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Rango
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Artikeldetails zu Rango

SchauspielerJohnny Depp, Timothy Olyphant, Abigail Breslin, Isla Fisher, Alfred Molina, Bill Nighy, Ned Beatty, Claudia Black, Ray Winstone, Harry Dean Stanton, Stephen Root, Alanna Ubach, Ryan Hurst, Gil Birmingham, Beth Grant

GenreAnimation/Kinderfilm

SpracheTürkisch, Deutsch, Englisch (Untertitel: Englisch, Türkisch, Deutsch)

TonformatDeutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1, Türkisch: Dolby Digita

  • Regie Gore Verbinski
  • bol.de-Verkaufsrang577
  • FSK6
  • EAN4010884540949
  • StudioParamount
  • Veröffentlicht19.08.2011
  • Medium DVD
  • Bildformat16:9 anamorph
  • OriginaltitelRANGO
  • Spieldauer103 Minuten

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Kurzbeschreibung zu Rango



Auch wenn man seine Augen unabhängig voneinander bewegen und dem Wort "Camouflage" eine völlig neue Bedeutung geben kann, heißt das noch lange nicht, dass man die Situation im Griff hat. Trotz seiner unbestrittenen Talente ist Chamäleon RANGO weit davon
entfernt, der Held zu sein, der er so gern wäre: cool, unberechenbar, selbstbewusst, geheimnisvoll, und an jedem Bein klebt eine schicke Chica. Der Alltag im Terrarium ist öde, und dass geht ihm völlig gegen den Kamm. Eine Sinnkrise jagt die nächste. Als er eher zufällig aus seiner
Behausung entkommt, sieht er seine Chance gekommen. RANGO begibt sich auf eine abenteuerliche Suche nach seiner wahren Identität. Als er dabei plötzlich in einer mysteriösen Stadt im Wilden Westen strandet, die gerissene, skrupellose Banditen an sich gerissen haben, wird RANGO
kurzerhand zum Sheriff ernannt. ¡Ay, caramba! Ist das die lang ersehnte Gelegenheit, endlich ein Held zu werden?


Feature zu Rango

Kapitel- / Szenenanwahl
Animiertes DVD-Menü
DVD-Menü mit Soundeffekten
Kinoversion mit 103 Minuten Laufzeit
Extended Version mit 107 Minuten Laufzeit
Audiokommentar der Filmemacher (nur bei Extended Version)
Noch nie zuvor gesehenes Ende
10 entfernte Szenen
Triff die echten Kreaturen aus "Dirt"

Portrait

Rolf Zacher:
Rolf Zacher, geboren 1941 in Berlin, ist ein sehr bekannter und vielseitiger deutscher Charakterdarsteller. Er erhielt 1981 das Filmband in Gold und den deutschen Darstellerpreis.
Martin Semmelrogge:
Martin Semmelrogge gehört zu den markantesten Hörbuchsprechern Deutschlands. Zu hören ist er u.a. in Jonathan Strouds "Bartimäus". Als Schauspieler war er u.a. in "Tadellöser & Wolff" zu sehen, und er spielte eine Hauptrolle in der legendären Verfilmung von "Das Boot". Als Darsteller schräger Charaktere bietet ihm "L.A. Confidential" ideale Voraussetzungen.

RezensionBonus

Das erste Extra ist das Vorhandensein zweier abweichender Filmversionen. So findet sich auf der DVD sowohl die Kinofassung, als auch die ca. vier Minuten längere \"Extended Version\" des Films. Zu dieser längeren Fassung gibt es dann auch einen Multivoice-Audiokommentar von den Machern von RANGO. Hier kommen sowohl Regisseur und Produzent Verbinski, als auch weitere kreative Köpfe wie Drehbuchautor, Animations-Director und Visual-FX Leiter zu Wort. Zusammen im Gespräch geben sie Auskunft über viele Aspekte der Produktion. Das Gespräch wird von Verbinski quasi moderiert, was anfangs amüsant ist, später aber etwas eintönig wird.

Weiter geht es mit zehn entfernten Szenen, die überwiegend kurze Erweiterungen zeigen und mit nur acht Minuten Laufzeit schon andeuten, dass da nicht viel Erhellendes vorzufinden ist. Das Feature \"Echte Kreaturen von DIRT\" (DIRT ist übrigens der Originaltitel des Films) ist eigentlich eine 21-minütige Tier-Doku, in welcher die wichtigsten Tierarten (und damit Charaktere) des Films \"in echt\" und in ihrer natürlichen Umgebung von einem mutigen Tierdokufilmer vorgestellt werden. Sicherlich gerade für Kids durchaus sehenswert, aber nur am Rande relevant in Bezug auf den Film. Abschließend gibt es noch die Credits zur Tier-Doku auf diversen blätterbaren Bildschirmseiten und eine Auswahl an Previews, wie die traditionelle Trailershow hier benannt wurde, da sie Vorschauen auf künftige Titel zeigt, die allerdings bereits nach Einlegen der Disc übersprungen werden mussten, hier aber nochmal in aller Ruhe separat anwählbar sind. Auch enthalten ist ein Teaser vom Video- und PC-Game zu Rango.

Zitat

RANGO ist kein reiner Animationsfilm für Kinder, sondern eher einer für die ganze Familie und insbesondere für Junggebliebene, die einen gewissen Anspruch an Story, Animation und Umsetzung stellen! Verantwortlich zeichnet Gore Verbinski, der sich erstmals an einem Animationsfilm versucht und gleich einen Volltreffer landet. Bekannt vom FLUCH DER KARIBIK-Franchise ging er bei der Umsetzung der Story vom Großstadt-Chamäleon, dass sich unverhofft in einem Wüstenkaff wiederfindet, das einen Sheriff und Helden braucht, der das Wasser wiederbringt, vollkommen neue Wege. Während in der Regel die Animationsfilme nach dem Dreh ? also nachträglich - von Synchronsprechern vertont werden, sollten die Sprecher in diesem Film diesen selbst spielen. So wurden im Original Johnny Depp (Rango) und seine Kollegen in Cowboy-Outfits gesteckt, auf Set-artige Bühnen gestellt und spielten zunächst die Story durch, wobei zugleich die Stimmen aufgezeichnet wurden. Gleichzeitig bekamen die Animatoren perfektes Bildmaterial, um die Gesichter, Mimiken und Körperbewegungen für die gezeichneten Charaktere zu übernehmen. Verbinski nennt diese neue Art des Animationsfilmens \"Emotion Capture\". So kommt es, dass die animierten Charaktere perfekte menschliche Züge in ihrer Mimik und Gestik haben ohne dabei die tierischen Eigenschaften der Arten vollends zu vernachlässigen. Überhaupt sind die Animationen und Bewegungen inklusiver der Szenenausleuchtung extrem realitätsnah ausgefallen, was dem Film eine gewisse ernsthafte Basis verleiht. Das Rendering ist dabei absolut perfekt, kein Wunder, wurden der Film und dessen visuelle Effekte doch von der Trickschmiede ILM realisiert.

Was den Film daneben auch für Erwachsene interessant macht, sind die durchaus ausgewachsene, tempo- und wendungsreiche Story (die dennoch nicht allen Vorhersehbarkeiten trotzen kann), die nicht auf Hochglanz polierte Optik und die wenig knuddeligen Charaktere. Hier gibt es nämlich kaum großäugige, flauschige Tierchen mit kindhafter Stimme und ebensolchem Ausdruck (das so genannte \"Kindchenschema\"), sondern überwiegend fiese, dreckige und oft verwahrloste Figuren, die man so selten im Trickfilm zu sehen bekommt. Selbst die Hauptfigur ist kein wirklicher Hingucker für Kinderaugen und wirkt eher sagen wir mal seltsam. Eine grandiose Szene, die auch nur Erwachsenen ins Auge fallen wird ? und insbesondere den Westernfans: Das Zusammentreffen von Rango und dem \"Mann ohne Namen\" aus den Dollar-Filmen (hier \"The Spirit from the West\" benannt) in einer Vision kurz vor Ende des Films. Natürlich sieht dieser aus wie Clint Eastwood (als Mensch), der diese Figur einst verkörperte, gesprochen wird sie allerdings von Timothy Olyphant, dessen Stimme der von Eastwood ähnelt. Es gibt noch weitere Anspielungen auf große Filme wie etwa der Vogelangriff aus der Luft, der optisch stark an PEARL HARBOR erinnert (natürlich waren es dort Kampfflieger). Überdies bietet der Film eine ordentliche Portion Lacher oder zumindest viele Gelegenheiten zum Schmunzeln. Dies und die perfekte Qualität der Animationen machen die actionreiche Story zum absolut kurzweiligen Vergnügen mit sehr hohem Unterhaltungswert auch für Erwachsene. Es wird trotz vieler emotional angehauchter Story-Elemente auch nie wirklich kitschig oder zu rührselig, was ja oft das Problem anderer Animations-Produktionen aus den bekannten Studios ist. Zu guter Letzt spricht die Laufzeit von deutlich über anderthalb Stunden für eine etwas andere Ausrichtung der Zielgruppe, da die Jüngsten wohl kaum so lang ruhig auf dem Stuhl zu halten sind und wohl schon nach gut einer Stunde der Handlung nicht mehr wirklich folgen werden!

Kurzum RANGO ist ein Fest für fast alle Sinne und macht Jung wie Alt bestimmt viel Spaß. Das natürlich auch deshalb, weil Paramount zumindest qualitativ eine praktisch perfekte DVD-Umsetzung gelingt. Das Bild ist über jeden Zweifel erhaben und zählt zu den aktuellen Referenzen ? und das ohne, dass der Titel dabei denen aus der Pixar-Schmiede oder den Disney Studios wirklich nachstehen würde. Auch die Vertonung bietet einen dynamischen und räumlich gelungenen Sound. Nur die Extras sind etwas dünn geraten ? schade, denn zumindest wir hätten gern noch viel mehr über die Hintergründe und neuartige Machart dieser Animations-Produktion in Form von Videofeatures erfahren!

Auszeichnung

2012 - Oscar:
- Bester Animationsfilm

RezensionBild

Wie so oft in den letzten Jahren gibt es auch bei dieser Animationsfilm-Produktion an der Bildqualität praktisch nichts zu bemängeln! Natürliche Farben, sofern man bei einem Animationsfilm davon sprechen kann, mit teils erhöhter, meist aber normaler Sättigung, ein perfekter Kontrast ohne Detailverluste, der tiefe Schwarzwert und die herausragende Schärfe auf allen Ebenen sorgen auch auf DVD für eine außergewöhnlich plastische Tiefe. Das Ausbleiben von Rauschen und Artefakten sind bei einer rein digitalen Produktion dagegen natürlich selbstverständlich ? es sei denn, man verhaut die Kompression. Hier liegt dann ? wenn man wollte ? auch der einzige winzige Kritikpunkt, denn gelegentlich scheint das Bild bei größeren, längeren Bewegungen etwas nachzuziehen bzw. sehen dann kurzzeitig (jeweils kleiner als eine Sekunde) Konturen und Details etwas weicher aus. Dennoch verdient sich der Transfer den Palace-Bild-Award, da er auf DVD zu den aktuellen Referenzen zählt.

RezensionTon

Der Sound kann mit dem tollen Bild nicht ganz mithalten, obwohl auch die Vertonung durchaus gelungene Höhepunkte präsentiert. So gefallen besonders die actionlastigeren Sequenzen, da in diesen reichlich direktionale Signale, dynamisch gelungene Akzente und raumgreifende Boxenaktivitäten zu vermelden sind. Auch der Subwoofer tönt in diesen Momenten ordentlich mit. Außerhalb dieser wird es aber oft etwas zu ruhig im Hörraum, werden Hintergrundgeräusche häufig nur dezent und überwiegend aus den Frontlautsprechern (mit Stereo-Splitting) ausgegeben. Der Score tut es der Action-Vertonung gleich, während die Musikeinspieler der Erzählercombo aus Schleiereulen etwas dünn aus dem Center erklingen. Die Stimmen sind stets klar und sauber aus dem Center zu vernehmen. Das Original unterscheidet sich nur den Stimmen nach, was auf das gleiche Tonmaster für alle Sprachspuren schließen lässt.

Bewertung unserer Kunden zu Rango

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50

16.06.2012

„Ein kleiner Held auf der Suche nach sich selbst. (DVD)”

von einer Kundin oder einem Kunden
Als das Chamäleon auf einem Highway mitten in der Wüste, mit samt Terrarium vom Auto fällt, staunt es zunächst nicht schlecht über seine neu gewonnene Freiheit. Da es jedoch schnell merkt, dass die Wüste ohne seinen Glaskasten recht trocken und gefährlich ist, gibt es sich kurzerhand einen neuen Namen, Rango, und macht sich auf in die nächste Stadt. Hier bleibt nun abzuwarten, was es aus seiner neu gewonnenen Identität macht.
„Rango“ ist kein Film mit kuscheligen Plüschtieren, wie andere Animationsfilme und daher wohl eher etwas für zumindest etwas größere Kinder. Doch auch erwachsene Filmfans kommen voll auf ihre Kosten, wenn hinter dem coolen Chamäleon Rango plötzlich Johnny Depps Piratencharme aufblitzt.

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30

23.09.2011

„Vom Chamäleon in der Wüste”

von einer Kundin oder einem Kunden
Rango ist ein Chamäleon, das in einem Terrarium lebt, sich mit einer Barbie-Puppe unterhält und einen Plastikgoldfisch als Haustier/Freund hat. Doch dann fällt das Aquarium aus dem Auto und Rango landet mitten in der Wüste. Verfolgt von einem Habicht, folgt er der Anweisung eines überfahrenen Gürteltiers und erreicht eine Stadt namens Dreck (engl. Dirt). Hier lebt eine Vielzahl von Tieren in einer typischen Westernstadt, die von Wasserknappheit und tierischen Fieslingen (allen voran ein Habicht und eine Klapperschlange) bedroht wird. Rango erkennt seine Chance auf Ruhm und gibt sich als Westernheld aus…

"Rango" ist keine Komödie im Gewand eines Animationsfilmes - zwar bietet der Film auch einige lustige Sequenzen, aber die werden durch Situationskomik oder sarkatische Stellen hervorgerufen. Vielmehr ist "Rango" ein nicht ganz ernster Western, der eben animiert ist und Tiere als Darsteller hat.
Der Animationsfilm von ILM muss sich nicht hinter den Animationsfilmen anderer Studios verstecken, ganz im Gegenteil: die Animation und Gestaltung der Tiere, ihrer Kleidung (trocken wie nass) und der Stadt selber ist einfach perfekt. Ich glaube, besser ist gar nicht mehr möglich.

Die Charaktere könnten jedem beliebigen Western entsprungen sein - dreckig, schrullig, spuckend, schießwütig. Witzig sind die vier Eulen, die als Erzähler mit kurzen Musikeinspielungen die Story unterbrechen. Schade fand ich, dass Rangos Hochstaplerei genretypisch vor der versammelten Stadt aufgedeckt wird - der Film hätte sich einfach angeboten, die Lüge des Chamäleons bis zum Ende durchzuziehen. Aber wahrscheinlich musste für die Kleinen eine Portion Moral enthalten sein.
Der Film soll viele Anspielungen auf andere Filme enthalten; die dürften mir fast alle durchgegangen sein. Vielleicht ein Grund, warum sich die Handlung stellenweise wie Kaugummi zieht oder schlicht vorhersehbar ist. Die genialen Sequenzen wiegen in etwa die "och nöö"-Sequenzen wieder auf.

Die DVD enthält einmal die Kinoversion und einmal eine "Extended Version", mehrere Trailer und entfernte Szenen, dazu eine unterhaltsame Doku über die verschiedenen Tiere der Wüste. Allerdings gibt es kein Making-of (das soll die Doku wohl ausgleichen), aber auch keinen Audiokommentar und keine Interviews.

Fazit: ganz nett, aber wohl nur für Western-Fans wirklich interessant. Ich denke, dass der Film zu ernst und nicht kindgerecht-lustig genug ist.

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50

12.09.2011

„Chaotischs Chamäleonabenteuer!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der Titelheld Rango ist eigentlich nur ein einfaches Haustier, lebt auf seinen paar Quadratzentimetern im familiären Terrarium bis er durch eine Laune der Natur spontan in die Freiheit katapultiert wird.
Der Film hat mich wirklich positiv überrascht und die Zeit ist wie nichts verflogen. Genial gesprochen wird Rango im Original von Johnny Depp. Ein sehr bunter Film, voller lustiger Akzente und einer klaren Message: Du kannst alles sein was du willst, auch wenns mal schwer ist, wenn man sich anstrengt erreicht man sein Ziel.

Ein toller Film mit einem sympathischen Helden!

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50

31.08.2011

„Schmeißt die Dvd-Player an, jetzt kommt Rango!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Rango ist skuriel, originell, innovativ und unglaublich komisch!!!

Grandioses Unterhaltungskino mit außergewöhnlichen Charakteren, tollen Bildern und unglaublich echt wirkenden Animationen!

Beide Daumen hoch - einer der besten Filme 2011.

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50

12.08.2011

„Top Film von Gore Verbinski”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Hamburg Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Eigentlich war die Welt von Rango beschaulich und übersichtlich. In seinem Terrarium lebte er zusammen mit einem Plastikfisch, einer Plastikpalme und einer Barbie. Die Idylle hat ein Ende, als der Wagen, in dem Rangos Terrarium transportiert wird, von der Fahrbahn abkommt und Rango auf der Straße landet. Auf der Suche nach Wasser begibt er sich in die Stadt Dirt. Doch auch dort gibt es kein Wasser mehr. Der kleine Angeber Rango macht dort schnell Karriere und wird zum Sheriff ernannt. Ob der großmäulige Rango den Bewohnern von Dirt helfen kann, wird sich zeigen, denn Dirt hat schon viele Sheriffs gehabt.

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50

06.07.2011

„The name is Rango”

von Thomas Zörner aus Lentia Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Rango ist ein Chamäleon, das nicht nur seine Farbe ändern kann, sondern auch sein Selbst. Immerhin sieht er sich selbst als bester, und auch einziger, Schauspieler im Terrarium. Sein Publikum besteht aus einem Barbie Oberkörper und einem Aufziehfisch aus Plastik. Als er durch eine Kette unvorhergesehener Ereignisse in der Wüste landet, genauer gesagt in Dreck, dem Kleintierwesternstadtäquivalent der Mojavewüste, sieht er darin die Chance endlich ein richtiger Held zu sein, entsprechend gut schauspielern kann er ja. Schnell wird er, abermals durch eine Kette unvorgesehener Ereignisse zum Sheriff der Stadt, und muss einen Fall rund um Wasserdiebstahl, die wichtigste Ressource in der trockenen Einöde, klären. Doch hinter dem Raub scheint mehr zu stecken als Anfangs gedacht.
„Rango“ sieht fantastisch aus. Sowohl der Held an sich, so wie der gesamte Film, immerhin steckt auch niemand geringerer als Industrial Light and Magic hinter den Animationen, die sonst als die Special Effect Schmiede schlechthin angesehen sind, die z.B. alle Star Wars Filme zum Leben erweckten. Von George Lucas höchstpersönlich gegründet, ist „Rango“ der erste eigene Film von ILM, und besser hätte ein Debüt kaum ausfallen können. Mit dem entsprechenden Wissen auf dem Sektor der Computeranimation ist dem Studio ein Augenschmaus sondergleichen gelungen. Hinzu kommt noch die Regie von Gore Verbinski, der sich unter anderem für die„Fluch der Karibik“ Serie verantwortlich zeichnet. Die Bilder reichen von rasant in den Actionsequenzen, bis mystisch, wenn Rango mit seinen Kumpanen auf der Spurensuche auch unter Tags zugegen ist, und schlicht atemberaubend. So z.B. in seinen ruhigen Momenten, von denen „Rango“ tatsächlich auch welche vorzeigt, eine Seltenheit im modernen Kinderfilm. Wobei Kinderfilm nicht ganz richtig ist, denn besonders der Humor ist für die Kleinsten sicher des Öfteren zu schräg und auch der Plot nimmt teilweise Wendungen, besonder gegen Ende, die das Verständnis von Kindern übersteigen könnten. Hier zeigt sich aber eine weitere Stärke des Films: Kinder erfreuen sich an der farbenreichen Bilderflut, die von einer faszinierenden Einstellung zur nächsten wechselt, und die Eltern schmunzeln, ob des erwachsenen Humors, und der Anspielungen auf „richtige“ Westerngrößen. Besonders schön ist, dass der Witz nicht nur auf der Leinwand zu finden ist, sondern sich sogar bis auf den Soundtrack ausdehnt. Wenn Rango und seine Mitstreiter von Maulwurdrednecks, die auf Fledermäusen reiten, gejagt werden, erklingt dazu Wagners „Ritt der Walküren“, gespielt auf Banjos. Ein weiteres Beispiel für den Humor, der sich vor allem Erwachsenen und Filmkennern erschließen sollte. Letztere sind mit „Rango“ besonders gesegnet, denn neben Westernanspielungen, gibt es noch ein gutes Dutzend weiterer, die der findige Zuseher entdecken kann. Manche springen einem direkt ins Gesicht („Fear and Loathing in Las Vegas“), anderer spielen sich eher im Hintergrund ab („Apocalypse Now“). „Rango“ ist einer dieser besonderen Filme, die wirklich für jedes Alter geeignet sind, und ein Studio präsentieren, das wenn es dieses Level hält eine richtige Bedrohung für Genrevorreiter Pixar werden könnte.

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