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Taubenkrieg

Taubenkrieg

Kriminalroman. Originalausgabe

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Artikeldetails zu Taubenkrieg

AutorSandra Lüpkes

Untertitel Kriminalroman. Originalausgabe

  • bol.de-Verkaufsrang6.437
  • ISBN-103-423-24858-0
  • ISBN-139783423248587
  • Verlag dtv
  • Reihedtv-Taschenbücher
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten316
  • Veröffentlicht01.10.2011
  • GenreKrimi
  • Gewicht430g
  • SpracheDeutsch

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Rezensionen der Redaktion zu Taubenkrieg

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 19.12.11
Sandra Lüpkes präsentiert wieder einen Krimi der aufrüttelt und fesselt. Eine Story mitten aus unserem Land, die einen schwer schlucken lässt. Lüpkes Ermittler haben Charakter und Ecken und Kanten. Sandra Lüpkes hat mit Taubenkrieg einen Krimi geschrieben, der einen auf keiner Seite loslässt.

Kurzbeschreibung zu Taubenkrieg

Bandenkrieg am Pinnower See Inmitten eines brutal zerstörten Clubhauses des Motorradclubs Devil Doves am Ufer des Pinnower Sees breitet sich eine Blutlache aus. Von einer Leiche fehlt jedoch jede Spur. Das Blut scheint nach den Ergebnissen einer DNA-Analyse von Leo Kellerbach zu stammen, Staranwalt in Lederkluft und Vorsitzender der berüchtigten Devil Doves. Hundertschaften durchkämmen die Landschaft - doch die Leiche bleibt verschwunden. Wencke und ihr Kollege Boris Bellhorn werden als Verpächter des neuen Clubhauses in die Szene eingeschleust, unterstützt von Axel Sanders. Die drei Ermittler lernen eine völlig fremde Welt kennen, in der die deutschen Gesetze einen Dreck wert sind, wo es nur noch um Macht, Geld und Einflussnahme geht. Doch auch die Familie des Opfers gibt Rätsel auf ...

Beschreibung der Redaktion zu Taubenkrieg

Inmitten eines brutal zerstörten Clubhauses des Motorradclubs Devil Doves am Ufer des Pinnower Sees breitet sich eine Blutlache aus. Von einer Leiche fehlt jedoch jede Spur. Das Blut scheint nach den Ergebnissen einer DNA-Analyse von André Kellerbach zu stammen, Staranwalt in Lederkluft und Vorsitzender der berüchtigten Devil Doves. Hundertschaften durchkämmen die Landschaft – doch die Leiche bleibt verschwunden. Wencke und ihr Kollege Boris Bellhorn werden als Verpächter des neuen Clubhauses in die Szene eingeschleust, unterstützt von Axel Sanders. Die drei Ermittler lernen eine völlig fremde Welt kennen, in der die deutschen Gesetze einen Dreck wert sind, wo es nur noch um Macht, Geld und Einflussnahme geht. Doch auch die Familie des Opfers gibt Rätsel auf ...

Portrait

Sandra Lüpkes:
geboren 1971 in Göttingen, lebte lange auf Juist und wohnt heute in Münster, wo sie als freie Autorin und Sängerin arbeitet. Lüpkes hat bereits neun Romane veröffentlicht, zuletzt: ?Die Blütenfrau? und die ?Inselvogtin?.

Bewertung unserer Kunden zu Taubenkrieg

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50

28.05.2012

„Ein Verbrechen, das schon in der Vergangenheit verübt wurde”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein Rockerkrieg, der im Nord-Osten des Landes wütet?! Ein Rachefeldzug zwischen den verfeindeten Motorradclubs G-Point-Gangsters und den Devil Doves – den Teufelstauben?!
Fallanalytikerin Wencke Tydmers glaubt nicht daran, als sie den Tatort im Clubhaus der Devil Doves untersucht, dessen Fußboden von einer Blutlache bedeckt und nirgends eine Leiche zu finden ist. Jedoch steht sie mit ihrer Vermutung allein da und wird vom LKA Hannover undercover bei den Teufelstauben eingeschleust. Ein gefährliches Terrain, auf dem sie sich begibt. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, setzt sie abermals ihr Leben aufs Spiel...!

Sandra Lüpkes gelingt es einen fesselnden und gut strukturierten Kriminalroman zu schreiben, in dem die Rocker – Szene beleuchtet und auch das Thema der Zwangsadoption in der DDR angeschnitten wird. Die Handelsstränge, die die Autorin in ihrem fließenden und klaren Stil beschreibt, greifen wie Zahnräder ineinander, die zum Schluss die Uhr zum Ticken bringen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

05.12.2011

„Spannende Wendungen, gut recherchierte Hintergrundinfos und eine solide erzählte Story”

von Silke Schröder aus Hannover (silke.schroeder@hallo-buch.de) Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Rockerbanden wie die „Hells Angels“ oder die „Banditos“ beschäftigen schon seit Jahren Medien, Polizei und Staatsanwaltschaft. Mit fiesen Methoden bestimmen sie Drogenhandel und Prostitution in einer Stadt und gehen immer wieder brutal gegen konkurrierende Gangs vor. Doch zugleich sind sie auch an ganz legalen Geschäften beteiligt, wie z.b. im Vergnügungsviertel „Steintor“ in Hannover. Sandra Lüpkes baut darauf eine spannende Story auf, die sich mit dieser Parallelgesellschaft beschäftigt. Sie gibt interessante Einblicke in deren Strukturen und Machenschaften, zeigt aber auch, welche Faszination von solchen hierarchisch durchstrukturierten Männergemeinschaften ausgeht - der Mix aus Drogen, Macht und Spritgeruch zog schon so manchen Biker in den Bann. Daneben macht Lüpkes aber auch auf ein ganz anderes Thema aufmerksam: auf das Schicksal von illegal in die Adoption gegebenen Kindern in der damaligen DDR, die bis heute unter den Folgen ihrer ungewissen Herkunft leiden. "Taubenkrieg" überzeugt mit spannenden Wendungen, gut recherchierten Hintergrundinfos und einer solide erzählten Story, in deren Mittelpunkt wieder die ebenso sympathische wie kantige Profilerin Wencke Tydmers steht. Ein kleines Glossar über Begriffe aus der Bikerscene rundet den Krimi bestens ab.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

03.11.2011

„Motorradclubs und Schatten der Geschichte”

von Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Im mecklenburg-vorpommerschen Quartier des berüchtigten Motorradclubs Devil Doves fließt Blut; drei Liter sammeln sich auf dem Boden des völlig verwüsteten Clubhauses. Genug, um von einem Mord auszugehen. Einzig, es fehlt die Leiche.
Obwohl der Tatort nicht in den Zuständigkeitsbereich der toughen Fallanalytikerin aus Niedersachsen fällt, wird Wencke mit Kollege Boris Bellhorn an den Pinnower See gerufen. Doch während sich die Ermittler vor Ort auf einen Bandenkrieg zwischen verfeindeten Rockern versteifen, dessen erstes Opfer Leo Kellerbach, Rockeranwalt und Vorstand der Devil Doves zu sein scheint, vermutet Wencke eine Beziehungstat. Sie rennt mit ihrer Theorie gegen Polizei-Mauern. Dennoch schleust ihre ungeliebte Chefin Wencke als Verpächterin des neuen Clubheims bei den Teufelstauben ein, um den Mord an Kellerbach zu untersuchen.
Wencke ermittelt undercover in einer Welt, die von archaischem Verhalten, Machotum, Verschwiegenheit und Kriminalität geprägt ist. Und in der es wenig um Rockerromantik, sondern vielmehr um Geld, Macht und Geschäft geht. Die starrköpfige Profilerin gerät schließlich in Todesgefahr, als sie den Verstrickungen des Oberstaatsanwalts Gauly auf die Spur kommt, der nicht nur tief in den zwielichtigen Geschäften der Devil Doves steckt, sondern auch ein fürchterliches Geheimnis aus DDR-Zeiten zu vertuschen versucht. Welches, sei an dieser Stelle naturgemäß nicht verraten, vielleicht nur so viel: Nichts ist, wie es anfangs scheint.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

03.10.2011

„Mord und Rocker”

von Michael Lehmann-Pape Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Erst wenn man nach Lesen der ersten Seiten weiß, dass die mit im Mittelpunkt der Ermittlungen stehende Gruppierung der „Devil Doves“ (Teufelstauben) eine beinharte Rockergruppierung nach Gusto der Hells Angels oder Bandidos ist, macht der Titel des Buches plötzlich Sinn. Denn ein Krieg unter rivalisierenden Rockerbanden steht im Raum.

Vor allem aber steht im Raum, dass das Clubgelände der Devil Doves in Schwerin verwüstet wurde und in einem der Räume eine große Blutlache den Boden verunziert. Die inzwischen aus diversen Büchern der Autorin bekannte Wencke Tydmers, Profilerin beim LKA in Hannover, ist eigentlich nur kurz vor Ort. Am nächsten Tag starten die Sommerferien mit ihrem neunjährigen Sohn Emil und mehr als eine erste Auswertung der Spuren und die Erstellung eines Tatprofils steht nicht im Raum. Darauf legt Tydmers hohen Wert, denn auch im Privaten braucht sie Auszeit, einen gewissen Abstand in ihrer unausgegorenen Liaison mit ihrem verheirateten Kollegen Axel. Da sie auch noch an dem folgenschweren Unfall seiner Frau zumindest mit beteiligt war, ergibt sich ein emotionales Wirrwarr, dem Tydmers gerne für eine Weile entweichen würde.
Eigentlich.

Denn natürlich kommt es anders. Ihr Profil findet wenig Respekt, alle Ermittlungsbehörden versteifen sich auf den Krieg der Rocker und nicht, wie Tydmers es annimmt, auf eine Beziehungstat. Nachdem die Identität der verschwundenen Leiche per DNA geklärt ist, erhält Tydmers allerdings intern von ihrer (eher verhassten denn gelibeten) Vorgesetzten, die als eine der wenigen bereit ist, Tydmers These zu stützen, die Anfrage der Mitarbeit als Undercover Ermittlerin, die sie aus Karrieregründen nicht ablehnen kann. Tydmers wird in die Rockergruppe eingeschleust, ihren Sohn parkt sie für die Ferienzeit just bei Axel und seiner Familie, während in einem Seitenstrang der Geschichte langsam deutlich wird, dass noch andere Interessen und andere, familiäre Kräfte am Mord beteiligt sein könnten.

Eine Situation, die allseits offen lässt, was genau passiert ist und in der Wencke Tydmers mit der Zeit von vielen Seiten her Gefahren drohen. Von der Rockergruppe der Devil Doves. Von der konkurrierenden Gang. Von anderen, Außenstehenden, die durchaus mit dem Mord zu tun haben könnten.

In ihrer klaren Sprache und ihrem bestechend logischen Aufbau der Morduntersuchung gelingt Sandra Lübkes wieder einmal ein überzeugender Kriminalroman. Die Spannungsmomente sind gut gesetzt, überraschende Ereignisse wie der Überfall auf jenen Rocker, der Tydmers beschatten soll wechseln einander ab mit sich ankündigenden Gefahrenmomenten in Person des Patch Black der Gang, zu dem Tydmers sich gar hingezogen fühlt. Die Darstellung der Hauptfigur Tydmers als Frau mit Ecken und Kanten, Tiefen und auch einigen nicht rundweg sympathischen Eigenschaften (der Umgang mit Axels Frau zeigt auf, dass mindestens zwei Seelen in ihrer Brust schlagen) führt zu einer erkennbaren Realitätsnähe, die durch die differenzierte Zeichnung aller Figuren zunimmt.

Eine intelligente Ermittlung und die lange offene Frage nach dem genauen Tathergang runden dieses anregende Krimierlebnis ab. Sicher nicht ganz auf der Höhe der Meister der Zunft, aber solide, intelligente und gute Unterhaltung allemal.

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