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3900

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50

13.05.2013

„Ein frecher Dschinn mischt die Zauberwelt auf”

Nathanael, ein ehrgeiziger Zauberschüler, wurde von dem überheblichen, aber auch mächtigen Zauberer Simon Lovelace gedemütigt und möchte sich nun an diesem rächen. Dafür beschwört er den uralten Dschinn Bartimäus und beauftragt diesen damit das Amulett von Samarkand, welches sich in Lovelace' Besitz befindet, zu stehlen. Bartimäus ist erfolgreich, löst durch seinen Diebstahl aber eine unerwartete Kettenreaktion aus, sodass eine brenzlige Situation auf die nächste folgt. Gemeinsam mit Bartimäus, der ein äußerst freches Mundwerk besitzt und stets einen bissigen Kommentar parat hat, versucht Nathanael nun seinen Fehler wiedergutzumachen. Wer "Das Amulett von Samarkand" liest, darf sich auf eine spannende und lustige Geschichte mit einer rasanten Handlung freuen, die an manchen Stellen sogar etwas nachdenklich stimmt. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin und am Ende stellt man zum Glück fest, dass es noch weitere Abenteuer mit dem vorlauten Dschinn gibt.

50

03.04.2013

„Mensch + Tiger + Rettungsboot = lesenswert!”

Der junge Inder Pi Patel erleidet Schiffbruch und verliert dabei seine Familie, die einen Zoo geleitet hat und sich auf dem Weg nach Kanada befand, um dort einen Neuanfang zu starten. Pi überlebt das Unglück und kann sich in einem Rettungsboot in Sicherheit bringen, hat jedoch tierische Gesellschaft. An seiner Seite: ein verletztes Zebra, eine alte Orang-Utan Dame, eine hysterische Hyäne und, zunächst unbemerkt, ein ausgewachsener bengalischer Tiger, der auf den Namen Richard Parker hört.

Nach kurzer Zeit hat sich die Gemeinschaft jedoch drastisch verkleinert, so dass sich nur noch Tiger und Mensch den beschränkten Platz im Rettungsboot teilen müssen. Es beginnt ein Macht- und Überlebenskampf, der eindrücklich mit tragischen, aber auch komischen Elementen geschildert wird.

So wird dem Leser eine abenteuerliche und faszinierende Geschichte präsentiert, die mit viel Phantasie erzählt wird. Teils grausam, aber auch sehr berührend geschrieben, schafft es der Roman auch lange nach dem Lesen im Gedächtnis zu bleiben.

buch

Der Wolf

John Katzenbach

EUR 19,99 *
auf Merkliste

40

03.02.2013

„Damit ich dich besser fressen kann!”

Ein alternder erfolgloser Schriftsteller, der von Anerkennung träumt und dafür auch nicht vor Mord zurückschreckt. Eine explosive Mischung, wie auch schon bald drei Frauen feststellen müssen, die sich untereinander nicht kennen und deren einzige offensichtliche Gemeinsamkeit ihre roten Haare sind. So erhalten sie eines Tages nahezu zeitgleich Briefe, die Anspielungen auf das Märchen „Rotkäppchen“ enthalten und in denen ihr baldiger Tod angekündigt wird. Ohne zu wissen, wer sich hinter der Drohung verbirgt, versuchen die drei „Rotkäppchen“ durch verschiedene Maßnahmen ihrem Schicksal zu entkommen. Doch ihr Gegner ist ein eiskalt planender Stratege, der seinen Opfern scheinbar immer einen Schritt voraus ist.
Ein Roman der vor allem durch seine Psychospiele und Doppeldeutigkeiten interessant wird. Als Leser fühlt man sich bei den Worten des Wolfs direkt angesprochen bzw. regelrecht ertappt, z.B. bei Sätzen wie: „So wie ich es kaum erwarten kann, sie zu töten, werden sie [die Leser] dem Augenblick entgegenfiebern, in dem sie erfahren, wie sie sterben.“ Mit jeder gelesenen Seite steigt die Spannung und auch die Beklemmung.
„Der Wolf“ beschreibt ein perfides Katz- und Mausspiel mit überraschenden Wendungen und bei dem die Mäuse äußerst bissig sind.

40

27.11.2012

„Ein modernes Märchen”

Weihnachten bei einer ständig nörgelnden Urgroßmutter in einem alten venezianischen Familienhotel - keine wirklich tolle Aussicht finden die beiden Geschwister Jan und Kristina. Doch aus dem befürchteten langweiligen Aufenthalt wird schon bald ein Abenteuer in einem verzauberten Venedig. So stoßen die beiden auf ein Familiengeheimnis, welches sie gemeinsam mit ihren neuen Freunden Luca und Pippa lösen wollen. Dabei treffen sie auf unheimliche Geisterkinder, finden magische Geheimgänge, entdecken rätselhafte Botschaften und werden außerdem noch von einem bedrohlichen Gondoliere verfolgt.
Erzählt wird eine schaurig schöne Geschichte, bei der sich Vergangenheit und Gegenwart überschneiden. Laqua ist ein Buch, das mit seinen spannenden Wendungen mitreißt und in jedem Fall sehr unterhaltsam ist.

40

15.10.2012

„Pauschalurlaub in Afrika”

Heinz Strunk macht Urlaub und lässt seine Leser daran teilhaben. Wie schon bei seinem Erstlingswerk „Fleisch ist mein Gemüse“ werden sämtliche Erlebnisse aus der Sicht eines Ich-Erzählers berichtet. Mit gewohnt bissigem Humor, bei dem auch eine ordentliche Portion Sarkasmus nicht fehlen darf, liefert Strunk hier einen etwas anderen Reisebericht ab.
Von der mehr als katastrophalen Anreise, über Kleinkriege mit spießigen Hotelgästen oder nächtlichen Ausflügen in ein Afrika, in dessen Straßen gerade Unruhen stattfinden – nichts wird ausgelassen und das, obwohl der gute Herr Strunk doch jegliche Aufregung vermeiden wollte.
Wie viele der Erlebnisse tatsächlich stattgefunden haben, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen. Eigentlich ist das aber auch egal, denn witzig ist es auf jeden Fall.

50

15.10.2012

„Ein Buch – zwei Geschichten …”

… die aber doch irgendwie zusammenhängen. Zum einen sind da die Erlebnisse der drei jungen Engländerinnen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entlang der Seidenstraße reisen und sich der Missionsarbeit widmen. Dazu erfolgt abwechselnd ein Sprung in das heutige London. Hier wird die rastlose Frieda mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und trifft dabei auf den heimatlosen Tayeb.
Nicht zuletzt die originelle Verknüpfung der beiden Erzählstränge hat mir sehr gut gefallen. Stück für Stück erfährt man mehr über die einzelnen Zusammenhänge. Dabei werden die Erlebnisse im Orient so lebhaft geschildert, dass das Eintauchen in eine fremde Welt sehr leicht fällt. Gut gelungen finde ich auch, dass die jeweiligen Schicksale einfühlsam und ohne „Kitsch“ geschildert werden. Insgesamt also ein schöner und auch spannender Roman, der mich von Anfang an begeistert hat.

50

01.07.2012

„Mord in der Bretagne”

Es ist Sommer in der Bretagne und mitten in der touristischen Hochsaison wird im traditionsreichen Hotel „Central“ dessen Besitzer Pierre-Louis Pennec ermordet aufgefunden.
So beginnt der Fall, in dessen Verlauf Kommissar Georges Dupin der Frage nachgeht, wer den 91-Jährigen ermordet hat. Während die Ermittlung läuft, finden noch weitere Verbrechen statt. Doch durch seine entlarvenden Befragungen und teils recht eigenbrötlerischen Ermittlungsmethoden gelingt es Dupin den Kreis der Verdächtigten immer weiter einzuschränken. Dabei begleitet ihn der Leser Schritt für Schritt und kommt in den Genuss einer cleveren Handlung mit interessanten Charakteren, wobei der Autor es auch nicht versäumt mit einem Augenzwinkern auf die Eigenheiten der Bretonen zu verweisen. Ebenfalls überzeugend sind die eindrucksvollen Landschaftsschilderungen rund um die Region des idyllischen Küstenortes Pont-Aven.

Spannung, Humor und eine tolle Atmosphäre - Ich freu mich schon auf den nächsten Fall.

50

08.06.2012

„Ein beeindruckender Debütroman”

Nachdem die junge Ärztin Natalia vom rätselhaften Tod ihres Großvaters erfährt, begibt sie sich auf dessen Spuren. In Erinnerungen durchlebt sie noch einmal die zentralen Ereignisse seines Lebens. Dazu gehören das mehrmalige Aufeinandertreffen mit dem Mann, der nicht sterben kann oder auch die Begegnung mit der titelgebenden Tigerfrau.
Der Roman erinnert an ein Puzzle, denn den Leser erwarten viele Zeitsprünge und Nebenhandlungen, die aber in irgendeinem Detail miteinander verbunden sind. Nach und nach entsteht dann ein vollständiges Bild. Dabei schreibt die Autorin so geschickt, dass man als Leser nicht den roten Faden verliert und der Handlung gut folgen kann. Auch die bildhafte Sprache überzeugt und beeindruckt zugleich. Zudem gelingt es Téa Obreht in ihrem Debütroman wunderbar, realistische Eindrücke mit mythenhaften Elementen zu verbinden.

buch

Tschick

Wolfgang Herrndorf

EUR 16,95 *
auf Merkliste

40

24.05.2012

„Ein chaotischer Roadtrip”

In der Schule unbeliebt und von den Eltern vernachlässigt – das Leben des 14-jährigen Maik Klingenbergs hat mehr Tiefen als Höhen. Sein monotoner Alltagstrott ändert sich erst, als der neue Mitschüler Andrej Tschichatschow, genannt Tschick, in sein Leben tritt. Nach anfänglicher Abneigung kommt es zu einer ungewöhnlichen Freundschaft mit aufregenden Folgen. So beschließen die beiden in den Sommerferien spontan mit einem geklauten Lada in die Walachei zu fahren, um dort Tschicks Verwandte zu besuchen. Ohne Orientierung fahren die Minderjährigen nun durch Deutschland und rutschen von einer skurrilen Situation in die nächste.




























































































































































„Tschick“ ist ein Roman, der amüsiert, dabei aber auch nicht vergisst auf die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens einzugehen. Eine tolle Geschichte – nicht nur für Jugendliche.

50

15.05.2012

„Schauriger Kriminalroman mit tollen Charakteren”

Fred Vargas hat mit „Die Nacht des Zorns“ einen lesenswerten Kriminalroman geschrieben. Eine schaurige Legende lockt den Pariser Kommissar Adamsberg in einen kleinen französischen Ort, in dem es schon bald zu einer Mordserie kommt. Zudem muss der Kommissar nebenbei noch einen Fall in Paris lösen, bei dem ein einflussreicher Großindustrieller in seinem Auto verbrannt wurde. Trotz der verschiedenen Schauplätze bleibt die Handlung für den Leser aber nachvollziehbar und ist dabei so spannend, dass man das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen möchte. Neben der spannenden Handlung schaffen es aber insbesondere auch die interessanten Charaktere dem Roman das gewisse Etwas zu verleihen. Gerade durch die markanten Eigenheiten wirken die Figuren authentisch. Zudem entstehen durch die vielfältigen Figuren clever und humorvoll geführte Dialoge, welche wiederum die düstere Handlung rund um die grausamen Morde auflockern.