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ebooks

Taipeh

Tao Lin

EUR 14,99 *
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40

01.12.2014

„(…) but I love and hate “Taipei.””

Taipeh handelt von Paul, einem sehr mediengewandten jungen Schriftsteller aus Brooklyn, und nachdem ich mich über den Schriftsteller Tao Lin, ein bisschen schlau gemacht habe, kann ich sagen, dass er Paul wahrscheinlich ein bisschen ähnelt. Oder ähnelt Paul, Tao Lin? Das lasse ich jetzt einfach mal so dahingestellt. Paul hat eine neue Freundin und mit dieser verbringt er seine Zeit auf Partys, vor dem Macbook und meistens sind die beiden dabei high. Sie schlucken Medikamente und Drogen, wie andere Wasser trinken und so schweben sie eher passiv und leer durch die ganze Handlung.

Tao Lin schein so etwas wie ein Günstling der hiesigen und auch der amerikanischen Literatur- und Medienszene zu sein, und so hochgefeiert wie er wird, konnte ich ja gar nicht anders, als sein erstes auf Deutsch erschienenes Werk zu lesen. Kritiker die diesem Werk nun Langeweile und fehlenden Inhalt vorwerfen, kann ich eigentlich nichts entgegenbringen. Ja es ist langweilig, weil der Text äußerst monoton ist, (=im Klappentext heißt es, er erzählt mit buddhistischer Ruhe und Konzentration und dieser Vergleich ist gar nicht so weit hergeholt, wie ich finde) und der Fokus eben nicht auf dem Inhalt liegt. Klassische Elemente fehlen, es gibt keinen nennenswerten Plot, keinen Spannungsbogen und die Figuren machen keine dramatische Entwicklung durch, aber gerade in dieser akzentlosen und unaufgeregten Erzählung liegt eine Schönheit zu Grunde, die man erst erfährt, wenn man jenen Text aufmerksam liest. Ein dermaßen großes und breites Spektrum an Ausdruck und Assoziationen ist mir bisher noch nicht untergekommen und die wirklich langen und intelligenten Sätze, lassen mein literarisches Herz höher schlagen. An dieser Stelle auch ein Chapeau an den Übersetzer. Die schnell wechselnden Gedanken Pauls, und die Wiederholungen sind hier omnipräsent. Ständig hatte ich das Gefühl mich in Pauls Kopf zu befinden und seine Gedanken selbst zu hören, und dass obwohl ich mich überhaupt nicht mit ihm identifizieren kann. Der Romancier hat es dennoch geschafft, mich in Pauls Leben hineinversetzen zu können.

In der New York Times erschien von Dwight Garner eine Rezension über Taipeh von Tao Lin, die ich mit Vergnügen gelesen habe und in dieser resümierte er darüber, dass er dieses Kunstwerk zugleich liebt und hasst. Dem kann ich folglich nicht mehr viel hinzufügen, auch wenn er und ich uns damit ein bisschen aus der Affäre ziehen, Taipeh anständig zu bewerten.

buch

Taipeh

Tao Lin

EUR 19,99 *
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40

30.11.2014

„(…) but I love and hate “Taipei.””

Taipeh handelt von Paul, einem sehr mediengewandten jungen Schriftsteller aus Brooklyn, und nachdem ich mich über den Schriftsteller Tao Lin, ein bisschen schlau gemacht habe, kann ich sagen, dass er Paul wahrscheinlich ein bisschen ähnelt. Oder ähnelt Paul, Tao Lin? Das lasse ich jetzt einfach mal so dahingestellt. Paul hat eine neue Freundin und mit dieser verbringt er seine Zeit auf Partys, vor dem Macbook und meistens sind die beiden dabei high. Sie schlucken Medikamente und Drogen, wie andere Wasser trinken und so schweben sie eher passiv und leer durch die ganze Handlung.
Tao Lin schein so etwas wie ein Günstling der hiesigen und auch der amerikanischen Literatur- und Medienszene zu sein, und so hochgefeiert wie er wird, konnte ich ja gar nicht anders, als sein erstes auf Deutsch erschienenes Werk zu lesen. Kritiker die diesem Werk nun Langeweile und fehlenden Inhalt vorwerfen, kann ich eigentlich nichts entgegenbringen. Ja es ist langweilig, weil der Text äußerst monoton ist, (=im Klappentext heißt es, er erzählt mit buddhistischer Ruhe und Konzentration und dieser Vergleich ist gar nicht so weit hergeholt, wie ich finde) und der Fokus eben nicht auf dem Inhalt liegt. Klassische Elemente fehlen, es gibt keinen nennenswerten Plot, keinen Spannungsbogen und die Figuren machen keine dramatische Entwicklung durch, aber gerade in dieser akzentlosen und unaufgeregten Erzählung liegt eine Schönheit zu Grunde, die man erst erfährt, wenn man jenen Text aufmerksam liest. Ein dermaßen großes und breites Spektrum an Ausdruck und Assoziationen ist mir bisher noch nicht untergekommen und die wirklich langen und intelligenten Sätze, lassen mein literarisches Herz höher schlagen. An dieser Stelle auch ein Chapeau an den Übersetzer. Die schnell wechselnden Gedanken Pauls, und die Wiederholungen sind hier omnipräsent. Ständig hatte ich das Gefühl mich in Pauls Kopf zu befinden und seine Gedanken selbst zu hören, und dass obwohl ich mich überhaupt nicht mit ihm identifizieren kann. Der Romancier hat es dennoch geschafft, mich in Pauls Leben hineinversetzen zu können.
In der New York Times erschien von Dwight Garner eine Rezension über Taipeh von Tao Lin, die ich mit Vergnügen gelesen habe und in dieser resümierte er darüber, dass er dieses Kunstwerk zugleich liebt und hasst. Dem kann ich folglich nicht mehr viel hinzufügen, auch wenn er und ich uns damit ein bisschen aus der Affäre ziehen, Taipeh anständig zu bewerten.

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50

27.11.2014

„der letzte Akt”

Cassias Leben hat sich komplett verändert. Sie hat Ky wiedergefunden und muss ihn allerdings gleich wieder loslassen. Sie gehören nun der Erhebung an, und versuchen die Gesellschaft von Innen heraus zu sabotieren. Bis ein unheimliches Virus eine Epidemie auslöst, von ungeahnten Ausmaßen.

Allen Condie hat mit Cassia & Ky eine fantastische Dystopie erschaffen. Die Ankunft ist der perfekte Beweiß, das auch Autoren die Qualität ihrer Schreibkunst verbessern können. Hat mir der erste Teil nur mäßig gefallen(=jedenfalls so gut, dass ich weiter gelesen habe), bin ich nun von Teil 3 schlichtweg begeistert. Abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht der Hauptprotagonisten (Cassia, Ky und Xander) erzählt. Man bekommt noch mehr Einblick in die wirklich fantasievoll beschriebene Dystopie. Ein tolles Ende(=auch wenn es ein bisschen vorhersehbar war, aber gerade in diesem Genre passiert mir das öfters), tolle Protagonisten und eine wahnsinnig detaillierte Geschichte runden das ganze Buch ab. Dabei hat mir eines sehr gut gefallen: Condie hat nicht alle Fragen gelöst, einiges bleibt einfach unbeantwortet. Das war dann doch eher etwas ungewöhnlicher, und hat mir gut gefallen.

Der eine oder andere mag nun behaupten, dass die dystopische Gesellschaft, der von Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“, sehr ähnlich ist(=unbedingt lesen!). Weit gefehlt. In Ansätzen haben beide Dystopien bestimmt einiges gemeinsam; totalitäre Regierung, Verbot von Kunst, Pillen zur Kontrolle usw. Aber die Erzählung und der Schreibstil sind doch sehr unterschiedlich

buch

Die sechs Romane

Jane Austen

EUR 29,95 *
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50

26.11.2014

„Ein Schuber zum Verlieben”

Ich mag die Romane von Jane Austen, und hier in diesem wirklich sehr ansprechenden Schuber, sind sie alle vereinigt. Wir treffen hier nicht nur auf Mr. Darcy und Ms. Bennet, sondern auch Anne Elliot, wie auch auf Emma Woodhouse und ihren George Knightley. Der eine oder andere geneigte Leser von Jane Austens Werken, wird nun wissen welche 3 der insgesamt 6 Romane ich favorisiere: Stolz und Vorurteil, Emma und Überredung. Wenn gleich auch Northanger Abbey, Mansfield Park und Verstand und Gefühl dem nichts nachstehen. Austens Bedeutung für die klassische englische Literatur muss ich hier nicht lange breitreten, aber nachdem ich schon einige verschiedene Übersetzungen ihrer Romane gelesen habe, gefallen mir diese hier bisher am meisten. Sie sind ein wenig moderner gehalten und dadurch auch etwas flüssiger zu lesen, jedenfalls im direkten Vergleich zu anderen Übersetzungen. Allerdings ist das auch oft eine Geschmackssache. Ich schenke gerne Bücher her, die mir auch selber sehr gut gefallen haben und in diesem Zusammenhang muss ich auch den wirklich schönen und sehr ansprechend gestalteten Schuber erwähnen, der im Bücherregal ein echter Blickfang ist, und das nicht nur für Jane Austen Fans, sondern auch für jene die es noch werden wollen.

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50

20.11.2014

„Authentische und berührende Kindheitserinnerungen”

Hape Kerkelings Fähigkeiten sind mannigfaltig und wenn man so wie ich den Komödianten, Entertainer und Schauspieler gerne im Fernsehen sieht, hat man zumindest auch schon mal was von „Ich bin dann mal weg“ gehört. In diesem Buch schreibt er äußerst erfolgreich über die Suche nach Gott, die Suche nach einem selbst und seine Berichte vom Jakobsweg; überraschend wenig erzählt er allerdings von seinem Privatleben. Viel spekuliert wurde trotzdem, mindestens seit dem er von einem deutschen Filmregisseur in einer Sendung als Homosexuell geoutet worden ist. In „der Junge muss mal an die frische Luft“ schreibt er über seine Kindheit in Ruhrgebiet, die er vor allem in einem kleinen Krämerladen der geliebten Großmutter verbringt, von ersten Verkleidungen im Karneval und ersten Versuchen als Komödiant. Er schreibt aber auch, über den Freitod seiner Mutter, den er auf dramatische Weise sehr nahe miterleben musste. Diese Stellen sind sehr berührend und nicht nur einmal musste ich innehalten und über den wirklich armen 8jährigen Hans – Peter nachdenken. Dem einen oder anderen Leser stößt das nun sauer auf, und versteht nicht wieso er gerade kurz vor seinem 50. Geburtstag damit an die Öffentlichkeit geht. In einem Interview gibt Kerkeling an, dass es ihm beeindruckte, wie selbstverständlich eine Kollegin mit diesem Thema umging und damit vor einem Publikum gesprochen hatte. Das Erwachsenenleben streift er immer wieder mit Anekdoten, geht aber nicht näher darauf ein. Denkbar wäre es, das vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, eine Fortsetzung seiner Biographie erscheint. Ich für meinen Teil, würde es gerne lesen oder auch hören. Zuerst habe ich sein neuestes Werk gelesen und obwohl ich eigentlich kein Fan von Hörbüchern bin, weil ich mich meist nicht sehr darauf konzentrieren kann, möchte ich allerdings jenes sehr positiv erwähnen. Er spricht es selbst, was ich aufgrund der wirklich dramatischen Szenen, sehr mutig gefunden habe. Gerade dadurch erhält das Hörbuch so viel mehr an Authentizität und war mitunter ein Grund, weshalb es mir sogar ein klitzekleines bisschen besser gefallen hat, als das Buch selbst.

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50

19.11.2014

„Spannender Spielespaß für die ganze Familie”

Monopoly ist ein über 100 Jahre altes Brettspiel (=nachweislich aus einer Patentschrift des Jahres 1904), dass weltweit gerne gespielt wird, sowie auch von mir. Diese Ausgabe ist nicht nur wegen dem Bezug zu Österreich eine wirklich tolle Version, sondern auch wegen einer bestimmten Erneuerung: Die Mitspieler bekommen kein Spielgeld mehr, sondern haben ihr Geld auf einer Karte, mit der sie dann Grundstücke, Häuser und Hotels, Mieten und Steuern bezahlen, aber auch einnehmen können. Eigentlich bin ich nicht so der Brettspielfan, aber dieses macht nicht nur mir, sondern auch meinen kleinen Neffen und seinen Eltern sehr viel Spaß. Monopoly Banking gibt es in 2 verschiedenen Versionen: Eine für 4 und eine für 6 Mitspieler. Diese Ausgabe ist bis für 6 Mitspieler gedacht.

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50

19.11.2014

„Spannender Spielespaß für die ganze Familie”

Monopoly ist ein über 100 Jahre altes Brettspiel (=nachweislich aus einer Patentschrift des Jahres 1904), dass weltweit gerne gespielt wird, sowie auch von mir. Diese Ausgabe ist nicht nur wegen dem Bezug zu Österreich eine wirklich tolle Version, sondern auch wegen einer bestimmten Erneuerung: Die Mitspieler bekommen kein Spielgeld mehr, sondern haben ihr Geld auf einer Karte, mit der sie dann Grundstücke, Häuser und Hotels, Mieten und Steuern bezahlen, aber auch einnehmen können. Eigentlich bin ich nicht so der Brettspielfan, aber dieses macht nicht nur mir, sondern auch meinen kleinen Neffen und seinen Eltern sehr viel Spaß. Monopoly Banking gibt es in 2 verschiedenen Versionen: Eine für 4 und eine für 6 Mitspieler. Diese Ausgabe ist für 4 Mitspieler gedacht.

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40

19.11.2014

„Einfach zauberhaft!”

Meghan Chase wird 16 und das in ihrem Leben einiges nicht in geraden Bahnen läuft, ist ihr klar. Das sie hin und wieder eigenartige Dinge sieht, versucht sie so gut es geht zu ignorieren. Aber nachdem ihr an ihrem Geburtstag eröffnet wird, dass sie eine halbe Elfe ist und zu guter Letzt auch noch ihr kleiner Bruder gegen einen Wechselbalg getauscht wird, ist nichts mehr so wie es scheint.

Julie Kagawa präsentiert uns mit „Plötzlich Fee – Sommernacht“ eine bunte und abwechslungsreiche Geschichte. Die Charaktere sind gut beschrieben. Dabei ist Meghan immer wieder spannenden Situationen ausgesetzt. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es allerdings schon. Die Handlung weicht doch ein wenig mehr ab, als die Kurzbeschreibung am Buch verrät. Das Überraschungsmoment ist eindeutig Kagawas Element und dennoch lässt der Schreibstil zu, dass man das Buch flüssig und gut lesen kann.

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50

14.11.2014

„Hervorlugende magische Welt”

Canda, eine junge Frau aus der Wüstenstadt Ghan, wacht nach einem schrecklichen Albtraum auf und nur langsam wird ihr bewusst, dass sich etwas Wesentliches verändert hat. Sie spürt ihren zukünftigen Mann nicht mehr und muss kurz darauf feststellen, dass er tatsächlich entführt wurde. Aber noch etwas ist spurlos verschwunden: Candas 4. Gabe ist dahin und mit ihr der Glanz, mit dem sie alle in ihrem Umkreis bezaubert hat. Ohne ihren Geliebten und ohne die Gabe bricht Candas Leben auseinander, sie kann nun nicht mehr die Herrscherin Ghans werden und wird sogar in ein Verwaistenhaus verbannt.

Nina Blazon schafft es von einem zum anderen Mal mich in eine märchenhafte Welt zu entführen, wobei - Der dunkle Kuss der Sterne - mich ein bisschen, zumindest was die Abfolge der Handlung anbelangt, an – Ascheherz - erinnert hat und nebenbei bemerkt, mein erster Roman von der wirklich äußerst talentierten Schriftstellerin war. Es gibt zwar hie und da ein bisschen Technologie, aber das Ganze fügt sich so geschmeidig in die Geschichte ein, und kreiert auch dadurch eine magische Welt, wie sie selten jemand noch entwerfen mag, ohne aber alles erklären zu müssen. Das Einzige was man hier vielleicht der Geschichtenerzählerin vorwerfen könnte, wäre der ein wenig lang geratene Mittelteil. Allerdings ist das erstens Geschmacksache und zweitens ein Stilelement, dem sich Blazon eben bedient und das obendrein, jedenfalls meiner Meinung nach, äußerst geschickt. Obgleich die Handlungen im Allgemeinen im Fantasy-Genre, oft ein bisschen vorhersehbar sind, lugen die Geschichten von Frau Blazon, im Dickicht der jährlichen Neuerscheinungen deutlich hervor und sind in meinem Lesezimmer, immer ein willkommener Gast. Wer nun, so wie ich, Blut geleckt hat und noch mehr von den verwunschenen und märchenhaften Geschichten lesen will, dem kann ich schlicht alle Romane von Blazon weiterempfehlen. Bisher haben noch alle ihre Geschichten, meinen Geschmack getroffen.

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