jugendfantasyreihe gegeben und ich freue mich schon auf den nächsten Band.
Empfehlenswert ist dieses Buch für Interessierte ab 12 Jahren, da es in einer recht einfachen Sprache geschrieben ist und die Handlung mit wenig Gewalt auskommt. Zudem ist die Geschichte gut zu lesen und kurzweilig geschrieben.

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50

16.09.2009

„Eine gewöhnliche Farm für Drachen und fliegende Affen”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Köln
Ich bin absolut begeistert von "Die Drachen der Tinkerfarm".
Tad Williams und seine Frau Deborah Beale haben hier eine fantastische Welt erschaffen, die den Auftakt zu einer Reihe mit geplanten fünf Bänden bildet. Leider wird es noch ein Jahr dauern, bis der nächste Band der Reihe erscheint. Zwar ist das Buch in sich abgeschlossen, doch es macht eindeutig Lust auf mehr!
Wer wie ich zuvor schon andere Bücher von Tad William gelesen hat, wird den Erzählstil wiedererkennen, der es versteht den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Ergänzt wird dies nun durch geradezu märchenhafte Elemente und die Kunst Spannung ohne Blutvergießen aufzubauen. So ist "Die Drachen der Tinkerfarm" schon für Leser ab ca. 10 Jahren zu empfehlen, wird aber bei Lesern aller Altersklassen für Begeisterung sorgen.
Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Geschwister Tyler und Lucinda, die entfernt mit dem Besitzer der Tinkerfarm verwandt sind. Da besonders Tyler in diesem ersten Band der Reihe noch recht jung ist, ist eine Entwicklung der Reihe über fünf Jahre hinweg gut möglich. Ich bin bereits sehr gespannt, welche Veränderungen die Kinder in dieser Zeit durchmachen werden.
Viele Fragen sind noch offen und für mich ist bisher nicht erkennbar, wer hier wirklich das Wohl der Farm im Sinn hat und wer ihr böse gesinnt ist. In dieser Hinsicht wird also alles für eine erfolgreiche Fortsetzung der Reihe geboten. Gerade die Figuren sind es hier, die zum Nachdenken anregen und Spekulationen freien Lauf lassen.
Mit liebevollen Details wird die Tinkerfarm beschrieben und die unterschiedlichen Tiere und Bewohner. Auch die schönen Zeichnungen tragen dazu bei, diese fantastische Welt bildhaft vor den Augen des Lesers entstehen zu lassen!
Wäre ich nicht vorher schon ein Fan von Tad Williams gewesen, so hätte mich nun spätestens dieses Gemeinschaftswerk mit seiner Frau überzeugt.

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30

15.09.2009

„Neue Fantasyreihe”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der renommierte Autor Tad Williams hat diesmal im Duo mit seiner Frau den ersten Band einer Fantasyserie verfasst, die von den Erlebnissen eines Geschwisterpaares auf einer Farm handelt, die magische, phantastische Tiere wie Drachen und Einhörner beherbergt und deren Bestand zu retten versucht.
Das Betriebsgeheimnis muss gut gewahrt bleiben, ansonsten würde dies Neid und Profitgier auf den Plan rufen und das Leben der kostbaren Wesen aufs Spiel setzen!
Leichte Lektüre, die an Brandon Mulls „Fabelheim“ erinnert.

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30

11.09.2009

„Die Drachen der Tinkerfarm”

von einer Kundin oder einem Kunden
Als begeisterter Leser der Osten Ard Reihe und der Otherland Tetralogie vom gleichen Autoren, hatte ich hohe Erwartungen an diesen Titel. Leider wurden diese nicht erfüllt. Tad Williams richtet sich mit diesem Buch eindeutig an ein jüngeres Publikum. Die Geschichte verläuft meiner Meinung nach relativ unspannend, oberflächlich und ohne große Überraschungen. Positiv empfand ich allerdings die interessante Dynamik zwischen den Geschwistern / Hauptfiguren Tyler und Lucinda, die sich plötzlich mit Wundern und Gefahren konfrontiert sehen, die sie bisher nur aus Videospielen oder Büchern kannten.
Auch wenn mich der neue Tad Williams leider nicht richtig überzeugen konnte, bin ich doch sicher, dass er zumindest jugendliche Leser gut unterhalten kann. Das Buch bietet Geheimnisse, Identifikationsfiguren, eine schöne Aufmachung... UND DRACHEN!

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50

04.09.2009

„Die Drachen der Trinkerfarm”

von Melanie Kugel-Christel aus Gera
Was soll ich sagen, ein Muss für alle die, die Drachen lieben.
Die Geschwister kommen genervt auf die Farm des Onkels, weit ab vom Schuss.
Aber was sie dort erleben und was sie entdecken übersteigt all ihre Vorstellungen.
Dieses Buch ist so kurzweilig und spannend geschrieben, dass man es nicht aus den Händen legen möchte.

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30

01.09.2009

„All-Age”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dieser Roman ist vieles, aber eines ist er sicherlich nicht; ein typischer Tad Williams.
Ich habe lange überlegt was ich von diesem Buch halten soll und mein Fazit ist zwiegespalten. Unter dem Strich steht eine tolle Idee, gute Unterhaltung und 80 unglaublich rasante Schlussseiten, aber leider birgt der Roman auch einige Schwachpunkte.
Liebhaber der bisherigen Tad Williams-Romane werden bei den Drachen der Tinkerfarm wohl keine Freude haben, ist der Unterschied doch immens.
Als Auftaktband einer All-Age-Reihe beschrieben, krankt es hier am meisten, die Geschichte wirkt wie zwanghaft auf ein breites Publikum zugeschnitten, mit Tyler und Lucinda zwei sehr junge Jugendliche als Hauptcharaktere für die junge Leserschaft und eine Handlung die manchmal bewusst Erwachsen getrimmt wirkt, um auch die älteren Leser zu locken. All-Age funktioniert in der Regel dann am besten, wenn es nicht gewollt ist, anders als hier.
Zusätzlich braucht die Geschichte viel zu lange um all seine Sommerfäden auszulegen, die ganz offensichtlich Stoff für die kommenden Bände liefern sollen.
Das letzte Drittel macht Lust auf mehr, bleibt nur die Frage wie viele Leser so lange durchhalten werden. Wenn man die Schwachpunkte im Hinterkopf hat und sich bewusst ist worauf man sich einlässt, macht der Roman aber trotz allem sicherlich viel Spaß.

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50

19.08.2009

„absolut tolle Fantasy!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Urlaub beim Onkel auf dem Land? Naja...
Doch schnell bemerken Tyler und seine Schwester Lucinda, dass hier Nichts so ist wie es scheint. Sie tauchen ein in ein höchst fantastisches unglaublich geheimnisvolles Abenteuer mit den äußerst seltsamen Bewohnern der Tinkerfarm.Einfach klasse geschrieben,superspannend und aufregend,
unbedingt empfehlenswert für kleine und große Fantasy-Fans. Viel Zeit einplanen, denn mittendrin Aufhören ist fast unmöglich.
Erster Band einer Trilogie, Fortsetzung sehnlichst erwartet!

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50

18.08.2009

„Spitzenfantasy.....”

von Tina Bauer aus Neustadt an der Weinstraße
Die Drachen der Tinkerfarm besticht durch eine Handlung, die den Leser aus dem Gewöhnlichen, aus dem Alltag in eine ganz andere Welt mitnimmt. Hier ist nichts so wie es scheint: Mrs Needle ist keine gewöhnliche „Haushälterin“, Walkwell auch kein gewöhnlicher Farmarbeiter. Und auch die Tiere, die auf dieser Ordinary Farm betreut werden, sind alles andere als gewöhnlich.
Die Handlung des Buches wird zu einem „runden“ Ende gebracht, die größte Gefahr für die Farm ist gebannt. Trotzdem bleiben so viele Fragen offen und Geheimnisse ungelöst, dass man mit Span-nung auf den nächsten Teil warten muss.
Ich empfehle dieses Buch nicht nur Kindern, die sicher eine Menge Freude an der Geschichte haben werden, sondern auch Erwachsenen, die an der Fantasy-Welt Gefallen haben.

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50

16.08.2009

„Ein wunderbares Buch”

von Sarah F. aus Essen
Tad Williams und Deborah Beale haben mit „Die Drachen der Tinkerfarm“ ein außergewöhnlich schönes Fantasybuch für jung und alt geschrieben. Mit ihren originellen Ideen habe sie herzliche wie arglistige Charaktere und eine Geheimnisumwobene Atmosphäre erschaffen. Märchen- und Sagengestalten erwachen auf der Farm zu Leben. Die Geschwister Lucinda und Tyler, die nichts miteinander anfangen können finden im Laufe des Buches wieder zueinander. Schön ist auch, dass die Geschwister sehr unterschiedliche Charaktere haben, die sich im Laufe der Geschichte angleichen. Tyler ist sehr ungestüm, neugierig und misstrauisch, während seine Schwester anfangs eher zurückgezogen und vertrauensselig auftritt. Sehr lustig und kindgerecht finde ich auch Onkel Gideon, wie er meist in seinem alten gestreiften Bademantel, einem abgetragenen Schlafanzug und den struppigen Haaren auftritt.

Der ganze Text ist originell, modern und flüssig geschrieben.
Der Schreibstil der Autoren zeugt von viel Fantasie und Können und macht das Lesen zum Genuss.

Schon die Inhaltsangabe am Anfang des Buches machte mit ihren Namen (wie z. B.: Feuerspeiende Kühe und fliegende Affen/ Bananenfresser/ Bezwinger des Großen Krebses) neugierig auf den Inhalt. Man möchte am liebsten sofort wissen was sich hinter den kuriosen Überschriften verbirgt und hört daher gar nicht mehr auf zu lesen.

Auch die Schwarz-Weiß Zeichnungen vor den Kapitelanfängen sind altmodisch und liebevoll gehalten. Wenn man sie sich genau anschaute, erhält man schon vorab einen kleinen Einblick in den kommenden Inhalt.
Einen Pluspunkt auch für das ansprechend gestaltete Cover. So muss ein Buch aussehen zu dem ich automatisch in der Buchhandlung greife. Stimmt dann noch der Klappentext ist es so gut wie gekauft.

Einen Minuspunkt gibt es von mir nur für die Art, wie die Kinder auf die Farm kommen. Das hätte sicher noch ein wenig besser gelöst werden können. Denn mir drängt sich schon die Frage auf, wie eine Mutter ihre Kinder für ein paar Wochen alleine zu einem Onkel schicken kann, an den sie sich kaum erinnern kann. Kinder werden sich an diesem Makel wahrscheinlich kaum stören. Mir als Mutter fällt es da schon schwerer über diesen Punkt hinweg zu sehen.

Insgesamt bin ich begeistert von diesem Buch und kann es wirklich nur jedem empfehlen. Da die meisten Geheimnisse nach und nach gelöst werden fesselt einen das Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Leider muss man auf einige Enträtselungen noch warten, da dieser Roman der erste Teil einer Reihe ist und einige Dinge wohl erst in den Folgebänden gelöster werden.

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50

18.06.2009

„Farm der Geheimnise”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die Scheidungskinder Tyler uns Lucinda Jenkins erhalten eines Tages einen Brief von einem bis dahin nicht bekannten Onkel Gideon. Dieser lädt Sie ein den Sommer auf seiner Farm in einem abgelegenen Teil Kalifornien zu verbringen. Nach kurzem Zögern den Sommerurlaub bei einem „Fremden“ zu verbringen entschließen sie sich die Reise anzutreten. Dort angekommen werden Sie Zeugen einer sehr eigenartiger Vorkommnisse. Auch die Angestellten der Farm hüllen sich in Schweigen. Als Tyler auf der Suche nach Antworten sich in ein Nebengebäude der Landwirtschaft schleicht entdeckt er dass es Wesen beherbergt die nicht in einem normalen Tierpark zu finden sind. Oder sind die Tiere nur ein Teil von etwas viel größerem? Ein Buch für Freunde von Eragon und Herr der Ringe.

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