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Das beste Buch aller Zeiten:
Nina George, Das Lavendelzimmer

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Wie ich wieder Liebe und Hoffnung fand und meine Depression besiegte

Eine Kundin / Ein Kunde , am 17.04.2017

Diesmal habe ich ein ganz besonderes Buch für Sie, welches sich ganz schlecht in eine bestimmte Kategorie einordnen lässt. Die Autorin Nancy Salchow hat in ihrem Buch ihre eigenen Erfahrungen mit dem Tod ihres Zwillingsbruders, dem Tod ihrer Mutter im gleichen Jahr und ihrer Depression verarbeitet. Daraus ergeben sich die folgenden Möglichkeiten:

- Ein Erfahrungsbericht über Tod und Depression
- Eine Art Ratgeber zum Thema Depression und seine Folgen
- Eine Art Liebesroman mit tragischem Hintergrund

Da ich selbst immer wieder mit dem Thema Depression zu kämpfen habe, hat mich dieses Buch sehr angesprochen. Zu Anfang habe ich erst gedacht, dass es zum aktuellen Zeitpunkt gerade das verkehrte Buch sei, aber zwei Tage später habe ich es mir dann doch wieder vorgenommen und innerhalb kurzer Zeit durchgelesen. Jede Depression ist anders. Und auch jede Situation, aus der sie entsteht, bzw. die sie auslöst ist anders. Es gibt dabei wenige Gemeinsamkeiten. Jeder Betroffene und seine Angehörigen müssen ihren ganz eigenen Weg finden, mit der Situation umzugehen. Was dabei ganz wichtig ist, ist Geduld und Verständnis. Die Betroffenen brauchen Geduld, bis der Körper und der Geist überhaupt bereit sind, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die eigentlichen akuten Ursachen müssen nicht die Auslöser sein. Die Ursachen liegen zumeist viel weiter zurück und nicht immer dort, wo wir sie vermuten. Die Betroffenen müssen versuchen, dies mit Hilfe von Therapeuten herauszufinden. Erst danach beginnt der langsame Weg zurück in ein mehr oder wenig normales Leben. Dies kann allerdings bedeuten, dass die Betroffenen Veränderungen vornehmen, die zum Teil sehr einschneidend sein können. Und deshalb müssen auch die nahen Angehörigen viel Geduld und Verständnis aufbringen. Nicht immer kann der Betroffene sich gleich darüber artikulieren. Alles braucht sehr viel Zeit.

Nancy Salchow hat eine ganz eigene Geschichte, die in dieser Form sicherlich einzigartig ist. Diese Geschichte hat mich tief berührt. Und auch wenn ihre Geschichte so gar nicht meiner eigenen Geschichte entspricht, habe ich doch Gemeinsamkeiten feststellen können. Und noch viel besser – hier kommen jetzt Sie ins Spiel – dieses Buch zeigt auf eine ganz einfache Art und Weise auf, wie Depressionen entstehen können. Dieses Buch ist ganz leicht zu lesen, aber es wirbt um Verständnis für Betroffene und gibt Angehörigen und Bekannten die Möglichkeit, sich einmal auf eine sehr unterhaltsame Weise mit dem Thema Depression zu beschäftigen. Ich möchte es allen Menschen empfehlen, die irgendwie mit Menschen mit Depression zu tun haben. Denn wie schreibt die Autorin so schön über sich selbst:

„Aber so bin ich. Und so werde ich immer sein. Warum sollte ich mich verstellen, wenn ich weiß, dass mich gerade auch dieses Verstellen krank gemacht hat?“ (Seite 137 des e-books)

Das Leben, Zimmer 18 und du
von Nancy Salchow
(5)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Die Geschichte einer mutigen Frau

Eine Kundin / Ein Kunde , am 05.04.2017

„Die außergewöhnliche Geschichte der Frau, die 2500 Kinder aus dem Warschauer Ghetto rettete“ – dieser Untertitel hat mich auf dieses Buch neugierig gemacht. Doch wer ist überhaupt die Autorin, die diese Geschichte erzählt hat? In dem Buch selbst wird darüber leider keine Auskunft gegeben. Also habe ich sie einmal gegoogelt und dabei herausgefunden, dass Tilar J. Mazzeo eine amerikanische Kulturhistorikerin und Biografin ist. Auf Deutsch gibt es bisher von ihr zwei Bücher, die mit diesem Thema so gar nichts zu tun haben („Chanel No. 5“ und „Veuve Cliquot“). Aber im Englischen gibt es ein weiteres Buch von ihr – „The Hotel on Place Vendome - Life, Death, and Betrayal at the Hotel Ritz in Paris“, und auch das beschäftigt sich mit den Gräuel des 3. Reichs.

An die Geschichte der Irena Sendler ist sie eher per Zufall durch einen Besuch bei ihrem Bruder und ihrer Schwägerin in Warschau gekommen. Und dann hat diese Geschichte sie so fasziniert, dass sie recherchiert und noch lebende Zeugen gesucht und gefunden hat. Herausgekommen ist eine ausgesprochen gut lesbare, aber sehr traurige Geschichte einer ausgesprochen mutigen und sehr findigen jungen Frau und ihrer Mitstreiter.

Wer Irena Sendler war und was sie geleistet hat, wird im Klappentext erzählt. Aber es ist eben nicht nur die Geschichte einer einzigen mutigen jungen Frau. Irena Sendler hat ein Netzwerk organisiert, an dem ganz viele verschiedene Personen beiderseits der Mauern des Warschauer Ghettos beteiligt waren. So ist dieses Buch einerseits die Geschichte einer Gruppe von zumeist mutigen Frauen. Es ist aber auch eine Geschichte der Stadt Warschau, der die Nationalsozialisten ja eine ganz bestimmte Rolle zugedacht hatten. Was haben die Bewohner gemacht? Wie sind sie mit der Besatzung und der Erschaffung des Ghettos umgegangen? Gab es einen Widerstand? Dies alles erzählt die Autorin in diesem Buch.

Ich habe schon einige Bücher zum Thema Warschauer Ghetto gelesen. Allerdings waren das bisher Romane, die zwar sehr gut waren, aber so ein Thema doch anders behandeln. Das Grauen und die Perfidität der Deutschen waren mir zwar bewusst, aber ich habe sie noch nie so erschütternd und eindrucksvoll dargestellt bekommen. Ich habe während der Lektüre oftmals weinen und sehr viel Kraft aufwenden müssen, um wirklich bis zum Ende durchzuhalten.

Das Buch ist ein ausgesprochen wichtiges Dokument, welches mir sehr viele neue und erschütternde Informationen geliefert hat. Ich habe viel über die jüngere Geschichte Polens, bzw. der Stadt Warschau erfahren. Ich wusste nicht, dass diese Stadt als das Paris des Ostens galt. Und ich wusste auch nicht, dass dort so viele sozial engagierte Menschen lebten, die eine bessere Welt schaffen wollten. Besonders erschreckend fand ich zum Ende des Buches, dass Irena Sendler in Polen eher unbekannt ist.. Bereits 1965 wurde sie durch die israelische Organisation Yad Vashem mit dem Titel Gerechte unter den Völkern geehrt. Eine Reise nach Israel wurde ihr damals allerdings verwehrt. 2007 wurde sie für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, aber bekommen hat ihn damals Al Gore. Eine weitere Chance gab es dann leider nicht für sie, da sie im Mai 2008 mit 98 Jahren gestorben ist.

Irenas Liste oder Das Geheimnis des Apfelbaums
von Tilar J. Mazzeo
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
21,99

Warnemünde Anfang des 20. Jahrhunderts

Eine Kundin / Ein Kunde , am 31.03.2017

Wer gerne Romane mit einem historischen Bezug mag, der ist bei Micaela Jary genau richtig. Ich habe bisher vier Bücher von ihr gelesen und wurde noch nie enttäuscht. Ihre Bücher kann man in zwei Kategorien einteilen.

1. Ein Teil der Handlung spielt in der Gegenwart. Und dann gibt es eine Geschichte, die zurück in die Zeit des 2. Weltkriegs greift. („Das Bild der Erinnerung“ und „Wie ein fernes Lied“)
2. Familiengeschichten, die in der Kaiserzeit in Deutschland spielen. („Das Haus am Alsterufer“ und „Sterne über der Alster“)

Das gerade aktuell erschienene Buch „Die Villa am Meer“ gehört in die 2. Kategorie. Dieses Mal entführt uns die Autorin nicht nach Hamburg – na gut ein kleiner Teil spielt auch dieses Mal wieder dort – sondern nach Rostock und Warnemünde. Sie erzählt die Geschichte zweier Familien, die eng miteinander verbunden sind. Da ist zum einen das Ehepaar Borchers (Olaf und Katharina) mit ihren drei Söhnen Erik, Christian und Ulrich, und zum anderen das Ehepaar Wittenburg (Joachim und Greta) mit ihrer Tochter Friederike. Olaf Borchers stellt Standkörbe her. Seine deutlich jüngere Frau Katharina würde ihm sehr gerne auch geschäftlich zur Seite stehen, doch dies lehnt ihr Ehemann ab. Nach einem folgenschweren Zwischenfall zieht Katharina aus der Villa in Rostock in eine Villa am Meer in Warnemünde, wo auch Joachim Wittenburg, Katharinas große Jugendliebe, lebt.

Es ist eine Geschichte, die uns direkt mitnimmt in die Kaiserzeit in Deutschland. Die Rolle der wohlhabenden Frau ist genau festgelegt. Sie ist für den Haushalt und die Kinder zuständig, wobei sowohl der Haushalt als auch die Kinder eigentlich von Dienstboten versorgt werden. Katharina ist dies nicht genug. Sie würde ihrem Mann gerne aktiv im Geschäft helfen. Und sie hat auch eine ganz klare Vorstellung davon, wie sie das machen könnte. Sie würde sehr gerne einen Strandkorbverleih eröffnen. Die Situation für die Familie Wittenburg sieht etwas anders aus. Nachdem Joachim berufliches Pech hatte, haben die Eheleute Schwierigkeiten wieder Fuß zu fassen. Doch dies gelingt, aber die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, belasten die Ehe schwer. Ich bin beeindruckt, wie gut Micaela Jary diese Zeit beschrieben hat. Diese Bigotterie, die sich darin zeigt, was ein Mann darf, einer Frau aber nicht zugebilligt wird. Wie sieht die Kindererziehung aus? Was hat die Menschen damals bewegt? Und wie haben sich die Seebäder entwickelt?

Herausgekommen ist eine ausgesprochen spannende und unterhaltsam zu lesende Familiengeschichte, die unbedingt nach einer Fortsetzung schreit, denn wie geht die Geschichte nach dem 1. Weltkrieg weiter. Es gibt viele interessante Charaktere, die bis in die Nebenrollen gut besetzt sind. Mir hat es besonders Katharinas Freundin Hermine Martius angetan, einer Ärztin aus Berlin, die sich für eine Karriere entschieden hat, aber dafür auf eine Ehe verzichten musste. Von dieser Frau würde ich sehr gerne noch viel mehr lesen. Ich hatte ja eigentlich auf den 3. Teil der Familiengeschichte um die Reedereifamilie Dornhain gehofft. Aber ich wurde von dieser Geschichte nicht enttäuscht. Es ist eine Geschichte, die mich direkt in die Kaiserzeit hat eintauchen lassen. Ich wäre gerne in die Sommerfrische nach Warnemünde gefahren und hätte mir bei Katharina einen Strandkorb gemietet. Dann hätte ich die Verwicklungen der beiden Familien Borchers und Wittenburg direkt live erleben können.

Ich freue mich immer, wenn wieder ein neues Buch von Micaela Jary angekündigt wird. Ihre Bücher verknüpfen einfach auf wunderbare Weise deutsche Geschichte mit einer spannenden Familiengeschichte, in die man großartig eintauchen kann. Man ist dann einfach in einer ganz anderen Welt.

Die Villa am Meer
von Micaela Jary
(11)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Ein ganz neues Leben

Eine Kundin / Ein Kunde , am 24.03.2017

Dass ich die Bücher der Wahl-Hamburgerin Gabriella Engelmann liebe, dürfte inzwischen allseits bekannt sein. Zu meinem Glück ist die Autorin sehr fleißig, so dass ich mich jedes Jahr im Frühling wieder auf einen neuen „Urlaubs“-Roman von ihr freuen kann, wobei ich den Begriff „Urlaubs“-Roman ganz schrecklich finde. Die Romane, die Gabriella Engelmann für Erwachsene schreibt, sind Balsam für die Seele!

Der neue Roman „Strandfliederblüten“ ist diesmal wieder ein Nordsee-Roman. Aber dieses Mal spielt er auf keiner ihrer bisherigen Inseln, sondern auf einer fiktiven Hallig – Fliederoog – die in der unmittelbaren Nähe von Föhr und Langeness liegt. Er beginnt allerdings erst einmal in Hamburg, wo Juliane, Ende dreißig, als Ressortleiterin für die Mindstyle-Zeitschrift „Herself“ arbeitet. Den Rest des Inhalts können Sie ansonsten in der guten Inhaltsangabe nachlesen.

Mir hat dieser Roman wieder sehr gut gefallen. Juliane, eine total gestresste Journalistin erhält durch ihr unerwartetes Erbe die Möglichkeit, ihr Leben noch einmal völlig neu zu denken. Und durch die Beschäftigung mit der Geschichte ihrer Großmutter, erfährt sie einiges über ihre eigene traurige Familiengeschichte, aber sie erkennt peu á peu, dass ihre Großmutter eine ganz außergewöhnliche Frau gewesen sein muss, die anscheinend vielen Menschen helfen konnte. Doch worin bestand diese Hilfe? Umso mehr Juliane über ihre Großmutter erfährt, reift in ihr ein Plan für ihre eigene Zukunft heran. Es macht viel Spaß Juliane auf ihrem Weg zu begleiten. Und gerade die Nebencharaktere, die ihr bei ihrer Suche helfen, sind einfach großartig gezeichnet. Typische Nordfriesen, die nicht viel reden, sondern einfach machen.

Das, was der Protagonistin Juliane widerfahren ist, wäre auch mein Traum – ein kleines Häuschen an der Nordsee, Zeit zum Innehalten und die Möglichkeit das Leben einfach noch einmal völlig anders zu planen. Neben den wunderbaren Naturbeschreibungen, bei denen ich mich sofort wieder in diese Region versetzt fühlte, ist ein Schwerpunkt dieses Romans das Thema Achtsamkeit, welches sehr viele verschiedene Facetten umfasst. Im Anhang gibt uns Gabriella noch selber Tipps mit für ein achtsames Leben. Und sie konnte zwei Autoren – Thomas Hohensee und Ulrich Hoffmann -gewinnen, die jeweils Sachbücher und CDs zu diesem Thema verfasst haben.

Ein herrlicher Wohlfühl-Roman über eine Frau, die noch einmal eine 2. Chance erhält. Aber auch ein Roman, der einen ganz geschickt an das Thema Achtsamkeit heranführt.

Strandfliederblüten
von Gabriella Engelmann
(7)
Buch (Paperback)
9,99

Die Geschichte der Gudrun Samuel

Eine Kundin / Ein Kunde , am 19.03.2017

Sabine Bode ist Ihnen als Autorin wahrscheinlich bereits ein Begriff. Gerade ihre Sachbücher über die Kriegs- und Nachkriegsgenerationen(„Die vergessene Generation“, „Nachkriegskinder“ und „Kriegsenkel“) sind klassische Bestseller auf diesem Gebiet. Aber dieses jetzt erschienene Buch „Das Mädchen im Strom“ ist diesmal ein Roman.

Zum Inhalt dieses Buches muss ich Ihnen eigentlich nicht wirklich etwas schreiben. Die Inhaltsangabe trifft sehr gut auf den Roman zu. Sabine Bode erzählt die Geschichte der fiktiven Mainzer Familie Samuel, bzw. hauptsächlich die Geschichte der Tochter Gudrun- eine Geschichte über die Zeit der Weimarer Republik, des 3. Reichs, der Flucht über die UdSSR nach Shanghai und des Lebens nach dem 2. Weltkrieg.

Es ist ein etwas anderes jüdisches Schicksal als es zumeist in Romanen vorkommt. Es ist die Geschichte einer Flucht, die aber nicht nach dem Ende des Krieges endet. Und dadurch bietet es ausgesprochen interessante Einblicke zum einen in das Leben, welches die Juden, die nach Shanghai geflüchtet sind, gelebt haben. Und zum anderen, wie sie am Kriegsende damit umgegangen sind, dass sie überlebt haben. Aber was ist mit ihren Freunden und mit dem Rest ihrer Familien? Wo werden sie leben? Wie stehen sie zu dem Deutschland nach dem 2. Weltkrieg? Und wie nehmen sie die Deutschen wahr?

Ich hatte das Buch zwischendrin zur Seite gelegt und dann doch wieder hervorgeholt und zu Ende gelesen. Ich fand es inhaltlich ausgesprochen interessant, ergreifend und spannend. Aber für mein Empfinden ist Sabine Bode zu sehr Beobachterin geblieben. Sie konnte mir Gudrun nicht so nahe bringen, dass ich mit dieser Frau mitfühlen konnte. Mir fehlte es in diesem Buch an Gefühl. Und ich habe am Ende einen Nachtrag vermisst, in dem die Autorin noch einmal auf die geschichtlichen Hintergründe eingeht und erzählt, wie sie auf diese Geschichte gekommen ist.

Eine etwas andere Geschichte über ein jüdisches Schicksal in Deutschland.

Das Mädchen im Strom
von Sabine Bode
(9)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00

Eine bunte Mischung toller Geschichten

Eine Kundin / Ein Kunde , am 14.03.2017

Wie ich zum diesem Buch gekommen bin, ist einmal mehr eine typische Monika Fuchs Geschichte. Ich erhalte regelmäßig den Newsletter des Verlags Nautilus. Und in dem letzten wurde dort die Anthologie „Hochzeit? Hochzeit! aus dem Imprint Edition fünf vorgestellt. Ich fiel dabei über den Namen der Herausgeberin – Nicole Seifert. Nicole Seifert kannte ich bisher als Übersetzerin aus dem Englischen, als ehemalige Lektorin des Rowohlt und des Berlin Verlags und als unter dem Pseudonym Anneke Mohn schreibende Autorin von unterhaltsamer Frauenliteratur. Dies allein hat mich neugierig auf das Buch gemacht.

„Hochzeit? Hochzeit!“ ist ein schön gebundenes Buch, welches zum Glück nicht etwa in quietschigem Pink oder klassischem Weiß mit Goldaufdruck daher kommt, sondern in einem schönen Sandton mit Magenta-Schriftzug und weißen Einsprengseln, die wahrscheinlich Reis darstellen. Es ist eine Sammlung von „Erzählungen von Heiratsanträgen, Fluchtversuchen und der großen Liebe“. Nicole Seifert hat dort verschiedenste Autorinnen aus unterschiedlichen Epochen versammelt. Alle Geschichten eint, dass sie etwas mit dem Thema Hochzeit zu tun haben. In dem von ihr geschriebenem Vorwort erläutert sie, wie sich die Lebensumstände der Frauen und damit auch die Bedeutung der Ehe geändert haben. Doch nun zu den Autorinnen und ihren Geschichten.

- Jane Austen, Vom Wagnis sich zu binden
Jane Austen erzählt die Geschichte von 3 Schwestern, von denen eine einen Heiratsantrag erhalten hat. Wie soll sie sich entscheiden. Dies war meine erste Lektüre eines Textes von Jane Austen. Und ich war begeistert, wie gut sie sich lesen lässt und wie viel Humor sie enthält. Wenn ich es nicht besser gewusst hätte, wäre mir nicht aufgefallen, dass diese Geschichte bereits 1792 geschrieben wurde.
- Virginia Woolf, Phyllis und Rosamond
Auch dies ist wieder eine Geschichte von Schwestern, die 1906 von Virginia Woolf geschrieben wurde. Auch zu der Zeit hat eine Ehe oder die Ehelosigkeit noch eine ganz andere Bedeutung als heute. Ich habe mich als junge Frau einmal an Virginia Woolf versucht und bin grandios gescheitert. Nun habe ich festgestellt, dass ich inzwischen anscheinend reif genug geworden bin, so dass ich auch Texte von dieser Autorin gut lesen kann.
- Katherine Mansfield, Herr und Frau Taube
Katherine Mansfield wiederum habe ich bereits als junge Frau sehr geliebt. Diese 1921 geschriebene Geschichte handelt von einem jungen Mann, der einer jungen Frau einen Heiratsantrag macht.
- Dorothy Parker, Da wären wir
Dorothy Parker mit ihrer guten Beobachtungsgabe und ihrer spitzen Zunge liebe ich. So ist auch ihre Geschichte von 1931 über ein junges, frisch vermähltes Paar, welches ihre Hochzeitsreise in der Bahn beginnt, einfach groß.
- Alice Munro, Das Bettlermädchen
Diese Geschichte von Alice Munro ist die längste in dieser Sammlung. Es ist fast ein Kurzroman und erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die Schwierigkeiten mit ihrer Herkunft hat und dies auch in ihre Beziehung trägt. Diese Geschichte der Nobelpreisträgerin von 2013 ist ursprünglich 1978 erschienen.
- Laurie Colwin, Eine Landhochzeit
Laurie Colwin sagte mir als Autorin bisher nichts, obwohl sie in den USA sehr bekannt ist. Leider sind ihre Bücher und Kolumnen bisher nur in Englisch erschienen. Ihre Geschichte aus 1984 erzählt die Geschichte eines Paares, die zur Hochzeit ihrer besten Freunde fahren. Diese Geschichte wurde übrigens von der Herausgeberin übersetzt.
- Bobbie Ann Mason, Kojoten
Auch diese Autorin war mir bisher noch nicht bekannt. „Geboren in Amerika“ war ein großer Erfolg von ihr und wurde sogar verfilmt. Allerdings gibt es auch von dieser Autorin bisher nichts auf Deutsch. Ihre 1988 geschriebene Geschichte begleitet einen jungen Mann, der noch sich noch nicht sicher ist, ob seine derzeitige Freundin die Richtige für ihn ist.
- Zadie Smith, Das Mädchen mit den Ponyfransen
Zadie Smith ist eine der großen zeitgenössischen britischen Autorinnen, die ihren Durchbruch mit ihrem Roman „Zähne zeigen“ hatte. Von ihr gibt es einiges auf Deutsch zu lesen. 2001 hat sie die Geschichte über „Das Mädchen mit den Ponyfransen“ geschrieben, eine Geschichte über eine Frau, die sich überraschend in eine andere Frau verliebt. Und dies ist für sie ein Grund über das Thema Liebe zu philosophieren.
- Lorrie Moore, Danke, dass ich kommen durfte
Lorrie Moore war zwar bisher an mir vorbeigegangen, aber von ihr gibt es bereits einige Bücher auf Deutsch. Ihre Geschichte erzählt von einer unkonventionellen Hochzeit auf dem Land, zu dem eine Mutter und ihre halbwüchsige Tochter fahren. Diese Geschichte stammt aus 2014.
- Karen Köhler, Polarkreis
Diese Geschichte war meine absolute Lieblingsgeschichte. Sie erzählt von einer jungen Frau, die plötzlich Angst vor ihrer Liebe bekommt und einfach ins Blaue verschwindet. Aber durch Briefe und Karten hält sie Kontakt zu ihrem Liebsten. Karen Köhler ist mit ihrem Debüt – einem Erzählungsband- „Wir haben Raketen geangelt“ bekannt geworden. Die Geschichte stammt auch aus 2014.

Ich finde diese Sammlung wunderbar. Es sind tolle, aber gänzlich verschiedene Erzählungen zum Thema Liebe und Heirat. Alle Geschichten wurden von Frauen geschrieben, aber das ist auch kein Wunder, denn der Verlag „Edition fünf verlegt schöne Bücher von klugen Frauen. Bücher, die zu schnell vom Markt verschwunden oder nie ins Deutsche übersetzt worden sind. Leseglück – zum (Wieder-)Entdecken und Weitertragen.“ (zitiert von der Webseite des Verlags). Bis auf die letzte Geschichte sind alles Übersetzungen aus dem Englischen, aber dort sind ja auch gerade diese kurzen Erzählformen Zuhause. Für mich ist dieses Buch eine schöne Möglichkeit gewesen, neue Autorinnen kennenlernen zu dürfen. Es ist ein tolles Buch zum Verschenken oder um es sich selbst zu schenken. Und dazu muss keine Hochzeit im Raum stehen!

Hochzeit? Hochzeit!
von Dorothy Parker
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00

Schöne Coming of Age Geschichte

Eine Kundin / Ein Kunde , am 07.03.2017

Sophie Duffy ist eine britische Autorin und „Rote Kirschen, schwarze Kirschen“ ist ihr erster Roman. Leider sind sowohl der Original-Titel „The Generation Game“ als auch der deutsche Titel nicht sehr aussagekräftig. Das Buch ist ursprünglich bereits 2013 als Paperback herausgekommen. Mit dem Taschenbuch wurde zwar das Cover geändert, aber sowohl das Cover des Paperbacks als auch das des Taschenbuchs haben mich nicht unbedingt angesprochen. Da mir 2013 allerdings nach etwas leichterer „Frauen“-Unterhaltung war, hatte ich diesem Buch trotzdem eine Chance gegeben.

Es ist die Geschichte von Philippa, die 2006 in London im Krankenhaus liegt und gerade ihre Tochter bekommen hat. Sie ist bereits 40 Jahre alt, und plötzlich ist da ein kleiner hilfloser Mensch, der auf sie angewiesen ist. Da in ihrem Leben schon so viel passiert ist und vieles nicht so gekommen ist, wie sie es sich vorgestellt hatte, erinnert sie sich an ihr bisheriges Leben zurück. Philippa wurde 1965 ebenfalls in London geboren. Ihre Mutter Helena ist alleinerziehend, der Vater einfach spurlos verschwunden. Die Großeltern wollen von der Tochter und der unehelichen Enkelin nichts wissen. Kurz nach der Geburt bricht Helena auf und geht mit ihrer kleinen Tochter nach Torquay, einem Küstenort in Devon. Dort versucht sie sich in verschiedenen Jobs und zieht häufiger mit ihrer kleinen Tochter um, bis sie schließlich bei Bob sowohl erst Arbeit und später auch Unterschlupf findet. Philippa wächst zu einem pummeligen Kind heran. In der Schule tut sie sich anfangs schwer und findet keine Freunde, bis sie sich eines Tages mit Lucas zusammentut. Für Philippa ist es klar. Diesen Jungen wird sie später einmal heiraten. Doch das Schicksal meint es anders mit ihr. Erst verliert sie Lucas und dann verschwindet plötzlich auch noch ihre Mutter mit ihrem aktuellen Liebhaber nach Kanada. Ihre Tochter bleibt bei Bob, dem ein Zeitschriften- und Süßwarenladen gehört, zurück. Und so verfolgen wir das Erwachsenwerden von Philippa bis zu der Zeit, wo sich die Rahmenhandlung von 2006 und die Geschichte treffen und auf ein gemeinsames Ende zustreben.

Mein Fazit: Hinter diesem nichtsagenden Cover, Titel und Klappentext versteckt sich eine sehr schöne, warmherzige und humorvolle Geschichte, über eine junge Frau, mit der es das Schicksal nicht immer gut gemeint hat, die aber nie aufgegeben hat. Gerade wenn man ungefähr zur gleichen Zeit wie die Protagonistin geboren wurde, erkennt man so vieles aus dieser Zeit wieder. „The Generation Game“ ist z.B. das britische Pendant zu unserem deutschen „Am laufenden Band“, was auch ein typischer Bestandteil meiner Kindheit war. Irgendwie ist dieses Buch aber auch typisch englisch. Ich war als dreizehnjährige für eine kurze Zeit in Brighton. Und während der Lektüre habe ich mich ganz viel an diese Zeit zurückerinnert. Am Ende nimmt das Buch noch einmal richtig Fahrt auf, denn es erfährt eine sehr überraschende Wendung.

Schöne Lektüre, wenn es gerade mal nicht zu anspruchsvoll aber auch nicht zu seicht sein soll!


Rote Kirschen, schwarze Kirschen
von Sophie Duffy
(3)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Und so fing es an

Eine Kundin / Ein Kunde , am 05.03.2017

Vor kurzem habe ich Ihnen „Überwiegend fabelhaft“ von Carolin Birk und Fanny Wagner vorgestellt. Und da habe ich ja aus Versehen den 2. Teil zuerst gelesen. Aber nun habe ich den 1. Teil schleunigst nachgeholt. Und ich kann nur empfehlen unbedingt mit dem 1. Teil anzufangen. Natürlich käme man auch so rein – hat ja bei mir geklappt – aber man verpasst dann so viel Spaß!

Nina, Ende 40, lebt mit ihrer Tochter Marie, die gerade voll im Gothic-Fieber und Vegetarierin ist, in Berlin. Dort ist sie nicht mehr glücklich, denn eine geschiedene Ehe und ein neuer Ex-Freund, der sie nervt, langen. Da trifft es sich gut, dass sie von ihrem verstorbenen Onkel einen Gasthof in der Fränkischen Schweiz geerbt hat. Kurzentschlossen bricht sie die Zelte in Berlin ab und will in Wiestal einen Neuanfang wagen. Da sie freiberuflich tätig ist, stellt es sie beruflich vor keine Probleme, denkt sie. Doch in Wiestal angekommen, entwickelt sich alles anders als gedacht. Das Haus erweist sich als ziemlich marode, es muss viel gemacht werden. Mit den Dorfbewohnern klappt es irgendwie nicht. Ganz speziell 4 Frauen machen ihr das Leben zur Hölle. Und sie weiß nicht warum. Doch dies klärt sich natürlich im Laufe der Geschichte. Und am Ende läuft alles auf ein großes Finale hinaus.

Kennen Sie die Worte „Dubberbahdie“, „Dorddnbladdn“ und „Männhäddn“? Damit kommen Sie gleich im 2. Kapitel richtig in Wiestal an. Ich habe mich sofort in diese Mundart verliebt. Und in die Menschen, die die beiden Autorinnen so liebevoll gezeichnet haben. Gundi, die Nachbarin, die Nina und Marie am Anfang als einzige hilft. Die 4 Schnepfen und ihre Handwerker-Ehemänner. Gustl, der Künstler, der an Nina einen Narren gefressen hat und der gar fesche Schreiner Christian. Und nicht zu vergessen Crowley, der Hexenmeister und Mario. Die einzelnen Kapitel werden übrigens sehr charmant mit einer Art Wettervorhersage eingeleitet – einem entzückenden Frosch und einer Kapitelüberschrift, die die einzelnen Themen des Kapitels bereits andeuten.

Ein herrlich witziger Roman, bei dem ich so richtig den Alltag vergessen konnte. Liebevoll, humorvoll und sogar mit ein paar Tipps, dass auch gestandene Frauen durchaus noch einmal einen Neuanfang wagen können. Der sich in diesem Fall ganz anders entwickelt hat, als alle am Anfang glaubten.

Garantiert wechselhaft
von Carolin Birk
(7)
Buch (Taschenbuch)
9,99

17. Juni 1953

Eine Kundin / Ein Kunde , am 03.03.2017

Vor kurzem habe ich Ihnen von Titus Müller das Buch „Geigen der Hoffnung“ vorgestellt. Und schon vor einiger Zeit „ Tanz unter Sternen“. Titus Müller ist ein sehr interessanter Autor. Er wurde 1977 in Leipzig geboren, hat Literatur, Geschichtswissenschaften und Publizistik in Berlin studiert und 2004 seinen ersten Roman veröffentlicht. Er schreibt historische Romane, die gleichzeitig sehr spannend sind und einen gut unterhalten. Aber es sind auch Romane, die einem bestimmte Teile der Geschichte näher bringen.

In seinem aktuellen Roman erzählt er uns eine Geschichte, die um den 17. Juni 1953 in Berlin und Halle angesiedelt ist. Dieses Mal finde ich den Klappentext wieder nicht ganz so passend. Dem Klappentext nach hört es sich für mich wie so eine Art Dreiecksgeschichte an. 2 Männer buhlen um dieselbe Frau. Welcher der beiden bekommt sie am Ende? Aber das ist gar nicht die eigentliche Geschichte. Eigentlich erzählt Titus Müller nämlich mehrere Geschichten, die alle irgendwie zusammengehören. Ja, da ist die Schülerin Nelly, deren Vater in die UdSSR entführt wurde. Und ja, sie hat sowohl Kontakt zu dem sowjetischen Spion Ilja und zu dem jungen Uhrmacher Wolf. Und ja, Wolf landet wegen Nelly im Gefängnis. Aber Ilja hat auch eine ganz eigene Geschichte, die eng mit dem Politiker Lawrenti Beria verknüpft ist. Und Ilja hat eine politische Bedeutung, denn seine Aufträge führen ihn auch nach Bonn in die Nähe des damaligen Kanzlers Adenauer. Und dann gibt es noch die Geschichten in Halle. Die dortigen Hauptpersonen sind Lotte, alleinerziehende Mutter dreier Söhne, Heimeran, einem Polizisten der kasernierten Volkspolizei und Katharina und Marc. Und so erzählt uns der Autor, wie das Leben der Menschen in der DDR 1953 aussah, mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten. Aber er klärt uns auch über die politischen Hintergründe auf. 1953 verstarb Stalin. Und für eine kurze Zeit entbrannte ein Machtkampf zwischen verschiedenen hochrangigen sowjetischen Politikern. War die UdSSR gescheitert? Wie sollte weiter mit dem Westen umgegangen werden. Und was sollte mit Deutschland geschehen. Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen den einzelnen Akteuren und spielt in Berlin, Halle, Bonn und Moskau.

Ich muss gestehen, dass der 17. Juni nie wirklich ein Thema für mich war. Es war ein Feiertag. Und es hat einen Volksaufstand in der DDR gegeben. Und das war mein Wissen. In der Schule war es auch kein Thema. Erst durch dieses Buch habe ich überhaupt verstanden, was damals in der DDR passiert ist. Und das ist es, was ich an dieser Art von Romanen so liebe. Ich werde gut unterhalten und lerne dabei auch noch etwas. Und dass diese Geschichte historisch korrekt ist, beweist uns der Autor in seinen umfangreichen Nachträgen. Im Anhang beschreibt er ausführlich den historischen Kern des Romans, er listet die Bücher auf, die ihm selbst besonders geholfen haben, und er erklärt die vielen Abkürzungen, die in der DDR und UdSSR gebräuchlich waren.

Mich hat dieses Buch sehr fasziniert. Und ich habe sehr viel draus gelernt. Allerdings hat mir etwas gefehlt. Wahrscheinlich diese von mir vermutete Dreiecksgeschichte, die es so nicht gibt. ;-)

Der Tag X
von Titus Müller
(7)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99

Oder wie wir ihn für uns nutzen können

Eine Kundin / Ein Kunde , am 03.03.2017

Haben Sie auch immer wieder damit zu kämpfen, dass sie sich selbst schlecht machen oder antreiben, bis fast gar nichts mehr geht? Kennen sie diese Personen? Den Perfektionisten? Den Antreiber? Den Kontrolleur? Den Allen-Rechtmacher? Oder den Be- und Verurteiler? Falls sie davon welche wiedererkennen, die sie regelmäßig quälen,dann ist dieses Buch vielleicht gerade das richtige für Sie. Dr. med. Jochen Peichl, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, stellt uns diese inneren Kritiker vor, erläutert, woher sie kommen und wie wir sie zu unseren Verbündeten machen können.

Jochen Peichl schafft es die Leser sehr einfach an das Thema heranzuführen. Er stellt die inneren Kritiker vor, erläutert, wann sie sich entwickeln und welchen Sinn sie eigentlich haben. Dies macht er sehr unterhaltsam und mit vielen Beispielen. Zwischendrin erläutert er einige wichtige psychologische Sachverhalte tiefergehend – seine sogenannten Vorlesungen. Und dann geht er daran zu erklären, an wen sich die inneren Kritiker wenden, und wie wir mit ihnen umgehen sollten. Denn vertreiben können wir sie nicht, aber zu unseren Verbündeten machen. Abgerundet wird das Buch durch einen Test, bei dem man herausfinden kann, welcher innere Kritiker wie stark bei einem selbst ausgeprägt ist. Außerdem gibt es eine sehr schöne Übung, die einem helfen soll zu entspannen und sich in gewissen Situationen an seinen persönlichen Wohlfühlort zurückzuziehen. Dies hätte ich mir persönlich durchaus gut als vom Autor gesprochenen Text als CD vorstellen können. Aber ich habe es mir selbst auf mein Smartphone gesprochen und auch das klappt! Und kein innerer Kritiker hat gemeckert, dass ich das doch hätte besser machen können.

Und natürlich gibt es am Ende noch einige weiterführende Literaturhinweise.

Ich fand dieses Buch sehr hilfreich. Es ist eine gute Einführung in das Thema. Es hilft, sich selbst besser zu verstehen. Allerdings würde ich die Umsetzung, d.h. das „Gespräch“ mit dem inneren Kritiker und dem inneren Kind trotzdem nicht alleine führen wollen. Da denke ich, dass man es trotzdem nur zusammen mit einem Fachmann machen sollte.

Rote Karte für den inneren Kritiker
von Jochen Peichl
(1)
Buch (Taschenbuch)
15,99

 
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