Neukunde?

Hier starten

Erweiterte Suche

In Zeiten des abnehmenden Lichts

Roman einer Familie. Ausgezeichnet mit dem Aspekte-Literatur-Preis 2011 u. dem Deutschen Buchpreis 2011

buch
EUR 19,95 *
auf Merkliste

versandkostenfrei

Sofort lieferbar

Wird oft zusammen gekauft

Zusammen jetzt für
34,94

jetzt beide kaufen

Kunden, die In Zeiten des abnehmenden Lichts gekauft haben, kauften auch:

Artikeldetails zu In Zeiten des abnehmenden Lichts

AutorEugen Ruge

Untertitel Roman einer Familie. Ausgezeichnet mit dem Aspekte-Literatur-Preis 2011 u. dem Deutschen Buchpreis 2011

  • ISBN-103-498-05786-3
  • ISBN-139783498057862
  • VerlagRowohlt Verlag
  • Einbandartgebunden
  • Seiten425
  • Veröffentlicht01.09.2011
  • Gewicht536g
  • SpracheDeutsch

Mehr Artikel von

Rezensionen der Redaktion zu In Zeiten des abnehmenden Lichts

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 07.11.11
Eine Geschichte, die Deutschland bewegt. Eugen Ruge ist mit seinem Debüt ein Megabestseller gelungen ? Deutscher Buchpreis 2011, Platz 1 auf der Bestsellerliste und die 10. Auflage wird er wohl auch bald erreicht haben. Eugen Ruge erzählt unaufgeregt, feinfühlig, traurig und humorvoll in einem feinen Ton von der DDR und das, was war, im totalitären Staat. Ein Roman, der spannend und lehrreich ist. Er zeigt unterschiedliche Generationen auf und was die DDR aus diesen Menschen machte.

Autorenportrait zu In Zeiten des abnehmenden Lichts

Eugen Ruge, 1954 in Soswa (Ural) geboren, studierte Mathematik an der Humboldt-Universität und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde. Seit er 1988 aus der DDR in den Westen ging, ist er hauptberuflich fürs Theater und für den Rundfunk als Autor und Übersetzer tätig. Für seine dramatischen Arbeiten erhielt Eugen Ruge den Schiller-Förderpreis des Landes Baden-Württemberg; 2009 wurde sein erstes Prosamanuskript In Zeiten des abnehmenden Lichts mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet; für den daraus entstandenen Roman erhielt er den Aspekte-Literaturpreis und den Deutschen Buchpreis 2011.

Portrait

Eugen Ruge:
Eugen Ruge, geboren 1954 in Sosswa am Ural, studierte Mathematik in Ostberlin und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde. Bereits 1986 begann er mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Seit 1989 wirkt er hauptsächlich als Autor für Theater, Funk und Film. Neben seinen Übersetzungen mehrerer Tschechow-Texte und der Autorentätigkeit für Dokumentarfilme und Theaterstücke lehrte er zeitweise in Berlin und Weimar, bevor er 1988 aus der DDR in den Westen ging. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2011

Autorenportrait

Eugen Ruge, 1954 in Soswa (Ural) geboren, studierte Mathematik an der Humboldt-Universität und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde. Seit er 1988 aus der DDR in den Westen ging, ist er hauptberuflich fürs Theater und für den Rundfunk als Autor und Übersetzer tätig. Für seine dramatischen Arbeiten erhielt Eugen Ruge den Schiller-Förderpreis des Landes Baden-Württemberg; 2009 wurde sein erstes Prosamanuskript In Zeiten des abnehmenden Lichts mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet; für den daraus entstandenen Roman erhielt er den Aspekte-Literaturpreis und den Deutschen Buchpreis 2011.

Bewertung unserer Kunden zu In Zeiten des abnehmenden Lichts

Wie ist Ihre Meinung zu „In Zeiten des abnehmenden Lichts”?

Geben Sie Ihre Bewertung ab.

30

18.07.2012

„Lesbar, aber keine "große Familiensaga" ”

von Norbert Schelper aus Hamburg
Da für dieses Buch viele #exzellente# Rezensionen von Buchhändlern, aber nur wenige #ebenfalls gute# von Kunden vorliegen, möchte ich mich doch zu dem von mir Ende 2011 gelesenen Roman äußern. Die Lobpreisungen in Richtung "Große deutsche Familiensaga" oder gar den Vergleich mit "Buddenbrooks" kann ich nicht nachvollziehen. Selbst für ein "Spiegelbild der DDR" ist mir dieses Buch zu speziell (zumal es auch in Mexiko spielt). Fazit: ein ganz gut lesbares Buch, größtenteils auch unterhaltend, ist dieser Roman - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Was aber die Lesefreude stark trübt, ist die Aufteilung des Buches in 20 Kapitel mit 11 unterschiedlichen Zeitebenen (Jahren) in verschiedenen Orten bzw. Ländern (DDR, Mexiko) - das Ganze nicht etwa chronologisch angeordnet, sondern scheinbar willkürlich gemischt. Selbst einzelne Szenen werden so "zerschnitten" und erst 100 Seiten oder noch viel später fortgesetzt. Dies dürfte insbesondere Leser nerven, die nicht Zeit und Muße haben, die über 400 Seiten in wenigen Tagen durchzulesen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

Diese Artikel haben mir auch gefallen: Jeffrey Eugenides: Die Liebeshandlung

40

07.04.2012

„Eine Verfallsgeschichte”

von Sören Laursen aus Aarhus C
Dies ist in Wirklichkeit eine tragische Geschichte und gleichzeitig eine komische darstellung der Verhältnisse der DDR. Deswegen ist dies Buch hervorragend

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

25.02.2012

„Verdienter Buchpreis!!!”

von Jana Torge aus Freital
Eugen Ruge hat den Buchpreis verdient. Er hat einen richtig guten Familienroman, welcher über mehrere Generationen geht, geschrieben. Es gibt nachdenkliche, sentimentale und lustige Abschnitte. Erzählt wird aus der Sicht verschiedener Familienmitglieder mit sehr unterschiedlichen politischen Ansichten. So ist es interessant, wie diese einen 90. Geburtstag erleben. Sehr lesenswert.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

14.01.2012

„In Zeiten des abnehmenden Lichts”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dieses Buch war ein Weihnachtsgeschenk.Es ist flüssig geschrieben und ich finde mich in Teilen des Buches wieder.
Es ist es Wert von vielen gelesen zu werden.Kann es nur weiterempfehlen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

30.12.2011

„Deutsche Geschichte. Schon wieder – und doch ganz anders”

von Jan-Hendrik Kopf aus Bremen
Ein wenig ironisch bis abschätzig wurde ich von Freunden und Kollegen belächelt, als ich mich kürzlich mit Eugen Ruges Debut-Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ zeigte. „Buchpreis-Gewinner? So etwas kauft man sich doch nur, um es am Ende doch wieder ungelesen ins Regal zu stellen“ – so der einhellige, wenn auch nicht ganz ernst gemeinte, Kanon.

Hätte ich mich indes in einem Anflug jungendlichen Leichtsinns von diesen Einschätzungen (fehl)leiten lassen, wäre mir ein besonderes Lesevergnügen entgangen: Ruges „Roman einer Familie“ schildert die generationenübergreifende Geschichte einer Intelektuellen-Familie zu Zeiten des realexistierenden Sozialismus in der DDR. Dabei erhält der inflationär gebrauchte (und gescholtene) Begriff des Generationenkonflikts bei Ruge eine ganz eigene Konnotation. Da gibt es die Großeltern, überzeugte Kommunisten und ideologische Eiferer, den Vater, der, wenngleich kein überzeugter Verfechter des Regimes, doch zumindest in seinem naiven Glauben an die Veränderbarkeit der Umstände als tatkräftiger Mitläufer auftritt, sowie den Sohn, der sich, entfremdet von Familie und System, Jahre nach seiner Flucht in den Westen, auf die Suche nach den Spuren seiner verstorbenen Großeltern begibt. Ruge beschreibt nicht nur Menschen, er charakterisiert Stereotype, beleuchtet deren emotionale wie sozio-politischen Wurzeln und inhärente Konflikte. Dabei kehrt das Geschehen, das sich immerhin über einen Zeitraum von etwa 50 Jahren erstreckt, immer wieder zurück zu einem Ereignis am Vorabend des Mauerfalls, das die verworrenen und verzweigten Fäden dieser Familiengeschichte zusammenführt.
„In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ist ein Buch über deutsche Geschichte. „Schon wieder“ möchte man reflexartig ausrufen. Und doch verhält es sich diesmal anders. Geschickt umschifft Eugen Ruge in seinem Buch historisch-belletristische Plattitüden und Allgemeinplätze, erzählt episodisch-verwoben und mit einer feinen Portion Sprachwitz die Geschichte einer Familie, wie sie so noch nicht erzählt wurde.

So ist zumindest eines sicher: „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ wird nicht das gleiche (ungelesene) Schicksal ereilen, das den früheren Buchpreis-Gekrönten meiner Kollegen zuteilwurde. Im Gegenteil, es bekommt an dieser Stelle eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

13.12.2011

„... ein grandioses Familienportrait”

von Sabine Rudolph aus Dresden (Schillerplatz)
Bildhaft und unsentimental wird hier eine Familiengeschichte erzählt, die zugleich voller DDR-Geschichte steckt. In einzelnen Jahresereignissen und -berichten kommen verschiedene Familienmitglieder zu Wort, unterschiedlichste Sichtweisen werden geschildert und zu einem Ganzen zusammengefügt, dessen Zentrum immer wieder der 1. Oktober 1989 ist. Die enthaltene Zeitgeschichte, die starken und markanten Charaktere, das Zusammenspiel der Familienmitglieder, das Urteilen aus verschiedenen Mündern - das alles macht das vorliegende Buch zu einem grandiosen Roman.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

07.12.2011

„In Zeiten des abnehmenden Lichts”

von Rebekka Klinken aus Bonn
Die DDR ist diesen Buchherbst ein viel gewähltes Thema im Bereich Belletristik, doch diese Tatsache schmälert das Lesevergnügen dieses Romans keineswegs.
Ruge verfasste mit diesem Werk einen glaubwürdigen, emotional vielschichtigen Familienroman, dessen Ausgangspunkt die auf den ersten Blick systemkonforme Familie der Hauptfigur Alexander ist. Dem Verfasser gelingt ein authentisches Bild der DDR und ihrer Bedeutung für die Menschen, welche in ihr leben.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

02.12.2011

„Großartig! ”

von Joke Hoogendoorn aus Leer (Ostfriesland) Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Dreh- und Angelpunkt von Eugen Ruges Roman ist das Jahr 1989. Nicht nur die DDR ist krank und befindet sich in einer Zeit des abnehmenden Lichts, sondern auch für Ruges Hauptpersonen Wilhelm, Kurt und Alexander geht das Licht langsam aus. Im Jahre 1989 ist Europa im Umbruch: Es bedeutet das Ende der DDR und des Sozialismus in Osteuropa. Wilhelm ist 1989 90 Jahre alt; nach einem langen Leben als überzeugter Kommunist ist sein Geistes- und Lebenslicht fast erloschen. Sein Stiefsohn Kurt ist nach einem Zwangsaufhalt in der Sowjetunion schon weniger überzeugter Sozialist und bedauert das Ende der DDR nicht wirklich. Kurts Sohn Alexander flieht kurz vor dem Mauerfall in den Westen. Er hatte nie viel für Sozialismus und DDR übrig. 2001 erkrankt Alexander. Es ist schlimm, es sieht aus als müsse er sterben. Er reist nach Mexiko, dass er aus Geschichten seiner Großmutter Charlotte kennt. Seinen Vater, der immer mehr in die Demenz verschwindet, lässt er in Deutschland zurück.

Eugen Ruge hat auf wunderbare Weise ein Stück Zeitgeschichte beschrieben, das noch ganz nah liegt und noch immer fasziniert. Die Erzählperspektive wechselt ständig. Die Geschichte wird dadurch vielschichtig: Tragödie und Komödie wechseln sich ab. Anhand der Lebensgeschichten der Familie Umnitzer erzählt Ruge vom Leben in der DDR, von den Träumen und Erwartungen der Menschen. Aber nichts ist für immer, muss man am Ende doch wieder feststellen. Eugen Ruge hat einen großen Roman geschaffen. Dafür hat er sehr verdient den Deutschen Buchpreis 2011 bekommen. Hut ab!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

27.11.2011

„"Angenehm überrascht!"”

von Christina Andraschke aus Erlangen, Arcaden
Eigentlich mag ich keine Romane über die (ehemalige) DDR mehr lesen, aber Eugen Ruges preisgekrönter Roman hat mich sehr gut unterhalten. Der Rest wurde dazu schon gesagt und ich schliesse mich an. Mein Ziel ist es vielen LeserInnen, die auch keine Bücher über die (ehemalige) DDR mögen, diesen gelungenen DDR-Roman zu empfehlen.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

24.11.2011

„In Zeiten des abnehmenden Lichts.”

von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Eugen Ruge erzählt in seinem Roman „ In Zeiten des abnehmenden Lichts „ die wechselvolle
Geschichte einer deutschen Familie aus der damaligen DDR. Die Strahlkraft des real existierenden Sozialismus verliert sich immer mehr,von Generation zu Generation wird das sehr deutlich. Daher ist der Titel des Buches wunderbar gewählt.
Sind die Großeltern noch überzeugte Kommunisten, kehren sie nach jahrelangem Exil aus dem fernen Mexiko zurück um in der noch so jungen DDR am Aufbau zu helfen.
Der Sohn, nach Sibirien verschleppt, kehrt mit seiner russischen Frau auch zurück, im Glauben am eine bessere Welt. Doch seine Träume und Wünsche erfüllen sich nicht.
Dem Enkel ist die Gesellschaft, in der er hineingeboren wird, zusehends zu eng und er geht in den Westen um dort sein Glück zu finden.
Drei Generationen, eine Geschichte, unterteilt in das persönliche Empfinden der drei Protagonisten, Großvater, Vater, Enkel.
Eugen Ruge ist es gelungen mit seinem Werk dem Leser auf sehr menschliche, komische, reife Art von der Gründung bis zu ihrem Niedergang über ein Land zu berichten, das es nicht mehr gibt.
Ruges Buch wurde mit dem begehrten Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet. Er lebte bis 1988 im der DDR, daher weiß er, wovon er schreibt. Er arbeitet hauptberuflich fürs, Theater und für den Rundfunk als Autor und Übersetzer.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

12.11.2011

„Einfach wunderbar. ”

von Julia Hohlfeld aus Karlsruhe
Mein erster Gedanke war: Nicht schon wieder ein DDR-Roman.
Nach der Lektüre fällt mir nur ein: Wunderbar!
Der Autor erzählt uns in verschiedenen Erzählsträngen eine Familiengeschichte zwischen der Weimarer Zeit und heute. Ausgehend vom Enkel Alexander rollt der Autor das Leben der Großeltern und Eltern auf: Episoden aus Mexiko, Russland und der DDR vermitteln uns das Leben einer normalen, linientreuen Familie.
Dicht am Leben entsteht so eine marxistisch-leninistische Tragikomödie.
Auf alle Fälle lesen!!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

02.11.2011

„Abgesang auf die Utopie des gelebten Sozialismus”

von Michael Raschke aus Köln
Erzählt wird die Geschichte einer ostdeutschen Familie in der DDR über drei Generationen hinweg. Der Roman zeigt den abnehmenden Glauben an die Strahlkraft des Kommunismus bzw Sozialismus, dies mit einem ganz eigenen Humor, der das Buch zu einem großen Lesevergnügen gemacht. Ganz zu Recht wurde dies mit dem Deutschen Buchpreis 2011 verdient.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

01.11.2011

„Drei Generationen DDR-Geschichte”

von Monika Fuchs aus Hamburg Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Dieses Buch räumt gerade in der deutschen Literaturlandschaft die Preise ab: Aspekte-Literaturpreis und Deutscher Buchpreis 2011! Was für ein Roman verbirgt sich hinter diesem Titel?

Eugen Ruge erzählt die Geschichte dreier Generationen einer Familie aus der DDR. Da sind die Großeltern Wilhelm und Charlotte, die Eltern Karl und Irina und der Sohn Alexander. Wie in fast jeder Familie unterscheiden sich die einzelnen Generationen in ihren politischen Ansichten sehr. Wilhelm und Charlotte stehen voll und ganz hinter dem DDR-Regime und hinter Stalin, Karl und Irina sind da schon gemäßigter und Alexander kann damit gar nichts mehr anfangen.

Wer jetzt aber glaubt, er bekommt eine stringent erzählte Familiengeschichte, die mit den Großeltern beginnt und dem Enkel endet, den muss ich enttäuschen. Eugen Ruge erzählt seine Geschichte sehr sprunghaft. Sie beginnt 2001. Alexander kehrt gerade nach einem längeren Krankenhausaufenthalt mit einer schlimmen Diagnose für ihn zurück in das Haus seiner Eltern. Sein Vater Karl ist im Alter dement geworden und vegetiert hauptsächlich nur noch so vor sich hin. Dann springt die Geschichte in das Jahr 1952, wo Wilhelm und Charlotte noch im mexikanischen Exil sind, aber gerade die Nachricht erhalten haben, dass die DDR Verwendung für sie hat. Ein immer wiederkehrendes Datum ist der 1. Oktober 1989, der Geburtstag von Wilhelm, bei dem die ganze Familie und die Parteiprominenz erscheinen, aber die DDR schon am zerbrechen ist. Und so erzählt der Autor viele einzelne Episoden aus dem Leben dieser Familie. Und es gibt nicht nur einen Erzähler. Auch die Erzählperspektive wechselt von einem Zeitsprung zum nächsten. Alle kommen einmal zu Wort, sogar die Mutter von Irina und der Sohn von Alexander. Dieser häufige Zeit- und Perspektivenwechsel macht diese Geschichte ausgesprochen interessant.

Nachdem ich mich in die Geschichte eingelesen hatte und mit den Zeitsprüngen klargekommen bin, hat mich dieses Buch absolut fasziniert. Eugen Ruge zeigt Aspekte aus der Geschichte der DDR und des Sozialismus auf, aber er rechnet weder wirklich mit dieser Zeit und dem Regime ab, noch liefert er eine vollständige Geschichte der DDR. Es sind einzelne Schnipsel, die eine ganze Familiengeschichte aber keine komplette Geschichte eines Staates erzählen. Viele Facetten dieses Staates fehlen, aber das ist sicher auch kein Wunder, wenn diese Familie lange Zeit sehr linientreu gewesen ist.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

27.10.2011

„Großartige Literatur !!!”

von Annegrit Fehringer aus Kassel Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Ich bin absolut begeistert von diesem spannenden und großartig erzählten Familienroman des Deutschen Buchpreisträgers von 2011 ! Wie Eugen Ruge es schafft, die Familienmitglieder aus immer wieder unterschiedlichen Perspektiven zu skizzieren, ist einfach grandios! Unbedingt lesen !!!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

23.10.2011

„Melancholisch-komischer Abgesang”

von Annemarie Blaßnig aus Klagenfurt
Gleich in sechs Kapiteln erzählt uns der Autor in wechselnden Perspektiven vom 90. Geburtstag Wilhelm Powileits am 9. Oktober 1989, in dem Jahr, als tausende DDR-Bürger und Bürgerinnen das Land fluchtartig verließen und der gesamte Ostblock politisch und ökonomisch vor dem Zusammenbruch stand. Powileit, in den 1940iger Jahren vor dem Nationalsozialismus nach Mexiko geflüchtet, 1952 gemeinsam mit seiner Frau von der SED zurückgerufen, soll, wie schon die Jahre zuvor, als altgedienter Funktionär der DDR-Nomenklatura ausgezeichnet werden. Diese Geburtstagsfeier gerät zur Farce. Selbst der Stiefenkel hat das Land Richtung Westen verlassen. Zwischen diesen sechs Kapiteln wird in Rück- und Vorausblicken von 1952 bis
2001 vom Alltagsleben der Familie Powileit-Umnitzer berichtet, von den Urgroßeltern bis zum Urenkel, der der Utopie vom Sozialismus völlig verständnislos gegenübersteht, aber auch den politischen Aktivitäten seines Stiefvaters im Bundestag des wiedervereinten Deutschlands nichts abgewinnen kann. In diesem Roman lassen die großen ideologischen Debatten der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts ziemlich ratlose und desillusionierte Protagonisten und Protagonistinnen zurück, die in ihre eigenen inneren Traumwelten flüchten.

1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

03.10.2011

„Auch einen Roman über die Wende kann man mit Humor schreiben,”

von Birgitt Schweren-Wolters aus Krefeld
wie wir in diesem Roman über ein halbes Jahrhundert gelebter Geschichte erfahren. Die kommunistischen Großeltern kehren aus dem Exil in Mexiko zurück, der Sohn, der in ein sibirisches Lager verschleppt wurde, kehrt mit seiner russischen Frau in die DDR zurück und der Enkel, dem dies alles zu kleinbürgerlich und zu eng wird, macht in den Westen. Diese Familiengeschichte wird detailgenau und anrührend, trotzdem aber sehr komisch und unterhaltsam erzählt.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

14.09.2011

„Utopien”

von Manuela Quarz aus Köln Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Jede der drei Generationen , von denen hier erzählt wird, hat ihre politische Ideale und Vorstellungen von einer besseren Welt. Das trägt sogar bis ins Exil nach Mexiko , weiter nach Rußland und schließlich in die DDR. Doch nirgend ist das gelobte Land, überall sind nur Menschen mit Schwächen und ihrem ganz privaten Leben und die Ideale hängen doch so hoch ! Mich haben besonders die tragischen Frauenschicksale in jeder der beschriebenen Generation berührt, sie haben alle einen hohen persönlichen Preis zahlen müssen ...Eugen Ruge erzählt schlicht, läßt alle zu Wort kommen und macht ein Stück Zeitgeschichte bildhaft und realitätsnah, ich fand es spannend wie einen Krimi !

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

02.09.2011

„Ruge, In Zeiten des abnehmenden Lichts”

von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Eugen Ruge erzählt in diesem Roman in von Kapitel zu Kapitel wechselnder Erzählperspektive die Geschichte einer Familie aus der ehemaligen DDR.Der Bogen spannt sich von den Großeltern (Exil in Mexiko bis in die 50er Jahre)über die Elterngeneration (Lagerhaft in der Sowjetunion) bis zu dem Enkel und Urenkel in der DDR.Den Abschluß bilden die Wendejahre bis zum Jahr 2001. Die beiden älteren Paare sind in die DDR aus Mexiko und der Sowjetunion zurück gekehrt. Beim Lesen hat mich am Anfang der Wechsel der Erzählperspektiven und der Rückblenden etwas verwirrt. Nachdem ich mich aber auf den Rhythmus eingelassen hatte, bin ich den Verstrickungen und Verzweigungen aufmerksam gefolgt. Immer wieder hatte ich Momente, in denen ich überlegt habe, was ich zu der Zeit gemacht habe. Wie ich die beschriebenen Situationen "im Westen" erlebte.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

02.09.2011

„wunderbares Porträt von drei Generationen ”

von Irene Hantsche aus Jena, Goethe-Galerie
Eugen Ruge gelingt es vortrefflich, über drei Generationen von einem Stück Alltagsleben der DDR zu erzählen, ohne nostalgisch zu verklären oder zu jammern. Wunderbar charakterisiert er in wenigen Sätzen Menschen und ihre Umgebung und findet dazu die jeweils stimmige Sprache. Sehr einprägsam für mich sind die insgesamt tragischen Frauengestalten, von denen z.B. in den Kapiteln über die grotesken Geburtstagsfeiern erzählt wird. Lakonisch und ausdrucksstark beschrieben wird unter anderen aber auch jene Szene, in der Vater und Sohn im kalten Winter 1979 auf der Suche nach einer Gaststätte durch die Straßen Berlins laufen. Dem Vater Kurt hatte seine politische Überzeugung noch Halt gegeben. Sein Enkel Markus hingegen ist 1995 orientierungslos und man würde gerne wissen, was heute aus ihm geworden ist.
Der Roman ist insgesamt flüssig zu lesen. Das Geschehen lässt sich aber durch die ständigen Zeit- und Personenwechsel nicht ohne Mühe zuordnen. Einzelne Handlungsstränge und Beweggründe der Personen erschließen sich dem Leser leider nicht. Insgesamt aber ist das Buch ein fein gezeichnetes Porträt von drei Generationen, von denen Ruge souverän und mit einer großen Gelassenheit erzählt.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

Häufig gestellte Fragen

  • Wie viele PAYBACK Punkte kann ich für ein Produkt sammeln?

    Für jeden vollen Euro Warenwert erhalten Sie 1 PAYBACK Punkt.
  • Wo sehe ich, wie viel PAYBACK Punkte ich für ein Produkt sammeln kann?

    Die für ein Produkt zu sammelnden Punkte finden Sie in der Detailansicht eines Artikels (rechts unter "Bonusprogramm"), ebenso im Warenkorb und in der Bestellübersicht.
  • Wie kann ich bei bol.de bezahlen?

    Wählen Sie im Bestellprozess oder unter "Mein Konto" im Punkt "Zahlungsart" Ihre gewünschte Zahlungsweise aus. Näheres erfahren Sie in unserer Hilfe.

BonusprogrammHilfe

Payback

0 Punkte sammeln