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Wird nicht angezeigt Top 100 Rezensent
Rezensionen:
324 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 40

nicht hilfreich: 1

Rang:
85

Rezensionen

buch

Train

Pete Dexter

EUR 10,99 *
auf Merkliste

50

02.02.2012

„L.A. Confidental”

Die atmosphärische Dichtheit von L.A.Confidental zwischen zwei Buchdeckeln. Ja, das gibt es. Großartig wie es dem Autor gelingt, Los Angeles 1953, mehr oder weniger leicht morbid wieder erstehen zu lassen. Als die Welt noch in Ordnung war, für die exklusiven Golfclubs, die Fairways sattgrün, die Mitglieder weiß, die Caddies schwarz. Der Autor erweist sich als scharfsinniger Chronist der amerikanischen Verhältnisse, und als Kenner der Faszination von Angst, Lust und Gewalt.

40

02.02.2012

„Buch noir”

Wenn das Buch verfilmt wäre, wäre die Genrebezeichnung ziemlich eindeutig: Film noir. Die Geschichte eines Auftragskillers, todkrank, ein ausgebrannter Cop auf der Jagd nach einem Phantom, ein Buchhalter und eine ratlose Polizei. Das Spiel von Leben und Sterben, großartig inszeniert, virtuos erzählt, versehen mit Prisen von Melancholie. Buch noir.

buch

Die Einsamen

Hakan Nesser

EUR 19,99 *
auf Merkliste

40

02.02.2012

„Duplizität der Ereignisse”

Am Fusse eines Steilhanges bei Kymlinge liegt eine Leiche. Merkwürdigerweise genau an der Stelle, wo vor 35 Jahren ebenfalls eine Leiche lag - eine junge Studentin aus Uppsala. Es kann, zumindest bei Nesser, nur einen geben, der das Rätsel der beiden Morde lösen kann. Nämlich Inspektor Barbarotti. Der tut wirklich sein Bestes, auch wenn sein Pakt mit Gott und sein moralisches Empfinden auf eine harte Probe gestellt werden.

buch

Gotteszahl

Anne Holt

EUR 9,99 *
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50

02.02.2012

„In Bergen bleibt nichts verborgen”

Anderswo wäre er sicher auch aufgefallen. Der brutale Mord an der unbequemen, engagierten Bischöfin Eva Karin Lysgard. Noch dazu erstochen, vordergründig kein Motiv. Kommissar Yngvar Stubo soll den Fall klären. Doch im tief verschneiten Bergen schweigt auch die Schneemauer. Dann geschehen im fernen Oslo weiter Morde, und Stubo nimmt Witterung auf. Wieder einer dieser sehr guten nordischen Kriminalromane.

40

02.02.2012

„Geldwäsche statt Spionage”

Diesmal nimmt es le Carré doch glatt mit der russischen Mafia, und ihrem Vertreter, dem Millionär Dina. Dieser wiederum versteht es äusserst geschickt - jetzt kommt der britische Touch ins Spiel - den linksliberalen Dozenten aus Oxford, samt seiner Freundin Gail, für seine Zwecke einzuspannen. Das Ganze vor dem Hintergrund des tropischen Flairs von Antigua. Ganz ohne Geheimdienst kommt er nicht aus, inklusive Schweizer Banksitten. Ein solider le Carré!

50

02.02.2012

„Verursacht Glanz in den Augen”

Man könnte es auch als Bussibuch bezeichnen. Die Vorstellungen der, zu Recht, als schönste Buchhandlungen Europas bezeichnet, verursacht Gusto. Gusto nach einem sofortigen Besuch der Gutenbergtempel. In Wien besuche man das Antiquariat des Burgverlages, in der Livreria Lello in Porto bedarf es keines Portugiesisch um den Charme der Vergangenheit zu genießen. Londons Heywood Hill glänzt durch die Zusammenführung der richtigen Bücher für die richtigen Menschen, Bei Selexyz in Maastricht, ist ein Erstarren in Ehrfurcht angebracht. Denn in der ältesten gotischen Kirche des Landes entstand eine Bücherkathedrale. Anschauen!

50

02.02.2012

„Leicht ist`s nicht, das Leben”

Dina und Avner, Schwester und Bruder, gezeichnet von den Symptomen der Midlife-Crisis. Aber wünschen wird man sich ja noch was dürfen. Und Dinas übermächtiger Wunsch nach einem Kind nimmt den Leser in seinen Bann, bis hin zu überraschenden Ende. Was das Buch noch auszeichnet ist die Einfühlsamkeit der Autorin in Männerverhalten, Männergefühle. "Liebe führt zur Liebe", die Worte der Mutterwerden nach 500 Seiten Ehe- und anderer Höllen am Ende für den Rest des Lebens dankbar angenommen.

50

02.02.2012

„Hikikomori ist kein Sushi”

Hikikomoris sind junge Männer in Japan, welche sich ins Zimmer einschließen und den Familienkontakt tunlichst meiden. Der zweite Protagonist, ein "Salaryman" (der Name ist selbst erklärend) verbringt den Tag auf der Parkbank, weil Job verloren, und wegen Gesichtsverlust seiner Frau nichts sagt. Beide treffen sich, und Flasar erschließt uns die Lebensart Japans, die Regeln der Gesellschaft, den Mut zum Anderssein in einer mitreissenden Prosa. Ein tolles Buch!

40

17.01.2012

„Noch nicht ganz, aber fast”

Malcolm Fox für sich alleine ist eine sehr sympathische Figur, mit Ecken und Kanten. Malcolm Fox hat aber ein Problem: er wird ständig mit Inspector Rebus verglichen, welchen der Autor ja leider in den Ruhestand verabschiedet hat. Und diese Schuhnummer, ist seinem Nachfolger noch etwas zu groß. Wobei der Roman an sich sehr solide, gepaart mit Eigenheiten des schottischen Polizeiwesens gepaart ist. Beim nächsten Band wird wahrscheinlich schon eine 95%ige Annäherung an Rebus gegeben sein.

50

17.01.2012

„Sehr hellsichtig...”

Zunächst einmal muss dem Metro-Verlag Dank für die Neuauflage des Werkes ausgesprochen werden. Wirklich sehr verdienstvoll. Peter von Tramin, zu Unrecht stets in Doderers Schatten erweist sich als scharfsinniger Beobachter der Gesellschaft der 50er Jahre. Und wenn man quasi das historische Deckblatt vom Geschehen abzieht, hat man sie auf einmal vor sich: die Herren Söhne als Businessmanager, als Troubleshooter, das Geld regiert, nicht die demokratische Gesinnung. Cashflow dient als Ersatz für die Belanglosigkeit des eigenen Seins. Eine Zeitreise in die Vergangenheit, versehen mit einem Blick für die Zukunft.