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123
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50

30.10.2014

„Flammender Zorn”

Katniss Everdeen hat es wieder einmal geschaftt und ist dem Kapitol entkommen. Doch zu welchen Preis? So viele Menschen mussten ihr Leben lassen um das ihre zu schützen und zum allen Überfluß, wird Peeta von Präsident Snow festgehalten. Allerdings spielen auch die Rebellen nicht mit offenen Karten, Katniss wird immer mehr zu einer Schachfigur in einem perfiden Spiel um Macht. Soll sie mit ihrer Familie flüchten? Oder soll sie sich voll und ganz den Rebellen hingeben und Peeta retten? Welche Niederlagen muss sie einstecken um an das Ziel zu kommen und Snow zu stürzen?

Gefährliche Liebe, der zweite Teil der wirklich einzigartigen Trilogie hat mit einer gehörigen Portion Spannung aufgehört, und der dritte Teil beginnt damit. Insgesamt konnte auch der letzte Teil auf ganzer Linie überzeugen, er wartet mit ein paar Überraschungsmomente auf und das fulminante Ende hat es wahrlich in sich. Im Buch sind ein paar Nahaufnahmen der Hauptprotagonisten abgebildet, ich kann es kaum erwarten den Film zu sehen. Gänsehaut ist bis zur letzten Seite vorprogrammiert.

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Heartland

Joey Goebel

EUR 10,99 *
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50

26.10.2014

„Triviale Literatur auf höchstem Niveau”

Joey Goebel bedient sich in Heartland dem Voyeurismus, der besonders der modernen bürgerlichen Gesellschaft, der anscheinend schwindenden Mittelschicht, wahrscheinlich sehr gefallen mag. „Fremdschämen“ ist das Schlagwort, wenn wir Menschen wie Blue Gene begegnen. Er trägt einen Vokuhila, Schnauzbart und ärmellose Shirts, weil die so viel bequemer sind als welche mit Ärmel, wie er behauptet. Er verkauft 80er Jahre Spielzeug auf einem Flohmarkt, und das ist dann auch schon seine einzige Tätigkeit der er nachgeht. Seinen Job bei Walmart hat er aufgegeben und bedauert es, nicht aktiv am Kriegsdienst teilnehmen zu können. Seit einem Unfall hinkt er. Von seinen Freunden hat er sich mehr und mehr abgewandt und vegetiert in einem Trailerpark nur so dahin. Aber wir fremdschämen uns nicht lange wegen Blue Genes ärmlichen Lebens, denn es gibt auch noch andere bedauerliche Protagonisten in Heartland. Sein Bruder John Mapother zum Beispiel, Spross aus der gleichnamigen Tabakdynastie, will für den Kongress kandidieren. Eigentlich leidet er unter Lampenfieber und Panikattacken, zudem ist er trockener Alkoholiker, was nicht unbedingt die besten Voraussetzungen sind um einen Wahlkampf zu bestreiten. Deren despotischer Vater und Familienpatriarch Henry, und deren tief religiöse Mutter Elizabeth beschließen Blue Gene in den Wahlkampf mit einzubeziehen, denn wenn jemand die Stimmenaus dem einfachen Volk, für die eigentlich als reiche Firmenbosse verschrienen Mapothers erreichen kann, dann nur das eigentliche schwarze Schaf der Familie.

Der erste Roman, den ich von Joey Goebel gelesen habe, war „Ich gegen Osborne“. Er schildert darin, einen Tag im Leben eines Schülers. Sein außergewöhnlicher Stil hat mich da schon gefesselt; ich war ganz hin und weg von seiner wirklich markanten Erzählweise und mit Heartland hat er mir bewiesen, welch erzählerisches und literarisches Talent in ihm steckt. Die bruchstückhafte Vergangenheit Blue Genes und seiner Familie wird in Rückblenden und Gesprächen erzählt, wobei anfänglich der Wahlkampf, mehr als einmal kommen Propaganda und Wahlkampfsprüche hier zur Geltung, eindeutig im Vordergrund steht, und die familiären Verstrickungen sich erst gegen Ende des Buches auflösen.

Man könnte Goebel nun eine etwas triviale Handlung, Heartland gleiche einer Seifenoper vorwerfen, allerdings wäre so eine Kritik vorschnell und nicht gut durchdacht. Ein dunkles Familiengeheimnis umgibt die Mapothers und es geht auch ein bisschen um eine oder zwei Liebesgeschichten, allerdings will ich hier nicht zu viel von der Handlung erzählen, denn gerade durch diesen ganz eigenen außergewöhnlichen Ablauf, bekommt die ganze Erzählung ein überzeichnetes und surreales Bild, dass so vermute ich zumindest, sehr wohl vom Schriftsteller gewollt war. Er bezieht dadurch ganz klar keine Stellung was nun die amerikanische Gesellschaft, Patriotismus oder deren Außenpolitik angeht, obwohl er genau jene Themen satirisch porträtiert. Ist Goebel nun ein Patriot oder ist er keiner? Diese Frage wurde ihm in mehreren Interviews gestellt und ich finde, dass es eine unerhebliche Frage ist, die eigentliche sollte lauten: Ist er ein guter Literat, oder ist er keiner? Ich für meinen Teil kann sie beantworten und freue mich schon wahnsinnig auf Vincent, dass in diesem Moment auf meinen SuB(=Stapel ungelesener Bücher) um einige Plätze vorgerückt ist.

buch

Heartland

Joey Goebel

EUR 11,90 *
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50

26.10.2014

„Triviale Literatur auf höchstem Niveau”

Joey Goebel bedient sich in Heartland dem Voyeurismus, der besonders der modernen bürgerlichen Gesellschaft, der anscheinend schwindenden Mittelschicht, wahrscheinlich sehr gefallen mag. „Fremdschämen“ ist das Schlagwort, wenn wir Menschen wie Blue Gene begegnen. Er trägt einen Vokuhila, Schnauzbart und ärmellose Shirts, weil die so viel bequemer sind als welche mit Ärmel, wie er behauptet. Er verkauft 80er Jahre Spielzeug auf einem Flohmarkt, und das ist dann auch schon seine einzige Tätigkeit der er nachgeht. Seinen Job bei Walmart hat er aufgegeben und bedauert es, nicht aktiv am Kriegsdienst teilnehmen zu können. Seit einem Unfall hinkt er. Von seinen Freunden hat er sich mehr und mehr abgewandt und vegetiert in einem Trailerpark nur so dahin. Aber wir fremdschämen uns nicht lange wegen Blue Genes ärmlichen Lebens, denn es gibt auch noch andere bedauerliche Protagonisten in Heartland. Sein Bruder John Mapother zum Beispiel, Spross aus der gleichnamigen Tabakdynastie, will für den Kongress kandidieren. Eigentlich leidet er unter Lampenfieber und Panikattacken, zudem ist er trockener Alkoholiker, was nicht unbedingt die besten Voraussetzungen sind um einen Wahlkampf zu bestreiten. Deren despotischer Vater und Familienpatriarch Henry, und deren tief religiöse Mutter Elizabeth beschließen Blue Gene in den Wahlkampf mit einzubeziehen, denn wenn jemand die Stimmenaus dem einfachen Volk, für die eigentlich als reiche Firmenbosse verschrienen Mapothers erreichen kann, dann nur das eigentliche schwarze Schaf der Familie.

Der erste Roman, den ich von Joey Goebel gelesen habe, war „Ich gegen Osborne“. Er schildert darin, einen Tag im Leben eines Schülers. Sein außergewöhnlicher Stil hat mich da schon gefesselt; ich war ganz hin und weg von seiner wirklich markanten Erzählweise und mit Heartland hat er mir bewiesen, welch erzählerisches und literarisches Talent in ihm steckt. Die bruchstückhafte Vergangenheit Blue Genes und seiner Familie wird in Rückblenden und Gesprächen erzählt, wobei anfänglich der Wahlkampf, mehr als einmal kommen Propaganda und Wahlkampfsprüche hier zur Geltung, eindeutig im Vordergrund steht, und die familiären Verstrickungen sich erst gegen Ende des Buches auflösen.

Man könnte Goebel nun eine etwas triviale Handlung, Heartland gleiche einer Seifenoper vorwerfen, allerdings wäre so eine Kritik vorschnell und nicht gut durchdacht. Ein dunkles Familiengeheimnis umgibt die Mapothers und es geht auch ein bisschen um eine oder zwei Liebesgeschichten, allerdings will ich hier nicht zu viel von der Handlung erzählen, denn gerade durch diesen ganz eigenen außergewöhnlichen Ablauf, bekommt die ganze Erzählung ein überzeichnetes und surreales Bild, dass so vermute ich zumindest, sehr wohl vom Schriftsteller gewollt war. Er bezieht dadurch ganz klar keine Stellung was nun die amerikanische Gesellschaft, Patriotismus oder deren Außenpolitik angeht, obwohl er genau jene Themen satirisch porträtiert. Ist Goebel nun ein Patriot oder ist er keiner? Diese Frage wurde ihm in mehreren Interviews gestellt und ich finde, dass es eine unerhebliche Frage ist, die eigentliche sollte lauten: Ist er ein guter Literat, oder ist er keiner? Ich für meinen Teil kann sie beantworten und freue mich schon wahnsinnig auf Vincent, dass in diesem Moment auf meinen SuB(=Stapel ungelesener Bücher) um einige Plätze vorgerückt ist.

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40

26.10.2014

„Ein Amerikaner in Paris”

Nicolas Barreau ist ein großartiger Verführer. Er verführt einem an die eine große Liebe zu glauben, und dass in Paris, einfach alles möglich ist. Mit seinem neuesten Roman „Paris ist immer eine gute Idee“ hat er sich eine wirklich zauberhafte Geschichte rund um das junge Mädchen Rosalie einfallen lassen, dass einen entzückende Papeterie innehat und dessen Postkartenmotive und besondere Glückwunschkarten selbst illustriert. Ein Tourist, der eines Tages in ihrem Geschäft auftaucht, bringt ihr beschauliches Leben gehörig durcheinander. Roberts Beweggründe nach Paris zu kommen, sind sehr tragisch. Seine erst vor kurzem verstorbene Mutter hatte in einem letzten ihrer gemeinsamen Gespräche gesagt: „Paris ist immer eine gute Idee.“ Und hier bin ich ganz kurz ins Überlegen gekommen, denn diesen Satz, der nicht nur der Titel ist, sondern auch im Roman des Öfteren vorkommt, kenne ich doch aus einer anderen Geschichte! Schnell war mir klar, dass war ein Filmzitat eines wirklich sehr romantischen Filmes und einen Hinweis darauf, hat auch der Schriftsteller in seiner Geschichte gut versteckt. Hier will ich aber nichts verraten, denn auch wenn es nur ein Detail am Rande ist, und mit der eigentlichen Geschichte nicht viel zu tun hat, musste ich darüber ein bisschen schmunzeln. Auf alle Fälle werde ich mir bald, diesen bestimmten Film wieder ansehen. Wenn ich etwas anführen müsste, was mir nicht so gut gefallen hat, dann waren es die vielen verschiedenen Zufälle, die sich ergeben. Aber darüber hab ich geflissentlich hinweggelesen und bin ganz und gar in diese Erzählung eingetaucht. Ich finde, dass Barreau definitiv ein Händchen für romantische Literatur hat, und was mir besonders an „Paris ist immer eine gute Idee“ und eigentlich in all seinen Romanen, die ich bisher von ihm gelesen habe gut gefällt, ist das sie eben gar nicht kitschig sind. Vielleicht nur ein kleines bisschen.

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40

26.10.2014

„Ein Amerikaner in Paris”

Nicolas Barreau ist ein großartiger Verführer. Er verführt einem an die eine große Liebe zu glauben, und dass in Paris, einfach alles möglich ist. Mit seinem neuesten Roman „Paris ist immer eine gute Idee“ hat er sich eine wirklich zauberhafte Geschichte rund um das junge Mädchen Rosalie einfallen lassen, dass einen entzückende Papeterie innehat und dessen Postkartenmotive und besondere Glückwunschkarten selbst illustriert. Ein Tourist, der eines Tages in ihrem Geschäft auftaucht, bringt ihr beschauliches Leben gehörig durcheinander. Roberts Beweggründe nach Paris zu kommen, sind sehr tragisch. Seine erst vor kurzem verstorbene Mutter hatte in einem letzten ihrer gemeinsamen Gespräche gesagt: „Paris ist immer eine gute Idee.“ Und hier bin ich ganz kurz ins Überlegen gekommen, denn diesen Satz, der nicht nur der Titel ist, sondern auch im Roman des Öfteren vorkommt, kenne ich doch aus einer anderen Geschichte! Schnell war mir klar, dass war ein Filmzitat eines wirklich sehr romantischen Filmes und einen Hinweis darauf, hat auch der Schriftsteller in seiner Geschichte gut versteckt. Hier will ich aber nichts verraten, denn auch wenn es nur ein Detail am Rande ist, und mit der eigentlichen Geschichte nicht viel zu tun hat, musste ich darüber ein bisschen schmunzeln. Auf alle Fälle werde ich mir bald, diesen bestimmten Film wieder ansehen. Wenn ich etwas anführen müsste, was mir nicht so gut gefallen hat, dann waren es die vielen verschiedenen Zufälle, die sich ergeben. Aber darüber hab ich geflissentlich hinweggelesen und bin ganz und gar in diese Erzählung eingetaucht. Ich finde, dass Barreau definitiv ein Händchen für romantische Literatur hat, und was mir besonders an „Paris ist immer eine gute Idee“ und eigentlich in all seinen Romanen, die ich bisher von ihm gelesen habe gut gefällt, ist das sie eben gar nicht kitschig sind. Vielleicht nur ein kleines bisschen.

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50

23.10.2014

„Wer bin ich?”

Mittlerweile hat sich Kylie im Shadow Fall Camp eingelebt. Sie ist eine Übernatürliche, auch wenn sie nicht weiß welches Geschöpf sie tatsächlich ist. Erschwerend kommt noch hinzu, dass eigentlich niemand ihr Gehirnmuster lesen kann. Ein Geist taucht auf und behauptet, dass jemand sterben wird. Jemand den Kylie liebt.

In Shadow Falls Camp Reihe wird das Rad nicht neu erfunden: Junge Übernatürliche die in einem Camp/Internat/Schule untergebracht sind, die mit alltäglichen Problemen und gegen Übernatürlichen Feinden kämpfen müssen, sind ein Muster das gerade im Jugend Fantasy Bereich gerne genutzt wird. Aber auch wenn ich als Leser bereits ähnliche Reihen und Trilogien gelesen habe, finde ich diese hier ganz entzückend. Nicht nur die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch der Humor ist in der Erzählung gut platziert. Eine gehörige Portion Romantik und Liebe fehlt auch nicht(=auch wenn dieses Thema ein wenig zu sehr ausgereizt wird, ist aber Ansichtssache). Die Spannung ist wirklich gut gemacht, die Krimi-Elemente gefallen mir auffallend gut. Aber auch das Ende hat einen so tollen Cliffhanger, dass ich es kaum erwarten kann den nächsten Band zu lesen.

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Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald

EUR 8,99 *
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50

18.10.2014

„Der alte Knabe und die Liebe”

Nick Carraway versucht sich in New York als Börsenmakler und zu diesem Zweck hat er ein altes Haus auf Long Island bezogen. Eine entfernte Verwandte wohnt nicht allzu weit weg, allerdings ist er von ihrem Mann nicht sonderlich angetan, als er ihm ganz frei eröffnet eine Geliebte zu haben, die er in Anwesenheit von Nick sogar gewalttätig angreift. Es dauert nicht lange und Nick wird persönlich zu einer Party eingeladen, die einer seiner Nachbarn regelmäßig veranstaltet. Gatsby ist der Gastgeber der ausschweifenden Feiern, zu denen auch nichteingeladene Gäste gewohnheitsmäßig vorbeischauen.

Es liegt schon einige Zeit zurück, dass ich „Der große Gatsby gelesen habe, aber so wie es nun mal ist: Gute Erzählungen liest man immer wieder gerne. Gerade an dieser Übersetzung (=aus dem Jahr 2006) schätze ich die überaus klare und gut akzentuierte Sprache. Fitzgerald gehört eindeutig zur klassischen amerikanischen Literatur, die auch deswegen zum immer wieder Lesen einlädt, weil man auch immer wieder etwas Neues an diesem Roman entdecken kann. Vielleicht ist das auch mitunter ein Grund, wieso es so viele verschiedene Interpretationen des Erzählten gibt. Geschrieben ist das Buch aus dem Blickwinkel Nick Carraways, der nicht immer so sachlich und vorurteilsfrei erzählt, wie man auf dem ersten Anschein vermutet. Nick behauptet ja im Buch selbst, der einzig ehrliche Mensch zu sein, den er kennt. Allerdings versucht er diese abneigende Haltung die er besonders Gatsby gegenüber hat, sich nicht anmerken zu lassen. Fitzgerald begann 1923 an diesem Roman zu arbeiten und zeichnet ein typisches Bild der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, indem wohl zum Teil auch viel Biographisches mit eingeflossen ist. Der große Gatsby ist erstmals 1925 erschienen, erlangte aber erst nach dem Tod Fitzgeralds eine gerechtere Aufmerksamkeit.

buch

Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald

EUR 9,90 *
auf Merkliste

50

18.10.2014

„Der alte Knabe und die Liebe”

Nick Carraway versucht sich in New York als Börsenmakler und zu diesem Zweck hat er ein altes Haus auf Long Island bezogen. Eine entfernte Verwandte wohnt nicht allzu weit weg, allerdings ist er von ihrem Mann nicht sonderlich angetan, als er ihm ganz frei eröffnet eine Geliebte zu haben, die er in Anwesenheit von Nick sogar gewalttätig angreift. Es dauert nicht lange und Nick wird persönlich zu einer Party eingeladen, die einer seiner Nachbarn regelmäßig veranstaltet. Gatsby ist der Gastgeber der ausschweifenden Feiern, zu denen auch nichteingeladene Gäste gewohnheitsmäßig vorbeischauen.

Es liegt schon einige Zeit zurück, dass ich „Der große Gatsby gelesen habe, aber so wie es nun mal ist: Gute Erzählungen liest man immer wieder gerne. Gerade an dieser Übersetzung (=aus dem Jahr 2006) schätze ich die überaus klare und gut akzentuierte Sprache. Fitzgerald gehört eindeutig zur klassischen amerikanischen Literatur, die auch deswegen zum immer wieder Lesen einlädt, weil man auch immer wieder etwas Neues an diesem Roman entdecken kann. Vielleicht ist das auch mitunter ein Grund, wieso es so viele verschiedene Interpretationen des Erzählten gibt. Geschrieben ist das Buch aus dem Blickwinkel Nick Carraways, der nicht immer so sachlich und vorurteilsfrei erzählt, wie man auf dem ersten Anschein vermutet. Nick behauptet ja im Buch selbst, der einzig ehrliche Mensch zu sein, den er kennt. Allerdings versucht er diese abneigende Haltung die er besonders Gatsby gegenüber hat, sich nicht anmerken zu lassen. Fitzgerald begann 1923 an diesem Roman zu arbeiten und zeichnet ein typisches Bild der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, indem wohl zum Teil auch viel Biographisches mit eingeflossen ist. Der große Gatsby ist erstmals 1925 erschienen, erlangte aber erst nach dem Tod Fitzgeralds eine gerechtere Aufmerksamkeit.

buch

Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald

EUR 9,90 *
auf Merkliste

50

18.10.2014

„Der alte Knabe und die Liebe”

Nick Carraway versucht sich in New York als Börsenmakler und zu diesem Zweck hat er ein altes Haus auf Long Island bezogen. Eine entfernte Verwandte wohnt nicht allzu weit weg, allerdings ist er von ihrem Mann nicht sonderlich angetan, als er ihm ganz frei eröffnet eine Geliebte zu haben, die er in Anwesenheit von Nick sogar gewalttätig angreift. Es dauert nicht lange und Nick wird persönlich zu einer Party eingeladen, die einer seiner Nachbarn regelmäßig veranstaltet. Gatsby ist der Gastgeber der ausschweifenden Feiern, zu denen auch nichteingeladene Gäste gewohnheitsmäßig vorbeischauen.

Es liegt schon einige Zeit zurück, dass ich „Der große Gatsby gelesen habe, aber so wie es nun mal ist: Gute Erzählungen liest man immer wieder gerne. Gerade an dieser Übersetzung (=aus dem Jahr 2006) schätze ich die überaus klare und gut akzentuierte Sprache. Fitzgerald gehört eindeutig zur klassischen amerikanischen Literatur, die auch deswegen zum immer wieder Lesen einlädt, weil man auch immer wieder etwas Neues an diesem Roman entdecken kann. Vielleicht ist das auch mitunter ein Grund, wieso es so viele verschiedene Interpretationen des Erzählten gibt. Geschrieben ist das Buch aus dem Blickwinkel Nick Carraways, der nicht immer so sachlich und vorurteilsfrei erzählt, wie man auf dem ersten Anschein vermutet. Nick behauptet ja im Buch selbst, der einzig ehrliche Mensch zu sein, den er kennt. Allerdings versucht er diese abneigende Haltung die er besonders Gatsby gegenüber hat, sich nicht anmerken zu lassen. Fitzgerald begann 1923 an diesem Roman zu arbeiten und zeichnet ein typisches Bild der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, indem wohl zum Teil auch viel Biographisches mit eingeflossen ist. Der große Gatsby ist erstmals 1925 erschienen, erlangte aber erst nach dem Tod Fitzgeralds eine gerechtere Aufmerksamkeit.

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