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50

26.03.2015

„»Wenn wir brennen, dann brennen Sie mit uns«”

Katniss hat es mithilfe ihrer Mitkämpfer geschafft, die Arena der Hungerspiele zu zerstören und mit einem Hovercraft zu entkommen. In District 13 angekommen muss sie feststellen, dass Peeta vom Kapitol und Präsident Snow festgehalten und dazu benutzt wird, antirebellische Propaganda unters Volk zu bringen. Nachdem Katniss den bis auf die Siegerstraße zerstörten District 12 besucht, beschließt sie sich auch für die Rebellen und den Kampf gegen das Kapitol anwerben zu lassen.

Meiner Meinung nach sind neben den „Harry Potter-“, die „Tribute von Panem Verfilmungen“, eine der besten ihrer Zeit. Die Werke von Suzanne Collins habe ich gelesen und so hab ich also inhaltlich ungefähr gewusst, worauf ich mich bei Mockingjay Part 1 einlasse und für all diejenigen die nur die Filme kennen, wird dieser Teil wahrscheinlich ein wenig schlechter abschneiden, als die vorangegangenen Teile. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich „The Hunger Games“ und „Catching Fire“ dramaturgisch mehr ähneln als dieser. Allerdings kann sich Mockingjay Part 1, jedenfalls was die Spannung und Special Effects angeht, sich sehr wohl sehen lassen. Hier hat sich Francis Lawrence eindeutig ins Zeug gelegt und hat aus der so gut wie actionfreien ersten Hälfte des dritten Romans, einen ausgezeichneten Film produziert. Ein famoses und humorvolles Gegengewicht zu der eigentlich sehr düsteren Atmosphäre, bildete hier auch wieder die Figur von Effie Trinket, die ebenfalls in den 13. District „gerettet“ worden ist und für den einen oder anderen Lacher sorgt.

Manch einer mag nun kritisieren, dass die hollywodschen Filmverwurstung zugeschlagen hat und den letzten Teil dieser Romanserie auf zweimal verfilmt. Der Verdacht wird laut, dass mit dieser Taktik mehr Geld in die Kassen gespielt werden soll und diesen Umstand mag ich jetzt gar nicht abstreiten. Ein Fitzelchen Wahrheit wird schon dran sein, aber ich finde diesen sich durchsetzenden Trend, zumindest in diesem Fall, als gar nicht so schlecht. So konnte der Regisseur mehr auf einzelne Details eingehen die der Roman vorgibt und auf die man wahrscheinlich verzichtet hätte, wäre nur ein Film gedreht worden. Daher war für mich das Ende nur wenig überraschend, auch wenn der Cliffhänger sehr gut gewählt worden ist. Um sich die Zeit bis Part 2 zu vertreiben, empfehle ich die Romane der Tribute von Panem Reihe zu lesen. Es lohnt sich auf alle Fälle zu wissen, worauf man sich im letzten Teil einlässt.

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50

26.03.2015

„»Wenn wir brennen, dann brennen Sie mit uns«”

Katniss hat es mithilfe ihrer Mitkämpfer geschafft, die Arena der Hungerspiele zu zerstören und mit einem Hovercraft zu entkommen. In District 13 angekommen muss sie feststellen, dass Peeta vom Kapitol und Präsident Snow festgehalten und dazu benutzt wird, antirebellische Propaganda unters Volk zu bringen. Nachdem Katniss den bis auf die Siegerstraße zerstörten District 12 besucht, beschließt sie sich auch für die Rebellen und den Kampf gegen das Kapitol anwerben zu lassen.

Meiner Meinung nach sind neben den „Harry Potter-“, die „Tribute von Panem Verfilmungen“, eine der besten ihrer Zeit. Die Werke von Suzanne Collins habe ich gelesen und so hab ich also inhaltlich ungefähr gewusst, worauf ich mich bei Mockingjay Part 1 einlasse und für all diejenigen die nur die Filme kennen, wird dieser Teil wahrscheinlich ein wenig schlechter abschneiden, als die vorangegangenen Teile. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich „The Hunger Games“ und „Catching Fire“ dramaturgisch mehr ähneln als dieser. Allerdings kann sich Mockingjay Part 1, jedenfalls was die Spannung und Special Effects angeht, sich sehr wohl sehen lassen. Hier hat sich Francis Lawrence eindeutig ins Zeug gelegt und hat aus der so gut wie actionfreien ersten Hälfte des dritten Romans, einen ausgezeichneten Film produziert. Ein famoses und humorvolles Gegengewicht zu der eigentlich sehr düsteren Atmosphäre, bildete hier auch wieder die Figur von Effie Trinket, die ebenfalls in den 13. District „gerettet“ worden ist und für den einen oder anderen Lacher sorgt.

Manch einer mag nun kritisieren, dass die hollywodschen Filmverwurstung zugeschlagen hat und den letzten Teil dieser Romanserie auf zweimal verfilmt. Der Verdacht wird laut, dass mit dieser Taktik mehr Geld in die Kassen gespielt werden soll und diesen Umstand mag ich jetzt gar nicht abstreiten. Ein Fitzelchen Wahrheit wird schon dran sein, aber ich finde diesen sich durchsetzenden Trend, zumindest in diesem Fall, als gar nicht so schlecht. So konnte der Regisseur mehr auf einzelne Details eingehen die der Roman vorgibt und auf die man wahrscheinlich verzichtet hätte, wäre nur ein Film gedreht worden. Daher war für mich das Ende nur wenig überraschend, auch wenn der Cliffhänger sehr gut gewählt worden ist. Um sich die Zeit bis Part 2 zu vertreiben, empfehle ich die Romane der Tribute von Panem Reihe zu lesen. Es lohnt sich auf alle Fälle zu wissen, worauf man sich im letzten Teil einlässt.

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50

14.03.2015

„Einzigartiges Debütalbum”

Im deutsprachigen Fernsehen, gibt es eine ganz tolle Musiksendung die in Schwarz/Weiß gesendet wird und in der nicht nur gefestigte Musiker ihren Auftritt bekommen, sondern auch „Newcomer“ vorgestellt werden. Man macht gemeinsam Musik und es wird auch ein bisschen über dies und jenes geplaudert und so wie ich finde, eine meistens gute Auswahl von Musik bietet, von der ich mich beim Lesen nebenbei berieseln lasse. Allerdings verfolge ich sie seit dem Auftritt von Jesper Munk mit sehr viel mehr Aufmerksamkeit. Seine dreckige Stimme, so beschreibt man unglücklicherweise eine sehr raue und unverwechselbare Stimme die sehr mit dem Blues und Jazz verbunden ist, hat mich aus der Lektüre gerissen. Ich war ziemlich überrascht, denn ich hatte mir nicht so einen jungen Typen vorgestellt. Rein optisch würde man dem 22 jährigen Ausnahmetalent so ein Timbre gar nicht zumuten und ihm wahrscheinlich eher mehr einem Casting-Verwurstungs-Eck zuordnen, zumal ich mir eigentlich sofort das Bild eines alten Bluessängers in einer schummrigen und verrauchten Nachtklubs vorgestellt habe. Dieses Timbre eines lasterhaften alten Bluessängers hat er aber und nach den ersten Klängen von „Hungry Love“ und „Drunk on you“, hab ich mir sein Debütalbum „For In My Way It Lies“ besorgt.

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50

14.03.2015

„Einzigartiges Debütalbum”

Im deutsprachigen Fernsehen, gibt es eine ganz tolle Musiksendung die in Schwarz/Weiß gesendet wird und in der nicht nur gefestigte Musiker ihren Auftritt bekommen, sondern auch „Newcomer“ vorgestellt werden. Man macht gemeinsam Musik und es wird auch ein bisschen über dies und jenes geplaudert und so wie ich finde, eine meistens gute Auswahl von Musik bietet, von der ich mich beim Lesen nebenbei berieseln lasse. Allerdings verfolge ich sie seit dem Auftritt von Jesper Munk mit sehr viel mehr Aufmerksamkeit. Seine dreckige Stimme, so beschreibt man unglücklicherweise eine sehr raue und unverwechselbare Stimme die sehr mit dem Blues und Jazz verbunden ist, hat mich aus der Lektüre gerissen. Ich war ziemlich überrascht, denn ich hatte mir nicht so einen jungen Typen vorgestellt. Rein optisch würde man dem 22 jährigen Ausnahmetalent so ein Timbre gar nicht zumuten und ihm wahrscheinlich eher mehr einem Casting-Verwurstungs-Eck zuordnen, zumal ich mir eigentlich sofort das Bild eines alten Bluessängers in einer schummrigen und verrauchten Nachtklubs vorgestellt habe. Dieses Timbre eines lasterhaften alten Bluessängers hat er aber und nach den ersten Klängen von „Hungry Love“ und „Drunk on you“, hab ich mir sein Debütalbum „For In My Way It Lies“ besorgt.

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50

11.03.2015

„"Chins up, smiles on!" ”

Katniss hat dem scheinbar übermächtigen Kapitol die Stirn geboten und deswegen bekommt sie auch Besuch von Präsident Snow. Es handelt sich nicht unbedingt um einen Höflichkeitsbesuch. Angesichts des schwelenden rebellischen Verhaltens der Menschen in den verschiedenen Distrikten und um sich Katniss zu entledigen verändert er die Spielregeln der anstehenden Hungerspiele und was für alle eigentlich undenkbar ist geschieht: Katniss und Peeta müssen erneut in die Arena...

Ich muss ja zugeben, dass ich mir mit einem mulmigen Gefühl den zweiten Teil der wirklich hervorragend geschrieben, dystopischen Trilogie angesehen habe. Die Krux ist, dass spätestens seit Harry Potter, das Publikum gewöhnt ist fantastische Buchverfilmungen zu sehen. Daher ist die Erwartungshaltung relativ hoch. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn mit billig gemachten Special Effects gedreht wird und die schauspielerische Leistung unterirdisch ist. Da helfen, zumindest bei einem kritischen Publikum, nicht einmal Sixpacks oder betörende Schlafzimmeraugen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wurde bei „Catching Fire“ nicht enttäuscht, was wahrscheinlich auch Francis Lawrence zu verdanken ist, der auch schon bei „I am Legend“ Regie führte. Der letzte Teil der Tribute-Trilogie wird auf zweimal verfilmt. Dieser Hollywood Trend, dürfte wahrscheinlich wegen leerer Filmkassen konstruiert worden, und wie man an diversen Filmen erkennt, ein sehr gelungener Trend. Genügend Stoff zum Verfilmen bietet ja der letzte Teil.

Was hat mir in Catching Fire am Besten gefallen? Die Special Effects? Die Dreiecksbeziehung zwischen Katniss, Peeta und Gael? Nein, es war Effie Trinket! (=deswegen auch eines ihrer Zitate als Überschrift) Da gibt es so viele Szenen die wirklich toll waren und auch einen entschiedene Punkte in der Handlung waren: Zum Beispiel als sie die Namen der Auserwählten ziehen muss oder ihr goldenes Outfit mit dem sie ihre ganz eigene rebellische Haltung dem Kapitol gegenüber zeigt.

Dem geneigten Leser meiner Rezensionen, kann ich wärmsten auch die Romane von Susanne Collins, auf die diese Verfilmung basiert empfehlen. Spätestens mit Mockingjay Part One, wird sonst ein bisschen Hintergrundinfo fehlen.

blu-ray

Maze Runner (Blu-ray)

James Dashner

bisher EUR 19,99 EUR 16,99 *
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40

11.03.2015

„Thomas vs. Grievers”

Thomas wird in einem Lift auf eine Lichtung transportiert und jene ist von anderen Jungs bewohnt, die genauso wie er auch hergebracht worden sind, und so wie Thomas auch an einer dauerhaften Amnesie leiden. Sie wissen nicht warum sie hier sind, oder woher sie gekommen sind. Umgeben ist diese Lichtung von einer großen Mauer, die ein noch viel gigantischeres Labyrinth beherbergt. Das sich dazu täglich öffnende und nachts schließende Tor, nutzen die Jungs um nach einen Ausgang zu suchen. Niemand scheint einen Ausweg, aus diesem Labyrinth zu kennen, und jeder hält sich an die Spielregeln, bis sie sich ändern und ein bewusstloses Mädchen auf die Lichtung gebracht wird.

Die Ausnahme bestätigt die Regel und normalerweise gucke ich mir Buchverfilmungen erst dann an, wenn ich auch den dazupassenden Roman kenne. „Maze Runners – Die Auserwählten im Labyrinth“ ist so eine Ausnahme und der geneigte Leser meiner Rezensionen wird mir diesen Fauxpas verzeihen. So bleibt mir der Vergleich Roman vs. Film in diesem Fall, derweil noch erspart. Der männliche Hauptprotagonist, der den Jungen Thomas mimt ist mir kein Unbekannter. Dylan O’Brien mimt den Stiles Stilinski in der von MTV produzierten Serie Teenwolf, die vor allem in Amerika eine große Fangemeinde hat. Willy Poulter ist mir auch sofort aufgefallen, namentlich kannte ich den Schauspieler nicht, allerdings hab ich ihn erst vor kurzem in der Filmkomödie „Wir sind die Millers“ gesehen. Die schauspielerische Leistung liegt hier ganz eindeutig nicht im Vordergrund, auch wenn sich die Beiden oben genannten viel Mühe gegeben haben, sondern vielmehr sind es die special Effects die einiges an Spannung erzeugen. Das könnte auch ein Grund dafür sein, dass der Film für mich erst gegen Mitte an Fahrt gewinnt. So richtig spannend wird es, wenn die ersten Griever auftauchen. Das Ende war überraschend, und das in mehrer Weise und hat mich dann eigentlich richtig überzeugt. Wenn man in vergangener Zeit Jugendbuchverfilmungen verfolgt hat, wird man sich wohl darauf gefasst machen müssen, das die hollywoodsche Filmfabrik, den letzten Teil dieser als Trilogie erschienen Romanserie, wohl oder übel auf zweimal Verfilmt. Bis es aber soweit ist, werde ich es mir mal mit den Büchern rund um Thomas und seine Jungs gemütlich machen und die Bücher auf ihre Lesbarkeit testen.

dvd

Maze Runner

Wes Ball

EUR 12,99 *
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40

11.03.2015

„Thomas vs. Grievers”

Thomas wird in einem Lift auf eine Lichtung transportiert und jene ist von anderen Jungs bewohnt, die genauso wie er auch hergebracht worden sind, und so wie Thomas auch an einer dauerhaften Amnesie leiden. Sie wissen nicht warum sie hier sind, oder woher sie gekommen sind. Umgeben ist diese Lichtung von einer großen Mauer, die ein noch viel gigantischeres Labyrinth beherbergt. Das sich dazu täglich öffnende und nachts schließende Tor, nutzen die Jungs um nach einen Ausgang zu suchen. Niemand scheint einen Ausweg, aus diesem Labyrinth zu kennen, und jeder hält sich an die Spielregeln, bis sie sich ändern und ein bewusstloses Mädchen auf die Lichtung gebracht wird.

Die Ausnahme bestätigt die Regel und normalerweise gucke ich mir Buchverfilmungen erst dann an, wenn ich auch den dazupassenden Roman kenne. „Maze Runners – Die Auserwählten im Labyrinth“ ist so eine Ausnahme und der geneigte Leser meiner Rezensionen wird mir diesen Fauxpas verzeihen. So bleibt mir der Vergleich Roman vs. Film in diesem Fall, derweil noch erspart. Der männliche Hauptprotagonist, der den Jungen Thomas mimt ist mir kein Unbekannter. Dylan O’Brien mimt den Stiles Stilinski in der von MTV produzierten Serie Teenwolf, die vor allem in Amerika eine große Fangemeinde hat. Willy Poulter ist mir auch sofort aufgefallen, namentlich kannte ich den Schauspieler nicht, allerdings hab ich ihn erst vor kurzem in der Filmkomödie „Wir sind die Millers“ gesehen. Die schauspielerische Leistung liegt hier ganz eindeutig nicht im Vordergrund, auch wenn sich die Beiden oben genannten viel Mühe gegeben haben, sondern vielmehr sind es die special Effects die einiges an Spannung erzeugen. Das könnte auch ein Grund dafür sein, dass der Film für mich erst gegen Mitte an Fahrt gewinnt. So richtig spannend wird es, wenn die ersten Griever auftauchen. Das Ende war überraschend, und das in mehrer Weise und hat mich dann eigentlich richtig überzeugt. Wenn man in vergangener Zeit Jugendbuchverfilmungen verfolgt hat, wird man sich wohl darauf gefasst machen müssen, das die hollywoodsche Filmfabrik, den letzten Teil dieser als Trilogie erschienen Romanserie, wohl oder übel auf zweimal Verfilmt. Bis es aber soweit ist, werde ich es mir mal mit den Büchern rund um Thomas und seine Jungs gemütlich machen und die Bücher auf ihre Lesbarkeit testen.

ebooks

Das Ende von Eddy

Édouard Louis

EUR 16,99 *
auf Merkliste

50

01.03.2015

„Das Ende einer Kindheit”

Als kleiner und schmächtiger Junge wächst Eddy in einem kleinen Dorf in der Picardie auf. Hier arbeiten die Männer alle in derselben Fabrik und die Frauen irgendwo an der Kassa, wenn sie sich nicht gerade um die zahlreichen Kinder kümmern müssen. In der Schule wird er wegen seines Namens und seiner femininen und sensiblen Art gehänselt und gequält. Die Grausamkeit ist ein fester Bestandteil des Alltags und die rauen Sitten im Dorf machen ihm zusätzlich zu schaffen.

Im Fundus der jährlichen Neuerscheinungen den Überblick zu behalten ist nicht immer leicht. Immer wieder geraten Bücher mehr aus Zufall in meine Hände, als nach einem bestimmten Plan. Mein Intuition als Buchhändler lässt mich da ganz selten in Stich, selbst wenn mir, so wie bei „Das Ende von Eddy“, der Titel und der Einband nur wenig gefallen haben. Hier bewahrheitet sich für mich wieder der Spruch: „Man soll nicht immer vom Aussehen, auf das Innere schließen.“

Mit Gelassenheit und Distanz, erzählt der geniale Schriftsteller die Geschichte aus der Sicht seines Hauptprotagonisten Eddy. Er verleiht ihr, gerade weil sie von seiner eigenen Kindheit inspiriert ist, eine ganz eigene und große beschwörende Kraft. Interessant an dieser Stelle ist, dass er seinem Hauptprotagonisten seinen realen Namen gegeben hat. Èdouard Louis ist nur sein Pseudonym. Was in diesem außergewöhnlichen Werk biographisch und was Fiktion ist, bleibt dem Leser nicht wirklich erschließbar und schenkt man diversen französischen Medien Glauben, war die Familie über die Veröffentlichung und seine Darstellung von Gewalt, Homophobie und Rassismus mehr als geschockt und haben die vermeintlichen Vorwürfe brüsk abgewiesen. Man könnte nun mit dem Schriftsteller hart ins Gericht gehen und ihm eine überspitzte Karikatur des Alltages im Dorf Hallencourt, in der Picardie wo er aufgewachsen ist, vorwerfen. Das wäre allerdings ein wenig vorschnell, ist doch dieser Roman eigentlich eine Darstellung der Empfindungen eines jungen Geistes und dessen subjektiven Erfahrungen.

Ich war ganz hin und hergerissen beim Lesen. Einerseits hegte ich, alleine nur wegen der vielen unerbittlichen Gewalt der er ausgesetzt ist, natürlich Mitgefühl mit dem Hauptprotagonisten, und andererseits hatte ich auch immer ein wenig das Gefühl, hier eine persönliche und schreckliche Lebensgeschichte auf dem Präsentierteller serviert zu bekommen. Die Szenen sind von Elend und Leid durchwachsen und mit der Entdeckung von Emotionen und den ersten Annäherungsversuchen Pubertierender, spiegelt sich der geneigte Leser ein Stück weit in Eddy wieder. Schließlich ist es auch ein Teil der Kindheit, sich selbst isoliert von den anderen zu erfahren, und auch Zeiten des Ausgeschlossenseins oder der Einsamkeit zu erleben. Hier nun nicht auch von Voyeurismus zu sprechen wäre nicht richtig, denn unweigerlich ist mir dieses Gefühl immer wieder in den Sinn gekommen.

Von Èdouard Louis Sprachvirtuosität bin ich ganz angetan und bedenkt man das junge Alter des Schriftstellers, mit nur 19 Jahren hat er die erste Fassung von „Das Ende von Eddy“ geschrieben, kann man sich kaum vorstellen was er in zu Papier bringen wird, wenn er etwas älter und reifer ist. Derweil studiert er Soziologie und ich kann nur hoffen, dass er der Literatur nicht gänzlich abschwört. Auch wenn ich diese Rezension im Februar schreibe, kann ich mit Recht und Fug behaupten, dass dieser Roman für mich mein persönlicher Favorit dieses Jahres ist. An dieser Stelle wünsche ich mir mehr! Ich wünsche mir mehr von Édouard Louis zu lesen.

buch

Das Ende von Eddy

Edouard Louis

EUR 18,99 *
auf Merkliste

50

01.03.2015

„Das Ende einer Kindheit”

Als kleiner und schmächtiger Junge wächst Eddy in einem kleinen Dorf in der Picardie auf. Hier arbeiten die Männer alle in derselben Fabrik und die Frauen irgendwo an der Kassa, wenn sie sich nicht gerade um die zahlreichen Kinder kümmern müssen. In der Schule wird er wegen seines Namens und seiner femininen und sensiblen Art gehänselt und gequält. Die Grausamkeit ist ein fester Bestandteil des Alltags und die rauen Sitten im Dorf machen ihm zusätzlich zu schaffen.

Im Fundus der jährlichen Neuerscheinungen den Überblick zu behalten ist nicht immer leicht. Immer wieder geraten Bücher mehr aus Zufall in meine Hände, als nach einem bestimmten Plan. Mein Intuition als Buchhändler lässt mich da ganz selten in Stich, selbst wenn mir, so wie bei „Das Ende von Eddy“, der Titel und der Einband nur wenig gefallen haben. Hier bewahrheitet sich für mich wieder der Spruch: „Man soll nicht immer vom Aussehen, auf das Innere schließen.“

Mit Gelassenheit und Distanz, erzählt der geniale Schriftsteller die Geschichte aus der Sicht seines Hauptprotagonisten Eddy. Er verleiht ihr, gerade weil sie von seiner eigenen Kindheit inspiriert ist, eine ganz eigene und große beschwörende Kraft. Interessant an dieser Stelle ist, dass er seinem Hauptprotagonisten seinen realen Namen gegeben hat. Èdouard Louis ist nur sein Pseudonym. Was in diesem außergewöhnlichen Werk biographisch und was Fiktion ist, bleibt dem Leser nicht wirklich erschließbar und schenkt man diversen französischen Medien Glauben, war die Familie über die Veröffentlichung und seine Darstellung von Gewalt, Homophobie und Rassismus mehr als geschockt und haben die vermeintlichen Vorwürfe brüsk abgewiesen. Man könnte nun mit dem Schriftsteller hart ins Gericht gehen und ihm eine überspitzte Karikatur des Alltages im Dorf Hallencourt, in der Picardie wo er aufgewachsen ist, vorwerfen. Das wäre allerdings ein wenig vorschnell, ist doch dieser Roman eigentlich eine Darstellung der Empfindungen eines jungen Geistes und dessen subjektiven Erfahrungen.

Ich war ganz hin und hergerissen beim Lesen. Einerseits hegte ich, alleine nur wegen der vielen unerbittlichen Gewalt der er ausgesetzt ist, natürlich Mitgefühl mit dem Hauptprotagonisten, und andererseits hatte ich auch immer ein wenig das Gefühl, hier eine persönliche und schreckliche Lebensgeschichte auf dem Präsentierteller serviert zu bekommen. Die Szenen sind von Elend und Leid durchwachsen und mit der Entdeckung von Emotionen und den ersten Annäherungsversuchen Pubertierender, spiegelt sich der geneigte Leser ein Stück weit in Eddy wieder. Schließlich ist es auch ein Teil der Kindheit, sich selbst isoliert von den anderen zu erfahren, und auch Zeiten des Ausgeschlossenseins oder der Einsamkeit zu erleben. Hier nun nicht auch von Voyeurismus zu sprechen wäre nicht richtig, denn unweigerlich ist mir dieses Gefühl immer wieder in den Sinn gekommen.

Von Èdouard Louis Sprachvirtuosität bin ich ganz angetan und bedenkt man das junge Alter des Schriftstellers, mit nur 19 Jahren hat er die erste Fassung von „Das Ende von Eddy“ geschrieben, kann man sich kaum vorstellen was er in zu Papier bringen wird, wenn er etwas älter und reifer ist. Derweil studiert er Soziologie und ich kann nur hoffen, dass er der Literatur nicht gänzlich abschwört. Auch wenn ich diese Rezension im Februar schreibe, kann ich mit Recht und Fug behaupten, dass dieser Roman für mich mein persönlicher Favorit dieses Jahres ist. An dieser Stelle wünsche ich mir mehr! Ich wünsche mir mehr von Édouard Louis zu lesen.

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40

28.02.2015

„Band Vier”

Im vierten Band der erfolgreichen Shadow Fall Camp Reihe, weiß zwar Kylie das sie ein Chamäleon ist, allerdings kann sie mit dieser Info so rein gar nichts anfangen. Niemand scheint so recht zu wissen, was für ein Übernatürliches Wesen sie nun ist, und jene die etwas wissen, schweigen. Als sie plötzlich dann doch noch ein bestimmtes Gehirnmuster annimmt, sind alle überrascht.

Ein bisschen ist die Luft schon raus und das ewige Gezanke zwischen ihren Freundinnen, das ewige Hin und Her in den Liebesdingen ist schon ein bisschen mühselig. Dem gegenüber stehen natürlich auch der sehr flüssige Erzählstil und der besondere Humor, der in „Verfolgt im Mondlicht“ wieder zur Geltung kommt. Erwählt in tiefster Nacht ist der letzte Band in dieser Reihe und bin schon sehr gespannt wie diese Reihe zu Ende geht. (=Und für wem sie sich nun endlich entscheidet)

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